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(1.1.2019) 06
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DAS REKTORAT IST KOMPLETT

Konzil wählte neue Prorektoren

Nach der kürzlich erfolgten Wahl Prof. Dr. Wolfgang Loschelders zum neuen Rektor standen nun weitere Entscheidungen ins Haus. Auf Vorschlag des Senates und im Ein­vernehmen mit dem zukünftigen Rektor wählte das Konzil am 6. Juli mehrheitlich die drei neuen Prorektoren. Es handelt sich um die Romanistin Prof. Dr. Helene Harth (mit 39 Ja- und 12 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung) für den Bereich Entwicklungsplanung und Finanzen, die Psychologin Prof. Dr. Bärbel Kirsch (mit 36 Ja- und 15 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung) für Lehre und Studium sowie den Physiker Prof. Dr. Ralf Menzel (mit 42 Ja- und 10 Nein-Stimmen) für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Ihre Amtszeit beträgt, wie die des Rektors, vier Jahre und beginnt am 1. Oktober 1995.

Foto: Fritze

Die 1940 in Frankfurt am Main geborene Helene Harth studierte von 1959 bis 1965 klassische Philologie, Germanistik und Phi­losophie in Frankfurt und Tübingen, später noch Romanistik in Erlangen, Paris und Flo­renz. Von 1965 bis 1968 war sie am Renais­sance-Forschungszentrum des Institutes für Soziologie der Universität Frankfurt sowie von 1969 bis 1972 als wissenschaftliche As­sistentin am Institut für Romanistik der Uni­versität Erlangen tätig. 1965 promovierte die Akademikerin, und 1978 habilitierte sie sich. In den 80er Jahren bekleidete Helene Harth Professuren für romanische Literatur­wissenschaft an den Universitäten Passau und Saarbrücken. 1991 begann ihre Tätig­keit an der Universität Potsdam, als sie mit der Gründung des Institutes für Romanistik betraut wurde. Die Wissenschaftlerin er­hielt 1993 eine Berufung auf eine Professur für romanische Literaturwissenschaft (Ita­lienisch, Französisch) an der Potsdamer Alma mater. Seit dieser Zeit ist sie auch

Dekanin der Philosophischen Fakultät I so­wie Mitglied des Senates der Hochschule. Die Forschungen der Professorin betreffen neben dem italienischen Humanismus vor­wiegend die französische und italienische Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Die Funktion der Vorsitzenden des Deutschen

Romanistenverbandes nahm die Professo­rin von 1989 bis 1993 wahr.

Auf der Grundlage dessen, was in den ver­gangenen Jahren geschaffen wurde, sei nunviel Arbeit erforderlich, um dieNor­malstruktur der Hochschule unter Dach und Fach zu bekommen, so Prof. Harth zu ihrem Aufgabenfeld. Die fachlichen Profile seien unter Mitwirkung aller Fakultäten der­art zu verdeutlichen, daß die besondere Struktur der Einrichtung erkennbar werde, dies auch im Hinblick auf ein in Aussicht stehendes gemeinsames Bundesland Ber­lin-Brandenburg.

Bärbel Kirsch wurde 1937 in Laubusch ge­boren. Ihr 1956 begonnenes Psychologie­studium an der Humboldt-Universität zu Berlin schloß sie 1961 mit einem Diplom ab, Anschließend arbeitete sie bis 1967 als Psy­chologin und Psychotherapeutin an der Psy­chiatrischen Kinderklinik Neufahrland. Im gleichen Jahr begann ihre bis heute andau­ernde Tätigkeit an der Universität Potsdam und ih­ren Vorgängerein­richtungen. Die lange Zeit auch m der Erziehungs­beratung Wirkende promovierte 1973 und habilitierte sich 1982. Die Berufung der Wis­senschaftlerin zur Professonn erfolgte 1987. In den Jahren von 1990 bis 1994 fungierte die Professorin fürDidaktik der Psycholo­gie/Pädagogische Psychologie als Ge­schäftsführende Direktorin des Fachberei­

'Es ist vielArßeit erforderlich, um die 9{prmalstruf(tur der Jdochschule unterDach und Jach zu ßehpmmen.

Prof. Dr. Helene Harth

ches Psychologie, seit 1994 als Dekanin der Philosophischen Fakultät II sowie als Mit­glied des Senates der Universität Potsdam. Zu den Forschungsschwerpunkten Bärbel Kirschs gehören Lern- und Verhaltensstö­rungen, Motivationale Fehlregulation lei­stungsorientierter Tätigkeit sowie Problem­erleben und -bewältigung 12- bis 18jähriger ostdeutscher Schüler.

Nachdem die Phase der Erstellung von Prüfungs- und Studienordnungen für die verschiedenen Studiengänge weitgehend abgeschlossen sei, komme es nun auf ihre Umsetzung, die Konsolidierung der Ausbil­dung und die qualitative Verbesserung von Lehre und Studium an. Dabei könne die Evaluation der Lehre hilfreich sein. Mitwir­ken will Prof. Kirsch daran,daß sich die Rahmenbedingungen für das Studieren ver­bessern. Dazu gehören u.a. die Erweite­rung der Beratungsangebote, Hitorien und die Schaffung von Möglichkeiten, das Stu­dentenleben attraktiver zu gestalten.

Foto: Tribukeit

Ralf Menzel wurde 1949 in Naumburg/Saa­le geboren und studierte von 1968 bis 1972 Physik in Dresden. Anschließend arbeitete er bis 1979 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Optik und Spektroskopie der Akademie der Wissenschaften Berlin. 1978 promovierte er auf dem Gebiet der Experi­mentalphysik und schloß 1989 seine Habi­litation ab, Ralf Menzel war in den 80er Jah­ren wissenschaftlicher Mitarbeiter am Str- anski-Institut der Technischen Universität Berlin, 1989 wechselte er an das Optische Institut der TU Berlin. Seine Ernennung zum Professor für Experimentalphysik an der Universität Potsdam erfolgte 1994. Zu seinen hauptsächlichen Forschungsgebie­ten zählen die nichtlineare Spektroskopie sowie die optische Phasenkonjugation. Prof. Menzel will zukünftig seinen Beitrag dazu leisten,die Forschung an der Univer­sität, als ein wichtiges Aushängeschild im In- und Ausland, zu stärken". Dabei gehe es ihm beispielsweise um die Erhöhung des Drittmittelaufkommens, eine fächer- und fakultätsübergreifende Arbeit und damit verbunden nicht zuletzt um die Vermittlung unterschiedlicher Interessen. B.E.

SR

PUTZ 6/95

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