Heft 
(1.1.2019) 05
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ALLER GUTEN DINGE SIND DREI

Die achteBallnacht der Männer" im Rückblick

Ein Rißballhallenmasters in Potsdam? - Ja, das gibt es! Vor genau zehn Jah­ren hatte Manfred Thieme, Mitar­beiter des Bereiches Hoch­schulsport, die geniale Idee, für die Studierenden der Potsda­mer Hochschule ein Rißballtur- nier zu organisieren. Als dieses Türmer unter den Studenten eine positive Resonanz hervorrief, war ein Highlight geboren. Unter dem Titel Ballnacht der Männer mauserte sich das einst so kleine und bescheidene TUmier zu einem bedeutenden und spektakulären Sportereignis.

Von den anfänglichen Schwiengkeiten der Organisation und Durchführung spricht heute niemand mehr, Dieses groß angeleg­te Rißballturnier genießt einerseits bei den Studenten schon längst einen Kultstatus. Andererseits bietet dieBallnacht der Männer" einigen namhaften Persön­lichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport einen geeigneten medienwirk­samen Auftritt in die Öffentlichkeit. Für den Erfolg dieser alljährlich im Sommer­semester stattfindenden Riesensportfete steht das eingespielte Tändem Manfred Thieme/Siegfried Aldermann. So auch in diesem Jahr.

In der Nacht vom 21. zum 22. März war es für Potsdams Studenten wieder einmal so­weit. In der Sporthalle der Heinnch-Mann- Allee fand die allseits geschätzte achte Ballnacht statt. 14 Mannschaften kämpf­ten in zwei Gruppen um die bestmögliche Plazierung. Ein Match dauerte zehn Minu­ten und wurde mit einem einfachen 4:1-Sy­stem (ein Torhüter und vier Feldspieler), durchgeführt. Nach insgesamt 42 Vorrun­denspielen kam es dann zu den Ausschei­dungsspielen, in denen sich die jeweils gleichplazierten Mannschaften der beiden Gruppen gegenüberstanden. Unter den Tbilnehmern befand sich auch wieder ein Gästeteam, welches mit Hans Ullrich

Grapenthin, Klaus Galinat sowie Klaus und Lutz Herber besetzt war. Der Sympathien der über 250 zu­schauenden Studenten durften sich aber die MannschaftenAlemania Golm",Musik-Tfechnik oder1. FC Ethanol erfreuen. Mit Pauken und Trom­peten feuerten die Fans ihre Fußballer an.

Während des Türmers hatte man sich um das leibliche Wohl der Spieler und Zu­schauer mit einem kleinen Imbiß und kal­ten Getränken vorsorglich gekümmert, Sonnabend nacht, kurz nach 3.00 Uhr, stand dann das große Endspiel der Ball­nacht fest. Die beiden Sportstudenten­mannschaften, welche einen schweren Stand bei den Zuschauern hatten, spielten um die Siegertrophäe. Nach einer heraus- geschosseneh frühzeitigen 2:0-Führung der MannschaftTraktor Meniskus­kicker (jüngerer Jahrgang) konnte das Tbam derRed Bulls" zum 2:2 ausgleichen. Nun dachten alle schon an ein Neun-Meter-Schießen. Doch da wurde die Zahl drei zum Glücksbnn- ger für dieRed Bulls. Um 3.33 Uhr, drei Sekunden vor dem Spielende konnte Kapi­tän Ed Bügel (Sven Thoß) mit einem pla­zierten Schuß ins rechte Eck der 3:2 Sieg­treffer erzielen. Damit waren dieRed Bulls zum dritten Mal hintereinander die Sieger der Ballnacht. Wie ihr vollständiger Mann­schaftsnameT3-Red Bulls deutlich mach­te, mußten sie es schon irgendwie mit der Glückszahl geahnt haben. Tja, aller guten Dinge sind nunmal drei. Ronald Huster

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Zeichnung: Manfred Sünng

und Brandenburg auf ihren gesamten Entwässerungsbereich wie der Einbau ei­nes Abflußrohres mit größerem Querschnitt in eine Badewanne wirken. Die Dimensio­nen eines Fließgewässers sind von Natur aus der Wassermenge angepaßt, die aus dem Einzugsgebiet abfließt. Wird der Fluß­grund, die Flußsohle, durch Ausbaggern tiefer gelegt, senkt sich auch der Wasser­spiegel, wenn nicht sofort, dann im Laufe der nächsten Monate und Jahre, und zwar insbesondere in Zeiten des Wasserman­gels. Es fließt solange Grundwasser aus dem Flußumland in das ausgebaute Fließ- gewässer, bis sich der Grundwasserstand auf die Tiefe des Fließwasserspiegels ein- reguliert hat. In Zeiten der DDR herrschte die agrarpolitische Doktrin, daß die land­wirtschaftliche Produktion durch weitere Entwässerung und Beregnung unter dem Motto Wasser nach Maß intensiviert wer­den könnte. Vermutlich ging dergesell­schaftliche Druck" für die Durchführung daraus resultierender kostenaufwendiger Ausbau- und Meliorationsmaßnahmen sei­nerzeit vor allem von denleitenden Ka­dern" des Meliorationswesens mit ihren 29.000 Mitarbeitern aus, - So wie man auch für den Havelausbau nicht ganz selbstlose Interessenten vermuten kann, wie z. B. Tief­baubetriebe, die erst vor kurzem mit dem Rhein-Main-Donau-Kanal fertig wurden und sich nun nach neuen großen Aufgaben seh­nen, sowie die Besitzer der großen Binnen­schiffe, die dannVollast" fahren könnten und Konkurrenzvorteile gegenüber kleinen Schiffen bekämen. Wird die Havel wie ge­plant ausgebaut, führt das mit hoher Wahr­scheinlichkeit zu einem weiteren Absinken des Grundwasserspiegels in ihrem Ein­zugsbereich und zur Beschleunigung des Baumsterbens. Die unendliche Kette sonsti­ger ökologischer Folgeschäden sind nur zu erahnen. Dr. Hans-Joachim Gläser

Institut für Systematik und Didaktik der Biologie

Der Autor des Beitrages, Dr. Hans-Joachim Gläser, befaßt sich seit seinem Studium mit der Biologie und Ökologie von Wassertie­ren, insbesondere mit verschiedenen wir­bellosen Heren und Fischen. Eine Reihe von Landschaften und Gewässern sind ihm durch seine Untersuchungen seit den fünf­ziger Jahren bekannt. Daher entstand die Möglichkeit, die Auswirkungen der kom­plexen Meliorationen und der erneuten Flußausbauten der siebziger und achtziger Jahre zu verfolgen, so in der Altmark und im Bereich der Ökologischen Station Gül- pe der Universität Potsdam an der Unteren Havel. Dabei war er an verschiedenen die­se Thematik betreffenden Forschungsvor­haben beteiligt, die nach der Wende vom World Wide Fund For Nature (WWF) un­terstützt wurden.

Schwimmer

Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Schwimmen wurden in diesem Jahr vom 26.-28.05.95 in Darmstadt durchgeführt,

Die Uni Potsdam, mit neun Aktiven ange­reist, hatte hier ihren guten Ruf aus den Vor­jahren zu verteidigen.

Mit acht Medaillen (zwei Gold, fünf Silber, einer Bronze) und einem 5. Platz in der Gesamtwertung bei 58 gemeldeten Univer­sitäten und Hochschulen gelang ihr das recht überzeugend.

Hervorzuheben aus dieser geschlossenen Mannschaft sind die Gewinner der Einzel-

überzeugten

medaillen Marcel Häckel (eine Gold, eine Silber, eine Bronze), Carsten Schulz (eine Gold, eine Silber) und Heide Jahn (eine Sil­ber). Für die Siegerzeit von 0:30,05 min, über 50 m Brust wurde Marcel Häckel mit einem Ehrengeschenk für die beste Lei­stung bei den Männern ausgezeichnet. Die Höhepunkte bildeten aber wie immer die Mixstaffeln (drei Männer, drei Rauen), Über 6 x 50 m Brust und 6 x 50 m Rücken wurde jeweils der 2. Platz belegt, noch vor der sieggewohnten Sporthochschule Köln.

Wolfgang Thielscher

PUTZ 5/95

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