Heft 
(1.1.2019) 06
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DISKRIMINIERUNG DURCH SPRACHGEBRAUCH?

tüte.-

Französisch­

deutscher

Auf Einladung des Rektors der Universi­tät Potsdam hielt der französische Ger­manist Prof. Dr. Jean-Marie Zemb (Bild) in diesem Sommersemester zwei Vorlesun­gen am Institut für Germanistik. Professor Zemb ist Inhaber des LehrstuhlsGram­maire et Pensee Allemandes" am renom­mierten College de France. Seine Pots­damer Vorlesungen beschäftigten sich mit Grundfragen der Satzstruktur im Deutschen und Französischen. Im Aus­tausch wird Prof. Dr. Peter Eisenberg, der am Institut für Germanistik der Univer­sität Potsdam den Lehrstuhl deutsche Sprache der Gegenwart innehat, Vorle­sungen 1n Paris halten.

Arbeitskreis gebildet

Am 20. Juni 1995 hat sich an der Uni­versität Potsdam ein Arbeitskreis für Aufklärungsforschung gebildet. Sein ist es, die auf diesem Gebiet beste­henden Forschungsinteressen zu­sammenzuführen, gemeinsame Lehr­angebote zu entwickeln und die Ko­operation mit dem Forschungszen­trum für Europäische Aufklärung zu gestalten. Der Arbeitskreis versteht sich ausdrücklich als interdisziplinär und fordert alle interessierten Ange- höngen der Universität Potsdam zur Mitarbeit auf.

Der Arbeitskreis trifft sich wieder am 25. August um 19 Uhr im Forschungs­zentrum Europäische Aufklärung, Gregor-Mendel-Str. 21/22. Nähere In­formationen bei Prof. Dr. Gerda Häß­ler (Sprecherin des Arbeitskreises), Institut für Romanistik, Tbl. 977-2015, Fax 977-2193. zg.

Wechsel im Pressereferat

Die Funktion einer stellvertretenden Pressereferentin nimmt nach dem Wechsel von Regine Derdack aus dem Referat für Presse- und Öffent­lichkeitsarbeit der Universität in das Moses-Mendelssohn-Zentrum für eu­ropäisch-jüdische Studien Dr. Barba­ra Eckardt wahr. Barbara Eckardt wird weiterhin im Haus 6, Raum 103 der Uni Am Neuen Palais unter Tble- fon 0331/977-1675 erreichbar sein.

PUTZ 6/95

Mit Vehemenz wurde mehrheitlich auf dem letzten Konzil der ausschließliche Gebrauch der männlichen Tätigkeitsbezeichnungen als sprachliche Norm in unserer zu verab­schiedenden Grundordnung verteidigt: Der gleichberechtigte männliche und weib­liche Sprachgebrauch hätteÜberlängen 1 ' und yerständmsschwierigkeiten" zur Folge. Unser beharrliches Einfordern auch sprachlicher Gleichberechtigung wird von einigen Kolleginnen (bewußt oder unbe­wußt) als übertriebener Fanatismus verstan­den oder dargestellt. Wir sehen m der o. g.

Argumentation aber eine ernstzunehmende frauenfeindliche Haltung. Die Forderung nach gleichberechtigten Sprachregelun­gen ist nicht eine Rage der Sprach- ökonomie, sondern eine Rage des politi­schen Problembewußtseins. Es stellt sich die dnngende Rage, ob sich die Universi­tät mit männlicher Sprachnorm in der poli­tischen Öffentlichkeit des demokratischen Deutschlands der 90er Jahre dem peinli­chen Ruf eines restaurativen Chauvinismus aussetzen will. Monika Stein

für den Gleichstellungsrat

In Potsdam

102)6 MHz

Frankfurt/0 101,5 mhz Cottbus 103 ,2 MHz Pinnow 103,1 mhz A ngermünde 100,1 mhz Berlin 102,6 mhz Berlin

im Kabelnetz 91,7 mhz

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