SOLARENERGIEANLAGE INTERESSANT FÜR KLIMAGIPFELBESUCHER
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Anschauungsunterricht vor Ort wurde Journalisten aus aller Welt gewährt, die den Berliner Klimagipfel publizistisch begleiteten. Denn auf ihrem Besuchsprogramm stand auch die im Sommer 1994 in Betrieb genommene Solarenergieanlage der Universität Potsdam. Diesem Ostdeutschland bisher einmalige Photovoltaikanlage dient sowohl Forschungs- als auch Ausbildungs- und Demonstrationszwecken. Die täglich während des zehntägigen Gipfels Ende März/Anfang April angereisten Gäste informierten sich bei den Mitarbeitern des Institutes für Berufspädagogik/Berufliche Fachrichtungen Elektro- und Metalltechnik über die Funktionsweise und den Aufbau der das Energiereservoir der Sonne nutzenden Anlage. Foto: Tribukeit
existieren demnächst noch drei." Dieser eingeschlagene Weg bedeutet die Entlassung zehntausender Beschäftigter. „Das ist die soziale Schmerzgrenze auch dieser Region“, so der Politiker. Aus der Entwicklung ergebe sich nun die Notwendigkeit einer langfristigen Umstrukturierung. Dabei sei Kernkraftenergieerzeugung für ihn nicht akzeptabel. Und das aus zweierlei Gründen: zum einen wegen der nicht absehbaren Lösung der Endlagerungsproblematik, zum anderen aufgrund der von derartigen Reaktoren ausgehenden Gefahr bei Kriegszuständen.
Regenerative Energien allerdings - so schien man sich weitgehend einig - stellen vor allem im Zusammenhang mit dezentralen Strukturen eine Hoffnung dar. Im Land Brandenburg wurden z. B, 1991 Windräder installiert. Ein zunächst belachtes Projekt in einem Binnenland weit weg von der Küste! Heute aber, so Platzeck dazu, „sind wir in der Lage nachzuweisen, daß für eine erhebliche Zahl Windenergieerzeugungsanlagen tatsächlich das Windpotential vorhanden ist. Ca. 1000 Windräder könnten sich hier drehen. Dafür wären rund 50 Mio DM Förderung pro Jahr erforderlich. Und die sind nicht da.“ Von Wirtschaftlichkeit ist demnach noch keine Rede. Der Minister benannte auch die Ursachen: ,jWir benötigen veränderte Rahmenbedingungen und eine erhöhte Stückzahl.“
Das waldreiche Brandenburg bietet jedoch noch eine andere Ressource: Biomasse mit C0 2 -neutraler Abfallholzverbrennung. Von allen Bundesländern existiert hier das höchste Pro-Kopf-Potential für die energetische Nutzung. Dennoch, den Weg bis hin zu einer umfangreichen Anwendung erneuerbarer Energien beschrieb Dr. Frank Neumann als lang. Noch läge ihr Anteil in Brandenburg bei 0,5%, bundesweit bei ca. 2,5%. Eines wurde deutlich: Momentan erweist sich insbesondere der Weg des Energie-Sparens als erfolgversprechend. Größere Fortschritte könnte es durch drastische finanzielle Einschnitte geben. Platzeck machte aus dieser Ansicht keinen Hehl. So begrüßte er die noch während der Berliner Klimakonferenz gestartete Initiative Dänemarks, den C0 2 -Ausstoß und anderes zu besteuern. „Ohne dem wird es nicht gehen", sein Kommentar.
Das neben der Thgebaurestflächensanie- rung größte geförderte Einzelprojekt im Brandenburgischen ist derzeit die Ausgestaltung Rheinsbergs zu einer energie- ökologischen Modellstadt. Die Ziele: Senkung des Wärmebedarfs auf 40% und der C0 2 -Emission auf 15% im Jahre 1999 gegenüber 1989. Die Fachleute vermelden bereits Positives. Ihnen gelang die Sanierung und der Ausbau des Fernwärmenetzes für 85% aller Verbraucher, die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes und einiger Kesselan
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lagen für Holzhackschnitzel sowie eine großzügige Gebäudesanierung mit Verstärkung der Wärmedämmung und Erneuerung der Heizungstechnik.
Eine Vielzahl von Empfehlungen und Gutachten liegt nunmehr auf dem Tisch. Allen gleich ist das Anliegen: die Verbesserung der Umweltverhältnisse zugunsten eines funktionierenden Klimas. „Jetzt müssen diese Ausarbeitungen gebündelt werden und endlich in einem Landesenergiekonzept münden. Das wiederum müßte mehr sein als ein bloßes Braunkohle-Szenario“, meint Linke.
Die Frage nach dem Gelingen der Umkehrung bestehender Klima- und Umweltverhältnisse stellte auf der abschließenden Podiumsdiskussion Moderator Helmut Henneberg vom ORB. Prof. Dr. Hans-Joa- chim Schellnhuber beantwortete sie wie folgt: „Ich glaube, daß dies geschafft wird. Wir haben keine Alternative.“
Henneberg selbst gab sich pessimistischer: „Ich glaube nein, und wünsche, daß ich mich täusche. Für mich ist nicht erkennbar, daß das Gute im Menschen schon etwas bewirkt hätte. Ich fürchte, erst eine eintretende Katastrophe führt eventuell zu Veränderung. Vorausgesetzt, ihr Ausmaß läßt dies noch zu. Meine Hoffnung ist sehr genug." RG.
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