schaftlers gehören phasenkonjugierende Spiegel für Laser höchster Strahlqualität sowie Nichtlineare Optik und Laserspektroskopie mit kurzen Pulsen.
Zum Professor für Wirtschaftspolitik/ Internationale Wirtschaftsbeziehungen in der Wirtschafts- und Sozial- wissenschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil. Paul J.J. Welfens ernannt. 1957 in Düren geboren, studierte er von 1975 bis 1979 Wirtschaftswissenschaften in Wuppertal und Duisburg. Anschließend führte ihn bis 1980 ein Auslandsaufenthalt nach Berkeley/USA und 1982 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an die Universität Paris-Dauphine/Frankreich. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter lehrte und forschte er von 1982 bis 1985 an der Universität Duisburg im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Zum Thema „Theorie und Praxis angebotsorientierter Stabilitätspolitik 11 promovierte er 1985. Paul Welfens gründete 1986 die DSI DATA SERVICE & INFORMATION GmbH in Rheinberg mit. Seine 1989 abgeschlossene Habilitationsschrift trägt den Titel „Internationalisierung von Wirtschaft und Wirtschaftspolitik“. Nach einem Aufenthalt in den USA kehrte der Wissenschaftler im Sommer 1991 nach Deutschland zurück, um die Lehrstuhlvertretung in Volkswirtschaftslehre, insbesondere osteuropäische Volkswirtschaften bzw. Europäische Wirtschaftspolitik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu übernehmen, wo 1993 seine Berufung zum C3-Professor erfolgte. Mit wirtschaftspolitischen Aspekten der Regulierung im Transformationsprozeß (Telekommunikation) befaßt sich sein Anfang 1995 zum Zwischenabschluß gebrachtes EU-finanziertes ACE-For- schungsprojekt. Der Wirtschaftswissenschaftler ist Autor und Mitherausgeber zahlreicher Publikationen.
Für das Gebiet Bürgerliches Recht, Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht und Steuerrecht in der juristischen Fakultät wurde Prof. Dr. habil.
Reinhard Weiter berufen. Der 1950 in Wiesbaden Geborene studierte von 1969 bis 1974 in Mainz Jura. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz tätig. 1982 promovierte er zu einem zivilrechtlich
und steuerrechtlich ausgerichteten Thema (.Wiederkehrende Leistungen im Zivilrecht und im Steuerrecht' 1 ). Ab 1981 arbeitete er an dem der Universität Mainz angegliederten Institut für internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens. Lehraufträge zu Zivilrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht erhielt er ab 1982 an dieser Universität. Im Auftrag des Bundesministers der Justiz war der Wissenschaftler im Rahmen des Projektes „Überarbeitung des Schuldrechts als Gutachter in den Jahren 1982/83 beschäftigt. Vorträge, Vorlesungen und Forschungsaufträge zu Fragen des internationalen Bankrechts führten ihn u.a. nach Frankreich, Großbritannien, Italien, Jugoslawien und in die USA. Internationales Verfahrensrecht und Privatrecht sowie Bank- und Börsenrecht sind Themen von ihm bearbeiteter Projekte und von Veröffentlichungen. Nach seiner Habilitation zum Thema „Dingliche Sicherheiten zwischen Harmonisierung und gegenseitiger Anerkennung als Prinzipien des europäischen Binnenmarktes" 1992 folgte er einem Ruf an die Universität Heidelberg.
Gast im Geographischen Kolloquium
Prof. Dr. Karl Ruppert - bekannt als Begründer der „Münchener“ Schule der Sozial- geographie - hielt kürzlich im Rahmen des Potsdamer Geographischen Kolloquiums einen Vortrag zum Thema „Der deutsche Alpenraum - agrargeographische Struktur- und Prozeßmuster 1 '. Dabei charakterisierte der Referent einige Aspekte der Agrarstruktur in ihrer regionalen Differenzierung. Kritisch äußerte er sich zur raumwirksamen Staatstätigkeit, insbesondere zur Agrar- und Umweltpolitik der EU und des Bundes, sowie zur Zukunft der Landwirtschaft in den deutschen Alpen. S.T.
Schorn-Schütte in DFG- Gremium gewählt
Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte aus dem Historischen Institut der Philosophischen Fakultät I ist zum Mitglied des Senatsausschusses für die Angelegenheiten der Sonderforschungsbereiche in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gewählt worden. Damit gehört sie ebenfalls dem Bewilligungsausschuß für die Förderung der Sonderforschungsbereiche als wissenschaftliches Mitglied an. Die Wahl gilt zunächst für drei Jahre, beginnend mit dem 1. Juli 1995. Die Entscheidung der DFG für Luise Schorn-Schütte wird vom gleichnamigen Berufsverband der Histonker Deutschlands ausdrücklich begrüßt. Folglich stellt diese Wahl auch ein Votum für die Universität Potsdam und die hier aufgebaute Geschichtswissenschaft dar. Hg.
Jahnke Vorsitzender
Um die spezifischen Belange der Lehrerausbildung effektiver berücksichtigen zu können, wurde Anfang 1995 an der Uni eine Senatsunterkommission für Lehrerbildung ins Leben gerufen. Deren Vorsitzender und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Ständigen Senatskommission für Lehre und Studium ist der Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Mathematik, Prof. Dr.Thomas Jahnke. Weitere Mitglieder sind Vertreter aller Fakultäten mit Lehramtsstudiengängen, des Weiterbildungszentrums, der Institute für Grundschulpädagogik und für Pädagogik, des Landesprüfungsamtes, des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport sowie Studierende. Die Kommission hat im wesentlichen zwei Aufgaben zu realisieren. Einerseits gilt es, gestalterisch wirksam zu werden, also Antworten auf solche Fragen zu finden: Wie soll zukünftig Lehrerausbildung aussehen? Wie kann das Potsdamer Modell der Lehrerbildung weiterentwickelt werden? Welche neuen Vorstellungen gibt es? Andererseits ist ebenso Formales und Organisatorisches zu leisten. Wir bearbeiten gegenwärtig alle Studien- und Prüfungsordnungen für die Lehramtsstudiengänge, was nicht unerhebliche Zeit in Anspruch nimmt“, konstatierte Thomas Jahnke. Ein weiterer Schritt wurde bereits gegangen. Denn Mitte Mai 1995 konstituierte sich die von der Brandenburgischen Kommission für Wissenschaft und Forschung eingesetzte Landeskommission für Lehrerbildung. Ihr gehören von seiten der Universität Prof. Dr. Bärbel Kirsch, Dekanin der Philosophischen Fakultät II, Prof, Dr. Manfred Görte- maker, Prorektor für Lehre und Studium, sowie Prof. Dr. Thomas Jahnke an. B.E.
Beziehungen gefestigt
Im April weilte der letzte Rektor der Universität Modena (Obentalien) und jetzige Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Ferdmando Täddei, zu Gast am Institut für Organische Chemie und Strukturanalytik der Universität Potsdam. Prof. Täddei sprach u.a, während eines vom Ortsverband der Gesellschaft Deutscher Chemiker und den Chemischen Instituten der Alma mater veranstalteten Kolloquiums zum Thema: „Dissociative electron transfer induced on arylalkyl Chlorides“. Die Chemischen Institute beider Einrichtungen arbeiten bereits seit längerem per Rektorübereinkunft zusammen. Hauptsächliches Forschungsgebiet dabei ist die spektroskopische und theoretische Untersuchung von aromatischen Heterocyclen hinsichtlich der Struktur-Wirkungsbeziehungen und des Einsatzes als Wirkstoffe.
PUTZ 5/95
Seite 25