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(1.1.2019) 05
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PRAKTIKUM DURCH EIGENIN TIATIVE

In denSemesterferien" absolvierte Anja Schilitz, Biologiestudentin im 8, Semester, in Paulinenaue ein zweiwöchiges Praktikum zu dem ThemaMilchsäurebakterien im Ökosystem Grünland. Durch Zufall ge­langte sie an die Adresse des Institutes, ein Kommilitone hatte sich dort um ein Prakti­kum bemüht und wollte es dann doch nicht wahrnehmen. Anja aber wollte die Möglich­keit nutzen, etwas Neues kennenzulernen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie wurde schließlich aufgenommen. Die Arbeit war von vornherein gut geplant. Ihr Fazit:Wer seine Kenntnisse aus der Mikro­biologie auffrischen möchte oder reale Wis­senschaft erleben will, für den ist ein Prak­tikum in Paulinenaue (nördlich von Nauen) zu empfehlen."

Sie selbst hatte die Aufgabe, Proben aus dem Freiland zu isolieren und für die Gelelektroforese vorzubereiten. Daran schloß sich der Versuch, mit Hilfe der Gelelektroforese ein charakteristisches Proteinmuster zu erhalten, an. Beim Ver­gleich aber stellte sich heraus, daß alle 60 untersuchten Stämme von Milchsäurebak­terien das gleiche Bandenmuster aufwie­sen. Als Ergebnis der Arbeit stellte sie fest, daß im zeitigen Frühjahr an den verschiede­nen Probenahmeorten (Boden, Wurzeln, Streuschicht, Grün) nur eine einzige Art von Müchsäurebakterien zu finden war, nämlich Lactobacillus paramesenteroides.

Nach ihrer Einschätzung nun habe sich die

Im einjährigen Streit zwischen Bundestag und Bundesrat um die BAföG-Novelle steht ein neues Vermittlungsverfahren ms Haus. Die SPD-Mehrheit im Kulturausschuß des Bundesrates lehnte Anfang Mai den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzent­wurf ab. Die darin vorgesehene vierprozen­tige Anhebung zum Herbst 1995 sei ange­sichts der veränderten Lebenshaltungsko­sten nicht ausreichend. Der Gesetzentwurf des Bundesrates sieht die rückwirkende Erhöhung des BAföG um vier Prozent zum Herbst 1994 vor. Die Zahl der Empfänger ist

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Die Biologiestudentin Anja Schilitz (rechts) absolvierte aus eigenem Antrieb ein Praktikum in Paulinenaue. Zu ihren Aufgaben gehörte naturgemäß die Arbeit im Labor. Foto: zg.

Eigeninitiative gelohnt, auch außerhalb des planmäßigen Studiums das vorhandene Wissen zu erweitern. Die zukünftige Biolo­gin meint deshalb (an die Adresse ihrer Kommilitonen gerichtet):Kümmert Euch selber, macht nicht die Universität für alle Mißstände verantwortlich! So ist es bei In­teresse beispielsweise möglich, Bewerbun­gen an Dr. sc. W Seyfarth unter der Tbl.-Nr. 033237/849232 oder unter der Fax-Nr. 033237/849249 zu richten - auf daß auch andere Studierende von solchen Weiterbildungsmöglichkeiten profitieren mögen! Sch.

nach einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes in den letzten drei Jahren erneut zurückgegangen: Im Westen von 28,3 Prozent 1991 auf 24,2 Prozent 1994. Vor zwölf Jahren hatten noch 37,1 Prozent finan­zielle Unterstützung vom Staat erhalten. Im Osten ging die Quote wegen der verbesser­ten Einkommenssituation von 88,2 auf 54,8 Prozent zurück.

Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Stef­fen Reiche, nannte wesentliche Forderun­gen für die Änderung des Bundesaus­bildungsförderungsgesetzes und ergriff damit Partei für die Studierenden.Es muß möglichst schnell ein Kompromiß gefunden werden. Für ihr Studium müssen die BAföG-Empfänger endlich mehr Geld be­kommen. Ein Paket, das neben einer Anhe­bung der Bedarfssätze und Freibeträge auch einzelne Härtefälle mit Spitzenaus­gaben für ihre Wohnungen und den Verzicht auf einen zweiten Leistungsnachweis nach dem zweiten Fachsemester enthält, sollte für alle kompromißfähig sein. B.E.

ERASMUS IN NEUEM GEWAND

Für das Programm ERASMUS der Europäi­schen Union ist das vorsokratische Zeitalter endgültig vorbei. Im Frühjahr verabschie­deten der Ministerrat und das Europäische Parlament das neue Bildungsprogramm SOKRATES. Unter dessen Dach ist die För­derung für die Zusammenarbeit von Schu­len und Hochschulen nun zusammenge­faßt. ERASMUS, das seinen Namen behal­ten konnte, ist das größte Tfeilprogramm von SOKRATES, Die angestammten Förder­formen für den Studentenaustausch, der weiterhin das ERASMUS-Herzstück bleibt, den Dozentenaustausch, die curriculare Zusammenarbeit und die multinationalen Intensivkurse werden im sokratischen ERASMUS durch neue Programmteile er­gänzt. Unterstützt wird künftig auch die Entwicklung von Fremdsprachen- und Eu­ropamodulen für die zu Hause gebliebenen Studierenden, die grenzüberschreitende Kooperation mit Gebietskörperschaften und der Wirtschaft sowie die Zusammenar­beit in thematisch organisierten Netzen mit dem Ziel der Erneuerung von Studiengän­gen, Studieninhalten und Lehrmethoden an Europas Hochschulen. ECTS, das europäi­sche Pilotprojekt zur Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen, soll schrittweise in die Regelförderung über­nommen werden. Das bisher eigenständi­ge Sprachenprogramm LINGUA wird ebenfalls ein Tbil von SOKRATES; LINGUA- Studenten werden damit zu ERASMUS-Stu- denten. Dies ist eine der wenigen Vereinfa­chungen gegenüber der bisherigen Pro­grammvielfalt. mt.

STUDENTENPRAKTIKA ÜBER PITT

PITT, der Potsdamer Informations- und Tfechnologie-TVansfer der Universität, bietet ab sofort in Kooperation mit der cnteria Personaldienstleistungen GbR Berlin als neue Serviceleistung für Studierende der Universität Potsdam die Vermittlung von Praktika an. Die interessierten Studenten sollten die Bereitschaft zu einer selbständi­gen, verantwortungsvollen Tätigkeit in Un­ternehmen der Region mitbnngen, die sie möglichst auch in ihrem Studium voran­bringt und außerdem hilft, auf einer unver­bindlichen Ebene potentielle künftige Ar­beitgeber für die Zeit nach der Beendi­gung des Studiums kennenzulernen und Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Mit einem ausgefüllten Fragebogen kann man sich beim PITT registrieren lassen und so­mit die Möglichkeit wesentlich verbessern, attraktive Praktikumsplätze, nicht nur wäh­rend der Semesterferien, vermittelt zu be­kommen. Interessenten wenden sich bitte an: Potsdamer Informations- und Tbchnolo- gie-Ttansfer (PITT), Uni Potsdam, Komplex I, Geb. 06, Raum 138, Tbl. 977-1119, E-Mail: bohlen @rz.uni-potsdam.de. A.B.

PUTZ 5/95

MINISTER FÜR ÄNDERUNG DES BAFÖG

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