Heft 
(1.1.2019) 01
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LUST AN KUNST

Angehörige der Universität Potsdam vor­zustellen, die künstlerisch arbeiten, teils professionell, teilsnebenberuflich, ist das Anliegen der ReiheLust an Kunst. Jene interessierten und engagierten Mit­arbeiter und Studierenden sind aus eige­nem Antrieb und nicht zuletzt zum eige­nen Vergnügen kulturell-künstlerisch tä­tig. Deutlich werden soll auch die Motiva­tion für diese Arbeit.

Musiziert und schreibt selbst Musik: Bringfried Löffler. Foto: Tbibukeit

Bringfried Löffler wurde 1956 in Mühlhau­sen/Thüringen geboren. Er war Schüler der Spezialschule für Musik an der Franz-Liszt - Hochschule in Weimar von 1968 bis 1974, bevor er ein vierjähriges Studium am Insti­tut für Lehrerbildung Weißenfels aufnahm. Das 1977 begonnene kombinierte Direkt - und Fernstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam und an der Martin- Luther-Universität Halle schloß er 1980 als Diplommusikpädagoge ab. Während des Hallenser Fernstudiums arbeitete er als Assistent am Weißenfelser Institut für Leh­rerbildung. Seit 1981 ist Bringfried Löffler als künstlerischer Mitarbeiter im Institut für Musik an der Pädagogischen Hochschule bzw. der Universität Potsdam in den Lehr­fächern Tonsatz, Komposition, Schulprakti­sches Musizieren und musiktheoretische Grundausbildung tätig. Frühzeitig trat er mit musikkünstlerischen Initiativen wie Bear­beitungen für die Cellistengruppe des Insti­tuts für Musik, anderen Arrangements und eigenen Kompositionen hervor.

Von 1984 bis 1988 ging Löffler an die Hoch­schule für MusikHanns Eisler Berlin und erwarb den künstlerischen Hochschulab­schluß für die Fächer Tbnsatz, Kontrapunkt und Komposition. Mit Bearbeitungen für Streichguartett, Liedkompositionen, Chan­sons und einer Liedkantate trat er bereits an die Öffentlichkeit. 1989 wurde er Mitglied des Komponistenverbandes Potsdam/Bran­denburg, jetzt Brandenburger Verein NEUE MUSIK. 1990 konnte in Potsdam seine Kla-

VEREINE IM AUFWÄRTSTREND

Expertentagung in Lindow diente Standortbestimmung

Der Präsident des Deutschen Sportbun­des (DSB), Manfred von Richthofen, scheint mit dem vergangenen Jahr zufrie­den. In seiner Neujahrsbotschaft unter­strich er vor wenigen Wochen unter ande­rem die Rolle von Verbänden und Verei­nen. Ihnen sei es gelungen, die gesamt­gesellschaftliche Bedeutung und soziale Dimension ihrer Arbeit noch mehr heraus­zustellen. Gerade in einer sich dramatisch verändernden Arbeits- und Freizeitwelt werde auch künftig das Gewicht des orga­nisierten Sports weiter zunehmen. In die­sem Zusammenhang forderte er die dafür notwendigen Rahmenbedingungen ein.

Auch Wissenschaftler der Universität Pots­dam widmeten sich kürzlich dieser Thema­tik. Während einer Expertentagung in Lindow berieten sie über den in Ost­deutschland herrschenden Vereins-Alltag. Dabei ging es den ca. 35 Tfeilnehmern ins­besondere um zwei Schwerpunkte: eine möglichst realitätsnahe Bilanzierung der aktuellen Lage ostdeutscher Sportvereine sowie die Erörterung von Zukunftsperspek­tiven. Die anwesenden Staatssekretäre der für Sport zuständigen Ministerien, Präsi­denten und Geschäftsführer oder Sport­direktoren einzelner Landessportbünde der fünf neuen Bundesländer (einschließlich Berlin) nutzten eine gute Grundlage. Hinter­grund: Bereits im Vorfeld der Veranstaltung entstand im Institut für Sportwissenschaft an der Potsdamer Alma mater die Studie Sportvereine im Übergang". Das Papier bot nun mit seinen Thesen wesentliche Anhaltspunkte für die Auseinandersetzung. Weist es doch auf Organisationsstrukturen von Sportvereinen in Ostdeutschland. Der Akzent liegt allerdings auf Brandenburg, aber auch die anderen Regionen finden ihre Berücksichtigung. Es ist die erste derartige

viersonate Nr. 1 uraufgeführt werden. Als amtierender Abteilungssprecher Musik­theorie brachte Löffler zahlreiche Initiativen zur Gestaltung von Lehrkonzeptionen in die künstlerisch-wissenschaftliche Arbeit ein. Er schrieb Bühnenmusiken für das Kinder­musiktheater. Die StückeSechse kommen durch die Welt,Die Weihnachtsgans Au­guste" undDer Schweinehirt" konnten er­folgreich aufgeführt werden.

Zum Antneb für seine künstlensche Tätigkeit äußert Bringfried Löffler:Damit Studenten, Eltern oder Kinder mit Musik in Berührung kommen, gerade in einer optisch überflute­ten Bilderwelt, ist es dringender denn je, das Zuhören, das Hinhören, das Aufeinander­hören nicht zu verlernen. L.B.

Bundesländer

Organisationsgrad

Saarland

41,0

Baden-Württemberg

33,7

Nordrhein-Westfalen

26,6

Rheinland-Pfalz

36,3

Bremen

27,4

Hamburg

26,3

Brandenburg

10,9

Mecklenburg-Vorpommern

7,H

Sachsen

10,2

Sachsen-Anhalt

10,2

Thüringen

10,4

Der Organisationsgrad der Bevölkerung in Sportvereinen ausgewählter Bundesländer. Aus:Sportvereine im Übergang, S. 63.

Untersuchung als flächendeckende Erhe­bung über den derzeitigen Stand der Ent­wicklung.

Das Forum selbst initiierte Prof. Dr. Jürgen Baur, Leiter des Arbeitsbereiches Sport und Gesellschaft an der Hochschule sowie Vor­sitzender des DSB-Bundesausschusses Bil­dung, Gesundheit und Wissenschaft. Im Zentrum des Interesses standen beispiels­weise der Frauenboom, aber auch die Se- nioren-Welle im Sport. Die Fachleute mach­ten hier nochmals auf die Notwendigkeit angemessener Angebote für den nicht- wettkampfonentierten Sport aufmerksam. Am Herzen lag uns gleichfalls die Verstän­digung über das Leistungsvermögen von Kleinvereinen, sagte Baur im Anschluß an die Tägung. Schließlich unterschieden sie sich gerade in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg von ihren westdeut­schen Pendants durch ausgeprägt ländli­che Strukturen. Dennoch seien sie eminent wichtige soziale Gebilde und stellten vor allem in dörflichen Gemeinden oftmals ei­nen Integrationskern dar.

Reserven sahen die Experten bei der Traditionspflege. So fehlten zum Beispiel häufig noch Betätigungsmöglichkeiten für Vorschulkinder. Ursache dafür sei letztlich auch das zu DDR - Zeiten auf dem Gebiet der Bewegungserziehung schon in den Kin­dergärten Geleistete. Die dort praktizierten relativ detaillierten Übungsprogramme lä­gen vor. Sie müßten nur übernommen wer­den.

Angesichts des Gegenstandes blieben Kon­troversen nicht aus. Dazu gehörte die Dis­kussion zu Organisationsfragen. Der Stand­punkt Baurs:Es mangelt nicht selten an Organisationsroutinen in der ostdeutschen Vereinslandschaft. Erst mit der Wende bestünde wirkliche Autonomie, existiere keine Abhängigkeit von Ministerien oder Betrieben. Das führe mitunter zur Überla­stung ehrenamtlicher Mitarbeiter und zur Entstehung entsprechender Defizite. RG.

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