DISKRIMINIERUNG DURCH SPRACHGEBRAUCH?
tüte.-
Französisch
deutscher
Auf Einladung des Rektors der Universität Potsdam hielt der französische Germanist Prof. Dr. Jean-Marie Zemb (Bild) in diesem Sommersemester zwei Vorlesungen am Institut für Germanistik. Professor Zemb ist Inhaber des Lehrstuhls „Grammaire et Pensee Allemandes" am renommierten College de France. Seine Potsdamer Vorlesungen beschäftigten sich mit Grundfragen der Satzstruktur im Deutschen und Französischen. Im Austausch wird Prof. Dr. Peter Eisenberg, der am Institut für Germanistik der Universität Potsdam den Lehrstuhl deutsche Sprache der Gegenwart innehat, Vorlesungen 1n Paris halten.
Arbeitskreis gebildet
Am 20. Juni 1995 hat sich an der Universität Potsdam ein Arbeitskreis für Aufklärungsforschung gebildet. Sein ist es, die auf diesem Gebiet bestehenden Forschungsinteressen zusammenzuführen, gemeinsame Lehrangebote zu entwickeln und die Kooperation mit dem Forschungszentrum für Europäische Aufklärung zu gestalten. Der Arbeitskreis versteht sich ausdrücklich als interdisziplinär und fordert alle interessierten Ange- höngen der Universität Potsdam zur Mitarbeit auf.
Der Arbeitskreis trifft sich wieder am 25. August um 19 Uhr im Forschungszentrum Europäische Aufklärung, Gregor-Mendel-Str. 21/22. Nähere Informationen bei Prof. Dr. Gerda Häßler (Sprecherin des Arbeitskreises), Institut für Romanistik, Tbl. 977-2015, Fax 977-2193. zg.
Wechsel im Pressereferat
Die Funktion einer stellvertretenden Pressereferentin nimmt nach dem Wechsel von Regine Derdack aus dem Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität in das Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien Dr. Barbara Eckardt wahr. Barbara Eckardt wird weiterhin im Haus 6, Raum 103 der Uni Am Neuen Palais unter Tble- fon 0331/977-1675 erreichbar sein.
PUTZ 6/95
Mit Vehemenz wurde mehrheitlich auf dem letzten Konzil der ausschließliche Gebrauch der männlichen Tätigkeitsbezeichnungen als sprachliche Norm in unserer zu verabschiedenden Grundordnung verteidigt: Der gleichberechtigte männliche und weibliche Sprachgebrauch hätte „Überlängen 1 ' und yerständmsschwierigkeiten" zur Folge. Unser beharrliches Einfordern auch sprachlicher Gleichberechtigung wird von einigen Kolleginnen (bewußt oder unbewußt) als übertriebener Fanatismus verstanden oder dargestellt. Wir sehen m der o. g.
Argumentation aber eine ernstzunehmende frauenfeindliche Haltung. Die Forderung nach gleichberechtigten Sprachregelungen ist nicht eine Rage der Sprach- ökonomie, sondern eine Rage des politischen Problembewußtseins. Es stellt sich die dnngende Rage, ob sich die Universität mit männlicher Sprachnorm in der politischen Öffentlichkeit des demokratischen Deutschlands der 90er Jahre dem peinlichen Ruf eines restaurativen Chauvinismus aussetzen will. Monika Stein
für den Gleichstellungsrat
In Potsdam
102)6 MHz
Frankfurt/0 101,5 mhz Cottbus 103 ,2 MHz Pinnow 103,1 mhz A ngermünde 100,1 mhz Berlin 102,6 mhz Berlin
im Kabelnetz 91,7 mhz
Seite 33