Heft 
(1.1.2019) 06
Einzelbild herunterladen

Verfassungsformen. In zahlreichen Publika­tionen hat Prof. Barcelo seine Forschungs­ergebnisse veröffentlicht.

Für das GebietMa­thematische Physik I im Institut für Mathe­matik der Mathema­tisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil.

Hellmut Baumgärtel ernannt. Der 1934 in Oelsnitz/Vogtland Geborene studierte von 1952 bis 1957 Mathematik an der Hum­boldt-Universität zu Berlin. Anschließend arbeitete er bis 1959 als Mathematiker im Betriebslaboratorium für Rundfunk und Fernsehen (BRF) Berlin-Adlershof. Bis 1991 war der Wissenschaftler dann im Institut für Mathematik der Akademie der Wissen­schaften der DDR tätig. 1964 promovierte er an der Humboldt-UniversitätZur Theorie der Paraboloiddifferentialgleichung und der Whittakerschen Funktionen. Mit einer Arbeit über Streusysteme habilitierte sich Hellmut Baumgärtel 1968 an gleicher Ein- nchtung, wo er von 1960 bis 1975 und von 1985 bis 1992 auch Lehrtätigkeiten ausüb­te. Von 1972 bis 1991 leitete der Mathema­tiker die ArbeitsgruppeOperatortheorie und Mathematische Physik. Zum Professor für das Gebiet Funktionalanalysis an der Akademie berief man ihn 1975. Auslands­aufenthalte führten ihn nach Tbl Aviv, Ber­keley, Princeton und St. Petersburg. Prof. Baumgärtel ist Mitglied des Sonderfor­schungsbereichs Differentialgeometrie und Quantenphysik'' und gemeinsam mit einem anderen Wissenschaftler der Leiter desfeilprojektsInklusionen von Algebren und Quantenfeldtheorie sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates derMa­thematischen Nachrichten. Veröffentli­chungen auch in internationalen Zeitschrif­ten dokumentieren die Forschungsergeb­nisse Hellmut Baumgärtels. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehören Operator­algebraische Funktionalanalysis, Mathema­tische Physik, dabei speziell Mathemati­sche Methoden der Quanten(feld)theorie.

Zur Professorin für Patholinguistik/Ko- gnitive Neurolingui- stik im Institut für Lin­guistik/Allgemeine Sprachwissenschaft der Philosophischen Fakultät II wurde Prof. Dr. habil. Ria De Bleser ernannt. 1948 in Malderen/ Belgien geboren, studierte sie von 1966 bis 1970 Germanistik und Anglistik sowie On-

PUTZ 6/95

entalistik an der Leuven Universität/Belgi­en. Von 1970 bis 1972 absolvierte sie ein Postgraduales Studium der Linguistik an der Harvard Universität/USA und von 1973 bis 1976 eine Ausbildung zum Master of Business Administration an der Boston Uni- versity/USA. Psycholmguistische Untersu­chungen zum englischen Ffemdsprachen- erwerb am Beispiel japanischer und flämi­scher Studenten standen im Mittelpunkt ihrer 1977 an der Leuven Universität abge­schlossenen Promotion. Ria De Bleser ha­bilitierte sich zweimal: 1992 an der Medizi­nischen Fakultät der Rheinisch-Westfäli­schentechnischen Hochschule Aachen zu Agrammatismus in Aphasie: eine sprach­vergleichende Erklärung" und 1994 in Leu­ven mit der ArbeitPsycholmguistische Modelle zur Wort- und Gegenstandsbenen­nung als Erklärungsbasis für Benennungs­störungen aphasischer Patienten. Von 1972 bis 1978 arbeitete die Sprachwissenschaft­lern m der psycholinguistischen Forschung mit entsprechenden Lehraufträgen an der Leuven Universität, anschließend bis 1994 an der RWTH Aachen in der Klinischen Dia­gnostik mit Lehraufträgen für Psycho- und Neurolmguistik, Sie leitete verschiedene DFG-Projekte, soLexikon und Grammatik bei Aphasie undLexikon und Morpholo­gie bei Aphasie. Lehraufträge führten sie u. a. nach Leuven, Konstanz, Hamburg, Osnabrück, Aachen, Rotterdam und Tübin­gen.

Mit einer Professur für Frauenforschung in der Wirtschafts­und Sozialwissen- schaftlichen Fakultät ist Prof Dr. Irene Dölling betraut. Sie wurde 1942 in Lei- cester/England ge­boren und studierte von 1961 bis 1966 Philosophie und Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1966 bis 1969 absolvierte sie dort eine wis­senschaftliche Aspirantur, und anschlie­ßend arbeitete sie an dieser Einrichtung als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Kulturwissenschaft. Zum kulturtheoreti­schen Konzept der Triebkräfte praktisch­geistigen Verhaltens des Individuums pro­movierte sie in Berlin 1970. Die Untersu­chung biologischer Faktoren im Prozeß der Persönlichkeitsentwicklung stand im Mittel­punkt ihrer 1975 abgeschlossenen Habilita­tion. Zehn Jahre später erfolgte die Beru­fung der Wissenschaftlenn zur Professonn für Kulturtheorie. 1989 gründete sie mit Gleichgesinnten das Zentrum interdiszipli­näre Frauenforschung an der Humboldt- Universität (ZiF), dessen wissenschaftliche Leitung sie bis 1991 inne hatte. Im gleichen

Jahr weilte sie als Stipendiatin am Centre de Sociologie Europeenne, College de France und als Gastprofessorin an der Wisconsin University, Madison, USA sowie zum For­schungsaufenthalt am Five College Wo- mens Studies Research Center, Mount Holyoke College, USA. Seit 1992 bzw. 1993 ist die Sozialwissenschaftlerin beteiligt am Editorial Board von SIGNS und amThe European Journal ofWomens Studies. Als Forschungsschwerpunkte nennt sie Biogra­phien und Alltag von Frauen.

Eine Professur für Anglistik, insbeson­dere Geschichte und Kulturgeschichte Großbntanniens im Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philosophischen Fakultät I übernahm Prof. Dr. habil. Peter Drexler. Er wurde 1942 in Berlin geboren und studierte Angli­stik und Germanistik an der Universität Hei­delberg und der Freien Universität Berlin von 1962 bis 1969, unterbrochen durch seine Tätigkeit alsteaching assistent" in Leeds/Großbritannien von 1965 bis 1966. Nach dem Ersten Staatsexamen arbeitete er bis 1972 als wissenschaftlicher Mitarbei­ter am Englischen Seminar der FU, danach bis 1987 als wissenschaftlicher Assistent und Hochschulassistent am Seminar für An­glistik und Amerikanistik dertechnischen Universität Braunschweig. Während dieser Zeit promovierte der Wissenschaftler 1977 über den angloamerikanischen Autor T. S. Eliot und habilitierte sich 1987 über engli­sche Kriminalliteratur im 19. Jahrhundert. Dem folgte von 1988 bis 1992 die Mitarbeit an verschiedenen Projekten der angewand­ten Medienforschung an der TU Braun­schweig. Weiterhin wirkte er als Koordina­tor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und bekleidete Gastdozen­turen an der Brandenburgischen Landes­hochschule Potsdam und der Pädagogi­schen Hochschule Zwickau Anfang der 90er Jahre. Vertretungsprofessuren im Be­reich der Amerikanistik übernahm Peter Drexler an der TU Braunschweig und der Universität Bremen. Zu seinen Schwer­punkten in Forschung und Lehre gehören die britische Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts, die Filmgeschichte und Filmanalyse, insbesondere die bnti- sche Filmgeschichte der 30er und 40er Jah­re und in der Thatcher-Ära. Prof. Drexler ist beteiligt am DFG-ProjektTypologie des Filmstars.

Für das Gebiet Allgemeine Geologie wur­de Prof Dr. habil. Manfred Strecker im In­stitut für Geowissenschaften der Mathema-

K1

Seite 31