Heft 
(1.1.2019) 14
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WÜRDIGUNG FÜR AUFBAULEISTUNG

Universität hat vier neue Honorarprofessoren

Als Dank und Anerkennlung für an der Universität Geleistetes, aber auch als Zeichen einer Verpflichtung, sich wei­terhin für diese Hochschule und ihre Studierenden einzusetzen, verlieh Rek­tor Professor Dr. Rolf Mitzner zum Ab­schluß des Sommersemesters vier neue Honorarprofessuren. Die Ehrungen gin­gen an Dr. Heinz Joachim Bonk, Richter am Bundesverwaltungsgericht, die Medizinalrätin und Dozentin Dr. Rose­marie Dietze, an Professor Dr. Wolfgang Edelstein, den Direktor des Max- Planck-lnstitutes für Bildungsfor­schung, und an Walther Tröger, den Prä­sidenten des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Sie alle ha­ben sich für den Aufbau der Potsdamer Universität eingesetzt und engagiert, jeder auf dem ihm eigenen Fachgebiet:

So war Dr. Heinz Joachim Bonk von 1991 bis Anfang 1994 Mitglied des Gründungsaus­schusses der Juristischen Fakultät und Lehr­beauftragter für Öffentliches Recht. Er betei­ligte sich damit an der Aufbauarbeit dieser Fakultät, wirkte bei der Durchführung der ersten Berufungsverfahren mit und engagier­te sich jedes Semester aufs Neue in der Leh­re.

Foto: Tiibukeit

Der 1935 in Beuthen/Oberschlesien gebore­ne Bonk studierte nach dem Abitur von 1958- 62 Rechtswissenschaften in Kiel, Freiburg und Bonn. Nach dem 1. Juristischen Staats­examen absolvierte er den Referendardienst und wurde 1966 an der Universität Kiel pro­moviert. Thema seiner Dissertation waren Kommunalverfassungsrechtliche Organ­

streitigkeiten in Schleswig-Holstein und ihre verwaltungsprozeßrechtlichen Grundlagen. Nach der Großen Juristischen Staatsprüfung in Hamburg folgte eine Tätigkeit in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Von 1971-86 schließlich arbeitete Heinz Joachim Bonk im Bundesministerium der Justiz in Bonn, bevor er 1986 zum Richter am Bundesverwaltungs­gericht gewählt wurde. Dort ist er heute stell­vertretender Vorsitzender des 11. Revisions­senats und u.a. zuständig für Ausbüdungs- förderungs-, Verkehrs- und Subventions­recht.

Die Medizinalrätin und Dozentin Dr. Rose­marie Dietze war genauso wie Heinz Joa­chim Bonk von Anfang an beim Aufbau ei­nes Teüs der Universität Potsdam beteiligt. Sie engagierte sich für die Etablierung eines sonderpädagogischen Lehrangebots und hat in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Beratungs- und Prüfungsaufgaben übernom­men

Foto: Tiibukeit

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Ohne ihre Mitarbeit und ihren Einsatz wäre die bisherige Sicherstellung eines ordnungs­gemäßen Lehrangebots in diesem Bereich schwerlich möglich gewesen, erklärte die Dekanin Professor Dr. Bärbel Kirsch denn auch stellvertretend für die Philosophische Fakultät II.

Dr. Rosemarie Dietze, geboren 1931, studier­te von 1951-57 Humanmedizin zunächst in Leipzig, dann in Erfurt. Nach dem Staatsex­amen promovierte sie in Leipzig mit einer ArbeitZur Klinik des Oligodendroglioms und nahm anschließend eine ärtzliche Tätig­keit am Krankenhaus mit Poliklinik in

Amstadt/Thüringen auf (Approbation 1959). Von 1960-62 war sie als Assistentin am Hirn­forschungsinstitut der Universität Leipzig tätig, bevor sie an die Charite nach Berlin wechselte. Dort schloß die nunmehrige Ho­norarprofessorin 1965 ihre Facharztausbil­dung für Neurologie und Psychiatrie ab und arbeitete bis 1976 sowohl in ärztlicher Funk­tion als auch in Forschung und Lehre. 1970 schließlich erhielt sie die facultas docendi für das Fachgebiet Psychiatrie und Neurologie an der Medizinischen Fakultät der Humboldt- Universität Berlin, wurde 1971 zur Oberärztin ernannt und 1976 als Kinderneuropsychiater anerkannt. Im Jahre 1976 wechselte Dietze dann an die Sektion Rehabilitationspädago­gik der Humboldt-Universität über, habilitier­te sich 1988 mit einer Longitudinalstudie zur biopsycho-sozialen Entwicklung von Kindern im Alter von drei bis neun Jahren und wur­de in der Folge zur a.o. Dozentin für Neuro­logie und Psychiatrie ernannt.

Professor Dr. Wolfgang Edelstein wirkte an der Universität Potsdam von Beginn an als Mitglied des Gründungssenates. Er war Vor­sitzender der Strukturkommission Lehrerbil­dung, Mitglied verschiedener Berufungskom­missionen und - so die Dekanin der Philoso­phischen Fakultät II, Professor Dr. Bärbel Kirsch -Spiritus rector zahlreicher Innova­tionen, die stets darauf abzielten, der Univer­sität Potsdam ein unverwechselbares, eige­nes Profil zu geben und zur Entwicklung neuer Inhalte und Strukturen in der deut­schen Universitätslandschaft beizutragen.

An der Entwicklung des sogenanntenPots­damer Modells der Lehrerbildung war Pro-

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