FREIFLUG NACH ÄGYPTEN WINKT
Wie zur Eröffnung der Ausstellung über eine Exkursion von Wissenschaftlern und Studenten der Universität Potsdam in den Sinai vom Kulturattache, Prof. Dr. Aleya Khattab, bereits angekündigt, veranstaltet das Kulturbüro Ägyptens in Berlin einen Wettbewerb unter den Studierenden der Universität Potsdam. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der EGYPT AIR winkt dem Gewinner ein Freiflug nach Ägypten. Folgende Fragen über den Sinai sind zu beantworten:
1. An welchem Thg und Jahr wurde der Sinai endgültig von der israelischen Besetzung befreit?
2. Welche Höhe hat die höchste Erhebung auf dem Sinai?
3. Welches wertvolle Gestein haben die Pharaonen auf dem Sinai gefunden?
4. In welchem Jahrhundert wurde das Katharinen-Kloster erbaut?
5. An welcher Stelle des Korans wird der Moses-Berg erwähnt?
6. Wie heißt der Kanal zur Fruchtbarmachung des Sinai?
7. Wie heißt die große römische Hafenstadt im Norden des Sinai?
8. Wie nannte man den Weg zwischen Ei- Arisch und dem Delta in pharaomscher Zeit?
9. Wie heißt die Südspitze des Sinai (arabisch oder deutsch)?
10. Wie heißt die ägyptische Stadt im Norden des Golfes von Akaba, bei der drei Länder aneinandergrenzen?
Senden Sie Ihre Antworten bis zum 20. Juli 1995 an die Botschaft der Arabischen Republik Ägypten, Kulturabteilung/Außenstelle Berlin, Dircksenstr. 40, 10178 Berlin. Die Auslosung erfolgt unter Ausschluß der Öffentlichkeit bei Anwesenheit von Dr. Christian Hetze und Dr. Renate Schmidt (beide Universität Potsdam) sowie Mohamed Soliman (EGYPT AIR, Berlin). De.
KLEINE STATISTIK
Mit Beginn des Sommersemesters 1995 studieren an der Universität Potsdam 4665 junge Leute im Direktstudium. Davon haben sich im März 1995 insgesamt 342 neu eingeschrieben. Die meisten Immatrikulationen sind in Rechtswissenschaft, Jüdischen Studien, Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte zu verzeichnen. Im Wintersemester 1994/ 95 erfolgten aber auch 410 Exmatrikulationen. Gründe dafür sind sowohl der reguläre Abschluß des Studiums als auch das Wechseln der Hochschule oder die Aufgabe des Studiums. Einige Studierende meldeten sich nicht zurück oder gaben für den Abbruch private Motive an. Außerdem absolvieren an der Potsdamer Alma mater ca. 3000 Personen ein Aufbaustudium. (Stand vom 27.4.95) B.E.
PUTZ 5/95
KANDIDAT FÜR DAS
Leider haben sich die Termine für die Wahl des Rektors der Universität Potsdam und der Drucklegung der PUTZ überschnitten, so daß in dieser Ausgabe zunächst nur über die Aufstellung der Kandidatenliste und noch nicht über die Wahl durch das Konzil berichtet werden kann. Der Senat jedenfalls hat dem Konzil zur Wahl als neuen Rektor der Universität Prof. Dr. Wolfgang Loschelder aus der Juristischen Flakultät vorgeschlagen - und das in sehr deutlicher Form mit neun Ja- und zwei Nein-Stimmen.
Wolfgang Loschelder war der einzige Kandidat, der sich für das Amt des Rektors aufstellen ließ. Er gehört der Hochschule seit dem Juli 1991 an, als er eine Berufung auf den Lehrstuhl für Verwaltungsrecht, Verwaltungsprozeßrecht und Umweltrecht in der Juristischen Fakultät annahm. In den folgenden Jahren wirkte er neben seinen Aufgaben in Lehre und Forschung kontinuierlich am Aufbau der ebenfalls im Juli 1991 neugegründeten Universität mit. So war er von März 1993 bis Februar 1994 Dekan der Junstischen Fakultät, ist seit Dezember 1993 Mitglied des Akademischen Senates und seit Februar 1994 Prorektor für Entwicklungsplanung und Finanzen.
In dieser Funktion übernahm Wolfgang Loschelder den Vorsitz der Senats-Kommission für Entwicklungsplanung und Finanzen (EPK), die für sämtliche Strukturfragen und Aspekte des Aufbaus der Universität zuständig ist. Darüber hinaus sitzt der Junst Loschelder der Personalkommission für die Gruppe der Professoren vor, die über die weitere Verfahrensweise bei Gauck-Rück- läufen „mit Befund“ entscheidet, und agiert als stellvertretender Vorsitzender der entsprechenden Kommission für die wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität. Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen werden, daß Prof. Dr. Wolfgang Loschelder „seine" Universität in all ihren Facetten sehr genau kennt - ein Bonus, der ihn auch bei mehreren Kandidaten ausgezeichnet hätte. Geboren wurde der Anwärter für das Rektorenamt 1940 in Rom. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Bonn von 1960-65 legte er die Erste Juristische Staatsprüfung in Köln ab, schloß ein Referendanat an und legte 1971 die Zweite Juristische Staatsprüfung in Nordrhein-Westfalen ab. Von 1965-67 und von 1971-80 fungierte Loschelder als Stellenverwalter und wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, wo er auch 1976 zum Dr. jur. promovierte und sich 1980 für Öffentliches Recht habilitierte. Nach der Venia legendi für Öffentliches Recht im Jahre 1980 wurde Wolfgang Loschelder 1981 zum Universitätsprofessor für Öffentliches Recht, insbesonde-
AMT DES REKTORS
Prof. Dr. Wolfgang Loschelder aus der Juristischen Fakultät Foto: Rüffert
re Verwaltungsrecht und Verwaltungslehre an der Ruhr-Universität Bochum ernannt, agierte dort von 1986-87 als Dekan der Juristischen Fakultät und war von 1987 bis zu seiner Berufung an die Universität Potsdam als Mitglied des Senates tätig. Die juristischen Arbeitsschwerpunkte des vierfachen Familienvaters liegen im Öffentlichen Dienstrecht, Staatskirchenrecht, Lebensmittelrecht und Kommunalrecht,
Die Amtszeit des neuen Rektors wird am 1. Oktober beginnen. Der noch bis zum 30. September dieses Jahres amtierende derzeitige Rektor Prof. Dr. Rolf Mitzner hat sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen. Der Chemiker Mitzner führte die Hochschule während ihrer ersten Jahre: zunächst als Rektor der Brandenburg! - schen Landeshochschule, dann als Gründungsrektor der Universität Potsdam und schließlich als deren erster, gewählter Rektor.
Ausführliche Interviews mit dem derzeitigen und dem künftigen Rektor folgen in der nächsten Ausgabe der PUTZ. Hg.
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