Heft 
(1.1.2019) 14
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CAMPUS

Austausch neuester Erkenntnisse der elektronischen Datenverarbeitung: auch das gehörte zur Eröffnung der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät. Foto: Tribukeit

ze gebe, hat man sich an die Gründung ei­ner vom Studienangebot her klassisch aus­gerichteten PotsdamerVoll-Universität als Alternative und Ergänzung zu den Berliner Hochschulen gemacht.

Minister Enderlein beglückwünschte die Universität Potsdam denn auch zu ihrer Ma­thematisch-Naturwissenschaftlichen Fakul­tät, die seiner Beobachtung nach dabei sei, eine führende Rolle in dem Reigen der na­turwissenschaftlichen Fakultäten der Bun­desrepublik einzunehmen. Einig war er sich dabei sowohl mit dem Rektor als auch mit dem Dekan der Fakultät, daß das derzeit drängendste Problem in den fehlenden Räumlichkeiten zu sehen wäre. Abhilfe für die mittlerweile zu einem guten Teil schon ernannten Professoren, ihre wissenschaftli­chen und nichtwissenschaftlichen Mitarbei­ter sollen die am Standort Golm der Univer­sität geplanten Neubauten schaffen. Einen deutlichen Hinweis auf deren Notwendigkeit vermittelten die im Rahmen des Eröffnungs­tages gehaltenen Vorträge von Mitgliedern dieser Fakultät, die von der Vielfalt und Qua­lität der nunmehr vorhandenen Forschungs­und Lehrpalette kündeten: So gaben die Pro­fessoren Dr. Martin Steup (Biologie), Dr. Frieder Scheller (Biochemie), Dr. Erich Klein­peter (Chemie), Dr. Christian Barth (Ernäh­rungswissenschaft), Dr. Christoph Reigber (Geowissenschaften), Dr. Horst Brunner (Geographie), Dr. Ludwig Brehmer (Physik), Dr. Hans-Joachim Schellnhuber (Kli­mafolgenforschung), Dr. Karl-Heinz Rädler (Astrophysik), Dr. Helmut Barthel (Lehrerbil­dung), Dr. Peter Maaß (Mathematik) und Dr. Erika Horn (Informatik) einen recht ein- drücklichen Beweis der regen Tätigkeit ihrer Fakultät ab.

Davon zeugte auch das thematische Leitmo­tiv des TagesNaturwissenschaftliche For­schung und Zukunftsgestaltung", dem man

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sich vor allem in der interdisziplinär zusamt mengesetzten Podiumsdiskussion von ver­schiedenen Warten aus näherte. Während die Sozialpsychologin Professor Dr. Barbare Krähe primär nach der Wirkung von For­schungsergebnissen auf den Menschen (z.B. in Zusammenhang mit Bildschirmarbeitsplät­zen) fragte, forderte der Politikwissenschaft­ler Professor Dr. Werner Jann die Naturwis­senschaftler auf, ihre Forschungsergebnisse

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Für Gedränge unter den zahlreichen Gästen sorgten die Pausen zwischen einzelnen Veran­staltungen anläßlich der offiziellen Eröffnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Foto: Tribukeit

auch für Laien verständlich zu formulieren. Wenn Wissenschaftler möchten - und das sollten sie tun -, daß ihre Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden, dann müssen sie sich an den Realitäten orientieren. Und die liegen z.B. in den Abhängigkeiten unserer Politiker von Mehrheiten, die mit verständli­chen Argumenten überzeugt werden müs­sen, erklärte er und wandte sich gegen die verantwortungsloseBombenstrategie vie­ler Wissenschaftler: auftauchen - abschießen - untertauchen.

In das gleiche Horn, wenn auch von anderer Warte aus, stieß der Mathematiker Professor Dr. Hans Kaiser, indem er die ungenügende Umsetzung naturwissenschaftlicher For­schungsergebnisse in der Praxis und vor al­lem in der Wirtschaft monierte. Sein Rat: die Forscher und mit ihnen die Studierenden sollten mitten hinein in praktische An­wendungsprobleme springen, und zwar schon während der akademischen Ausbil­dungszeit. Unterstützt wurde er darin von dem Referenten für Forschung und Techno­logie der Industrie- und Handelskammer Potsdam, Dr. Dietrich Gertenbach, der als Mittler zwischen Praxis und Theorie an der Diskussion teilnahm und ein von ihm sehr häufig erfahrenes Transferdefizit beklagte, welches sich solchermaßen als Hindernis zwischennaturwissenschaftliche Forschung und Zukunftsgestaltung" schieben würde.

Hg.

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