Heft 
(1.1.2019) 02
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WISSENSTRANSFER

ZWISCHEN DÜSSELDORF UND POTSDAM

zu halten. Der Mediziner, Mikrobiologe und Mitbegründer des Neuen Forums, Prof. Dr. Jens Reich, kam im Ergebnis seiner Über­legungen zum ThemaDie deterministi­sche Deutungsfigur im Diskurs über Blüte­zeit und Niedergang der DDR" zu dem Schluß: Das damalige Denken hätte unter dem Mottoes ging nicht anders" gestan­den und deshalb zur Handlungsunfähigkeit geführt. Daraus folge auch heute, daß mehr zu tun sei, als nur zu warten.

Dem Rechnung tragend, bezieht sich die Zusammenarbeit des Zentrums mit der Universität Potsdam auf die interdisziplinä­re Erforschung der deutschen Zeitge­schichte, insbesondere die Geschichte der DDR in vergleichender Perspektive. Als konkrete Forschungsvorhaben für die kom­mende Zeit nannte Christoph Kleßmann vier Schwerpunkte. Unter poütikgeschicht- lichem Aspekt betrachten die Wissenschaft­ler die Beziehungen zwischen der DDR und der UdSSR, unter sozialgeschichtlicher Per­spektive die Funktionseliten und Führungs­gruppen der DDR. Weiterhin gilt das Inter­esse der Zentrumsmitarbeiter einem all­tagsgeschichtlichen Schwerpunkt, nämlich den lokalen Herrschaftsverhältnissen in Brandenburg. Der Umgang mit Geschich­te in der DDR unter kultur- und wissen­schaftsgeschichtlicher Fragestellung ist ein weiteres Themenfeld. B.E.

Die auf der Rektorenebene initiierte, von den Zentren für Informations- und Techno­logie-Transfer unterstützte Kooperation im Bereich der Lehre zwischen der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf und der Uni­versität Potsdam auf dem Gebiet der Osteu­ropäischen Geschichte und der Slavistik nahm in diesem Wintersemester konkrete Formen an. So weilte im Rahmen eines langfristig geplanten Wissenschmtleraus- tausches zwischen beiden Einrichtungen der Düsseldorfer Professor Dr. Hans Hek- ker vom Historischen Seminar der Abtei­lung für Osteuropäische Geschichte erst­mals zu Gastvorlesungen an der Potsdamer Universität. In mehreren Blockveranstaltun­gen behandelte er ausgewählte Aspekte der Geschichte Rußlands, speziell Formen der Modernisierung und Umorientierung des Russischen Reiches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Potsdamer Slavistikstudenten, die in ihrem ansonsten vielseitigen Lehrangebot Vorlesungen zur Geschichte der slavischen Länder vermis­sen, und interessierte Mitarbeiter nahmen gern diese Möglichkeit des Wissenszu­wachses wahr. Im Austausch boten Mitar­beiter des von Professor Dr. Walter Witt ge-

Informierte über die Geschichte Rußlands: Prof.

Dr Hans Hecker von der Heinrich- Heine-Universi- tät Düsseldorf.

Foto: zg.

leiteten Instituts für Slavistik den Düsseldor­fer Studenten Vorlesungen zur russischen Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhun­derts (Prof. Dr. Frank Göpfert, Dr. Angela Huber) sowie sprachpraktische Übungen zu Wirtschaftsrussisch (Dr. Kerstin Berger), zur Handelskorrespondenz in Russisch (Dr. Anneliese Dalchow) und zu ausgewählten kulturgeschichtlichen Themen (Dr. Nina Brederlow).

Finanziell unterstützt wurde das Projekt, das fortgeführt werden soll, von den Wissen­schaftsministerien der beiden Länder und der Düsseldorfer sowie der Potsdamer Uni­versität. A.D.

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