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BUCHTIPS
MEHR SELBSTBEWUSSTSEIN ZEIGEN!
„Der Hintergrund der v.a. im Frühsommer dieses Jahres gegen die neugegründete Universität Potsdam entfachten Kampagne ist nur zu offensichtlich.
Eine aufstrebende und attraktive Hochschule im unmittelbaren Umfeld des mit seinen drei großen Universitäten übersättigten Berlin stellt eine Konkurrenz dar! Erste Studentenabwanderungen von Berlin ins Branden- burgische mögen als Zeichen genügen. Angesichts einer abzusehenden Länderehe Brandenburg-Berlin will man keinen weiteren - oder wenigstens einen schwachen - Mitbewerber um die ohnehin knappen Haushaltsmittel und Wissenschaftlerstellen.
Die Strategen der Schlammschlacht gehen denn auch systematisch vor. Es geht ihnen darum, die Köpfe der neuen Einrichtung zu treffen. Mittel zum Zweck - in der Nachwendezeit inzwischen tausendfach „bewährt" - ist: Erstmal mit Dreck schmeißen - etwas bleibt schon kleben.
Ehemalige DDR-Bürger bieten hierfür oft wunderbare Angriffsflächen. Um alles auch für die Öffentlichkeit verträglich zu machen, brauchen wir zu guter letzt noch ein Etikett, das ist schnell gefunden, denn die Freiheit der Wissenschaft ist ja in Gefahr! Angesichts dieses Stils ahnt man, wie sich die Verteidiger der freien Wissenschaft eine „differenzierte Aufarbeitung" vorstellen und wundert sich nicht, daß das Vorbild anderer Hochschulen im Osten angemahnt wird. Dort wurde zum Teil gründliche Arbeit geleistet. Für unser Fachgebiet - die Sportmedizin - bedeutete dies zum Beispiel nahezu die völlige Zerschlagung im Osten. Lediglich das Potsdamer Institut zeigte seit der Wende
einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Das Institut für Sportmedizin und Prävention der Universität Potsdam ist heute eines der best- ausgestatteten in Deutschland. Personell und konzeptionell hat es Perspektive.
In die bundesdeutsche Wissenschaftslandschaft ist es gut integriert. Zahlreiche wissenschaftliche Projekte laufen bzw. sind in Vorbereitung.
Die Ergebnisse finden in der Fachpresse und auf Kongressen Resonanz, wie etwa Anfang Juni bei einem Europäischen Symposium in Wien.
Wir fordern, daß auch für die Aufarbeitung von Vergangenheit in einem Rechtsstaat endlich Selbstverständlichkeiten des Umgangs miteinander gelten.
Hierzu zählt auch und zuerst, daß die Beweislast bei dem liegt, der anschuldigt. Die Menschen in der Region - und insbesondere potentielle Studienbewerber - sollen wissen, daß an der Universität Potsdam gute Arbeit geleistet wird.
Neben den berechtigten Fragen zur Vergangenheitsbewältigung muß die Ausstrahlung der Universität als wissenschaftlich-geistiges Zentrum in der Region und darüber hinaus besser zum Tragen kommen.“
Dr. Frank Bittmann,
Institut für Sportmedizin und Prävention
Die hier abgedruckten Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich das Recht zur Kürzung von Leserbriefen vor. Pr.
Vom Bahnsteig in den Lesesessel
Auch wenn heute kein Zug mehr im Kaiserbahnhof in Potsdam hält, könnte man hier doch bald geistig auf Reisen gehen Ein Bücherbahnhof für die Universität Potsdam soll entstehen. Um dieses Anliegen zu unterstützen, gründete sich der Freundeskreis Kaiserbahnhof Potsdam e V Er legte nun eine Broschüre vor, die über Architekturgeschichte, Baubeschreibung und die Vorschläge für den Umbau des Bahnhofs zur Universitätsbibliothek informiert
Die Publikation JCaiserbahnhof Potsdam“ ist über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Friedrich-Ebert- Straße 4, 14467 Potsdam erhältlich.
Studieren im Land Brandenburg
Einen Überblick über die Umstrukturierung und Neugründungen der Wissenschaftslandschaft in Brandenburg gibt die Broschüre Studieren im Land Brandenburg, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur herausgibt. Die Broschüre beschriebt die einzelnen Einrichtungen und nennt Adressen und Ansprechpartner für weitere Informationen. Darüber hinaus stellt sie Infrastruktur wie Studentenwerke und Weiterbildungsmöglichkeiten dar. Programmatische Beiträge der Universitätsrektoren Prof. Dr. Rolf Mitzner (Potsdam), Prof. Dr. Hans N. Weiler (Frankfurt) und Prof. Dr. Günter Spur (Cottbus) sowie von Prof. Dr. Hans-Uwe Erichsen (Präsident der Hochschulrektorenkonferenz) und Prof. Dr. Peter Schulte (Vorsitzender des Sachverständigenausschusses für den weiteren Aus- und Aufbau der Fachhochschulen im Land Brandenburg) zeichnen das Profil der Universitäten und Fachhochschulen und ihre künftigen Entwicklungsperspektiven. Im Anhang finden sich die gesetzlichen Grundlagen: das Brandenburgi- sche Hochschulgesetz und die Hochschulzugangsverordnung.
Einen schnellen Überblick darüber, was wo in Brandenburg studiert werden kann, ermöglicht eine tabellarische Zusammenstellung, die sich im aufklappbaren Deckel am Ende der Publikation befindet. p.m.
Die Broschüre ist beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefonnummer 0331/866 4560, erhältlich.
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Versicherungen
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PUZ 14/94