EXISTENZGRUNDUNG AUS DER HOCHSCHULE
Der PITT informiert, berät und begleitet
PITT
POTSDAMER
INNOVATIONS
UNDTECHNOLOGIE
TRANSFER
Seit nunmehr über drei Jahren arbeitet der Potsdamer Inno- vations- und Technologie-Transfer (PITT) als Dienstleistungseinrichtung derUniversi- tät an der Schnittstelle zwischen anwendungsorientierter universitärer Forschung und Praxis, insbesondere zur regionalen Wirtschaft. Daß die Transferstelle nicht nur für die Naturwissenschaftler ein interessanter Partner ist, beweisen Projekte im Bereich der Slavistik, der Patholinguistik oder mit der Juristischen Fakultät. Das Servicespektrum des PITT umfaßt dabei u.a. die Beratung und Begleitung von Existenzgründungen aus der Hochschule, Personaltransfer (Vermittlung von Praktika, Jobs, Innovationsassistenten und Absolventen, Patente/Lizenzen (Beratung, Anmeldung, Verwertung) , Messen und Präsentationen für die Uni sowie die Bündelung von Kontakten zwischen Hochschule und Technologie- und Gründerzentren. All diese Aktivitäten konzentrieren sich letztlich auf ein Ziel - die enge Verbindung von Lehre und Forschung in der Hochschule mit der Praxis. Die Universität Potsdam stellt einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor in der Region dar.
Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes gewinnen die Bereiche Personaltransfer und Existenzgründung aus der Hochschule mehr und mehr an Bedeutung. Dementsprechend vermittelt PITT Praktika und Jobs für Studierende, unterstützt sogenannte Innovationsassistenten, deren Personalkosten beim Einsatz als Berufseinsteiger in technologischen Schwerpunktbereichen des Landes für einen befristeten Zeitraum vom Wirtschaftsministerium zu 60% geförderten werden und vermittelt qualifiziertes Fachpersonal aus dem wissenschaftlichen Mittelbau. Jüngstes Beispiel ist die Akquise von über 40 Praktikumsplätzen für den neugeschaffenen Studiengang Patholinguistik in Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet. In den kommenden Jahren wird das Engagement der Hochschule zur Unterstützung landesweit bedeutsamer Projekte wie Biotechnologie- Park Luckenwalde, Potsdamer Centrum für Technologie (pct) oder Umwelttechnologie-Zentrum in Neuruppin im Mittelpunkt der koordinierenden Tätigkeit des PITT stehen.
Ein Thema in der Abeit der Transferstelle, das seit nunmehr über einem Jahr verstärkt in den Mittelpunkt rückt, ist die Förderung und Begleitung von Unternehmensgründungen aus der Hochschule. Ob durch Angebote in Form von Informationsveranstaltungen und Gründerseminaren oder durch individuelle Beratung in einem vertraulichen Gespräch - der PITT bietet „seinen“ Existenzgründern mehr als nur die Vermittlung von Kontakten an. Auf diese Weise soll dazu beigetragen werden, Fehler bereits in der Gründungsphase zu vermeiden, bestehende Illusionen über finanzielle Möglichkeiten und Marktchancen der eigenen Gründungsidee zu beseitigen und eine realistische Selbsteinschätzung sowie Abwägung der Chancen und Risiken zu befördern. Außerdem sollen den Prozeß der Unternehmensgründung begleitend konstruktive Hilfestellungen gegeben werden für wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Existenzgründung wie Unternehmens-, Finanzierungs- und Marketingkonzept, Verhandlungen mit Geldgebern sowie die Suche nach Fördermöglichkeiten.
gietransfer (WiSenT)GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, moderne mathematische Techniken und effiziente Agonthmen für komplexe Problemlösungen zu entwickeln und einzusetzen. Beispiele für Anwendungen des Know how der WiSenT GmbH in der Praxis sind u.a. Bilddatenkompressionsverfahren, z.B. für die Raumfahrt, 3D- Kontur-Tomogra- phie, Archivierungssysteme mit automatischer Attributie- rung oder die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung.
Zu Beginn dieses Sommersemesters trafen sich weitere Existenzgründer aus der Universität und der Region zu einem vom PITT organisierten Info-Workshop. Wer nicht daran teilnehmen konnte, aber Interesse an einer Beratung zum Thema Ausgründung hat, kann sich an den PITT, Ttel. 0331/977- 1119 bzw. im Internet unter bohlen@rz.uni- potsdam.de wenden.
Martin Zühlke/Andreas Bohlen
WISM.T
Gesellschaft für Wissenschaft Softwareentwicklung und Technologietransfer mbH
Die Vorteile solcher Existenzgründungen werden im allgemeinen wie folgt eingeschätzt: Sie bieten Perspektiven für Hochschulabsolventen, schaffen und sichern mittelfristig dauerhafte Arbeitsplätze in der Region, stärken die regionale Wirtschaftskraft, sichern perspektivisch eine enge Verbindung von Theorie und Praxis sowie von erfolgreichen Gründern (= Studenten, Absolventen, Mitarbeitern) und ihrer Hochschule, greifen Innovationen und Forschungsergebnisse aus der Hochschule auf und setzen Ideen in marktreife Produkte und Dienstleistungen um und tragen zu einer neuen „Unternehmenskultur“ (Corporate Culture) bei, die für neue Ideen zugänglich ist.
Seit der ersten PITT-Veranstaltung zum Thema Existenzgründung ist etwa ein Jahr vergangen. Inzwischen sind erste kleine Unternehmen im unmittelbaren Umfeld der Universität Potsdam entstanden, wurden 13 Beratungen durch den PITT durchgeführt. Die Ansätze sind verschieden und reichen von Beratungs- und Serviceunternehmen über Multimedia und Softwareentwicklung bis zu biotechnologischen Anwendungen und mathematischen Innovationen.
Eine besonders erfolgversprechende Unternehmensgründung erfolgte vor knapp einem Jahr im Bereich der numerischen Mathematik. Die Gesellschaft für Wissenschaft, Softwareentwicklung und Ttechnolo-
GREMIENWAHLEN AN DER UNI
Vom 25. bis 27. Juni 1996 finden zwischen jeweils 9 und 15 Uhr an der Universität Wahlen für die Gremien Senat, Konzil und die Fakultätsräte statt. Zu wählen sind die neuen Mitglieder aller Statusgruppen: „Der „Fahrplan“ sieht folgendermaßen aus:
Am 10. Juni 1996 erfolgt die hoch- schulöffentliche Bekanntgabe der vom Wahlausschuß als gültig anerkannten Wahlvorschläge. Briefwahlanträge an die Geschäftsstelle des Wahlausschusses können noch bis zum 19. Juni 1996, 15 Uhr gestellt werden. Die Abgabe bzw. das Zuschicken der ausgefüllten Briefwahlanträge an die Geschäftsstelle des Wahlausschusses ist bis spätestens zum 27. Juni 1996, 15 Uhr möglich. Die hochschulöffentliche Ermittlung und Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse wird dann am 27. Juni 1996 ab 15 Uhr erfolgen, die Bekanntgabe der endgültigen Wahlergebnisse über Schaukästen an allen drei Univer- sitätsstandorten ist für den 1. Juli 1996 vorgesehen. Ergänzungswahlen bei eventuell vakanten Sitzen sollen am 11. Juli 1996 möglich sein. Einsprüche gegen die Gültigkeit der Wahl können vom 1. bis zum 15. Juli 1996 um 15 Uhr geltend gemacht werden. M.Z.
PUTZ 4/96
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