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(1.1.2019) 03
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Domizil für die jungen Leute zumindest abgebaut werden könnte. Vorstellbar sei, ihnen dafür im noch zu beziehenden neu­en Haus des Kabaretts in der Charlotten­straße Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Der Galerist Rainer Sperl sieht gleichfalls Handlungsbedarf und will deshalb mit Stu­dierenden ms Gespräch kommen und Zu­sammenarbeiten.In einer 'Spinnstunde können wir uns über ihre Bedürfnisse unter­halten. Entsprechende Projekte vorausge­setzt, ist er bereit, seine Räume zur Ausstel­lung studentischer Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Der Künstler will in Zukunft in seiner Galerie in der Mittelstraße gastrono­mische und kulturelle Angebote unterbrei­ten. Dabei hofft er natürlich nicht zuletzt auf studentisches Publikum.

Die Direktorin des Filmmuseums, Dr. Bär­bel Dalichow, ruft die Uni-Angehörigen auf,von der Stadt Potsdam und dem Land Brandenburg eine lebendige und kulturell reiche Stadt zu fordern, weil nur dann studieren Spaß machen kann. Die Kooperation der Uni mit ihrer Einrichtung sei ausbaufähig und als gegenseitige Be­reicherung zu verstehen. Sie wundere sich darüber, daß die Studierenden die vom Filmmuseum offerierten original­sprachigen Filme nur sehr zögerlich an­nehmen und nicht als Chance für die Er­weiterung ihrer Kultur- und Fremdspra­chenkenntnisse begreifen. Die Kultur- wissenschaftlenn hebt die Zusammenar­beit mit Hans-Jürgen Bachorski, Professor für Germanistische Mediävistik/Ältere deutsche Literatur an der Universität Pots­dam, hervor. Denn die Seminare zur Mittelalterrezeption im Film" fanden breite Zustimmung.

Auf gelungene Ergebnisse der Kooperati­on mit der Uni verweist auch Dr. Martin Langner, Leiter des Kulturhauses Altes Rat­haus. So erinnert er an die Chemin-Petit- Ausstellung, die Huchel-Ausstellung und Konferenz oder gemeinsame Veranstaltun­

gen mit dem Historischen Institut und dem Institut für Germanistik.Die Resonanz zeigt uns, daß wir den richtigen Weg ein­geschlagen haben. Martin Langner versi­chert, daß das Programm seiner Einrich­tung ohne Berücksichtigung studentischer Interessen anders aussähe. Es wäre je­doch eine lohnende Aufgabe festzustellen, welche Erwartungen diese Besucher­gruppe an das Haus knüpfe. Auch er nennt den Namen Hans-Jürgen Bachorskis. Ge­meinsam planen sie ein größeres Projekt, getragen von Kulturhaus, Uni und Fach­hochschule. Studierende sollen dabei die Möglichkeit erhalten, eine Ausstellung von der Vorbereitung über die wissenschaftli­che Konzeption bis zur Ausführung zu ge­stalten.

Grammatisches Telefon als Service der Uni

Professor Bachorski arbeitete, bevor er sei­nen Ruf nach Potsdam annahm, in Bay­reuth, einer Stadt,die ihre Universität mit Leidenschaft will". Sem erster Eindruck von Potsdam:Hier haben Stadt und Uni nichts miteinander zu tun. Daraus zieht er für sich die Schlußfolgerung mitzuhelfen, die enge Verflechtung beider Partner vor­anzutreiben. Erfahrungen wie die Einrich­tung einesgrammatischen Telefons" als Service der Uni für die Bevölkerung bringt er aus Bayreuth mit. Viele weitere Ideen hat der Wissenschaftler,um die Hoch­schule in das Bewußtsein der Leute zu bringen. So will er in Kooperation mit an­deren akademischen und kulturellen Ein­richtungen der Stadt die medienkund- lichen Anteile innerhalb des Germanistik- Studiums verstärken.

Studierende haben während ihrer Ausbil­dung häufig den Wunsch, ihren kulturellen und künstlerischen Interessen nachzuge­hen, selbst künstlerisch tätig zu sein oder sich rezeptiv mit Kunst zu beschäftigen. Der an der Universität bestehende Bereich Kul­tur unterstützt dieses Anliegen durch eine

Noch fehlt für Studierende geeigneter Wohn- raum in der City. Ideen und Initiativen sind jetzt gefragt Foto: zg.

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Vielzahl entsprechender Angebote. Sie rei­chen von der Theaterwerkstatt über den Schreibzirkel und die Fotogruppe bis zu den KursenAutogenes Training oder Jazzdance. Prof. Dr. Alfred Bergstedt, bis vor kurzem Leiter des Bereiches, entwickel­te dafür die Zusammenarbeit beispielswei­se mit dem Filmmuseum, dem Hans Otto Theater oder der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin- Brandenburg. Eine weitere Aktivität stellt die 1990 begon­nene ReihePodium" dar, wo Studierende jährlich einmal ihre künstlerischen und an­deren kreativen Versuche der Öffentlichkeit vorstellen. Auch das im Sommer 1996 zum zweiten Male stattfindende Universitätsfest soll zur Verbesserung des Kontaktes zwi­schen der Hochschule und der Region bei­tragen. Zum Rock-Wettbewerb, einem Kin­derfest oder den Podiumsgesprächen ist die Bevölkerung eingeladen. B.E.

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