Heft 
(1.1.2019) 07
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QUO VADIS, UNIVERSITÄT POTSDAM?

Eine Sommerakademie als Ideenwerkstatt

Campus

Quo vadis, Universität Potsdam?.2

Neues Kapitel in Geschichte der

Um aufgeschlagen".3

SO Jahre Potsdamer Konferenz:

Ein Festakt bot historische Rückblicke

und politische Plädoyers.4

Ergebnisse und historische Bedeutung

der Konferenz.5

Neue Seiten einessprechenden

Mittelalters.6

Uni-Gebäude bald wieder mit Kuppel.... 8

Von ERASMUS zu SOKRATES.8

Über die Lehre vom staatlichen Handeln .. 9 Hier interessiert man sich für mich" .... 10 Jüdische Studien im dritten Semester ... 10 Arbeitstagung zur Bewegungsanalyse ..11

Die Um im Stadtfernsehen.11

Chancen und Risiken für Berlin-

Brandenburg.12

Auch Lyrik hilft beim Spracherwerb.12

Für Toleranz und Verstehen.13

Kooperationspartner Sprachenzentrum . 13

Akademischer Festakt.13

Ideologie und wissenschaftliche

Verantwortung.14

Lehrerbildung im Spiegel von For­schung und innovativer Entwicklung .... 15 Aus dem Senat berichtet.15

Titel: Universität goes online. 17

Im Gespräch

Wirtschaftsstandort Brandenburg

noch nicht erste Adresse.18

Was ist an LSE anders als in Potsdam? ..19

Wissenschaft aktuell

Spurensuche an der Spitze inter­nationaler Forschung.20

Von Saturnringen zum Verkehrschaos ..21 Stillstand statt Fortschritt".21

Studiosi

Jena-Plan - warum eigentlich nicht?.22

Von derPolitik in der Literatur.23

Arbeitsamt und Uni intensivieren

Zusammenarbeit.23

BAföG und kein Ende.24

Die Auslandsstudienplätze 1996/97.24

Personalia

Neu ernannte Professoren.25

Berufungen.26

Prof. Dießner zum 65. Geburtstag.26

Medaille verliehen.27

Treffen derMittelbauer".27

Wechsel im Dekanat.27

Gisela Koppehele verstorben.27

Tauer um Kurt Germey.27

Buchtips.27

Kultur.29

Sport.30

Infothek.31/32

Impressum.31

Die Universität Potsdam gehört sicher nicht zu den Hochschulen, deren bauli­che Entwicklung vor ihrer Gründung ge­nau durchgeplant wurde. Sie verteilt sich vielmehr auf vier Standorte, deren zwin­gendster noch der Am Neuen Palais ist, weil sich dort mit der früheren Pädagogi­schen Hochschule auch ihre wichtigste Vorgängereinrichtung befand. Obwohl die Potsdameralma mater heute, nur vier Jahre nach ihrer Gründung, stetig steigende Studentenzahlen aufweist, und sie sich auch bei Professoren großer Be­liebtheit erfreut, gibt es noch immer kei­ne umfassende bauliche Planung. Um dieses für eine Hochschule, die aus allen Nähten platzt, elementare Thema in sei­ner Gänze zu beleuchten, soll am 25. Oktober dieses Jahres eine Ausstellung Uni Potsdam 2000 - gestern, heute, mor­gen eröffnet werden. Als Vorbereitung vor allem des Aspektesmorgen fand nun eine Sommerakademie statt, deren Ergebnisse in die Ausstellung einfließen werden.

Fünf Arbeitsgruppen, bestehend aus Do­zenten und Studierenden der TU Cottbus, Universität Karlsruhe, FH Potsdam, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule für Architek­tur und Bauwesen Weimar, tagten während zweier Wochen von neun Uhr morgens bis spät in die Nacht, um möglichst anregende und weiterführende Entwürfe in die Ausstel­lung einzubringen. Veranstaltet wurde die Sommerakademie vom Deutschen Werk­bund Berlin e.V und der Universität Pots­dam, gefördert durch die Roland Ernst Unternehmensgruppe und das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr. Insgesamt sehr angetan zeigten sich die Beteiligten dabei nicht nur von der schwie­rigen Aufgabe, eine auf vier Standorte ver­teilte Universität planerisch weiterzuentwik- keln. Die besondere Herausforderung sa-

Die Köpfe der Sommerakademie-lkilnehmer rauchten. Diskussionen und Entwurfsplanungen der weiteren baulichen Entwicklung von Pots­dams Universität endeten oft erst spät in der Nacht. Foto: Fritze

hen sie in der Frage, wie mit dem Haupt­standort Am Neuen Palais umgegangen werden sollte, der sich am Rande des Par­kes von Sanssouci und somit eines zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden En­semblesbefindet. Da jedoch eine Sommer­akademie stets als Ideenlieferant zu sehen ist, der Denkanstöße ohne notwendige Rücksichtnahme auf finanzielle oder sonsti­ge Zwänge produzieren will, sahen die Stu­dierenden und ihre Dozenten den Standort Am Neuen Palais durchaus nicht als heili­ge Kuh. Sie rührten stattdessen an gelten­den Vorstellungen und weiteten den Hori­zont auf unkonventionelle Art - freilich auch ohne Rücksicht auf bereits bestehende ge­meinsame Planungen der Universität, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des zuständigen Fachministeriums.

Herausgekommen sind recht vielfältige Entwürfe. Gemeinsam ist dem Großteil von ihnen, daß sie auf den Standort Babelsberg vollkommen verzichten und stattdessen Am Neuen Palais und Golm verstärkt ausbauen. Während sich in Golm ein naturwissen­schaftlich und technologieorientiertes Zen­trum entwickeln soll, sahen die Planer der Sommerakademie Am Neuen Palais einen geistes- und gesellschaftswissenschaftli­chen Mittelpunkt. Sie skizzierten das Bild einer selbstbewußten Hochschule, die wie-

Einer der Entwürfe sieht eine Verbindung der Standorte Golm und Am Neuen Palais durch eine im rechten Winkel abknickende Allee vor, die durch Sportplätze in diesem abknickenden Winkel begleitet wird. Babelsberg fiele hierbei ganz weg. Foto: Fritze

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