NEU ERNANNTE PROFESSOREN
An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern u.a. auch die während der letzten Wochen sehr zahlreich ernannten Professoren. Sie alle an dieser Stelle vorzustellen, würde den Umfang der „PUTZ“ sprengen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser daher um Verständnis dafür, daß in jeder Ausgabe lediglich mit sechs Professoren bekannt gemacht wird - und zwar entsprechend der Chronologie ihres Emennungsdatums (zusammengestellt von Dr, Barbara Eckardt).
Eine Professur für Anglistik, insbesondere Angewandte Sprachwissenschaft im Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philosophischen Fakultät ~ I nimmt Prof. Dr. Susanne E. Carroll wahr. Sie wurde 1953 in Scarborough/Ontario in Kanada geboren und studierte von 1971 bis 1975 an der Universität York, Tbronto, Ontario Linguistik des Englischen und des französischen mit dem Abschluß Honours B.A., von 1976 bis 1977 sowie von 1978 bis 1981 an der Universität Montreal Linguistik, 1978 schloß sie mit Magister Artium ab. Gasthörerin war sie 1980 im Dept. für Linguistik an der Umversity of Massachusetts, Ämherst Massachusetts, USA. 1981 erhielt die Professorin den Abschluß Ph.D. In den Jahren von 1976 bis 1992 wurden an sie verschiedene Doktoranden- und andere Stipendien vergeben. Lehraufträge und Gastprofessuren führten sie u.a. an die Universitäten von Montreal, York in Toronto, Hamburg und Kiel. In den 70er und 80er Jahren arbeitete die Wissenschaftlerin als Forschungsassistentin bzw. Forschungsangestellte in Quebec, Toronto und Montreal. Der Zweit- sprächenerwerb und die englische Grammatik sind die Forschungsschwerpunkte der Sprachwissenschaftlerin. Susanne Carroll ist Mitglied der Canadian Linguistic Association und der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft. Ihre Forschungsergebnisse publizierte sie in zahlreichen Veröffentlichungen.
Mit einer Professur für Festkörperphysik/ Sensorik im Institut für Festkörperphysik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ist Prof. Dr. habil. Reimund Gerhard-Multhaupt betraut. Er wurde 1952 in Heidelberg geboren und studierte von 1972 bis 1978 Mathematik und Physik an
der Tfechmschen Hochschule Darmstadt. Dem schlossen sich ein einjähriger Forschungsaufenthalt am College Müitaire Royal in Saint-Jean, Quebec, in Kanada als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie die Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Kunststoff-Institut in Darmstadt an. Von 1980 bis 1985 arbeitete der Physiker als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Übertragungstechnik und Elektroakustik der Tfechmschen Hochschule Darmstadt. Anfang der 80er Jahre führte ihn seine Forschungstätigkeit mehrmals nach New Jersey, USA. Wesentliche Schwerpunkte lagen auf den Gebieten der elektrischen Polung, der Untersuchung und Anwendung von polymeren und anorganischen Elektretschichten. Mit einer Arbeit zu Ladungs- und Polarisationserscheinungen in Polymerelektretfolien promovierte Reimund Gerhard-Multhaupt 1984 zum Dr.-Ing. Von 1985 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin, seit 1986 Projektierter. Damit verbunden waren Arbeiten zur Großbildprojektion mit verspiegelten viskoelastischen Lichtmodulatoren für ein zukünftiges hochauflösendes Fernsehen und zu den physikalischen Grundlagen gepolter Polymere für nichtlinear optische Anwendungen in der Photonik. Seine 1992 an der Universität Potsdam abgeschlossene Habilitation beschäftigt sich mit der Präparation und Untersuchung von Festkörperschichten für Sensorik und Photonik. Eine intensive Zusammenarbeit mit daraus resultierenden gemeinsamen Veröffentlichungen verbindet ihn neben deutschen auch mit Fachkollegen u.a. aus Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada und den USA. Der Wissenschaftler ist Mitglied des Executive Board der International Symposia on Electrets (ISE) seit 1991 und des Conference Board der IEEE Conference on Electrical Insulation and Dielec- tric Phenomena (CEIDP) seit 1994.
Eine Professur für Didaktik des Russischen im Institut für Slavistik der Philosophischen Fakultät I bekleidet Prof. Dr. habil. Margot Krien. 1937 in Berlin geboren, studierte sie am Pädagogischen Institut Erfurt von 1954 bis 1956 Germanistik und im Fernstudium von 1960 bis
1966 Slavistik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Von 1956 bis 1965 arbeitete sie in Berlin als Lehrerin für Deutsch und Russisch. Seit 1965 ist die Professorin an der Potsdamer Hochschule und ihren Nachfolgeeinrichtungen tätig, seit 1988 als ordentliche Professorin für Methodik des Russischunterrichts. Mit einer Arbeit zur Gestaltung von Rundfunkkursen im Russischunterricht promovierte sie 1975, und 1982 habilitierte sie sich mit dem Thema „Zu Problemen einer praxisorientierten Ausbildung des verstehenden Hörens im Russischunterricht“. Als Forschungsschwerpunkte sind zu erwähnen: Fragen einer optimalen Unterrichtsgestaltung im Fach Russisch, theoretische Aspekte der Entwicklung des Hörverstehens und der Unter- nchtsmittelentwicklung unter wachsender Bezugnahme auf fachwissenschaftliche - linguistische und kulturwissenschaftliche - Fragestellungen sowie Lexikauswahl und - Präsentation. Gegenwärtig beschäftigt sich die Slavistm vornehmlich mit Lexikographie und Problemen der Lern- und Lehrforschung. Margot Krien ist Autorin von Unterrichtshilfen, programmierten Materialien, Rundfunkkursen und weiteren Unterrichtsmitteln. Als Gastprofessorin weilte sie in Opole/Polen und Rostov am Don/Rußland.
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Prof. Dr. habil. Ralf Menzel ist der Inhaber des Lehrstuhls für Photonik im Institut für Experimentalphysik und Physikdidaktik HHft gf. j^Hj| der Mathematisch- Naturwissen- ■M flBÜ schaftlichen Fakultät. Der 1949 in Naumburg/Saale Geborene studierte von 1968 bis 1972 Physik an der Tfechmschen Universität Dresden. Über „Methoden der nichtlinearen Spektroskopie elektronischer Übergänge organischer Moleküle" promovierte der Wissenschaftler 1978 am Institut für Optik und Spektroskopie der Akademie der Wissenschaften und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dem schloß sich bis 1979 die Leitung eines Projektes zur Entwicklung eines Stickstofflasers an diesem Institut an. Von 1980 bis 1989 baute der Physiker die nichtlineare Laserspektroskopie in einer Arbeitsgruppe am I.N.-Stranski-Institut der TU-Berlin auf. An dieser Universität habilitierte sich Ralf Menzel 1989 für das Fach „Physikalische Chemie“. Anschließend war er bis 1994 mit dem Aufbau einer Projektgruppe zur Optischen Phasenkonjugation am Optischen Institut der TU-Berlin befaßt. In den 80er Jahren weilte er jährlich zum Tfeil mehrere Monate zu Forschungsaufenthalten an der Washington State University, USA. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissen-
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PUTZ 5/95