Innovationskolleg, bei der die „Kognitive Komplexität in der Sprache: Biologische und psychologische Aspekte" im Mittelpunkt stand. Die bereits funktionierende Zusammenarbeit werde nun „mit Papier erfüllt“, konnte Rektor Prof. Dr. Rolf Mitzner bei der Vertragsunterzeichnung in Caputh feststellen. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern beide Partner die Kooperation zwi- ■ sehen Wissenschaftlern der Universität Potsdam und den von der Stiftung eingeladenen Wissenschaftlern. Dazu zählen solche Aktivitäten wie die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen, die besondere Berücksichtigung von Fachleuten der Um bei der Gestaltung und Leitung von Studiengruppen des Einstein Forums oder die Vermittlung von Gastprofessuren, Vörtrag- semladungen und Stipendien an die internationalen Partner des Forums. Darüber hinaus verpflichten sich beide Seiten, der Einwerbung von Drittmitteln zur Unterstützung gemeinsamer Vorhaben verstärkte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Laufzeit des Vertrages beträgt zunächst fünf Jahre; wenn nicht einseitig aufgekündigt, verlängert sie sich automatisch um weitere fünf. Neben der Kooperation mit der Hebrew University of Jerusalem ist dieser Vertrag nun die zweite Partnerschaft des Einstein Forums mit einer Universität.
Foto: Tnbukeit
Der mehrtägige Workshop „Kognitive Komplexität in der Sprache: Biologische und psychologische Aspekte“ fand Mitte Mai im gerade neu bezogenen Domizil des Einstein Forums, Am Neuen Markt 7, statt. Als Mitorganisatoren zeichneten das Zentrum für Kognitive Studien und das Innovations- kolleg „Formale Modelle kognitiver Komplexität“ der Universität Potsdam verantwortlich. Damit war diese Tägung die erste gemeinsame Veranstaltung nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages beider Einrichtungen. B.E.
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Ferne Länder, andere Menschen, Sitten und Gebräuche kennenlernen, ist der Wunsch vieler-egal, ob alt oder jung. Für Studenten aber stehen die Chancen hierfür besonders gut. Genauere Informationen dazu gab es jüngst an einem Informationsstand vor der Mensa auf dem Uni-Komplex IAm Neuen Palais. Das EU-Infomobil hatte auf seiner noch bis zum 21. Juli 1995 währenden Tour zu 50 deutschen Universitäten und Fachhochschulen m Potsdam Station gemacht, um für Mobihtätspro- gramme und Studienmöglichkeiten in Europa zu werben. Im Zentrum des Interesses standen dabei insbesondere die neuen europäischen Büdungsprogramme „SOCRATES" und „LEONARDO“, aber auch „JUGEND FÜR EUROPA III". Hierzu erteilte neben den beiden Mobil-Betreuerinnen Stefanie Merfeldt (r.) und Elke Braun auch Friedrich Otto Wolf (2.v.r.j, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, Auskünfte. Demnach sind alle drei sich zum Teil ergänzenden Angebote bereits verabschiedet und in Kraft. Die lockere Gesprächsrunde vervollständigten kurzzeitig auch Rektor Prof. Dr. Rolf Mitzner (3,v.r.) sowie Regina Neum (l), Mitarbeiterin des Akademischen Auslandsamtes.
PG./Foto: Rüffert
Europaperspektiven
Der Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, Prof. Dr. Hans N. Weiler (Mitte), stellte kürzlich im Rahmen der Vorlesungsreihe „Deutschland in Europa: Nation und Integration" die Europaperspektiven im Lehr- und Forschungsprogramm seiner Hochschule in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Organisiert wird die Vortragsreihe von den Professoren Dr. Günther C. Behrmann (links) und Dr. Knut Kiesant (rechts) sowie von Dr. Eduard Gloeckner. Als weitere Referenten sind die brandenburgischen Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur und der Justiz vorgesehen. Präsident Hans N. Weiler jedenfalls beleuchtete das Studieren und Forschen für Europa kritisch: So mangele es den deutschen Universitäten an europäischem Geist und kritischen Diskursen, beherrschten Karrieredenken und Profilierung nach Marktbedarf die Hochschulen, die wieder zum Zentrum geistigen Lebens einer Gesellschaft werden müßten. eg./Foto: Rüffert
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PUTZ 5/95