AUF DEM WEG ZUR „VIRTUELLEN BIBLIOTHEK"
Potsdamer Universitätsbibliothek bietet Vielzahl elektronischer Dienste
Seit Herbst 1994 ist die Potsdamer Universitätsbibliothek (UB) mit Teilen ihres Dienstleistungsangebotes im Internet vertreten. Sie war damit eine der ersten deutschen Universitätsbibliotheken, die auf diesem Sektor Pionierarbeit leisteten und ist nach wie vor die einzige UB, die in Berlin und Brandenburg ihren Bibliothekskatalog mit einer komfortablen graphischen Oberfläche recherchierbar auf einem WWW-Server anbietet. Dieser Schritt ist als ein Baustein im Konzept der „Potsdamer virtuellen Bibliothek“ zu sehen, die mittels elektronisch gespeicherter Informationen die bibliothekarischen Dienstleistungen direkt an den Arbeitsplatz des Bibliotheksbenutzers bringen soll.
Wenn auch nach wie vor die Printmedien die Literaturversorgung dominieren und daher eine diesbezügliche Grundversorgung in der Aufbauphase der Bibliothek im Vordergrund steht, so ist gleichzeitig festzustellen, daß sich die Verbreitung wissenschaftlicher Information vermehrt auf elektronische Datenträger und Netze verlagert. Das klassische Dienstleistungsangebot einer wissenschaftlichen Bibliothek - das Sammeln, Erschließen und Zugänglichmachen von Informationen - bleibt zwar bestehen, erhält jedoch eine neue Dimension und eine veränderte Gewichtung. Bibliotheken im Zeitalter der Datenautobahnen und internationalen Netze sollten und müssen daher verstärkt und ganz anders als bisher Onentierungshilfe für die Vielzahl der kaum mehr zu überblickenden, unstrukturierten Datenquellen geben und sich folglich zu „Informationsdrehscheiben" entwickeln.
Für die UB Potsdam sind vor diesem Hintergrund zahlreiche Anforderungen an ein modernes universitäres Bibliotheks- und Informationssystem, das als Tfeil des Campus-Informationssystems zugreifbar sein soll, zu formulieren. Als da sind ein direkter Zugriff vom Arbeitsplatz aus auf den elektronischen Bibliothekskatalog der UB, die Gesamtheit der elektronisch verfügbaren Bibliotheksbestände, die weltweit verfügbaren elektronischen Zeitschriften, das Angebot von elektronischer Dokument- lieferung mit dem Ziel der - ansatzweisen - Kompensation der Defizite auf dem Gebiet der Zeitschriftenversorgung sowie die Bereitstellung von Ressourcenberatung für das Auffinden der richtigen Quellen und von Hilfen zu deren Bewertung.
Wo steht die UB auf dem skizzierten Weg und welches Spektrum umfaßt das Angebot derzeit? Die gegenwärtig realisierten Dienste sind entweder Tfeil der lokalen Ebene
oder Angebote, die dem Nutzer als externe elektronische Dienste und Datenbanken zur Verfügung stehen. Hauptressource der lokalen Ebene ist hierbei der „OPAC“ (der onlme-Katalog), der die lokal verfügbaren Bibliotheksbestände seit dem Erwerbungsjahr 1992 mit ca. 200.000 Datensätzen nachweist. In dieser Datenbank kann entweder in der DOS-Ebene (über die Novell-Netze der UB oder andere Novell-Netze der Universität) oder in der UNIX-Ebene im Campus-Netz oder über den WWW-Server der Bibliothek recherchiert werden.
Universitätsbibliothek Potsdam
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Mit dem Erfahrungswissen von Jahrtausenden den neuen Anforderungen entsprechen.
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H Volltextsuche in diesem WWW-Server der UB Potsdam ■ Universitätsbibliothek Potsdam aktuell
■ Informationen über die Universitätsbibliothek Potsdam
■ Informationsdienste der Universitätsbibliothek Potsdam
■ Oniine-Benut/.crkataloe (OPAC)
■ Suchwerkzeuge im internet
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Das elektronische Eingangsbuch der Potsdamer Universitätsbibliothek.
Eine zweite wesentliche Ressource der lokalen Ebene stellen die CD-ROM-Anwen- dungen dar. Hier wird das Konzept verfolgt, Zugriffe vom jeweiligen lokalen UB-LAN und vom Campus-Netz aus zu ermöglichen. Für einen schnellen Zugriff vom Campusnetz aus wirken allerdings momentan noch zwei Tatsachen gegenläufig: Zum einen laufen ca. 85% der CD-ROM-Applika- tionen auf der DOS-Ebene, sind also nicht über TCP/IP zu transportieren, sondern nur über das langsamere Novell-Protokoll, und zum anderen macht sich diese Systembeschränkung besonders negativ in der gegenwärtig verfügbaren Performance des Campus-Netzes bemerkbar. Hier wird sich die von der Zentralen Einrichtung für Information und Kommunikation (ZEIK) forcierte wesentliche Aufrüstung der universitären Datenleitungen spürbar positiv auswirken. Darüber hinaus bietet die UB Potsdam ihren Benutzern neben den lokalen elektronischen Diensten einen strukturierten Zugriff auf wesentliche Quellen der externen Umge
bung an. So sind auf dem WWW-Server (http://info.ub.uni-potsdam.de) „Links" zu den weltweit verfügbaren ca. 5000 elektronischen Zeitschnften gesetzt, und die Gesamtheit der weltweit vorliegenden Bibliothekskataloge ist sowohl über einen integrierten Gopher-Server (gopher:/info.ub.uni-pots- dam.de) direkt zu erreichen als auch über die graphische Oberfläche WWW.
Um dem Anspruch gerecht zu werden, „Informationsdrehscheibe“ im Sinne von Orientierung und Ordnung zu werden, bietet die UB den neuen Dienst „Suchwerkzeuge im Internet“ an. Hier geht es um die maschinellen Search Engines, sogenannte Robots, wie Yahoo oder AltaVista, die in unterschiedlicher Art und Weise die Quellen des Internet erschließen. Neben den aufgeführten kostenfreien lokalen und externen elektronischen Diensten bietet die UB auch kommerzielle Dienste an, deren kostenpflichtige Nutzung durch die Gebührenordnung geregelt ist. Für die Gesamtheit der elektronischen Dienste stellt die UB eine fächerbezogene Ressourcenberatung zur Verfügung. Die Ansprechpartner und eine Kurzübersicht zum Angebot sind einem Informationsblatt der UB zu entnehmen, das jetzt, zu Beginn des Sommersemesters ’96, zur Verfügung gestellt wird.
Barbara Schneider-Eßlinger
WISSENSCHAFTSPARK Sk
Sowohl die Max-Planck (MPG)- als auch die Rrsu« hofer-Gesellschaft halten an ihrer Entscheidung fe« einen Tfeil ihres Forschungspotentials im Golin« Wissenschaftspark anzusiedeln. Nach Angaben d | von der MPG entsprechend beauftragten Büros i c Architektur und Stadtplanung, AS Plan Kaisersla |e tern, fanden die ersten Submissionen zur Bauma | nähme bereits am 29. Februar dieses Jahres sta | Ausgeschrieben war der erweiterte Rohbau, zu di auch Fenster-, Fassaden-, Flachdach- und Stahlha | arbeiten zahlen. Im März erfolgte demnach auf de | Gelände an der Chaussee nach Bornim der bruch ehemalig landwirtschaftlich genutzter B E triebsgebäude und zugehöriger Lagerflächen. E1 Beseitigung vorhandener Atlasten sei gemäß b I hördlicher Auflagen geschehen. Ab Mitte Apnl s t len nun die Erd- und Rohbauarbeiten für den Cai i pus beginnen. Notwendige Voraussetzung alli dings: eine erteilte Baugenehmigung. D
Ähnliches vermeldet auch Brenner & Färtner Stu I gart, das von der Ftaunhofer- Gesellschaft gewäl t te Architekten- und Ingenieurbüro. Laut Mitteilü 6 sind auch hier die Rohbauarbeiten ausgeschrieba und submittiert worden. Für den Herbst '96 rechr* die Fachleute mit dem Start der Ausschreibung® bezüglich des Innenausbaus. Diejenigen der ha« technischen Gewerke liefen parallel dazu ebenßp
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