Neuer Honorarprofessor
Als Dank und Anerkennung für seine geleistete wissenschaftliche Arbeit verlieh kürzlich die zu diesem Zeitpunkt amtierende Rektorin Prof. Dr. Bärbel Kirsch auf Vorschlag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und Beschluß des Senates der Universität Potsdam eine weitere Honorarprofessur. Die Ehrung erging an Prof. Dr. Peter M. Behr.
Der Diplom-Informatiker Peter Behr arbeitete als Entwicklungsingenieur in der Industrie und als wissenschaftlicher Assistent an der "technischen Universität Berlin, wo er auch studierte. Am Institut für "technische Informatik der gleichen Hochschule promovierte er 1983 auf dem Gebiet verteilter Mehrrechnersysteme. 1994 übernahm er die Leitung des Forschungsbereiches .Verteilte Systeme" bei der GMD - Gesellschaft für Informationstechnik GmbH sowie des Arbeitskreises System-Entwicklung im Verbundprojekt SUPRENUM. Als kommissarischer geschäftsführender Institutsleiter des GMD Forschungsinstituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (GMD FIRST) in Berlin ist der Wissenschaftler seit 1991 tätig. B.E.
Keine Vorstellung möglich
Die bereits 1995 ernannte Professorin Dr. Ursula Drews, Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik im Institut für Grundschulpädagogik der Philosophischen Fakultät II, kann aufgrund ihrer fehlenden biographischen Angaben in der PUTZ leider nicht detaillierter als neu berufene Professorin vorgestellt werden.
Schneider-Eßlinger im DFG-Bibliotheksausschuß
Als erste Frau gehört die Leitende Bibliotheksdirektorin der Universität Potsdam, Barbara Schneider-Eßlinger, seit kurzem dem Bibliotheksausschuß der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Mitglied an. Sie wurde vom Hauptausschuß dieser größten deutschen Wissenschaftsorganisation für zunächst sechs Jahre gewählt. Ihre Fünktion wird pnmär in einer Begutachtung von Projekten und Programmen bestehen, die im Bereich des Bibliothekswesens in Deutschland von der DFG betreut werden. Als Beispiel sei hier das sogenannte Son- dersammelgebietsprogramm genannt, mit Hilfe dessen Bestandsschwerpunkte an einzelnen Universitätsbibliotheken geprüft, verteilt und gefördert werden. Hg.
Klaus Bürger ausgezeichnet
Er dürfte in Deutschland immer noch zur Minderheit derjenigen ge-hören, die Wissenschaft und ihre Ergebnisse auch Laien verständlich machen wollen und dabei keine Angst vor einem möglichen Prestigeverlust bei ihren Fachkollegen haben; die Rede ist von dem Geographen Dr. Klaus Bürger, der sich seit 1992 im Ruhestand befindet. Für seine „besondere(n) Verdienste bei der Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse" wurde er denn auch kürzlich mit dem „Wilhelm-Foerster-Preis 1996“ der Potsdamer Urania geehrt. Der brandenburgi- sche Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Steffen Reiche, überreichte die Auszeichnung, die seit nunmehr vier Jahren verliehen wird. Er betonte dabei, daß Klaus Bürger es verstanden habe, die Geowissenschaften m umfassender Weise allgemeinverständlich darzustellen und es ihm gelungen sei, bei den beteiligten Menschen ein Bewußtsein für ihre Umwelt zu wecken. Klaus Bürger war seit 1954 an der früheren Pädagogischen Hochschule Potsdams - der wichtigsten Vorgängeremnchtung der Universität Potsdam - und nach der Wende bis 1992 an der neugegründeten Universität tätig. Seit 1981 lehrte und forschte er als Professor für Geographie. Nebenbei engagierte sich Klaus Bürger gleich nach der Gründung der Volksbildungseinnch- tung Urania 1954 als ehrenamtlicher Referent und späteres Mitglied der Zentralen Kommission für Geowissenschaften. Als nach der Wende im Jahre 1991 die Potsdamer Urania neu aus der Läufe gehoben wurde, war der Wissenschaftler wiederum mit großem Engagement dabei. Er leitete die Geschicke der Einrichtung aus dem Vorstand bis 1995, wobei er sich auch um intensivere Beziehungen zwischen der Potsdamer und der Berliner Urania bemühte.
Hg./Foto: Fritze
Informatik-Literatur für die Uni
Besser als bisher ist die Potsdamer Universitätsbibliothek jetzt mit Fachliteratur des Gebietes Informatik ausgestattet. Denn Prof. Dr. Wolf gang Händler
(unser Bild), Emeritus der Friednch-Alexan- der-Universität Erlangen-Nürnberg, übergab dieser Bibliothek zahlreiche Publikahonen aus seinem Besitz. Es handelt sich dabei um vollständige Zeitschriftenreihen, darunter so wichtige wie „IEEE Ihansactions on Computers" oder „IBMJournal of Research and Development", und Fachbücher vorwiegend zu den Themen Parallelrechner und Rechnerarchitektur. Der 1920 in Potsdam geborene und hier zur Schule gegangene Wissenschaftler arbeitete von 1966 bis 1986 als ordentlicher Professor, Gründer des Institutes für Mathematische Maschinen und Datenverarbeitung der Universität Erlangen- Nürnberg. Er zählt in Fachkreisen zu den Pionieren der Parallelrechentechnik und baute vor zirka 20 Jahren ein pyramidenförmiges Mehrrechnersystem. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Nachrichten-Übertragungstheorie, Einschwingvorgänge beim Fernsehen, Entwürfe von Rechenanlagen, Multiprozessoren, Parallele Datenverarbeitung, Geschichte der Informatik und Mathematische Instrumente und Maschinen,
Seme Potsdamer Herkunft und die seit 1977 bestehenden Arbeitskontakte mit Prof. Dr. Michael Gössel, Leiter der Max-Planck-Arbeitsgruppe „Fehlertolerantes Rechnen" an der Universität Potsdam, veranlaßten Wolfgang Händler zu seiner Schenkung. „Er suchte bereits zu DDR- Zeiten kontinuierlich die Zusammenarbeit mit ostdeutschen Wissenschaftlern", so Michael Gössel.
B.E./Foto: privat
Auszeichnung für „hervorragende wissenschaftliche Leistungen"
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens und der Dipl,- Völkswirt Cornelius Graack aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät gehören zu den diesjährigen Preisträgern der Wolfgang Ritter-Stiftung, Die in Bremen angesiedelte Stiftung geht auf den langjährigen Alleinaktionär der Martin Brinkmann AG, Wolfgang Ritter (1905- 1993), zurück, der sich der Allgemeinheit verpflichtet fühlte und 1970 eine gleichnamige Stiftung ins Leben rief. Diese Stiftung schreibt nun jährlich einen Preis für „hervorragende wissenschaftliche Leistungen“ auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften mit marktwirtschaftlichem Bezug aus. Prof, Welfens und der Dipl.-Vw. Graack wurden vor diesem Hintergrund von der Jury der Stiftung aufgrund ihrer gemeinsamen Arbeit über ,,'Itelekommunikationswirtschaft: Deregulierung, Privatisierung und Interna- tionalisierung“ ausgewählt und mit einem Geldpreis in Höhe von DM 8.000,- ausge
zeichnet. Die Preisverleihung soll am 22. April 1996 im Kaminsaal des Rathauses zu Bremen durch den Stiftungsvorstand vorgenommen werden.
Das Buch ,,'Iblekommumkationswirtschaft: Deregulierung, Privatisierung und Internationalisierung“ von Welfens und Graack behandelt die strategische Rolle der Tfelekom- mumkation in der Informationsgesellschaft; es präsentiert aktuelle internationale Entwicklungen und stellt zentrale Aspekte einer Deregulierungspolitik sowie Liberalisie- rungsoptionen in Deutschland und den EU- Färtnerländern zur Diskussion. Ferner werden Privatisierungsaspekte, das Phänomen internationaler Allianzen und langfristige Internationalisierungstendenzen in ihren wirtschaftlichen Bedeutungen analysiert. Die Publikation entstand am Europäischen Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen Potsdam, dessen Präsident Prof. Dr. Fäul J.J. Welfens ist. Hg.
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PUTZ 3/96