Heft 
(1.1.2019) 03
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AUF DEM WEG ZURVIRTUELLEN BIBLIOTHEK"

Potsdamer Universitätsbibliothek bietet Vielzahl elektronischer Dienste

Seit Herbst 1994 ist die Potsdamer Univer­sitätsbibliothek (UB) mit Teilen ihres Dienstleistungsangebotes im Internet ver­treten. Sie war damit eine der ersten deut­schen Universitätsbibliotheken, die auf diesem Sektor Pionierarbeit leisteten und ist nach wie vor die einzige UB, die in Ber­lin und Brandenburg ihren Bibliotheks­katalog mit einer komfortablen graphi­schen Oberfläche recherchierbar auf ei­nem WWW-Server anbietet. Dieser Schritt ist als ein Baustein im Konzept derPots­damer virtuellen Bibliothek zu sehen, die mittels elektronisch gespeicherter Infor­mationen die bibliothekarischen Dienstlei­stungen direkt an den Arbeitsplatz des Bibliotheksbenutzers bringen soll.

Wenn auch nach wie vor die Printmedien die Literaturversorgung dominieren und daher eine diesbezügliche Grundversor­gung in der Aufbauphase der Bibliothek im Vordergrund steht, so ist gleichzeitig festzu­stellen, daß sich die Verbreitung wissen­schaftlicher Information vermehrt auf elek­tronische Datenträger und Netze verlagert. Das klassische Dienstleistungsangebot ei­ner wissenschaftlichen Bibliothek - das Sammeln, Erschließen und Zugänglich­machen von Informationen - bleibt zwar bestehen, erhält jedoch eine neue Dimen­sion und eine veränderte Gewichtung. Bi­bliotheken im Zeitalter der Datenautobah­nen und internationalen Netze sollten und müssen daher verstärkt und ganz anders als bisher Onentierungshilfe für die Vielzahl der kaum mehr zu überblickenden, un­strukturierten Datenquellen geben und sich folglich zuInformationsdrehscheiben" ent­wickeln.

Für die UB Potsdam sind vor diesem Hinter­grund zahlreiche Anforderungen an ein modernes universitäres Bibliotheks- und Informationssystem, das als Tfeil des Cam­pus-Informationssystems zugreifbar sein soll, zu formulieren. Als da sind ein direk­ter Zugriff vom Arbeitsplatz aus auf den elektronischen Bibliothekskatalog der UB, die Gesamtheit der elektronisch verfügba­ren Bibliotheksbestände, die weltweit ver­fügbaren elektronischen Zeitschriften, das Angebot von elektronischer Dokument- lieferung mit dem Ziel der - ansatzweisen - Kompensation der Defizite auf dem Gebiet der Zeitschriftenversorgung sowie die Be­reitstellung von Ressourcenberatung für das Auffinden der richtigen Quellen und von Hilfen zu deren Bewertung.

Wo steht die UB auf dem skizzierten Weg und welches Spektrum umfaßt das Angebot derzeit? Die gegenwärtig realisierten Dien­ste sind entweder Tfeil der lokalen Ebene

oder Angebote, die dem Nutzer als externe elektronische Dienste und Datenbanken zur Verfügung stehen. Hauptressource der lo­kalen Ebene ist hierbei derOPAC (der onlme-Katalog), der die lokal verfügbaren Bibliotheksbestände seit dem Erwerbungs­jahr 1992 mit ca. 200.000 Datensätzen nach­weist. In dieser Datenbank kann entweder in der DOS-Ebene (über die Novell-Netze der UB oder andere Novell-Netze der Uni­versität) oder in der UNIX-Ebene im Cam­pus-Netz oder über den WWW-Server der Bibliothek recherchiert werden.

Universitätsbibliothek Potsdam

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Mit dem Erfahrungswissen von Jahrtausenden den neuen Anforderungen entsprechen.

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H Volltextsuche in diesem WWW-Server der UB Potsdam Universitätsbibliothek Potsdam aktuell

Informationen über die Universitätsbibliothek Potsdam

Informationsdienste der Universitätsbibliothek Potsdam

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Suchwerkzeuge im internet

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Das elektronische Eingangsbuch der Potsdamer Universitätsbibliothek.

Eine zweite wesentliche Ressource der lo­kalen Ebene stellen die CD-ROM-Anwen- dungen dar. Hier wird das Konzept verfolgt, Zugriffe vom jeweiligen lokalen UB-LAN und vom Campus-Netz aus zu ermögli­chen. Für einen schnellen Zugriff vom Campusnetz aus wirken allerdings momen­tan noch zwei Tatsachen gegenläufig: Zum einen laufen ca. 85% der CD-ROM-Applika- tionen auf der DOS-Ebene, sind also nicht über TCP/IP zu transportieren, sondern nur über das langsamere Novell-Protokoll, und zum anderen macht sich diese System­beschränkung besonders negativ in der gegenwärtig verfügbaren Performance des Campus-Netzes bemerkbar. Hier wird sich die von der Zentralen Einrichtung für Infor­mation und Kommunikation (ZEIK) forcier­te wesentliche Aufrüstung der universitären Datenleitungen spürbar positiv auswirken. Darüber hinaus bietet die UB Potsdam ihren Benutzern neben den lokalen elektronischen Diensten einen strukturierten Zugriff auf wesentliche Quellen der externen Umge­

bung an. So sind auf dem WWW-Server (http://info.ub.uni-potsdam.de)Links" zu den weltweit verfügbaren ca. 5000 elektroni­schen Zeitschnften gesetzt, und die Gesamt­heit der weltweit vorliegenden Bibliotheks­kataloge ist sowohl über einen integrierten Gopher-Server (gopher:/info.ub.uni-pots- dam.de) direkt zu erreichen als auch über die graphische Oberfläche WWW.

Um dem Anspruch gerecht zu werden, Informationsdrehscheibe im Sinne von Orientierung und Ordnung zu werden, bie­tet die UB den neuen DienstSuchwerk­zeuge im Internet an. Hier geht es um die maschinellen Search Engines, sogenannte Robots, wie Yahoo oder AltaVista, die in un­terschiedlicher Art und Weise die Quellen des Internet erschließen. Neben den aufge­führten kostenfreien lokalen und externen elektronischen Diensten bietet die UB auch kommerzielle Dienste an, deren kosten­pflichtige Nutzung durch die Gebührenord­nung geregelt ist. Für die Gesamtheit der elektronischen Dienste stellt die UB eine fächerbezogene Ressourcenberatung zur Verfügung. Die Ansprechpartner und eine Kurzübersicht zum Angebot sind einem In­formationsblatt der UB zu entnehmen, das jetzt, zu Beginn des Sommersemesters96, zur Verfügung gestellt wird.

Barbara Schneider-Eßlinger

WISSENSCHAFTSPARK Sk

Sowohl die Max-Planck (MPG)- als auch die Rrsu« hofer-Gesellschaft halten an ihrer Entscheidung fe« einen Tfeil ihres Forschungspotentials im Golin« Wissenschaftspark anzusiedeln. Nach Angaben d | von der MPG entsprechend beauftragten Büros i c Architektur und Stadtplanung, AS Plan Kaisersla |e tern, fanden die ersten Submissionen zur Bauma | nähme bereits am 29. Februar dieses Jahres sta | Ausgeschrieben war der erweiterte Rohbau, zu di auch Fenster-, Fassaden-, Flachdach- und Stahlha | arbeiten zahlen. Im März erfolgte demnach auf de | Gelände an der Chaussee nach Bornim der bruch ehemalig landwirtschaftlich genutzter B E triebsgebäude und zugehöriger Lagerflächen. E1 Beseitigung vorhandener Atlasten sei gemäß b I hördlicher Auflagen geschehen. Ab Mitte Apnl s t len nun die Erd- und Rohbauarbeiten für den Cai i pus beginnen. Notwendige Voraussetzung alli dings: eine erteilte Baugenehmigung. D

Ähnliches vermeldet auch Brenner & Färtner Stu I gart, das von der Ftaunhofer- Gesellschaft gewäl t te Architekten- und Ingenieurbüro. Laut Mitteilü 6 sind auch hier die Rohbauarbeiten ausgeschrieba und submittiert worden. Für den Herbst '96 rechr* die Fachleute mit dem Start der Ausschreibung® bezüglich des Innenausbaus. Diejenigen der ha« technischen Gewerke liefen parallel dazu ebenßp

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PUTZ 3/96