DAS UNI-SOMMERFEST '96
Vom wissenschaftlichen Vortrag über Lichterperformance bis zur Disco
Die Universität Potsdam unternimmt vielfältige Aktivitäten, um die Kontakte zu den Verantwortlichen der Stadt und der Region sowie ihren Bürgern zu intensivieren. Damit die Hochschule stärker in das Bewußtsein der Menschen rücken kann, müssen sie die Möglichkeit erhalten, „ihre“ akademische Einrichtung kennenzulernen. Das im Juni dieses Jahres stattfindende Uni-Sommerfest soll dazu eine weitere Gelegenheit bieten. Denn Studierende und Mitarbeiter der Alma mater stellen sich und ihre Arbeit aus diesem Anlaß auf unterschiedlichste Weise vor.
Impressionen vom Uni-Fest 1995. Auf daß es in diesem Jahr noch besser werde! Foto: Tribukeit
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WINDMÜHLE PRIETZEN MIT ORIGINALGETREUEN FLÜGELN
An alten Bauwerken spiegelt sich die wechselvolle Zeitgeschichte. Mühlen sind Zeitzeugen ganz besonderer Art. Schon früh wurde die Energie des Wassers und des Windes für den Antrieb von Mahlwerken genutzt. Die erste Erwähnung der Wassermühle in Rathenow stammt aus dem Jahr 1288. Windmühlen entstanden später. Im Havelland wurde die älteste im 17. Jahrhundert in Bamme erbaut. Hierbei handelt es sich um eine Bockwindmühle, die auch als „deutsche Mühle" bezeichnet wird und älter als die Holländermühle ist. Die Bockwindmühle Prietzen (unser Bild) wurde im Jahre 1773 eingeweiht. Durch die im Eichenholz eines mächtigen Balkens verewigte Zueignung, mit dem Hinweis auf die Anlage „einer neuen Doße" durch „Knollings Horst und Liebengraben'', wird auf die Entwässerung des unteren Rhin- und des Dosseluches Bezug genommen. In diesem Zusammenhang „ward auch die Rhmow Wassermühle weggerissen" und notwendigerweise „ließ diese Windmühl bauen die Frau von Quast in Hohennauen“.
1961 schließlich erwarb die frühere Pädagogische Hochschule Potsdam das gute Stück und bewahrte es dadurch vordem Verfall. Bis heute wird die Windmühle als Naturbeobachtungsstation genutzt. Als Außenstelle der Ökologischen Station Gülpe ist das inzwischen sanierte historische Bauwerk weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt für die Studierenden der Universität Potsdam, aber auch anderer Universitäten. Vor
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etwas über einem Jahr erhielt sie sogar originalgetreu angefertigte Flügel, so daß fast der Eindruck entstehen könnte, hier würde demnächst wieder Korn gemahlen...
Text und Foto: Ralf-Udo Mühle
Der 12. Juni soll den Höhepunkt des Festes mit zahlreichen Veranstaltungen auf dem Campusgelände Am Neuen Palais bilden. Am Vormittag des Dies academicus bieten zunächst die fünf Fakultäten diverse Vorträge an, in denen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse allgemeinverständlich darlegen. „Kultur: Konzepte - Meinungen- Perspektiven“ ist der Titel eines Forums unter der Leitung von Prof. Dr. Helene Harth, Prorektorin für Entwicklungsplanung und Finanzen. Über dieses Thema werden in den Bereichen Kunst, Kultur und Medien tätige Potsdamer und Berliner Repräsentanten diskutieren. Parallel dazu sind Sportveranstaltungen angesagt, so Volleyball-Mixed, Badminton, Tischtennis und vieles mehr. Auch an die Kleinen ist gedacht: Ein Kinderfest lädt zum Spielen, Malen, Basteln, Musizieren und Sporttreiben ein.
Auf der Festwiese Am Neuen Palais stellen sich Uni-Bereiche wie die Zentrale Studienberatung, der Botanische Garten, das Akademische Auslandsamt, die Zentrale Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation (ZEIK) oder der Potsdamer Innovations- und Technologietransfer vor. Ein EU-Mobil steht bereit, um Interessierte mit Informationen zu den EU-Förderpro- grammen SOCRATES, LEONARDO und JUGEND FÜR EUROPA III zu versorgen. Des weiteren sind die Türen der Glasbläserei, des Institutes für Sportmedizin und Prävention oder der chemischen Labore für Besucher weit geöffnet. Studierende stellen m den Foyerräumen unterhalb des Auditorium maximums ihre künstlerischen Arbeiten aus. Das Programm des Täges vervollständigen kulturelle und sportliche Darbietungen von Uni-Angehörigen. Am Abend kann zur Musik der „Big Beat Boys" aus Potsdam in der Oberen Mensa oder zu Dis- co-füängen in der Unteren Mensa getanzt werden. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. Eine Lichterperformance im Freien zieht ganz sicher viele Betrachter an. Bereits für den 10. Juni organisiert der Studierendenrat der Uni einen Rock-Wettbewerb. Eine aus Mitgliedern dieser Studentenvertretung, des LINDENPARKS und des Waschhauses bestehende Jury bewertet und prämiert die Leistungen. Neben sportlichen Wettkämpfen im Kleinfeld-Fußball treten Studierende am 11. Juni mit kulturellen Selbstäußerungen im Rahmen des schon traditionellen „PODIUM“ an die Öffentlichkeit. Am Abend des 13. Juni lockt die Leipziger Formation „Die ART“ hoffentlich viele zum Open-Air-Rock-Konzert. Detailliertere Informationen zu Zeiten und Orten sind Plakaten und Informationsblättern zu entnehmen. B.E.
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PUTZ 4/96