Heft 
(1.1.2019) 05
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NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, son­dern u.a. auch die während der letzten Wochen sehr zahlreich ernannten Profes­soren. Sie alle an dieser Stelle vorzustel­len, würde den Umfang derPUTZ sprengen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser daher um Verständnis dafür, daß in jeder Ausgabe lediglich mit sechs Professoren bekannt gemacht wird - und zwar entsprechend der Chronologie ih­res Emennungsdatums (zusammenge­stellt von Dr, Barbara Eckardt).

Eine Professur für Anglistik, insbe­sondere Ange­wandte Sprach­wissenschaft im Institut für Angli­stik und Amerika­nistik der Philoso­phischen Fakultät ~ I nimmt Prof. Dr. Susanne E. Carroll wahr. Sie wurde 1953 in Scarborough/Ontario in Kanada geboren und studierte von 1971 bis 1975 an der Uni­versität York, Tbronto, Ontario Linguistik des Englischen und des französischen mit dem Abschluß Honours B.A., von 1976 bis 1977 sowie von 1978 bis 1981 an der Universität Montreal Linguistik, 1978 schloß sie mit Magister Artium ab. Gasthörerin war sie 1980 im Dept. für Linguistik an der Umversity of Massachusetts, Ämherst Mas­sachusetts, USA. 1981 erhielt die Professo­rin den Abschluß Ph.D. In den Jahren von 1976 bis 1992 wurden an sie verschiedene Doktoranden- und andere Stipendien ver­geben. Lehraufträge und Gastprofessuren führten sie u.a. an die Universitäten von Montreal, York in Toronto, Hamburg und Kiel. In den 70er und 80er Jahren arbeitete die Wissenschaftlerin als Forschungs­assistentin bzw. Forschungsangestellte in Quebec, Toronto und Montreal. Der Zweit- sprächenerwerb und die englische Gram­matik sind die Forschungsschwerpunkte der Sprachwissenschaftlerin. Susanne Carroll ist Mitglied der Canadian Linguistic Association und der Deutschen Gesell­schaft für Sprachwissenschaft. Ihre For­schungsergebnisse publizierte sie in zahl­reichen Veröffentlichungen.

Mit einer Professur für Festkörperphysik/ Sensorik im Institut für Festkörperphysik der Mathematisch-Naturwissenschaftli­chen Fakultät ist Prof. Dr. habil. Reimund Gerhard-Multhaupt betraut. Er wurde 1952 in Heidelberg geboren und studierte von 1972 bis 1978 Mathematik und Physik an

der Tfechmschen Hochschule Darm­stadt. Dem schlos­sen sich ein einjäh­riger Forschungs­aufenthalt am Col­lege Müitaire Royal in Saint-Jean, Que­bec, in Kanada als Stipendiat der Stu­dienstiftung des Deutschen Volkes sowie die Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Kunststoff-Institut in Darm­stadt an. Von 1980 bis 1985 arbeitete der Physiker als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Übertragungstechnik und Elektroakustik der Tfechmschen Hochschu­le Darmstadt. Anfang der 80er Jahre führte ihn seine Forschungstätigkeit mehrmals nach New Jersey, USA. Wesentliche Schwerpunkte lagen auf den Gebieten der elektrischen Polung, der Untersuchung und Anwendung von polymeren und anorgani­schen Elektretschichten. Mit einer Arbeit zu Ladungs- und Polarisationserscheinungen in Polymerelektretfolien promovierte Rei­mund Gerhard-Multhaupt 1984 zum Dr.-Ing. Von 1985 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin, seit 1986 Pro­jektierter. Damit verbunden waren Arbeiten zur Großbildprojektion mit verspiegelten viskoelastischen Lichtmodulatoren für ein zukünftiges hochauflösendes Fernsehen und zu den physikalischen Grundlagen gepolter Polymere für nichtlinear optische Anwendungen in der Photonik. Seine 1992 an der Universität Potsdam abgeschlosse­ne Habilitation beschäftigt sich mit der Prä­paration und Untersuchung von Festkörper­schichten für Sensorik und Photonik. Eine intensive Zusammenarbeit mit daraus resul­tierenden gemeinsamen Veröffentlichun­gen verbindet ihn neben deutschen auch mit Fachkollegen u.a. aus Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Israel, Kanada und den USA. Der Wissenschaftler ist Mit­glied des Executive Board der International Symposia on Electrets (ISE) seit 1991 und des Conference Board der IEEE Con­ference on Electrical Insulation and Dielec- tric Phenomena (CEIDP) seit 1994.

Eine Professur für Didaktik des Rus­sischen im Institut für Slavistik der Philosophischen Fakultät I bekleidet Prof. Dr. habil. Margot Krien. 1937 in Berlin ge­boren, studierte sie am Pädagogi­schen Institut Erfurt von 1954 bis 1956 Ger­manistik und im Fernstudium von 1960 bis

1966 Slavistik an der Pädagogischen Hoch­schule Potsdam. Von 1956 bis 1965 arbeite­te sie in Berlin als Lehrerin für Deutsch und Russisch. Seit 1965 ist die Professorin an der Potsdamer Hochschule und ihren Nachfolgeeinrichtungen tätig, seit 1988 als ordentliche Professorin für Methodik des Russischunterrichts. Mit einer Arbeit zur Gestaltung von Rundfunkkursen im Rus­sischunterricht promovierte sie 1975, und 1982 habilitierte sie sich mit dem Thema Zu Problemen einer praxisorientierten Aus­bildung des verstehenden Hörens im Rus­sischunterricht. Als Forschungsschwer­punkte sind zu erwähnen: Fragen einer op­timalen Unterrichtsgestaltung im Fach Rus­sisch, theoretische Aspekte der Entwick­lung des Hörverstehens und der Unter- nchtsmittelentwicklung unter wachsender Bezugnahme auf fachwissenschaftliche - linguistische und kulturwissenschaftliche - Fragestellungen sowie Lexikauswahl und - Präsentation. Gegenwärtig beschäftigt sich die Slavistm vornehmlich mit Lexikographie und Problemen der Lern- und Lehrfor­schung. Margot Krien ist Autorin von Unter­richtshilfen, programmierten Materialien, Rundfunkkursen und weiteren Unterrichts­mitteln. Als Gastprofessorin weilte sie in Opole/Polen und Rostov am Don/Rußland.

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Prof. Dr. habil. Ralf Menzel ist der In­haber des Lehr­stuhls für Photonik im Institut für Ex­perimentalphysik und Physikdidaktik HHft gf. j^Hj| der Mathematisch- Naturwissen- M flBÜ schaftlichen Fakul­tät. Der 1949 in Naumburg/Saale Geborene studierte von 1968 bis 1972 Physik an der Tfechmschen Universität Dresden. Über Methoden der nichtlinearen Spektrosko­pie elektronischer Übergänge organischer Moleküle" promovierte der Wissenschaftler 1978 am Institut für Optik und Spektrosko­pie der Akademie der Wissenschaften und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dem schloß sich bis 1979 die Leitung eines Pro­jektes zur Entwicklung eines Stickstoff­lasers an diesem Institut an. Von 1980 bis 1989 baute der Physiker die nichtlineare Laserspektroskopie in einer Arbeitsgruppe am I.N.-Stranski-Institut der TU-Berlin auf. An dieser Universität habilitierte sich Ralf Menzel 1989 für das FachPhysikalische Chemie. Anschließend war er bis 1994 mit dem Aufbau einer Projektgruppe zur Opti­schen Phasenkonjugation am Optischen Institut der TU-Berlin befaßt. In den 80er Jahren weilte er jährlich zum Tfeil mehrere Monate zu Forschungsaufenthalten an der Washington State University, USA. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissen-

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