Heft 
(1.1.2019) 04
Einzelbild herunterladen

DAS UNI-SOMMERFEST '96

Vom wissenschaftlichen Vortrag über Lichterperformance bis zur Disco

Die Universität Potsdam unternimmt vielfältige Aktivitäten, um die Kontakte zu den Ver­antwortlichen der Stadt und der Region sowie ihren Bürgern zu intensivieren. Damit die Hochschule stärker in das Bewußtsein der Menschen rücken kann, müssen sie die Möglichkeit erhalten,ihre akademische Einrichtung kennenzulernen. Das im Juni dieses Jahres stattfindende Uni-Sommerfest soll dazu eine weitere Gelegenheit bie­ten. Denn Studierende und Mitarbeiter der Alma mater stellen sich und ihre Arbeit aus diesem Anlaß auf unterschiedlichste Weise vor.

Impressionen vom Uni-Fest 1995. Auf daß es in diesem Jahr noch besser werde! Foto: Tribukeit

>t...

WINDMÜHLE PRIETZEN MIT ORIGINALGETREUEN FLÜGELN

An alten Bauwerken spiegelt sich die wechsel­volle Zeitgeschichte. Mühlen sind Zeitzeugen ganz besonderer Art. Schon früh wurde die Energie des Wassers und des Windes für den Antrieb von Mahlwerken genutzt. Die erste Er­wähnung der Wassermühle in Rathenow stammt aus dem Jahr 1288. Windmühlen entstanden spä­ter. Im Havelland wurde die älteste im 17. Jahr­hundert in Bamme erbaut. Hierbei handelt es sich um eine Bockwindmühle, die auch als deutsche Mühle" bezeichnet wird und älter als die Holländermühle ist. Die Bockwindmühle Prietzen (unser Bild) wurde im Jahre 1773 einge­weiht. Durch die im Eichenholz eines mächtigen Balkens verewigte Zueignung, mit dem Hinweis auf die Anlageeiner neuen Doße" durch Knollings Horst und Liebengraben'', wird auf die Entwässerung des unteren Rhin- und des Dosseluches Bezug genommen. In diesem Zu­sammenhangward auch die Rhmow Wasser­mühle weggerissen" und notwendigerweise ließ diese Windmühl bauen die Frau von Quast in Hohennauen.

1961 schließlich erwarb die frühere Pädagogi­sche Hochschule Potsdam das gute Stück und bewahrte es dadurch vordem Verfall. Bis heute wird die Windmühle als Naturbeobachtungs­station genutzt. Als Außenstelle der Ökologi­schen Station Gülpe ist das inzwischen sanierte historische Bauwerk weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt für die Studierenden der Universität Potsdam, aber auch anderer Universitäten. Vor

Ä'-V

. 7 , 'I

etwas über einem Jahr erhielt sie sogar original­getreu angefertigte Flügel, so daß fast der Ein­druck entstehen könnte, hier würde demnächst wieder Korn gemahlen...

Text und Foto: Ralf-Udo Mühle

Der 12. Juni soll den Höhepunkt des Festes mit zahlreichen Veranstaltungen auf dem Campusgelände Am Neuen Palais bilden. Am Vormittag des Dies academicus bieten zunächst die fünf Fakultäten diverse Vorträ­ge an, in denen Wissenschaftler ihre For­schungsergebnisse allgemeinverständlich darlegen.Kultur: Konzepte - Meinungen- Perspektiven ist der Titel eines Forums unter der Leitung von Prof. Dr. Helene Harth, Prorektorin für Entwicklungsplanung und Finanzen. Über dieses Thema werden in den Bereichen Kunst, Kultur und Medien tätige Potsdamer und Berliner Repräsentan­ten diskutieren. Parallel dazu sind Sportver­anstaltungen angesagt, so Volleyball-Mixed, Badminton, Tischtennis und vieles mehr. Auch an die Kleinen ist gedacht: Ein Kinder­fest lädt zum Spielen, Malen, Basteln, Mu­sizieren und Sporttreiben ein.

Auf der Festwiese Am Neuen Palais stellen sich Uni-Bereiche wie die Zentrale Studien­beratung, der Botanische Garten, das Aka­demische Auslandsamt, die Zentrale Ein­richtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation (ZEIK) oder der Potsdamer Innovations- und Technologietransfer vor. Ein EU-Mobil steht bereit, um Interessier­te mit Informationen zu den EU-Förderpro- grammen SOCRATES, LEONARDO und JUGEND FÜR EUROPA III zu versorgen. Des weiteren sind die Türen der Glasbläse­rei, des Institutes für Sportmedizin und Prä­vention oder der chemischen Labore für Besucher weit geöffnet. Studierende stellen m den Foyerräumen unterhalb des Audito­rium maximums ihre künstlerischen Arbei­ten aus. Das Programm des Täges vervoll­ständigen kulturelle und sportliche Darbie­tungen von Uni-Angehörigen. Am Abend kann zur Musik derBig Beat Boys" aus Potsdam in der Oberen Mensa oder zu Dis- co-füängen in der Unteren Mensa getanzt werden. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. Eine Lichterperformance im Frei­en zieht ganz sicher viele Betrachter an. Bereits für den 10. Juni organisiert der Stu­dierendenrat der Uni einen Rock-Wettbe­werb. Eine aus Mitgliedern dieser Studen­tenvertretung, des LINDENPARKS und des Waschhauses bestehende Jury bewertet und prämiert die Leistungen. Neben sport­lichen Wettkämpfen im Kleinfeld-Fußball treten Studierende am 11. Juni mit kulturel­len Selbstäußerungen im Rahmen des schon traditionellenPODIUM an die Öf­fentlichkeit. Am Abend des 13. Juni lockt die Leipziger FormationDie ART hoffentlich viele zum Open-Air-Rock-Konzert. Detailliertere Informationen zu Zeiten und Orten sind Plakaten und Informationsblät­tern zu entnehmen. B.E.

Seite 12

PUTZ 4/96