WISSENSTRANSFER
ZWISCHEN DÜSSELDORF UND POTSDAM
zu halten. Der Mediziner, Mikrobiologe und Mitbegründer des Neuen Forums, Prof. Dr. Jens Reich, kam im Ergebnis seiner Überlegungen zum Thema „Die deterministische Deutungsfigur im Diskurs über Blütezeit und Niedergang der DDR" zu dem Schluß: Das damalige Denken hätte unter dem Motto „es ging nicht anders" gestanden und deshalb zur Handlungsunfähigkeit geführt. Daraus folge auch heute, daß mehr zu tun sei, als nur zu warten.
Dem Rechnung tragend, bezieht sich die Zusammenarbeit des Zentrums mit der Universität Potsdam auf die interdisziplinäre Erforschung der deutschen Zeitgeschichte, insbesondere die Geschichte der DDR in vergleichender Perspektive. Als konkrete Forschungsvorhaben für die kommende Zeit nannte Christoph Kleßmann vier Schwerpunkte. Unter poütikgeschicht- lichem Aspekt betrachten die Wissenschaftler die Beziehungen zwischen der DDR und der UdSSR, unter sozialgeschichtlicher Perspektive die Funktionseliten und Führungsgruppen der DDR. Weiterhin gilt das Interesse der Zentrumsmitarbeiter einem alltagsgeschichtlichen Schwerpunkt, nämlich den lokalen Herrschaftsverhältnissen in Brandenburg. Der Umgang mit Geschichte in der DDR unter kultur- und wissenschaftsgeschichtlicher Fragestellung ist ein weiteres Themenfeld. B.E.
Die auf der Rektorenebene initiierte, von den Zentren für Informations- und Technologie-Transfer unterstützte Kooperation im Bereich der Lehre zwischen der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf und der Universität Potsdam auf dem Gebiet der Osteuropäischen Geschichte und der Slavistik nahm in diesem Wintersemester konkrete Formen an. So weilte im Rahmen eines langfristig geplanten Wissenschmtleraus- tausches zwischen beiden Einrichtungen der Düsseldorfer Professor Dr. Hans Hek- ker vom Historischen Seminar der Abteilung für Osteuropäische Geschichte erstmals zu Gastvorlesungen an der Potsdamer Universität. In mehreren Blockveranstaltungen behandelte er ausgewählte Aspekte der Geschichte Rußlands, speziell Formen der Modernisierung und Umorientierung des Russischen Reiches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Potsdamer Slavistikstudenten, die in ihrem ansonsten vielseitigen Lehrangebot Vorlesungen zur Geschichte der slavischen Länder vermissen, und interessierte Mitarbeiter nahmen gern diese Möglichkeit des Wissenszuwachses wahr. Im Austausch boten Mitarbeiter des von Professor Dr. Walter Witt ge-
Informierte über die Geschichte Rußlands: Prof.
Dr Hans Hecker von der Heinrich- Heine-Universi- tät Düsseldorf.
Foto: zg.
leiteten Instituts für Slavistik den Düsseldorfer Studenten Vorlesungen zur russischen Literatur und Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Frank Göpfert, Dr. Angela Huber) sowie sprachpraktische Übungen zu Wirtschaftsrussisch (Dr. Kerstin Berger), zur Handelskorrespondenz in Russisch (Dr. Anneliese Dalchow) und zu ausgewählten kulturgeschichtlichen Themen (Dr. Nina Brederlow).
Finanziell unterstützt wurde das Projekt, das fortgeführt werden soll, von den Wissenschaftsministerien der beiden Länder und der Düsseldorfer sowie der Potsdamer Universität. A.D.
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