SPORT
USV-BASKETBALLER BEHAUPTEN SICH
Die Mannschaft ist auf sicherem Tabellenplatz
Zu den Aushängeschildern der Universität Potsdam zählen zweifellos die Leistungen ihrer Sportlerinnen und Sportler. Nachdem beispielsweise die Volleyballer zahlreiche Erfolge errangen, möchten nun auch die Basketballer nachziehen. Die Ausgangssituation ist allerdings eine andere.
Die Mannschaft, im Vorjahr Absteiger aus der Oberliga, erwischte einen Traumstart in der Landesliga. Mit 4:0 Punkten gewann sie zunächst beide Auftaktspiele. Dann jedoch geschah das Mißgeschick. Die Siege wurden auf dem grünen Tisch wieder aberkannt. Der Grund: Der neben den Spielerpässen für eine Spielberechtigung erforderliche Mannschaftsmeldebogen traf einige läge zu spät beim Landesverband (BBV) ein. Damit stürzten die Potsdamer Korbjäger fürs erste von der Täbellenspitze in den Keller. „Dennoch“, erzählt Stefan Köhler, seit 1989 im Tbam, „unser Ziel ist eine Plazierung unter den ersten drei der Landesliga. Das scheint nach wie vor realistisch.“ Dafür trainieren die Männer um Spieler-Ttainer Luci- an Tbpper kontinuierlich. Das Handicap: derzeit treffen sie sich nur einmal wöchentlich, um gemeinsam am Können zu arbeiten. Zu selten, wie sie es selbst einschätzen.
Der Stamm der Mannschaft spielt seit vier Jahren zusammen. Eine reine Studententruppe war es nie. Vielmehr stehen da Lehrer, ein Tischler, Arzt, Kraftfahrer und andere mehr auf dem Parkett.
Heute gehören zum Kern der Auswahl Stefan Köhler, Center (High Post), Daniel Golze, linker Flügel (Forward), Thomas Kotsch, rechter Flügel (Forward), Holger Müller, Playmaker, und Thomas Rösch, Center (Low Post). Tbppers Spielerdecke jedoch ist breiter. Ca. 15-16 Leute stehen ihm gegenwärtig im erweiterten Kreis zur Verfügung. „Das bedeutet nicht, daß es immer ohne Probleme bei der Mannschaftsaufstellung abgeht“, berichtet Köhler. „Wir wohnen alle weit auseinander, haben unterschiedliche Verpflichtungen.“
Die Ballkünstler wissen um ihre Stärken und Schwächen. Athletik und Kampfgeist stimmen. „Bei der Beherrschung von Grundtechniken jedoch gibt es Reserven“, meint der an der Humboldt-Universität Berlin das Fach Landwirtschaft belegende Student. „Auch einige Täktikdefizite müssen wir ausmerzen, Spielverständnis und Spielaufbau verbessern. Zu sehr bestimmen noch Einzelaktionen das Geschehen.“
Für den USV begann das Jahr '96 gleich mit zwei Hiobsbotschaften: Thomas Rösch zog sich einen Bänderriß zu und steht für die gesamte Saison nicht mehr zur Verfügung. Stefan Köhler selbst laboriert an einer Bänderdehnung. Bisher aber sieht die Bilanz gut aus. Immerhin, die Hinrunde konnten die Basketballenthusiasten Mitte Dezember mit Täbellenrang fünf unter neun Bewerbern und 8:8 Punkten abschließen. Nun schauen sie optimistisch in die Rückrunde. Letztlich ruhen ihre Hoffnungen auch auf den beiden Neuzugängen aus der Jugend: Kai Landvoigt und Sascha Prentzel. Am 7. Januar allerdings erwiesen sich die Gegner Motor Eberswalde II und USV Cottbus als zu stark. Die Uni-Crew verlor die Matches mit 56:64 bzw. 55:72. Das nächste Heimspiel findet am 25. Februar 1996 in der Golmer Sporthalle statt. Dann trifft das Tbam um 10.00 Uhr auf den OSC Potsdam und um 13.00 Uhr auf den TSV Schwedt. Wer bereits vorher Basketball- Luft schnuppern möchte, kann das tun. Vom 16.-18. Februar gibt es in Golm wieder die „Basket-Open“, das nunmehr zweite Türnier seiner Art. Dessen Organisatoren hoffen auf eine tolle Atmosphäre, viel Szenenapplaus und faire Partien. EG.
KINDL-TROPHAE FÜR BABELSBERG
Tigers zeigten Bulls die Krallen
Das Fußballteam „Babelsberg 03-Sponso- ring“ siegte Anfang Dezember 1995 im Finale gegen den USV (Universitätssportverein) mit 3:0 und gewann das zum zweiten Mal ausgetragene Fußballturnier „Freizeit-Fußball-Ereunde“. Damit wechselte der von der Kindl-Brauerei gestiftete Wanderpokal für ein Jahr den Besitzer. Der Vorjahressieger, die Mannschaft des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburgs (ORB), erreichte diesmal nur den dritten Platz und mußte sich deshalb von der Trophäe trennen.
Insgesamt nahmen acht Mannschaften an diesem von Manfred Thieme und Siegfried Adermann organisierten Türnier teil, die sich zunächst in Gruppenspielen und danach in den Begegnungen um die Endplazierungen gegenüberstanden. Das Türmer zeichnete sich auch in diesem Jahr nicht zuletzt durch die Tbilnahme von Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport aus. Ob nun die Politiker Rolf Kutzmutz und Detlef Kaminski oder die ehemaligen Sportler Jens Peter Herold, Hans-Ulrich Graphen- thin und Hans Georg Beyer, alle spielten mit, nahmen einen kleinen Imbiß zu sich und verbrachten somit einige unterhaltsame Stunden miteinander. Dank gilt dem
Amtsleiter des Sport- und Bäderamtes, Jörg Haake, der es ermöglichte, daß das Füß- ballturnier in der Sporthalle der Heinrich- Mann-Alee stattfinden konnte. Zwischen den Partien des Türmers „Freizeit-Füßball- Freunde“ fand ein neues, eigenständiges
Füßballturnier statt, der „Kindl-Supercup der Studenten". Die vier besten Mannschaften der letzten Ballnacht spielten unter dem Modus „jeder gegen jeden" um den von der Kindl-Brauerei gestifteten Pokal. Während die Tbams „Aemania Golm" und „Traktor Meniskuskicker" chancenlos waren, spielten die „T3-Red Bulls“ und die „Babelsberger Tigers“) punktgleich in einem packenden Finale um den Türniersieg. Mit einem 1:1 und einem Tor besser in der Endauswertung holten sich die „Tigers“ den Super
cup. Damit konnte die Mannschaft endlich wieder erfolgreich gegen die „Red Bulls“ bestehen, die immerhin dreifacher Ballnachtgewinner in Folge sind. Mit diesem Türniersieg haben die Spieler der „Tigers“, die ausnahmslos an der Juristischen Fakultät in Potsdam-Babelsberg studieren, nun ein weiteres Zeichen gesetzt. Mit ihnen wird bei der nächsten „Ballnacht der Männer" im April stark zu rechnen sein. Den Grundstein für eine Ablösung des noch amtierenden Ballnachtmeisters wurde bereits vor diesem Türnier gelegt, als die „Babelsberger Tigers" den zum zweiten Mal ausgetragenen „Jura-Cup" gewannen und sich somit automatisch für die Ballnacht qualifizierten. As zweite Mannschaft der Juristen, die am Füßballturnier im April teilnehmen darf, empfahl sich das Tbam „Aufbau Ost“ mit dem Vize-Titel des „Jura-Cups“. Al diese sportlichen Ereignisse tragen die Handschrift Manfred Thiemes vom Bereich Hochschulsport der Uni Potsdam, der sich Jahr für Jahr mit Hilfe einiger Studenten, wie z.B. Ane Schröder, für den Jura-Cup um die Organisation und Durchführung der Füß- ballwettkämpfe kümmert. Die Studenten danken es ihm mit ihrer starken Präsenz bei den Türnieren. Ronald Huster
Seite 35
PUTZ 1/96