WO GEFEIERT WIRD, KOMMEN AUCH GÄSTE...
Das Uni-Sommerfest 1995 war ein voller Erfolg
In den Augen aller Beteiligten war die diesjährige vom Studentenrat organisierte Festwoche Anfang Juni 1995 ein voller Erfolg. Im Gegensatz zu den vorigen Festen, die unter Beteiligung der Universitätsleitung stattfanden, lagen Ausgestaltung und Finanzierung ganz in den Händen der Studentenschaft. Das fast schon traditionell zu nennende Sommerfest fand in einem etwas kleineren Rahmen als in den vorigen Jahren statt, da sowohl die Veranstaltung „Podium“ des Bereiches Kultur als auch das Fest des Hochschulsportes dieses Jahr in eine andere Woche verlegt worden waren.
Das Programm der Festwoche war bewußt „unterhaltungsbetont“ geplant, da nach Erfahrungen aus vorangegangenen Veranstaltungen, wie z.B. der Klimawoche, die Beteiligung der Studentenschaft bei anspruchsvolleren Themen recht gering ist. So erfuhr dann auch die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Jens Reich, Bürgerrechtler und Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, mit ca. 35 Studierenden eine relativ genüge Beteiligung. Zum Bedauern der Veranstalter nahm außer den Studierenden kein weiterer Universitätsangehöriger den Tfermin wahr.
Für das Abschlußfest auf der Festwiese war potsdamweit Werbung gemacht worden, was sich dann auch mit der Anwesenheit von an die 2500 Besuchern bemerkbar machte. Der Abend begann mit einem kostenlosen Essen des Studentenwerkes vor der Mensa, dazu boten zahlreiche uniinterne Äktionsgruppen und Potsdamer Organisationen, wie z.B. Färteien, Naturschutzverbände und die AOK, Informationsstände an. Beides fand regen Zuspruch.
Dagegen waren die beiden Trommelkurse, die auf der Wiese am Neuen Mais stattfanden, und der Bauchtanzkursus mit jeweils 20 Tfeilnehmern .ausgebucht“. Der Eröffnungsabend in der Mensa im Färk Babelsberg, den zwei Potsdamer Studentenbands mit Fünk-and-Soul- Music gestalteten, stimmte schon ein wenig auf den „Festivalcharakter“ der großen Äbschlußfete ein. Die Potsdamer Musik- und Tanzgruppe „ Schwenkhops “ animierte rund 150 Studierende mit Volkstänzen zum Mitmachen.
Auf der Festwiese selber wurde der Veranstaltungsteil mit einer kurzen Ansprache von Prof. Dr, Manfred Görtemaker eröffnet, Die Gruppe „Hard ‘Raveling“ aus Berlin stimmte die immer zahlreicher werdenden Gäste ein, gefolgt von „Das Holz“, einer Instrumentalgruppe aus Potsdam, die mit der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Violinen und einem Schlagzeug spielten, Den Höhepunkt des Abends bildete die inzwischen weit über Potsdams Grenzen hinaus bekannten „Subway toSally“ mit einer Mischung aus Folk, Rink und Metal, die die Stimmung mächtig einheizten. Der Abend klang mit einer Disco aus.
Unter sachkundiger Anleitung konnten Interessierte die ersten Erfahrungen beim Trommeln sammeln. Foto: Fritze
Wie die zahlreichen Ankündigungen und Reaktionen in Presse und Rundfunk gezeigt haben, war und ist es wichtig, die Universität und besonders die Studentenschaft auch der Potsdamer Öffentlichkeit zu präsentieren, um etwas mehr Verständigung zu schaffen. Nach Einschätzung des Studentenrates hat sich der hohe zeitliche und finanzielle Aufwand - das Fest wurde von Studentenschaftsgeldern und durch Spenden finanziert - auf jeden Fäll gelohnt. Auch wenn das Studium bei den meisten Organisatoren in dieser Zeit zu kurz kam, waren alle mit viel Spaß und Engagement bei der Sache. An dieser Stelle sei allen Helfern gedankt. Der Hausverwaltung und allen Beschäftigten der Mensa Am Neuen Mais möchten wir ein ebenso großes Lob für ihre Bemühungen aussprechen, wie den Sponsoren, der Unternehmens- gruppe Roland Ernst und der Firma Gorgs aus Eiche. Katrin Binschus
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Auch den Kleinen sollte das Unifest gefallen. Und sie hatten ihren Spaß! Foto: Tribukeit
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Abwechslung vom Mensaessen?
Foto: Daniela Lentge
„Woodstock im Kleinen"- so jedenfalls titelte eine Potsdamer Tageszeitung. Hintergrundfoto: Daniela Lentge
PUTZ 6/95
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