KEINE PROBLEME MIT REFERENZEN
Hilfestellung für das Schreiben von Gutachten für Auslandsstipendien oder -aufenthalten
Referenzen sind mitunter nicht so leicht zu schreiben und nebenbei zu erledigen, wie es sich Studierende manchmal vorstellen, wenn sie sich mit dieser Bitte an ihre Betreuer oder Kontaktpersonen wenden. Hochschulen im Ausland, insbesondere in den USA und Übersee, haben durch ihr spezifisches Ausbildungssystem oft besondere Forderungen an Gutachten entwickelt. Einiges davon in der Referenz berücksichtigt zu finden, kann für den Kandidaten nur förderlich sein, zumal internationale Stipendiengeber zunehmend mehr Wert auf ausführliche, aussagekräftige Beurteilungen der Kandidaten legen. Deshalb sollten den Gutachtern in jedem Falle der Lebenslauf des zu Beurteilenden und die Darstellung seines Studienvorhabens vorliegen. Aus den Erfahrungen im Umgang mit Stipendiengebern, Bewerbungsunterlagen, Referenzen für deutsche und ausländische Studierende und aus den dadurch möglichen Vergleichen hat die Leiterin des Akademischen Auslandsamtes, Antje Bürger, die folgenden Hinweise zu einigen inhaltlichen Tbilaspekten von Referenzen für Studienaufenthalte im Ausland abgeleitet. Sie sollen Interessenten als Hilfestellung und Anregung dienen und bitte nicht als Vorschrift verstanden werden.
In Referenzen, Beurteilungen, Gutachten für Auslandsstudienaufenthalte sollten bzw. könnten folgende Punkte Berücksichtigung finden:
1. Seit wann und woher kennen Sie den Bewerber?
2. Bisherige, gegenwärtige und mögliche weitere akademische Entwicklung des Kandidaten im Zusammenhang mit dem geplanten Studium, Abschluß, Berufsziel, Qualifizierungsvorhaben
3. Relevanz des geplanten Auslandsstudienaufenthaltes für den weiteren Studienverlauf des Kandidaten; Einbettung des Vorhabens in den Studiengang, Durchführbarkeit in Relation zu den bisherigen Vorarbeiten oder absolvierten Semestern, zu erwartender akademischer Zugewinn
4. Motivation und Vorbereitung des Bewerbers auf den Auslandsaufenthalt; Tfeilnahme an..., Beschäftigung mit..., Kontakte zu...
5. Entscheidende, besondere geistige Fähigkeiten des Kandidaten, möglichst am konkreten Beispiel festzumachen (Vortrag, Referat, Belegarbeit...) im Vergleich mit den anderen Studierenden des Faches bzw. des Jahrganges (gehört zu den ...% der Besten); dies ist besonders wichtig bei Fachdisziplinen, in denen Studienleistungen nicht studienbegleitend oder nicht differenziert benotet werden.
6. Soziales, gesellschaftliches, kulturelles, sportliches Engagement des Kandidaten, so
weit es Ihnen bekannt ist, als Ausdruck seiner Leistungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Einsatzbereitschaft, 'Iteamfähigkeit, Flexibilität usw.
7. Persönliche Reife des Kandidaten, Gesamteindruck.
8. Sie haben versucht darzustellen, was sie/ er „hat“ und andere nicht und schließen Ihre Referenz am besten mit einer eindeutigen Stellungnahme zum Antrag des Kandidaten. Im Akademischen Auslandsamt der Um gibt es einige englischsprachige Beispiele, die jederzeit abgerufen werden können.
Antje Bürger
Stipendien für Romanisten
Für das Studienjahr 1996/97 bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Stipendien zum Studium in Frankreich, Spanien und Italien für Studierende der Romanistik mit den Schwerpunkten französisch, Spanisch bzw. Italienisch.
Diese Stipendien ermöglichen die Tbünah- me an einem sechsmonatigen Studienprogramm mit akademischer Betreuung an folgenden Universitäten: Frankreich: Paris III (Asmeres), Clermont-Ferrand II, Lille III, Lyon II, Nantes, Poitiers, Rennes II, Toulouse II und Tours; Spanien: Universidad Complutense de Madrid und Universität de Barcelona; Italien: Universitä degli Studi di Pavia. Die Stipendien für Italien werden aus Mitteln der italienischen Regierung finanziert und sind um weitere drei Monate verlängerbar.
Bewerben können sich Studierende, die sich im Sommersemester 1996 im 4. bis 6. Fachsemester befinden und spätestens zum Ende des Semesters ihre Zwischenprüfung abgelegt haben werden. Die Bewerbungen sind über das Akademische Auslandsamt, Am Neuen Palais 10, Haus 06, Zimmer 104-106, einzureichen. Dort sind auch der Ausschreibungstext und die Bewerbungsunterlagen zu erhalten sowie der Abgabetermin zu erfragen. Eine Direktbewerbung beim DAAD ist nicht möglich, pl.
Ein kostenloses „Berufsstarter-Seminar“ bietet das Unternehmen MLP (Marschol- lek, Lautenschläger & Partner AG) ab dem Sommersemester 1996 auch an der Universität Potsdam an.
Die Veranstaltung richtet sich an Absolventen aller Studienrichtungen und möchte umfassend über die richtige Bewerbungsstrategie informieren. Von der Gestaltung des Anschreibens und Lebenslaufes über das Vörstellungsgespräch und den Arbeitsvertrag bis hin zu dem zu erwartenden Ein-
SPRACHKURSE IM AUSLAND
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat auch für diesen Sommer im Rahmen seines Sonderprogrammes für ostdeutsche Studierende Sprachkursstipendien für Englisch und französisch ausgeschrieben. Die Stipendien werden für Frankreich, Großbritanmen/Irland und die USA vergeben. 25 Studenten der Universität Potsdam haben sich im Januar um ein solches Stipendium für den englischsprachigen Raum beworben. Für französisch lag nur eine Bewerbung vor. Im April werden die Bewerber durch den DAAD benachrichtigt, ob sie erfolgreich waren: Auf vier Bewerbungen kam in den vergangenen Jahren etwa eine Stipendienzusage. Sprachenzentrum und Auslandsamt der Universität haben in Ergänzung zu den Sommersprachkursen des DAAD nun ein Programm organisiert, das jeweils in den Semesterpausen für Hörer aller Fakultäten einige Plätze für Sprachkurse an der Uni- versity of Sussex at Bnghton/Großbntanni- en anbietet, bei denen die Kursgebühren erlassen werden. Interessenten können mit Dr. Heidrun Klemm im Sprachenzentrum Kontakt aufnehmen. Für Studenten, die zur Profilierung ihrer Sprachkenntnisse eigene Mittel einsetzen wollen, gibt es im Auslandsamt (Am Neuen Fdlais, Haus 06, Raum 105) Angebote und Adressen internationaler Sprachschulen und Kursanbieter. Außerdem hat das Auslandsamt seit 1992 einen Partner in Großbritannien, der Potsdamer Studenten 15% Preisnachlaß für alle über das ganze Jahr angebotenen Sprachkurse (drei, vier, sechs und zwölf Wochen) in Verbindung mit einem unkomplizierten Bewerbungsverfahren gewährt. Die Sprachschule befindet sich in Chester, einer der ältesten englischen Städte, und bietet neben einer gediegenen Sprachausbildung eine wohltuende familiäre Atmosphäre und Betreuung an. Die Unterbringung erfolgt ausschließlich in Gastfamilien. Informationen und Bewerbungsunterlagen sind im Auslandsamt bei Antje Bürger erhältlich. A.B.
kommen sollen alle Fragen rund um den Berufseinstieg angesprochen werden. Ebenso wird beleuchtet, welche Abgaben an den Staat zu leisten sind und welche Ansprüche an das gesetzliche Versorgungssystem daraus resultieren.
Das nächste Seminar findet am Donnerstag, dem 30. Mai 1996, um 18.00 Uhr in Raum 169 des Hauptgebäudes der Potsdamer Universität am Standort Babelsberg- Griebnitzsee statt. Interessierte Absolventen melden sich bitte unter der Ttel.-Nr. (030) 283931-0 direkt bei MLP an. mt.
PUTZ 3/96
Berufsstarter-Seminar
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