DIE QUAL DER WAHL
Hochschullehrer-Kommission des DAAD tagte in Potsdam
Es bringt viele Vorteile, einen gewissen Zeitabschnitt des Studiums oder der Weiterbildung im Ausland zu verbringen. Deshalb hat es sich der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zur Aufgabe gestellt, die internationale Mobilität von Studierenden, Graduierten und Wissenschaftlern zu fördern.
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Dr. Ludwig Patzer von der Universität Jena, Dr. Ines Eue vom Max-Delbrück-Centrum Berlin undDr Jens Eichhorn von der Franz-Volhard-Klinik Berlin (von änks nach rechts) gehörten zu den 39 Bewerbern für ein Auslandsstipendium. Sie stellten sich Anfang Juni der Auswahlkommission des DAAD, die diesmal an der Universität Potsdam tagte. Foto: fhbukeit
So sind über 100 Programme des Dienstes offen für alle Länder und Fachrichtungen. Sie kommen sowohl Ausländern als auch Deutschen gleichermaßen zugute. Dementsprechend begehrt sind die Angebote. Die Zahl der Antragsteller liegt um ein Vielfaches höher, als Fördermöglichkeiten bereitgestellt werden können. Dies trifft auch auf das aus Mitteln des Bundes und der neuen Länder finanzierte „Erneuerungsprogramm für Hochschule und Forschung in den neuen Ländern" zu. Die damit verbundenen Stipendien werden an deutsche, vor allem promovierte Nachwuchswissenschaftler für weiterqualifizierende Studien- und Forschungsarbeiten im Ausland vergeben.
Um diese Auswahl nach strengen Kriterien vornehmen zu können, tagt in der Regel dreimal jährlich eine Hochschullehrer-Kommission des DAAD. „Die Qualifikation des Bewerbers sowie die Qualität und Durchführbarkeit seines Vorhabens stehen dabei im Mittelpunkt“, bestätigt Dorothea Fitter- Bng, Gruppenleiterin beim DAAD. Nach einer Vorauswahl auf der Basis der eingereichten Unterlagen wird ein TM der jungen Wissenschaftler zu persönlichen Gesprächen mit den Kommissionsmitgliedern geladen. Diesmal, am 1. und 2. Juni 1995, war die Universität Potsdam dafür Gastgeber. Elf Professoren verschiedener Universitäten, zu ihnen gehörte der Historiker Prof. Dr. Julius H. Schoeps von der Potsdamer Alma niater, hatten die schwere Aufgabe, unter den 39 Bewerbern, dabei drei vom Potsda
mer GeoForschungsZentrum, die besten herauszufinden. An mehr als die Hälfte von ihnen konnte schließlich ein überwiegend zwölfmonatiger Forschungsaufenthalt vergeben werden. B.E.
DIPLOMSTUDIENGANG
INFORMATIK
Ab Oktober 1995 wird es an der Universität Potsdam einen Diplomstudiengang Informatik (Hauptfach) in Form einer modernen, anwendungsorientierten Ausbildung geben. Neben Grundlagenfächern der Informatik soll das Angebot Software-Engineering, Betriebssysteme, Rechnernetze, Rechnerarchitektur, Theoretische Informatik, Fehlertoleranz, Logische und Funktionale Programmierung und Datenbanken umfassen. As Besonderheit wird im Hauptstudium eine vertiefte Ausbildung auf den Gebieten Modellierung und Simulation im Bereich der Naturwissenschaften und Große Verteilte Systeme in der Verwaltung erfolgen. Durch die Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen im Ber- lin-Brandenburgischen Raum und Unternehmen bestehen für die künftigen Studenten vielfältige Möglichkeiten, ihre Kenntnisse in konkreten Projekten und Praktika ein- zubnngen und zu vertiefen.
Interessierte Studierende können sich bis spätestens zum 29. September 1995 an das Studentensekretariat der Universität Potsdam, Am Neuen Palais 10, Haus 08, Postfach 60 15 53 in 14415 Potsdam, Ttelefon 0331/977-1355 oder -1357 wenden. Für spezielle Anfragen steht der Studienberater für Informatik, Dr. Peter-Uwe Zettier, Ttelefon 0331/977-1031, zur Verfügung.
SEMESTER KLANG STIMMUNGSVOLL AUS
Kurz bevor sich die Studenten in die Ferien verabschiedeten, traf sich ein Teil von ihnen auf der Wiese vor den Communs Am Neuen Palais zum Semesterabschlußfest. Veranstaltet hatten es der Studentenrat (Stu-Ra) der Uni Potsdam, das internationale Cafe „Cabana“ sowie einige Privatenthusiasten. Als ein Höhepunkt der Fete gestaltete sich das insbesondere vom Stu-Ra organisierte Kinderfest, Immerhin tollten fast 60 Kinder umher - Sprößhnge Studierender, aber auch der Nachwuchs einiger Asylanten. An dem Abend selbst fanden sich dann nahezu 700 Tbilnehmer ein, um gemeinsam zu feiern. Insgesamt acht Bands sorgten dabei für gute Stimmung. Erst spät nach Mittemacht gab 's den Schlußakkord. Um die gute Verpflegung während der „heißen" Stunden kümmerte sich das Cafe Cabana: auf dem Speisezettel stand Brasüianisches. Übrigens: Auch im nächsten Jahr soll ein Semesterabschlußfest stattfinden. Dessen Umfang allerdings steht bislang noch nicht fest. RGJFoto: Tribukeit
PUTZ 6/95
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