Heft 
(1.1.2019) 08
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Nr. 8/94 - Seite 8

HINWEISE

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chen Aufschwunges im Vorfeld der Wahl auch die individuellen Nutzenkalküle sehr schnell än­dern können. Bei der Bundes­tagswahl ist also, so das Fazit-je nach Wirtschaftslage - noch al­les offen. Allerdings wäre es den Bonner Regierungsparteien zu wünschen, daß sie nach den zu erwartenden Niederlagen bei den Landtagswahlen und einer da­durch entstehenden Zwei-Drit- tel-Mehrheit der Opposition im Bundesrat die Bundestagswahl nicht gewinnen. Denn in diesem Fall wäre die Konsequenz eine faktische Große Koalition. Da­mit aber, so die Überzeugung des Referenten, finge die Ab­wanderung von beiden Volks­parteien erst richtig an.

Im Anschluß an seinen Vortrag lud Prof. Bürklin die Zuhörer zu einem Empfang in das stim­mungsvolle Foyer des Komple­xes Babelsberg ein. Dort wurde die Gelegenheit zum Dialog zwi­schen den Fachbereichen, den Professoren und Studierenden und zwischen der Wissenschaft und der Politik rege genutzt, wozu die Anregungen und The­sen Prof. Bürklins ausreichend Diskussionsstoff lieferten.

Martina Sauer

Eingeschrieben

Im Zeitraum 21. bis 24. März 1994 schrieben sich mehr als 200 neue Studierende in das 1. Fachsemester ein, weitere Studenten kamen als Hochschulwechsler in höhere Fachseme­ster an unsere Universität. Bei einem beschränkten Fachangebot für die Studienaufnahme im Sommersemester fand wiederum die Rechtswissenschaft den mit Abstand größten Zuspruch der Bewerber aus verschiedenen Bundesländern. Für die Diplom- und Magisterstudiengän­gen ist das Interesse am Fach Geographie besonders auffällig.

Zum zweiten Mal nehmen auch aus dem Berufsleben kommende Bewerber - ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung - ein Studium auf, nachdem sie erfolgreich eine fachrich­tungsbezogene Eignungsprüfung an unserer Universität bewältigt haben. Foto: Tribukeit

Nächste Veranstaltungstermine des EINSTEIN FORUMS

MAI 4. 5.

Harald Weinrich, Professor für Romanistik, College de France, Paris: Dante und Faust, Gemein­schaftsveranstaltung mit dem Fachbereich Romanistik der Uni­versität Potsdam, Gesprächslei­tung: Prof. Dr. Helene Harth, Potsdam

25.5.

Malcolm Burrows, Professor of Neurobiology, Department of Zoology, Cambridge University, England: Neutral Networks and the Control of Movement by the Brain; Gesprächsleitung: Prof. Dr. Hans Joachim Pflüger, Berlin

Juni

Historisches Wissen und Zen­sur, Vortragsreihe in Zusammen­arbeit mit dem Forschungs­schwerpunkt für Zeithistorische

Studien, Potsdam (Alle Vorträge finden um 18.00 Uhr in der Tru- man Villa statt.)

1 . 6 .

Peter Jelavich, Associate Profes­sor of History, University of Te­xas, Austin: Paradoxien der

Zensur vom spätwilhelmini­schen Deutschland bis heute, Gesprächsleitung: Prof. Dr. Jür­gen Kocka, Berlin/Potsdam

3. 6.

Remo Bodei, Professor für Phi­losophie, Universitä degli Studi di Pisa: Historisches Gedächt­nis, Vergessenheit und kollek­tive Identität, Gemeinschafts­veranstaltung mit dem Instituto Italiano di Cultura, Berlin. Ge­sprächsleitung: Prof. Dr. Joa­chim Gessinger, Potsdam.

8 . 6 .

Robert Damton, Davis Professor of European History, Princeton University: Censorship in Com- perative Perspective: France 1789 - East Germany 1989, Ge­sprächsleitung: Prof. Dr. Jürgen Kocka, Berlin/Potsdam

14. 6.

Michael Geyer, Professor of Hi­story, University of Chicago: Ge­schichte als Wissenschaft für eine Zeit des Umbruchs, Ge­sprächsleitung: Prof. Dr. Konrad Jarausch, Chapel Hill

22 . 6 .

Jutta Scherrer, Professeur d'Histoire Sociale des Ideologies Contemporaines, Ecole des Hau- tes Etudes en Sciences Sociales, Paris: Rußland ohne Zensur? Neue Wahrheiten, neue Mythen,

Gesprächsleitung: Prof. Dr. Chri­stoph Kleßmann, Potsdam

29. 6.

Mark Lehmstedt, Fellow am Wis­senschaftskolleg zu Berlin:

Dreck ist nicht mit Dreck zu bekämpfen. Zensur in Kur­bayern im späten 18. Jahrhun­dert und in der DDR im Ver­gleich, Gesprächsleitung: Dr.

Gary Smith, Potsdam

30. 6.

Rudolf Makkreel, Charles Ho­ward Candler Professor of Philo- sophy, Emory University, Atlan­ta: Zweckmäßigkeit in der Ge­schichte nach Kant, Hegel, Dil- they und Habermas, Gesprächs­leitung: Dr. John M. Krois, Berlin (Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Fachbereich Philosophie und Gesellschaftswissenschaften, Humboldt-Universität Berlin