Domizil für die jungen Leute zumindest abgebaut werden könnte. Vorstellbar sei, ihnen dafür im noch zu beziehenden neuen Haus des Kabaretts in der Charlottenstraße Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Der Galerist Rainer Sperl sieht gleichfalls Handlungsbedarf und will deshalb mit Studierenden ms Gespräch kommen und Zusammenarbeiten. „In einer 'Spinnstunde’ können wir uns über ihre Bedürfnisse unterhalten.“ Entsprechende Projekte vorausgesetzt, ist er bereit, seine Räume zur Ausstellung studentischer Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Der Künstler will in Zukunft in seiner Galerie in der Mittelstraße gastronomische und kulturelle Angebote unterbreiten. Dabei hofft er natürlich nicht zuletzt auf studentisches Publikum.
Die Direktorin des Filmmuseums, Dr. Bärbel Dalichow, ruft die Uni-Angehörigen auf, „von der Stadt Potsdam und dem Land Brandenburg eine lebendige und kulturell reiche Stadt zu fordern, weil nur dann studieren Spaß machen kann“. Die Kooperation der Uni mit ihrer Einrichtung sei ausbaufähig und als gegenseitige Bereicherung zu verstehen. Sie wundere sich darüber, daß die Studierenden die vom Filmmuseum offerierten originalsprachigen Filme nur sehr zögerlich annehmen und nicht als Chance für die Erweiterung ihrer Kultur- und Fremdsprachenkenntnisse begreifen. Die Kultur- wissenschaftlenn hebt die Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Bachorski, Professor für Germanistische Mediävistik/Ältere deutsche Literatur an der Universität Potsdam, hervor. Denn die Seminare zur „Mittelalterrezeption im Film" fanden breite Zustimmung.
Auf gelungene Ergebnisse der Kooperation mit der Uni verweist auch Dr. Martin Langner, Leiter des Kulturhauses Altes Rathaus. So erinnert er an die Chemin-Petit- Ausstellung, die Huchel-Ausstellung und Konferenz oder gemeinsame Veranstaltun
gen mit dem Historischen Institut und dem Institut für Germanistik. „Die Resonanz zeigt uns, daß wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“ Martin Langner versichert, daß das Programm seiner Einrichtung ohne Berücksichtigung studentischer Interessen anders aussähe. Es wäre jedoch eine lohnende Aufgabe festzustellen, welche Erwartungen diese Besuchergruppe an das Haus knüpfe. Auch er nennt den Namen Hans-Jürgen Bachorskis. Gemeinsam planen sie ein größeres Projekt, getragen von Kulturhaus, Uni und Fachhochschule. Studierende sollen dabei die Möglichkeit erhalten, eine Ausstellung von der Vorbereitung über die wissenschaftliche Konzeption bis zur Ausführung zu gestalten.
Grammatisches Telefon als Service der Uni
Professor Bachorski arbeitete, bevor er seinen Ruf nach Potsdam annahm, in Bayreuth, einer Stadt, „die ihre Universität mit Leidenschaft will". Sem erster Eindruck von Potsdam: „Hier haben Stadt und Uni nichts miteinander zu tun.“ Daraus zieht er für sich die Schlußfolgerung mitzuhelfen, die enge Verflechtung beider Partner voranzutreiben. Erfahrungen wie die Einrichtung eines „grammatischen Telefons" als Service der Uni für die Bevölkerung bringt er aus Bayreuth mit. Viele weitere Ideen hat der Wissenschaftler, „um die Hochschule in das Bewußtsein der Leute zu bringen“. So will er in Kooperation mit anderen akademischen und kulturellen Einrichtungen der Stadt die medienkund- lichen Anteile innerhalb des Germanistik- Studiums verstärken.
Studierende haben während ihrer Ausbildung häufig den Wunsch, ihren kulturellen und künstlerischen Interessen nachzugehen, selbst künstlerisch tätig zu sein oder sich rezeptiv mit Kunst zu beschäftigen. Der an der Universität bestehende Bereich Kultur unterstützt dieses Anliegen durch eine
Noch fehlt für Studierende geeigneter Wohn- raum in der City. Ideen und Initiativen sind jetzt gefragt Foto: zg.
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Vielzahl entsprechender Angebote. Sie reichen von der Theaterwerkstatt über den Schreibzirkel und die Fotogruppe bis zu den Kursen „Autogenes Training“ oder „Jazzdance“. Prof. Dr. Alfred Bergstedt, bis vor kurzem Leiter des Bereiches, entwickelte dafür die Zusammenarbeit beispielsweise mit dem Filmmuseum, dem Hans Otto Theater oder der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg. Eine weitere Aktivität stellt die 1990 begonnene Reihe „Podium" dar, wo Studierende jährlich einmal ihre künstlerischen und anderen kreativen Versuche der Öffentlichkeit vorstellen. Auch das im Sommer 1996 zum zweiten Male stattfindende Universitätsfest soll zur Verbesserung des Kontaktes zwischen der Hochschule und der Region beitragen. Zum Rock-Wettbewerb, einem Kinderfest oder den Podiumsgesprächen ist die Bevölkerung eingeladen. B.E.
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