CAMPUS
Austausch neuester Erkenntnisse der elektronischen Datenverarbeitung: auch das gehörte zur Eröffnung der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät. Foto: Tribukeit
ze gebe, hat man sich an die Gründung einer vom Studienangebot her klassisch ausgerichteten Potsdamer „Voll-Universität“ als Alternative und Ergänzung zu den Berliner Hochschulen gemacht.
Minister Enderlein beglückwünschte die Universität Potsdam denn auch zu ihrer Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, die seiner Beobachtung nach dabei sei, „eine führende Rolle in dem Reigen der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Bundesrepublik“ einzunehmen. Einig war er sich dabei sowohl mit dem Rektor als auch mit dem Dekan der Fakultät, daß das derzeit drängendste Problem in den fehlenden Räumlichkeiten zu sehen wäre. Abhilfe für die mittlerweile zu einem guten Teil schon ernannten Professoren, ihre wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter sollen die am Standort Golm der Universität geplanten Neubauten schaffen. Einen deutlichen Hinweis auf deren Notwendigkeit vermittelten die im Rahmen des Eröffnungstages gehaltenen Vorträge von Mitgliedern dieser Fakultät, die von der Vielfalt und Qualität der nunmehr vorhandenen Forschungsund Lehrpalette kündeten: So gaben die Professoren Dr. Martin Steup (Biologie), Dr. Frieder Scheller (Biochemie), Dr. Erich Kleinpeter (Chemie), Dr. Christian Barth (Ernährungswissenschaft), Dr. Christoph Reigber (Geowissenschaften), Dr. Horst Brunner (Geographie), Dr. Ludwig Brehmer (Physik), Dr. Hans-Joachim Schellnhuber (Klimafolgenforschung), Dr. Karl-Heinz Rädler (Astrophysik), Dr. Helmut Barthel (Lehrerbildung), Dr. Peter Maaß (Mathematik) und Dr. Erika Horn (Informatik) einen recht ein- drücklichen Beweis der regen Tätigkeit ihrer Fakultät ab.
Davon zeugte auch das thematische Leitmotiv des Tages „Naturwissenschaftliche Forschung und Zukunftsgestaltung", dem man
PUZ 14/94
sich vor allem in der interdisziplinär zusamt mengesetzten Podiumsdiskussion von verschiedenen Warten aus näherte. Während die Sozialpsychologin Professor Dr. Barbare Krähe primär nach der Wirkung von Forschungsergebnissen auf den Menschen (z.B. in Zusammenhang mit Bildschirmarbeitsplätzen) fragte, forderte der Politikwissenschaftler Professor Dr. Werner Jann die Naturwissenschaftler auf, ihre Forschungsergebnisse
; V ,%>
| mW' — .
I Ä
Für Gedränge unter den zahlreichen Gästen sorgten die Pausen zwischen einzelnen Veranstaltungen anläßlich der offiziellen Eröffnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Foto: Tribukeit
auch für Laien verständlich zu formulieren. „Wenn Wissenschaftler möchten - und das sollten sie tun -, daß ihre Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden, dann müssen sie sich an den Realitäten orientieren. Und die liegen z.B. in den Abhängigkeiten unserer Politiker von Mehrheiten, die mit verständlichen Argumenten überzeugt werden müssen“, erklärte er und wandte sich gegen die verantwortungslose „Bombenstrategie“ vieler Wissenschaftler: auftauchen - abschießen - untertauchen.
In das gleiche Horn, wenn auch von anderer Warte aus, stieß der Mathematiker Professor Dr. Hans Kaiser, indem er die ungenügende Umsetzung naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse in der Praxis und vor allem in der Wirtschaft monierte. Sein Rat: die Forscher und mit ihnen die Studierenden sollten mitten hinein in praktische Anwendungsprobleme springen, und zwar schon während der akademischen Ausbildungszeit. Unterstützt wurde er darin von dem Referenten für Forschung und Technologie der Industrie- und Handelskammer Potsdam, Dr. Dietrich Gertenbach, der als Mittler zwischen Praxis und Theorie an der Diskussion teilnahm und ein von ihm sehr häufig erfahrenes Transferdefizit beklagte, welches sich solchermaßen als Hindernis zwischen „naturwissenschaftliche Forschung und Zukunftsgestaltung" schieben würde.
Hg.
Unsere Spezialstrecke - Flugtickets weltweit!
Linienflüge aller namhaften Airlines:
- für Jugendliche, Studenten und Lehrer
- für "Jedermann"
Sprachreisen nach England,
Malta, Kanada
Gruppenreisen nach Ihren Wünschen Individualreisen nach Israel, Irland, Preiswerte Unterkünfte in London Internationale Studentenausweise, Jugendherbergsausweise
Öffnungszeiten: MO-FR 10-18 Uhr Zwischen Bahnhof Friedrichstraße und Mensa Nord/Deutschem Theater
STUDENTEN/INNEN SCHÜLER/INNEN JEDERMANN/FRAULASTMINUTE-, CHARTERUND LINIENFLÜGE
i
STUDENTEN
REISESERVICE
MARIENSTR. 25 10117 BERLIN-MITTE
Seite 3