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(1.1.2019) 03
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Neuer Honorarprofessor

Als Dank und Aner­kennung für seine ge­leistete wissenschaft­liche Arbeit verlieh kürzlich die zu die­sem Zeitpunkt amtie­rende Rektorin Prof. Dr. Bärbel Kirsch auf Vorschlag der Mathe­matisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät und Beschluß des Se­nates der Universität Potsdam eine weite­re Honorarprofessur. Die Ehrung erging an Prof. Dr. Peter M. Behr.

Der Diplom-Informatiker Peter Behr arbeitete als Entwicklungsingenieur in der Industrie und als wissenschaftlicher Assistent an der "technischen Universität Berlin, wo er auch studierte. Am Institut für "technische Informa­tik der gleichen Hochschule promovierte er 1983 auf dem Gebiet verteilter Mehrrech­nersysteme. 1994 übernahm er die Leitung des Forschungsbereiches .Verteilte Syste­me" bei der GMD - Gesellschaft für Infor­mationstechnik GmbH sowie des Arbeits­kreises System-Entwicklung im Verbund­projekt SUPRENUM. Als kommissarischer geschäftsführender Institutsleiter des GMD Forschungsinstituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (GMD FIRST) in Berlin ist der Wissenschaftler seit 1991 tätig. B.E.

Keine Vorstellung möglich

Die bereits 1995 ernannte Professorin Dr. Ursula Drews, Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Grundschulpädagogik im Institut für Grund­schulpädagogik der Philosophischen Fakul­tät II, kann aufgrund ihrer fehlenden biogra­phischen Angaben in der PUTZ leider nicht detaillierter als neu berufene Professorin vorgestellt werden.

Schneider-Eßlinger im DFG-Bibliotheksausschuß

Als erste Frau gehört die Leitende Biblio­theksdirektorin der Universität Potsdam, Barbara Schneider-Eßlinger, seit kurzem dem Bibliotheksausschuß der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Mitglied an. Sie wurde vom Hauptausschuß dieser größten deutschen Wissenschaftsorganisa­tion für zunächst sechs Jahre gewählt. Ihre Fünktion wird pnmär in einer Begutachtung von Projekten und Programmen bestehen, die im Bereich des Bibliothekswesens in Deutschland von der DFG betreut werden. Als Beispiel sei hier das sogenannte Son- dersammelgebietsprogramm genannt, mit Hilfe dessen Bestandsschwerpunkte an ein­zelnen Universitätsbibliotheken geprüft, ver­teilt und gefördert werden. Hg.

Klaus Bürger ausgezeichnet

Er dürfte in Deutschland immer noch zur Min­derheit derjenigen ge-hören, die Wissenschaft und ihre Ergebnisse auch Laien verständlich machen wollen und dabei keine Angst vor einem möglichen Prestigeverlust bei ihren Fachkolle­gen haben; die Rede ist von dem Geographen Dr. Klaus Bürger, der sich seit 1992 im Ruhe­stand befindet. Für seinebesondere(n) Ver­dienste bei der Popularisierung wissenschaft­licher Erkenntnisse" wurde er denn auch kürz­lich mit demWilhelm-Foerster-Preis 1996 der Potsdamer Urania geehrt. Der brandenburgi- sche Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Steffen Reiche, überreichte die Auszeich­nung, die seit nunmehr vier Jahren verliehen wird. Er betonte dabei, daß Klaus Bürger es verstanden habe, die Geowissenschaften m um­fassender Weise allgemeinverständlich darzu­stellen und es ihm gelun­gen sei, bei den betei­ligten Menschen ein Be­wußtsein für ihre Um­welt zu wecken. Klaus Bürger war seit 1954 an der früheren Pädagogi­schen Hochschule Pots­dams - der wichtigsten Vorgängeremnchtung der Universität Potsdam - und nach der Wende bis 1992 an der neuge­gründeten Universität tätig. Seit 1981 lehrte und forschte er als Professor für Geographie. Nebenbei engagierte sich Klaus Bürger gleich nach der Gründung der Volksbildungseinnch- tung Urania 1954 als ehrenamtlicher Referent und späteres Mitglied der Zentralen Kommis­sion für Geowissenschaften. Als nach der Wende im Jahre 1991 die Potsdamer Urania neu aus der Läufe gehoben wurde, war der Wissen­schaftler wiederum mit großem Engagement dabei. Er leitete die Geschicke der Einrichtung aus dem Vorstand bis 1995, wobei er sich auch um intensivere Beziehungen zwischen der Potsdamer und der Berliner Urania bemühte.

Hg./Foto: Fritze

Informatik-Literatur für die Uni

Besser als bisher ist die Potsdamer Universi­tätsbibliothek jetzt mit Fachliteratur des Ge­bietes Informatik aus­gestattet. Denn Prof. Dr. Wolf gang Händler

(unser Bild), Emeritus der Friednch-Alexan- der-Universität Erlan­gen-Nürnberg, über­gab dieser Bibliothek zahlreiche Publikahonen aus seinem Besitz. Es handelt sich dabei um vollständige Zeit­schriftenreihen, darunter so wichtige wieIEEE Ihansactions on Computers" oderIBMJournal of Research and Development", und Fachbücher vorwiegend zu den Themen Parallelrechner und Rechnerarchitektur. Der 1920 in Potsdam geborene und hier zur Schule gegangene Wissenschaftler arbeitete von 1966 bis 1986 als ordentlicher Professor, Gründer des Institutes für Mathematische Maschinen und Daten­verarbeitung der Universität Erlangen- Nürnberg. Er zählt in Fachkreisen zu den Pionieren der Parallelrechentechnik und baute vor zirka 20 Jahren ein pyramidenförmiges Mehrrechnersystem. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Nachrichten-Übertragungstheorie, Einschwingvorgänge beim Fernsehen, Entwürfe von Rechenanlagen, Multiprozessoren, Parallele Datenverarbeitung, Geschichte der Informatik und Mathematische Instrumente und Ma­schinen,

Seme Potsdamer Herkunft und die seit 1977 be­stehenden Arbeitskontakte mit Prof. Dr. Michael Gössel, Leiter der Max-Planck-Arbeitsgruppe Fehlertolerantes Rechnen" an der Universität Potsdam, veranlaßten Wolfgang Händler zu seiner Schenkung.Er suchte bereits zu DDR- Zeiten kontinuierlich die Zusammenarbeit mit ostdeutschen Wissenschaftlern", so Michael Gössel.

B.E./Foto: privat

Auszeichnung fürhervorragende wissenschaftliche Leistungen"

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens und der Dipl,- Völkswirt Cornelius Graack aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät gehören zu den diesjährigen Preis­trägern der Wolfgang Ritter-Stiftung, Die in Bremen angesiedelte Stiftung geht auf den langjährigen Alleinaktionär der Martin Brinkmann AG, Wolfgang Ritter (1905- 1993), zurück, der sich der Allgemeinheit verpflichtet fühlte und 1970 eine gleichna­mige Stiftung ins Leben rief. Diese Stiftung schreibt nun jährlich einen Preis fürhervor­ragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften mit marktwirtschaftlichem Bezug aus. Prof, Welfens und der Dipl.-Vw. Graack wurden vor diesem Hintergrund von der Jury der Stiftung aufgrund ihrer gemeinsamen Ar­beit über ,,'Itelekommunikationswirtschaft: Deregulierung, Privatisierung und Interna- tionalisierung ausgewählt und mit einem Geldpreis in Höhe von DM 8.000,- ausge­

zeichnet. Die Preisverleihung soll am 22. April 1996 im Kaminsaal des Rathauses zu Bremen durch den Stiftungsvorstand vorge­nommen werden.

Das Buch ,,'Iblekommumkationswirtschaft: Deregulierung, Privatisierung und Interna­tionalisierung von Welfens und Graack be­handelt die strategische Rolle der Tfelekom- mumkation in der Informationsgesellschaft; es präsentiert aktuelle internationale Ent­wicklungen und stellt zentrale Aspekte einer Deregulierungspolitik sowie Liberalisie- rungsoptionen in Deutschland und den EU- Färtnerländern zur Diskussion. Ferner wer­den Privatisierungsaspekte, das Phänomen internationaler Allianzen und langfristige Internationalisierungstendenzen in ihren wirtschaftlichen Bedeutungen analysiert. Die Publikation entstand am Europäischen Institut für internationale Wirtschaftsbezie­hungen Potsdam, dessen Präsident Prof. Dr. Fäul J.J. Welfens ist. Hg.

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