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(1.1.2019) 03
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FÖRDERUNG BEGABTER SCHÜLER

Uni Potsdam nun förderndes Mitglied desBUS"

Im Dezember 1995 ist die Unversität Potsdam dem Brandenburgischen Landesverein zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler e.V (BliS) als förderndes Mitglied beigetreten. Anlaß genug, ihn in seiner Komplexität vorzustellen.

1990 gründeten 41 Wissenschaftler der da­maligen Brandenburgischen Landeshoch­schule und Lehrer aus ganz Brandenburg den Verein. Die Anzahl seiner Mitglieder beträgt heute 100. Das der Gründung vor­ausgehende Anliegen: trotz der Dominanz der für Mathematik Engagierten sollten möglichst viele Interessen und Interessenten zusammengeführt werden. Die Vermeidung des Begriffes (Hoch)begabte erfolgte be­wußt, nicht zuletzt aus Unsicherheitsgründen bezüglich der bildungspolitischen Akzep­tanz bei einer künftigen Landesregierung. Gemäß Satzung gründen sich Ziele und Zweckeauf die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse, daß interessierte und be­gabte Schüler im Interesse ihrer Persönlich­keitsentwicklung gefördert werden wollen und sie in diesem Wollen unterstützt werden müssen. Der Verein wolle sich daherein- setzen für die Aufklärung der Gesellschaft, insbesondere der Eltern und Lehrer, über die Bedeutung der Interessenweckung und -entwicklung der Schüler auf den genannten Gebieten, die Weiterentwicklung der Lehrer auf dem spezifischen Gebiet der Interessen- und Begabungsförderung, die Erhaltung und Erweiterung der vielfältigen Möglich­keiten, interessierte und begabte Schüler im Unterricht und außerunterrichtlich zu erken­nen und zu fördern, die Anregung theoreti­scher Arbeiten und deren praxiswirksame Umsetzung zu Fragen der Interessen- und Begabungsförderung",

In den zurückliegenden fünf Jahren bemüh­te sich der Verein mit Erfolg vor allem um die Erhaltung und Erweiterung der Schüler­wettbewerbe einschließlich der zugehörigen regelmäßigen und kurzfristigen Vorbereitun­gen darauf. Er initiierte und organisierte jähr­lich landesweit ausgeschriebene Wettbe­werbe auf den Gebieten Mathematik, Phy­sik, Chemie seit seiner Gründung, Informa­tik seit 1993 und Biologie erstmalig 1995. Ein Vorzug: von den im Verein organisierten Leh­rerinnen und Lehrern besitzen viele umfang­reiche Erfahrungen in der Vorbereitung und Durchführung von Wettbewerben, wozu nicht nur deren Organisation, sondern auch die inhaltliche Gestaltung und die Vorberei­tung der potentiellen Tfeilnehmer zählen. Die Wettbewerbe in Mathematik und Informatik werden massiv von Angehörigen des Insti­tuts für Mathematik der Potsdamer Uni unter­stützt, Die dabei erreichten Erfolge stimulie­ren weitere Aktivitäten. So belegten die Teil­nehmer Brandenburgs bei der Deutschen Mathematik-Olympiade (jeweils unter 14 teilnehmenden Bundesländern) in einer in­

offiziellen Mannschaftswertung 1994 in Mag­deburg den ersten und 1995 in Ffeiberg/Sa. den dntten Platz,

Andere Ziele blieben bisher deutlich unter­repräsentiert. Eine Förderung der Schülenn- nen und Schüler überbildungsergänzende Angebote gibt es bislang nur im mathema­tischen Bereich. Die dem Verein zugehöri­gen Mitglieder pflegen durch Matenalaus­tausch, Veranstaltungsteilnahme oder sogar Mitgliedschaften den Kontakt zu Vereinen mit ähnlichen Zielstellungen, bemühen sich um eineunterschwellige Fortbildung der Lehrerschaft. Des weiteren versuchen sie über Medien und ein eigenes Informations­blatt eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Hans-Jürgen Sprengel

SPRING SCHOOL IM WINTER

Zwar waren die Temperaturen noch win­terlich frostig, aber das hielt die Max- Planck-ArbeitsgruppePartielle Differen­tialgleichungen und komplexe Analysis nicht davon ab, auch in diesem Jahr wie­der eine Frühjahrsschule auszurichten. Es war die vierte derartige Veranstaltung, diesmal unter dem schönen Titel:Pseu­do-differentielles Kalkül und Index Theo­rie von singulären und nicht kompakten Mannigfaltigkeiten." Eine Woche lang, vom 19.-23. Februar, konnten fortgeschrit­tene Studenten, Diplomanden, Doktoran­den und sonstige Interessierte durch Vor­träge und in Fragestunden ihr Wissen auf diesem Gebiet mehren. Anmeldungen und Gebühren waren nicht fällig, ledig­lich Englischkenntnisse von Vorteil, denn die Referenten kamen aus ganz Europa.

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WAS EIN HÄKCHEN WERDEN WILL...

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Bekanntlich ist er schwer, der Anfang aller Dinge und insbesondere auch der einer wissen­schaftlichen Laufbahn. Eine Aufgabe, die einen Wissenschaftler während seiner ganzen Karriere begleitet, selbst wenn er sich nur noch mit dem Formulieren von Anträgen und Koordinieren von Projekten beschäftigt, ist das Vortragen. Für einen geborenen und überzeugten Redner kein Problem. Was aber, wenn man weniger eloquent ist und es schwierig findet, in der meist sehr knappen Redezeit seine Arbeit präzise formuliert, verständlich und auf den Punkt gebracht der Hörerschaft zu präsentieren? Gerade Naturwissenschaftler haben während ihres Studiums kaum Gelegenheit, das zu üben. Eingedenk dieser Tatsache veranstaltet das Institut für Mathematik der Universität Potsdam jährlich die KonferenzJunger Algebraiker. Auch dieses Jahr wurden wieder besonders die Diplomanden und Doktoranden, die auf dem Gebiet der Algebra arbeiten und ihre Ergebnisse noch me einer wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert haben, ermuntert, an der Konferenz teilzunehmen. Rund 50 Algebraiker zwischen 23 und 30 Jahren nahmen das Angebot an, wovon 27 die Gelegenheit hatten, selbst vorzutragen. Teil nahmen außerdem erfahrene Hoch­schullehrer verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen. In den anschließenden Diskussionen wurden dann nicht nur fachliche sondern auch vortragstechnische Anregungen gegeben.

Die diesjährige Veranstaltung war erstmals 7 bil einer deutsch-österreichischen Konferenzreihe, der KonferenzenAllgemeine Algebra". Unser Bild zeigt Zdenec Seidl aus Tschechien bei seinen Bemühungen, den Hörern Ergebnisse zum ThemaPartielle Verbände zu erläutern.

ade/Foto: Tribukeit

PUTZ 3/96

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