DEUTLICHE WORTE BEI DEN MAX-PLANCK-INSTITUTSERÖFFNUNGEN
Zacher mahnte „synchrone Bauentwicklung" in Golm an - Reiche sagte Verfügungsgebäude zu
Die Arbeit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zählt in der bundesrepublikanischen Grundlagenforschung zum Feinsten. Das Land Brandenburg kann sich folglich glücklich schätzen, daß in Potsdam - und zwar an der Universität Potsdam - vor wenigen Wochen gleich drei Institute dieser offiziellen Nachfolgeeinrichtung der 1911 gegründeten Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft eröffnet werden konnten. Es handelt sich dabei um das Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, das für Gravitationsphysik und das für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Trotz der Freude über den damit bekundeten Aufbauwillen der Gesellschaft in den Neuen Bundesländern trübten Wermutstropfen die Feststimmung. So mahnte Präsident Prof. Dr. Hans E Zacher mit sehr deutlichen Worten den versprochenen Umzug der Naturwissenschaften der Universität Potsdam nach Golm und somit die Errichtung eines gemeinsamen Campus’ mit der MPG an. „Wir sind betrübt über die Sorgen, die wir uns derzeit machen müssen, daß das Land Brandenburg die Umsetzung seiner Versprechungen nur zögerlich angeht. Ich möchte hier mit
Nachdruck daran erinnern, daß die gesamten Planungen der Max-Planck-Gesellschaft in bezug auf Brandenburg auf einem gemeinsamen Campusgelände mit den Naturwissenschaften der Universität Potsdam in Golm beruhen. Da wir für unsere Arbeit ein akademisches Umfeld brauchen, sind wir nicht bereit, allein - also ohne die Universität - auf die dortige grüne Wiese zu ziehen.“
Der Präsident der traditionsreichen Einrichtung zögerte dabei auch nicht, klar auf die Konsequenzen einer eventuell weiterhin zu beobachtenden Zurückhaltung seitens des Landes zu verweisen: (Wenn sich heraussteilen sollte, daß das Land nicht gewillt ist, das geplante Konzept zu realisieren, dann müßten wir unsere Planungen hinsichtlich Brandenburgs ebenfalls ändern." Die MPG, so Zacher, brauche Studierende, Doktoranden und Habilitanden in ihrer direkten Nähe; deshalb wäre man bisher bei dem Campuskonzept für Golm auch davon ausgegangen, daß die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Potsdamer Uni mit ihren zentralen Einrichtungen (wie Hörsälen, Lagern, einer Kantine) in der Mitte liegen und sich die einzelnen Institute der
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Mahnte Planungssicherheit und Baubeginn der sogenannten Verfügungsgebäude für die Naturwissenschaften in Cohn an: der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Hans F Zacher. Foto: MPG
Fakultät und der MPG strahlenförmig am Rande gruppieren würden.
Voraussetzung dafür ist eine synchrone Bauentwicklung von Max-Planck-Gesellschaft und Universität in Golm und somit der Bau der sogenannten Verfügungsgebäude auf dem dortigen Hochschulgelände, damit die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät vom Standort Am Neuen Palais nach Golm sowie die jetzt noch
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