Heft 
(1.1.2019) 06
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tisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät be­rufen. 1955 in Witzenhausen/Hessen gebo­ren, studierte er von 1979 bis 1983 an der University of North Carolina/USA und der Cornell Univer- sity/USA Geologie mit dem Abschluß eines Masters of Science. Ein einjäh­riger For­

schungsaufenthalt führte ihn nach Argentinien an das In-stituto Miguel Lillo, Tücuman, zu ingenieur­geologischen Arbeiten. 1987 promovierte der Wissenschaftler an der Cornell Univer­sity über spatkänozoische tektonische Be­wegungen in den nördlichen Sierras Pam- peanas von Argentinien. Dem schloß sich seine Tätigkeit als Hochschulassistent am Geologischen Institut der Universität Karls­ruhe an. Dort habilitierte er sich auch 1991 zum ThemaDie Entstehung des Kenia- Rifts unter besonderer Berücksichtigung der neotektonischen Entwicklung. Man­fred Strecker war Tfeilprojektleiter in einem Sonderforschungsbereich der Universität Karlsruhe und befaßte sich mit der Erfor­schung der tektonischen und paläoökolo- gischen Entwicklung quartärer Sediment­becken im Kenia-Rift. Außerdem weilte der Wissenschaftler im Pamir-Gebirge zur Er­forschung der neotektonischen Aktivität in der Kollisionszone zwischen Indien und Eu­rasien und übernahm eine Gastprofessur an der Standford University. Seine For­schungen sind gegenwärtig ausgerichtet auf jüngste Manifestationen bedeutender Krustenbewegungen und klimabedingte Änderungen bei Erosions- und Sedimen- tationsprozes-sen sowie Untersuchungen zu natürlichen geologischen Risiken, die mit Erdbebentätigkeit verbunden sind. Zu diesen Themen laufen Forschungsprojekte am Baikalsee, im Pamir-Gebirge und im Kenia-Rift.

Brederlow in Minsk

Dr. Nina Brederlow vom Institut für Slavistik war Teilnehmerin des II. Weltkongresses der Weißrussisten im Mai '95 in Minsk. Das ThemaBelarus between East and West: Problems of international interconfessional and intercultural connections, dialogue and synthesis führte Wissenschaftler aus 17 Ländern zusammen, darunter verstärkt deutsche Teilnehmer. Die SektionEthnos der Weißrussen" wurde von der Potdamer Wissenschaftlerin geleitet. Ihr eigener Vor­tragEthnographische Beobachtungen deutscher Slavisten zu Weißrußland im er­sten Weltkrieg", dem unbekannte Materia­lien aus dem Bundesarchiv m Potsdam zu­grunde lagen, fand großes Interesse.

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Prof. Dr. Wolfgang Asholt, Universität Osna­brück, auf eine C3-Professur für Romani­sche Literaturwissenschaft (Französisch) im Institut für Romanistik der Philosophi­schen Fakultät I.

Dr. habil. Günther Esser, Universität Mann­heim, auf eine C4-Professur für Klinische Psychologie im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II.

Prof Dr. JörgFinsinger, Universität Wien, auf eine C4-Professur für Volkswirtschaftslehre/ Wirtschaftstheone (Mikroökonomie) an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Dr. habil. Dieter Fürst, Max-Planck-Institut Göttingen, auf eine C3-Professur für Zell­biologie im Institut für Biologie der Mathe­matisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Dr. sc. Detlev Hummel, Universität Stuttgart- Hohenheim, auf eine C4-Professur für Be­triebswirtschaftslehre mit dem Schwer­punkt Finanzierung in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Prof Dr. Helmut Jürgensen, Universität We­stern Ontario/Kanada, auf eine C4-Profes- sur für Informatik IV im Institut für Informa­tik der Mathematisch-Naturwissenschaftli­chen Fakultät.

Dr. habil. Markus Klein,technische Univer­sität Berlin, auf eine C3-Professur für Mathe­matische Physik II im Institut für Mathema­tik der Mathematisch-Naturwissenschaftli­chen Fakultät.

Dr. habil. Brenda Laca, Universität Stras­bourg/Frankreich, auf eine C4-Professur für Romanische Sprachwissenschaft im Institut für Romanistik der Philosoph. Fakultät I. Prof. Dr. Fälko Rheinberg, Universität Pots­dam, auf eine C4-Professur für Allgemeine Psychologie II im Institut für Psychologie der Philosophischen Fakultät II.

Dr. habil. Peter Riemer, Universität Köln, auf eine C4-Professur für Latinistik im Institut für Klassische Philologie der Philosophi­schen Fakultät I.

Einen Ruf nach Potsdam haben angenommen:

Dr. habil. Rrank Bittmann, Universität Pots­dam, auf eine C3-Professur für Sportmedi­zin II im Institut für Sportmedizin und Prä­vention der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät.

Prof. Dr. Norbert Flranz, Humboldt-Universi­tät zu Berlin, auf eine C4-Professur für Rus­sische Literatur und Kultur im Institut für Slavistik der Philosophischen Fakultät I. Prof. Dr. Juliane Jacobi, Universität Bielefeld, auf eine C4-Professur für Historische Päd­agogik mit dem Schwerpunkt Historische Sozialisationsforschung im Institut für Päd­agogik der Philosophischen Fakultät II.

Einen Ruf nach Potsdam hat abgelehnt:

Prof. Dr. Dieter Euler, Universität Köln, auf eine C3-Professur für Wirtschaftspädago­gik an der Wirtschafts- und Sozialwissen­schaftlichen Fakultät.

Ehrendoktorwürde verliehen

Auf Beschluß des Senates derNeofit Rilski Universität Blagoevgrad/Bulgarien wurde Prof. Dr. Klaus Denecke vom Institut für Mathematik der Doctor honoris causa scientiarum mathematicarum verliehen. Der Festakt fand Mitte Juni 1995 in Blagoevgrad statt. Mit dieser Ehrung wur­den Klaus Deneckes Bemühungen um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet mathema­tischer Forschung und Lehre, insbesonde­re die Initiative für die gemeinsame ThgungsreiheDiscrete Mathematics and Applications, die im Wechsel in Bulgarien und Potsdam organisiert wird, gewürdigt. Anerkennung fanden gleichermaßen ge­meinsame Studiengänge und Lehrbücher sowie Versuche, ein bulgarisch-deutsches Hochschulkolleg zu initiieren.

Harth im DAAD-Vorstand

Auf der letzten Mitgliederversammlung des Deutschen Akademischen Austauschdien­stes (DAAD) wurden außer dem Präsiden­ten und dem Vizepräsidenten der Gesell­schaft auch neun Vertreter der Hochschu­len aus einer Liste von insgesamt 33 Kandi­datinnen und Kandidaten in den Vorstand des DAAD gewählt. Darunter befindet sich Dr. Helene Harth, Professorin für romani­sche Literaturwissenschaft, derzeit Dekanin der Philosophischen Fakultät I, Mitglied des Akademischen Senats und designierte Pro­rektorin für Entwicklungsplanung und E- nanzen der Universität Potsdam.

Astronomin in Chile

Die im WIP-ProjektverbundAstronomie arbeitende Sternphysikerin Dr. Swetlana Hubrig weilt gegenwärtig für einige Mona­te auf Einladung der Europäischen Süd­sternwarte (ESO) in Chile, Sie berichtet in Santiago bzw. La Silla in mehreren Vorle­sungen über den State of the Art ihres Fach­gebietesStellare Magnetfelder. Die ESO zählt zu den größten und modernsten Insti­tuten dieser Art auf der Südhemisphäre und wird insbesondere innerhalb der nächsten Jahre das größte optische Tbleskopsystem der Erde auf dem Cerro Raranal in der Atacama-Wüste in Dienst stellen. Über die fachspezifischen Probleme hinaus erhält die Wissenschaftlerin auch Gelegenheit, über die junge astrophysikalische For­schung m Potsdam zu berichten. zg.

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PUTZ 6/95