BILDUNG
Nr. 8/94 - Seite 5
es um die komplexe körperfreundliche Gestaltung des Schulalltags geht. Es ist ein Brandenburger Landesmodellprojekt. Partner der Sportmediziner sind beispielsweise die Ministerien für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Frauen sowie für Bildung, Jugend und Sport, Schulmöbel herstellende Industriepartner, nicht zuletzt das Gesundheitsamt in Potsdam.
Unmittelbar vor ihrer Aufnahme am 1. Juni stehen die Arbeiten an einem Bundesmodellprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit. Angestrebtes Ziel ist die möglichst frühzeitige Erkennung tätigkeitsspezifischer Berufs- bzw. Gesundheitsrisiken für bestimmte Berufsgruppen. Realisierungsbereich wird zunächst das Handwerk sein. Partner sind zwei arbeitsmedizinische Zentren im Potsdamer Raum. Auch die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Potsdam, der Innungskrankenkasse Potsdam, der Bundeszentrale der Innungskrankenkassen in Köln sowie dem Brandenburgischen Verein für Gesundheitsförderung e. V. ist vorgesehen.
gm
TW
Erlassung der Schwerpunkt- zentriertheit innerhalb der Unterstützungsfläche im Stehen mittels Stabilographie unter Verwendung spezieller Meßschuhe Text: Petra Görlich Fotos: Eska Tribukeit
Zu erreichen ist das Institut unter folgender Anschrift:
Universität Potsdam, Institut für Sportmedizin und Prävention (Komplex I, Gebäude 12), Am Neuen Palais 10, Potsdam, 14469 Tel.: 9 7717 68
Mathematisches Weekend
Interessierte und begabte Kinder und Jugendliche in ihrem Wollen nach Förderung zu unterstützen, ist ein Anliegen des im August 1990 gegründeten Brandenburgischen Landesvereins zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technischinteressierter Schüler e.V. (BLiS). Sein Hauptanliegen besteht in der Organisation und Durchführung von Olympiaden in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen.
In diesem Gremium, dem auch Mathematiker der Universität Potsdam angehören, wurde die Idee geboren, eine Reihe „Mathematisches Weekend“ ins Leben zu rufen. Verantwortlich zeichnen das Institut für Mathematik und die Max-Planck-Ar- beitsgruppe Mathematik der Potsdamer Hochschule.
Durch thematisch differenzierte Angebote ohne zeitlich strenge Abfolge beabsichtigen die Mitarbeiter beider Institutionen, einen möglichst breiten Teilnehmerkreis von Schülern anzusprechen.
Suchende bekommen Anregungen und Orientierungen für Freizeitbeschäftigungen, mathematische Talente Förderung und fachliche Betreuung. Natürlich könnten auf diese Weise in Einzelfällen auch Studienbewerber gewonnen werden.
Lehrerinnen erhalten, wenn gewünscht, Anregungen.
Einer der Initiatoren, Dr. habil. Erhard Quaisser (Abteilung Geometrie), betrachtet die Installierung der Reihe als einen Beitrag zur Entwicklung der Universität zum geistig-kulturellen Zentrum für die Stadt und darüber hinaus. Am 19. März 1994 wurde aus der Idee Wirklichkeit. Prof. Dr. habil. Heinz Junek (Abteilung Analysis) eröffnete mit einem Workshop zum Thema „Mathematik auf dem Computer“. Sechs Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II aus Potsdam und Umgebung nahmen die Möglichkeit wahr, mit Hilfe hochwertiger Technik, über die die Universität verfügt, in Com- puter-Algebra-Systeme eingeführt zu werden. Sie lernten hoch
moderne Werkzeuge der Mathematik kennen und benutzten sie beispielsweise zur Formelmanipulation, Berechnung von Grenzwerten und Darstellung von Kurven und Kurvenscharen.
Am 16. April 1994 konnten die Schüler unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Kurt Nawrotzki (Abteilung Stochastik) in die Welt der Zufallsgeneratoren und ihrer Anwendung unter dem Motto „Kann ein Computer würfeln?“ eindringen.
Angesichts immer neu heran- wachsender Generationen von begeisterten Schülerinnen erscheint die Zukunft des mathematischen Weekends nicht ungewiß.
Weitere Auskünfte sind zu erhalten bei:
Universität Potsdam Institut für Mathematik Kennwort: Mathematisches Weekend Postfach 601553 14415 Potsdam
(Tel.: 0331 / 9 77 12 71 oder 9 77 10 28)
Dr. Barbara Eckardt
Weiter steigende Schülerzahlen
LDS |
Nach Mitteilung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg werden im laufenden Schuljahr 1993/94 an den 1176 allgemeinbildenden Schulen des Landes Brandenburg 388 883 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Das sind 8624 bzw. 2,3 Prozent mehr als im Schuljahr zuvor. 186 069 Schüler (48 Prozent) besuchen eine Grundschule, 110 674 (28 Prozent) eine Gesamtschule, 52 149 (13 Prozent) ein Gymnasium, 19784(5 Prozent) sind Realschüler.
Bedeutend mehr Mädchen als Jungen haben sich bei der Wahl des Bildungsweges für den Besuch eines der 99 Gymnasien des Landes entschieden. Der Mädchenanteil beträgt in diesem Schuljahr 59 Prozent.
17312 Schülerinnen und Schüler besuchen eine der 132 Förderschulen des Landes Brandenburg. Dabei fällt ein geringer Mädchenanteil von 34 Prozent auf, dieser entspricht aber auch dem Anteil in anderen Bundesländern.
Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik weiter mitteilt, lernen an den allgemein- bildenden Schulen Brandenburgs 1268 ausländische Schülerinnen und Schüler. Rund drei Viertel dieser ausländischen Schüler
kommen aus den europäischen Staaten. Nicht ganz ein Fünftel (18,5 Prozent) kommen aus Asien, 3,0 Prozent stammen aus Amerika und 2,6 Prozent aus Afrika.
Über die Hälfte der ausländischen Schüler des Landes Brandenburg sind Grundschüler.
Pressemitteilung