Heft 
(1.1.2019) 08
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BILDUNG

Nr. 8/94 - Seite 5

es um die komplexe körper­freundliche Gestaltung des Schulalltags geht. Es ist ein Bran­denburger Landesmodellprojekt. Partner der Sportmediziner sind beispielsweise die Ministerien für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Frauen sowie für Bildung, Jugend und Sport, Schulmöbel herstellende Industriepartner, nicht zuletzt das Gesundheits­amt in Potsdam.

Unmittelbar vor ihrer Aufnahme am 1. Juni stehen die Arbeiten an einem Bundesmodellprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit. Angestrebtes Ziel ist die möglichst frühzeitige Erken­nung tätigkeitsspezifischer Be­rufs- bzw. Gesundheitsrisiken für bestimmte Berufsgruppen. Reali­sierungsbereich wird zunächst das Handwerk sein. Partner sind zwei arbeitsmedizinische Zen­tren im Potsdamer Raum. Auch die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Potsdam, der Innungskrankenkasse Pots­dam, der Bundeszentrale der Innungskrankenkassen in Köln sowie dem Brandenburgischen Verein für Gesundheitsförderung e. V. ist vorgesehen.

gm

TW

Erlassung der Schwerpunkt- zentriertheit innerhalb der Un­terstützungsfläche im Stehen mittels Stabilographie unter Verwendung spezieller Meß­schuhe Text: Petra Görlich Fotos: Eska Tribukeit

Zu erreichen ist das Institut unter fol­gender Anschrift:

Universität Potsdam, Institut für Sport­medizin und Prävention (Komplex I, Gebäude 12), Am Neuen Palais 10, Potsdam, 14469 Tel.: 9 7717 68

Mathematisches Weekend

Interessierte und begabte Kinder und Jugendliche in ihrem Wol­len nach Förderung zu unterstüt­zen, ist ein Anliegen des im Au­gust 1990 gegründeten Branden­burgischen Landesvereins zur Förderung mathematisch-natur­wissenschaftlich-technischinter­essierter Schüler e.V. (BLiS). Sein Hauptanliegen besteht in der Organisation und Durchfüh­rung von Olympiaden in den ver­schiedenen naturwissenschaftli­chen Fachdisziplinen.

In diesem Gremium, dem auch Mathematiker der Universität Potsdam angehören, wurde die Idee geboren, eine ReiheMa­thematisches Weekend ins Le­ben zu rufen. Verantwortlich zeichnen das Institut für Mathe­matik und die Max-Planck-Ar- beitsgruppe Mathematik der Potsdamer Hochschule.

Durch thematisch differenzierte Angebote ohne zeitlich strenge Abfolge beabsichtigen die Mit­arbeiter beider Institutionen, ei­nen möglichst breiten Teilneh­merkreis von Schülern anzuspre­chen.

Suchende bekommen Anregun­gen und Orientierungen für Frei­zeitbeschäftigungen, mathema­tische Talente Förderung und fachliche Betreuung. Natürlich könnten auf diese Weise in Ein­zelfällen auch Studienbewerber gewonnen werden.

Lehrerinnen erhalten, wenn ge­wünscht, Anregungen.

Einer der Initiatoren, Dr. habil. Erhard Quaisser (Abteilung Geo­metrie), betrachtet die Installie­rung der Reihe als einen Beitrag zur Entwicklung der Universität zum geistig-kulturellen Zentrum für die Stadt und darüber hinaus. Am 19. März 1994 wurde aus der Idee Wirklichkeit. Prof. Dr. habil. Heinz Junek (Abteilung Analysis) eröffnete mit einem Workshop zum ThemaMathe­matik auf dem Computer. Sechs Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II aus Potsdam und Umgebung nahmen die Möglichkeit wahr, mit Hilfe hochwertiger Technik, über die die Universität verfügt, in Com- puter-Algebra-Systeme einge­führt zu werden. Sie lernten hoch­

moderne Werkzeuge der Mathe­matik kennen und benutzten sie beispielsweise zur Formelmani­pulation, Berechnung von Grenz­werten und Darstellung von Kur­ven und Kurvenscharen.

Am 16. April 1994 konnten die Schüler unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Kurt Nawrotzki (Abteilung Stochastik) in die Welt der Zufallsgeneratoren und ihrer Anwendung unter dem MottoKann ein Computer wür­feln? eindringen.

Angesichts immer neu heran- wachsender Generationen von begeisterten Schülerinnen er­scheint die Zukunft des mathe­matischen Weekends nicht un­gewiß.

Weitere Auskünfte sind zu er­halten bei:

Universität Potsdam Institut für Mathematik Kennwort: Mathematisches Weekend Postfach 601553 14415 Potsdam

(Tel.: 0331 / 9 77 12 71 oder 9 77 10 28)

Dr. Barbara Eckardt

Weiter steigende Schülerzahlen

LDS |

Nach Mitteilung des Landesam­tes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg werden im laufenden Schuljahr 1993/94 an den 1176 allgemeinbildenden Schulen des Landes Brandenburg 388 883 Schülerinnen und Schü­ler unterrichtet. Das sind 8624 bzw. 2,3 Prozent mehr als im Schuljahr zuvor. 186 069 Schü­ler (48 Prozent) besuchen eine Grundschule, 110 674 (28 Pro­zent) eine Gesamtschule, 52 149 (13 Prozent) ein Gymnasium, 19784(5 Prozent) sind Realschü­ler.

Bedeutend mehr Mädchen als Jungen haben sich bei der Wahl des Bildungsweges für den Be­such eines der 99 Gymnasien des Landes entschieden. Der Mäd­chenanteil beträgt in diesem Schuljahr 59 Prozent.

17312 Schülerinnen und Schü­ler besuchen eine der 132 För­derschulen des Landes Branden­burg. Dabei fällt ein geringer Mädchenanteil von 34 Prozent auf, dieser entspricht aber auch dem Anteil in anderen Bundes­ländern.

Wie das Landesamt für Daten­verarbeitung und Statistik weiter mitteilt, lernen an den allgemein- bildenden Schulen Brandenburgs 1268 ausländische Schülerinnen und Schüler. Rund drei Viertel dieser ausländischen Schüler

kommen aus den europäischen Staaten. Nicht ganz ein Fünftel (18,5 Prozent) kommen aus Asien, 3,0 Prozent stammen aus Amerika und 2,6 Prozent aus Afrika.

Über die Hälfte der ausländischen Schüler des Landes Brandenburg sind Grundschüler.

Pressemitteilung