Heft 
(1.1.2019) 02
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BALANCE ZWISCHEN IDEALISIERUNG UND TOTALVERRISS

Zentrum für Zeithistorische Forschung offiziell eröffnet

Noch verweist ein Pappschild am Haus 4/4a Am Kanal, übrigens eines der wenigen er­haltenen Typenhäuser der ersten Neustadt Potsdams von 1721/25, auf das Zentrum für Zeithistorische Forschung. Aber bald wird eine Messingtafel dieses Provisorium ab- lösen. Das Auswechseln der Schilder hat fast symbolischen Charakter. Denn Anfang des Jahres 1996 erfolgte die Institutionalisierung des bisherigen Forschungsschwer­punktes Zeithistorische Studien Potsdam als Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Das Institut hat nun die Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

Campus

Zentrum für Zeithistorische Forschung ... 2 Wissenstransfer Potsdam-Düsseldorf.... 3

Stiftungsprofessur Militärgeschichte.4

Deutschland und Polen.6

Besuch aus China.7

Physik erleben.7

Körner und Flocken können locken".7

Das Werk Peter Hucheis.8

Prachttreppen bald in altem Glanz.9

Alfried Krupp-Förderpreis.9

Vereinigung für Jüdische Studien.9

Gefragte Partner.9

Sprachwissenschaft in der DDR.10

Angebot für Rechtsanwender.10

Einblick in die Welt der Zeitungen.11

Multimediazeitalter an der Um.12

Aus dem Senat berichtet.13

Ttermine für das Sommersemester.13

Im Gespräch

Prof. Gessinger zur Grundordnung.14

Titel: Student sucht Sponsor -

Zur BAföG-Novellierung.15/16

Infothek

Josef G. Knoll-Wissenschaftspreis.16

Forschungspreis der Bahn.16

Wissenschaft aktuell

Institut für Klimafolgenforschung.17

Erstes Graduiertenkolleg an der Uni .... 18

Astronomen in Chile und Mexiko.19

Neue Wissenschaftsratsvorsitzende.19

Innovationskolleg erforscht Nahrung.... 20

Genkartoffeln in Golm.21

Wie weiter mit dem WIP?.22

Volkswagen-Stiftung.22

Leasingmodelle in Brandenburg?.22

Im Gespräch

Minister Reiche zur Länderfusion.23

Studiosi

Psychotherapeutische Beratung.24

Studieren an deutschen Hochschulen ,. 24

Mitarbeiter für Ausgrabungen.24

Virtuelles Studienangebot.25

Betreuer gesucht.25

Resolution und Unterschriftenliste.25

Personalia

Neu ernannte Professoren.26

Honorarprofessuren verliehen.27

Einen Ruf haben erhalten.27

Chinesisch-deutscher Austausch.27

Hohes Ansehen Prof. Barcelös.27

Humboldt-Forschungspreisträger.28

Jahnke initiierte Didaktik-Reihe.28

Vorerst keine Weiterbeschäftigung.28

Buchtips.28/29

Kultur.30/31

Impressum.31

Sport.32

Damit erlosch die bisherige Trägerschaft durch die Fördergesellschaft Wissenschaft­liche Neuvorhaben mbH, München, einer Tochtergesellschaft der Max-Planck-Ge­sellschaft e.V Bis zu diesem Schritt mußten alle Beteiligten einen langen und oftmals dornenreichen Weg zurücklegen. Prof. Dr. Christoph Kleßmann, Vorstand des ZZF und Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam, nannte es eine schwere Geburt. Bereits im November 1994 empfahl der Wissenschaftsrat die ur­sprünglich sieben, dann sechs aus dem geisteswissenschaftlichen Forschungspo­tential der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangenen und 1992 ge­gründeten Forschungsschwerpunkte in Geisteswissenschaftliche Zentren zu über­führen. Auf diese Weise wurde ein neuarti­ges Förderinstrument für die Geisteswis­senschaften installiert, welches interdiszi­plinäre kulturwissenschaftliche Forschung auf längere Sicht ermöglichen soll und in dieser Form auch neu ist für die alte Bun­desrepublik. Die Finanzierung der zwar selbständigen, aber eng mit Universitäten

kooperierenden Einrichtungen erfolgt zu einem Drittel durch das jeweilige Sitzland und zu zwei Dritteln durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Was das Zentrum für Zeithistorische Forschung an­belangt, hat das Land Brandenburg durch einen Kabinettsbeschluß vom Juli 1995 die Verpflichtung übernommen, die Grundaus­stattung zu sichern, damit über Projektan­träge bei der DFG die notwendigen Dritt­mittel zur Ergänzungsausstattung einge­worben werden können.

Im Namen des Ministers versicherte der Abteilungsleiter im Ministerium für Wissen­schaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Heinz-Ulrich Schmidt, daß die Geisteswissenschaftlichen Zentren für seine Institution auch weiterhinChef­sache seien. Steffen Reiche verspreche sich von den Forschungsergebnissenauch wesentliche Beiträge, die uns allen helfen, unsere gemeinsame kulturelle Identität zu finden". Er wandte sich mit der Bitte an die Geschichtsforscher, die Balance zwischen den Extremen Idealisierung und Tbtalverriß

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Der letzte Kulturminister der DDR , Herbert Schirmer, ist Museumsdirektor auf der Burg Beeskow. Durch seine Initiative wird dort DDR-Kunst gesammelt und dokumentiert. Einige der Gemälde stellte er als Leihgaben für die Ausgestaltung der Räume im Zentrum für Zeithistorische Forschung zur Verfügung, so auch Fritz FröhlichsIndustrieanlagenbau Zeitz II aus den 60er Jahren. Foto: Fritze

PUTZ 2/96

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