VORLESUNGEN
Nr. 8/94-Seite 11
„Ringvorlesung zur deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts“ am Institut für Germanistik
Unter diesem Titel veranstaltet die Abteilung Literaturwissenschaft im Sommersemester ’94 einen Vorlesungszyklus, zu dem wir Literaturwissenschaftler des In- und Auslandes eingeladen haben.
Bewußt wählten wir einen solchen weiten Rahmen, um unseren Gästen die Möglichkeit zu geben, ein Thema selbst zu bestimmen, daß ihnen heute von besonderer Wichtigkeit und Aktualität erscheint. Wir möchten mit dieser Vorlesungsreihe nicht nur unsere Studenten mit unterschiedlichen Spezialisten des Fachs unmittelbar bekannt machen, sondern auch die Hörsäle der Universität für die interessierte Öffentlichkeit der Landeshauptstadt öffnen.
Die Vorlesungsreihe am 20. April mit einem Vortrag von Prof. Dr. Alexander Stephan aus Gaines- ville, Florida, USA eröffnet zu dem Thema „Free Germany in Los Angeles. Das FBI und die Pläne der Exilautoren für ein neues Deutschland. - Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Thomas Mann
Die Reihe wird fortgesetzt mit der Vorlesung von Prof. Dr. Vogt aus der Universität Essen zum Thema „Erbschaft jener Zeit? Westdeutsche Perspektiven auf die Weimarer Republik“. Termin der Vorlesung ist der ll. Mai 1994, 17.15 Uhr im Haus 6/0.0.1, Universitätskomplex Golm.
Unsere Einladung zu weiteren Vorlesungen haben bisher ange
nommen: der Präsident des P.E.N.-Zentrums (Ost), Prof. Dr. Dieter Schlenstedt, Berlin, und Prof. Dr. Jost Hermand, Madi- son, USA.
Wir hoffen, daß weitere Referenten in der Ringvorlesung das Wort nehmen.
Professor Walter Jens, der Präsident der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, wäre - wie er uns schrieb - der Einladung gern gefolgt. Er ist aber „ein Jahr voraus restlos vergeben“. Er wird uns zu einem späteren Zeitpunkt besuchen.
Alle Interessenten für die Vorlesungsreihe innerhalb und außerhalb der Universität sind herzlich eingeladen.
Prof. Dr. Helmut John
Optik steht im Mittelpunkt
„Berliner Optik-Kolloquium“ - diese Reihe wurde sofort nach der Wende ins Leben gerufen. Einer der Initiatoren ist Prof. Dr. habil. Joachim Klebe (Sprecher des Institutes für Theoretische Physik). Gemeinsam mit Prof. Jürgen Kross vom Optischen Institut an der TU Berlin und Prof. Sigurd Kusch vom Berliner Institut für Optik organisiert der Wissenschaftler seit April 1990 monatlich einmal an der TU Berlin stattfindende Veranstaltungen, die sich dem Themenkreis Optik mit dem Schwerpunkt Lichtoptik zuwenden.
Vorgetragen und diskutiert wurde beispielsweise zu Laseroptik, Konstruktiver Optik, Wellenoptik, Nichtlinearer Optik, Elektronenoptik, aber auch zu Anwendungen aus der Astronomie oder Satellitentechnik.
Alle Potsdamer Kollegen des Bereiches von Prof. Klebe beteiligten sich bereits mit Vorträgen.
60 bis 70 Zuhörer, Wissenschaftler und Studenten, pro Kolloquium kann als äußerst positive Resonanz eingeschätzt werden. Je nach Thematik wechselt naturgemäß der Teilnehmerkreis.
Als Problem nennt Prof. Klebe die Tatsache, daß bei einem derartigen Zusammenschluß kein Träger existiert, deshalb keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Honorare können nicht gezahlt werden. Trotzdem wird die Kolloquiumsreihe auch in Zukunft fortgeführt und auf diese Weise der wissenschaftliche Gedankenaustausch unter Kollegen von Forschungsund Lehreinrichtungen gefördert.
Fast 60 Prozent der Lehrkräfte unter 45 Jahre
Nach Mitteilung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg gab es im September 1993 an den allgemeinbildenden Schulen des Landes Brandenburg 27072 vollzeit- bzw. teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte.
Etwa jede neunte Lehrkraft war unter 30 Jahre, knapp ein Drittel (31,5%) waren 30 bis unter 40 Jahre, 30,6% waren 40 bis unter 50 Jahre. Jede 5. Lehrkraft gehörte der Gruppe der 50- bis unter 55jährigen an.
Die Altersstruktur der hauptberuflichen Lehrkräfte war zwischen den Schulformen differenziert. An den Grundschulen war etwa die Hälfte (53,4%) der Lehrkräfte unter 45 Jahre alt, an Gesamtschulen 64,1%, Realschulen 64,0% und an Gymnasien 66,2%.
Slavisten
veranstalten
Lesereihe
Der renommierte tschechische Dramatiker und Schriftsteller Pavel Kohout wird auf Einladung des Instituts für Slavistik der Universität Potsdam am Freitag, dem 29. April 1994, ab 19.00 Uhr im Urania-Haus, Brandenburger Str. 38, aus seinen Werken lesen. Pavel Kohout arbeitet zur Zeit an einem neuen Roman, der auch das Verhältnis von Tschechen und Deutschen nach 1945 reflektiert. Der Autor hat den Wunsch geäußert, am Nachmittag vor der Lesung ein Werkstattgespräch mit Studierenden der Universität zu der Frage „Wie entsteht ein Roman?“ zu führen (Ort: Institut für Slavistik, Golm, Gebäude 11/Zeit: 16.00-17.30 Uhr).
Das Werkstattgespräch und die Lesung am Abend finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachbarn aus Mitteleuropa. Dichterlesungen in Potsdam“ statt, die das Institut für Slavistik für das Jahr 1994 vorbereitet hat. Für das Sommer- und Wintersemester 1994 sind zunächst sechs tschechische Autoren und Autorinnen eingeladen worden. Bei Erfolg der Veranstaltung ist daran gedacht, in Zukunft auch polnische und russische Schriftsteller/innen in Potsdam vorzustellen. Der Ablauf der Abende sieht neben dem Vorlesen eigener Werke eine anschließende Diskussion der Autor/innen mit dem Publikum vor. Ziel der Veranstaltungen soll es sein, die Slavistik als Studienfach der Universität, aber auch den Kulturraum unserer slavischen Nachbarländer einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen.