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WÜRDIGUNG FÜR AUFBAULEISTUNG
Universität hat vier neue Honorarprofessoren
Als Dank und Anerkennlung für an der Universität Geleistetes, aber auch als Zeichen einer Verpflichtung, sich weiterhin für diese Hochschule und ihre Studierenden einzusetzen, verlieh Rektor Professor Dr. Rolf Mitzner zum Abschluß des Sommersemesters vier neue Honorarprofessuren. Die Ehrungen gingen an Dr. Heinz Joachim Bonk, Richter am Bundesverwaltungsgericht, die Medizinalrätin und Dozentin Dr. Rosemarie Dietze, an Professor Dr. Wolfgang Edelstein, den Direktor des Max- Planck-lnstitutes für Bildungsforschung, und an Walther Tröger, den Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Sie alle haben sich für den Aufbau der Potsdamer Universität eingesetzt und engagiert, jeder auf dem ihm eigenen Fachgebiet:
So war Dr. Heinz Joachim Bonk von 1991 bis Anfang 1994 Mitglied des Gründungsausschusses der Juristischen Fakultät und Lehrbeauftragter für Öffentliches Recht. Er beteiligte sich damit an der Aufbauarbeit dieser Fakultät, wirkte bei der Durchführung der ersten Berufungsverfahren mit und engagierte sich jedes Semester auf’s Neue in der Lehre.
Foto: Tiibukeit
Der 1935 in Beuthen/Oberschlesien geborene Bonk studierte nach dem Abitur von 1958- 62 Rechtswissenschaften in Kiel, Freiburg und Bonn. Nach dem 1. Juristischen Staatsexamen absolvierte er den Referendardienst und wurde 1966 an der Universität Kiel promoviert. Thema seiner Dissertation waren „Kommunalverfassungsrechtliche Organ
streitigkeiten in Schleswig-Holstein und ihre verwaltungsprozeßrechtlichen Grundlagen. Nach der Großen Juristischen Staatsprüfung in Hamburg folgte eine Tätigkeit in der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Von 1971-86 schließlich arbeitete Heinz Joachim Bonk im Bundesministerium der Justiz in Bonn, bevor er 1986 zum Richter am Bundesverwaltungsgericht gewählt wurde. Dort ist er heute stellvertretender Vorsitzender des 11. Revisionssenats und u.a. zuständig für Ausbüdungs- förderungs-, Verkehrs- und Subventionsrecht.
Die Medizinalrätin und Dozentin Dr. Rosemarie Dietze war genauso wie Heinz Joachim Bonk von Anfang an beim Aufbau eines Teüs der Universität Potsdam beteiligt. Sie engagierte sich für die Etablierung eines sonderpädagogischen Lehrangebots und hat in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Beratungs- und Prüfungsaufgaben übernommen
Foto: Tiibukeit
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„Ohne ihre Mitarbeit und ihren Einsatz wäre die bisherige Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Lehrangebots in diesem Bereich schwerlich möglich gewesen“, erklärte die Dekanin Professor Dr. Bärbel Kirsch denn auch stellvertretend für die Philosophische Fakultät II.
Dr. Rosemarie Dietze, geboren 1931, studierte von 1951-57 Humanmedizin zunächst in Leipzig, dann in Erfurt. Nach dem Staatsexamen promovierte sie in Leipzig mit einer Arbeit „Zur Klinik des Oligodendroglioms“ und nahm anschließend eine ärtzliche Tätigkeit am Krankenhaus mit Poliklinik in
Amstadt/Thüringen auf (Approbation 1959). Von 1960-62 war sie als Assistentin am Hirnforschungsinstitut der Universität Leipzig tätig, bevor sie an die Charite nach Berlin wechselte. Dort schloß die nunmehrige Honorarprofessorin 1965 ihre Facharztausbildung für Neurologie und Psychiatrie ab und arbeitete bis 1976 sowohl in ärztlicher Funktion als auch in Forschung und Lehre. 1970 schließlich erhielt sie die facultas docendi für das Fachgebiet Psychiatrie und Neurologie an der Medizinischen Fakultät der Humboldt- Universität Berlin, wurde 1971 zur Oberärztin ernannt und 1976 als Kinderneuropsychiater anerkannt. Im Jahre 1976 wechselte Dietze dann an die Sektion Rehabilitationspädagogik der Humboldt-Universität über, habilitierte sich 1988 mit einer Longitudinalstudie zur biopsycho-sozialen Entwicklung von Kindern im Alter von drei bis neun Jahren und wurde in der Folge zur a.o. Dozentin für Neurologie und Psychiatrie ernannt.
Professor Dr. Wolfgang Edelstein wirkte an der Universität Potsdam von Beginn an als Mitglied des Gründungssenates. Er war Vorsitzender der Strukturkommission Lehrerbildung, Mitglied verschiedener Berufungskommissionen und - so die Dekanin der Philosophischen Fakultät II, Professor Dr. Bärbel Kirsch - „Spiritus rector zahlreicher Innovationen, die stets darauf abzielten, der Universität Potsdam ein unverwechselbares, eigenes Profil zu geben und zur Entwicklung neuer Inhalte und Strukturen in der deutschen Universitätslandschaft beizutragen“.
An der Entwicklung des sogenannten „Potsdamer Modells der Lehrerbildung“ war Pro-
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