Heft 
(1.1.2019) 04
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EXISTENZGRUNDUNG AUS DER HOCHSCHULE

Der PITT informiert, berät und begleitet

PITT

POTSDAMER

INNOVATIONS­

UNDTECHNOLOGIE­

TRANSFER

Seit nunmehr über drei Jahren arbeitet der Potsdamer Inno- vations- und Tech­nologie-Transfer (PITT) als Dienst­leistungseinrich­tung derUniversi- tät an der Schnitt­stelle zwischen an­wendungsorientierter universitärer For­schung und Praxis, insbesondere zur re­gionalen Wirtschaft. Daß die Transfer­stelle nicht nur für die Naturwissenschaft­ler ein interessanter Partner ist, beweisen Projekte im Bereich der Slavistik, der Patholinguistik oder mit der Juristischen Fakultät. Das Servicespektrum des PITT umfaßt dabei u.a. die Beratung und Be­gleitung von Existenzgründungen aus der Hochschule, Personaltransfer (Ver­mittlung von Praktika, Jobs, Innovations­assistenten und Absolventen, Patente/Li­zenzen (Beratung, Anmeldung, Verwer­tung) , Messen und Präsentationen für die Uni sowie die Bündelung von Kontakten zwischen Hochschule und Technologie- und Gründerzentren. All diese Aktivitäten konzentrieren sich letztlich auf ein Ziel - die enge Verbindung von Lehre und For­schung in der Hochschule mit der Praxis. Die Universität Potsdam stellt einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor in der Region dar.

Angesichts des angespannten Arbeits­marktes gewinnen die Bereiche Personal­transfer und Existenzgründung aus der Hochschule mehr und mehr an Bedeu­tung. Dementsprechend vermittelt PITT Praktika und Jobs für Studierende, unter­stützt sogenannte Innovationsassistenten, deren Personalkosten beim Einsatz als Berufseinsteiger in technologischen Schwerpunktbereichen des Landes für ei­nen befristeten Zeitraum vom Wirtschafts­ministerium zu 60% geförderten werden und vermittelt qualifiziertes Fachpersonal aus dem wissenschaftlichen Mittelbau. Jüngstes Beispiel ist die Akquise von über 40 Praktikumsplätzen für den neugeschaf­fenen Studiengang Patholinguistik in Klini­ken und Rehabilitationseinrichtungen im gesamten Bundesgebiet. In den kommen­den Jahren wird das Engagement der Hochschule zur Unterstützung landesweit bedeutsamer Projekte wie Biotechnologie- Park Luckenwalde, Potsdamer Centrum für Technologie (pct) oder Umwelttech­nologie-Zentrum in Neuruppin im Mittel­punkt der koordinierenden Tätigkeit des PITT stehen.

Ein Thema in der Abeit der Transferstelle, das seit nunmehr über einem Jahr verstärkt in den Mittelpunkt rückt, ist die Förderung und Begleitung von Unternehmensgrün­dungen aus der Hochschule. Ob durch An­gebote in Form von Informationsveranstal­tungen und Gründerseminaren oder durch individuelle Beratung in einem vertrauli­chen Gespräch - der PITT bietetseinen Existenzgründern mehr als nur die Vermitt­lung von Kontakten an. Auf diese Weise soll dazu beigetragen werden, Fehler bereits in der Gründungsphase zu vermeiden, beste­hende Illusionen über finanzielle Möglich­keiten und Marktchancen der eigenen Gründungsidee zu beseitigen und eine rea­listische Selbsteinschätzung sowie Abwä­gung der Chancen und Risiken zu beför­dern. Außerdem sollen den Prozeß der Unternehmensgründung begleitend kon­struktive Hilfestellungen gegeben werden für wichtige Bestandteile einer erfolgrei­chen Existenzgründung wie Unterneh­mens-, Finanzierungs- und Marketingkon­zept, Verhandlungen mit Geldgebern sowie die Suche nach Fördermöglichkeiten.

gietransfer (WiSenT)GmbH wurde mit dem Ziel gegründet, moderne mathematische Techniken und effiziente Agonthmen für komplexe Problemlösungen zu entwickeln und einzusetzen. Beispiele für Anwendun­gen des Know how der WiSenT GmbH in der Praxis sind u.a. Bilddatenkompres­sionsverfahren, z.B. für die Raumfahrt, 3D- Kontur-Tomogra- phie, Archivierungs­systeme mit auto­matischer Attributie- rung oder die zer­störungsfreie Werk­stoffprüfung.

Zu Beginn dieses Sommersemesters trafen sich weitere Existenzgründer aus der Uni­versität und der Region zu einem vom PITT organisierten Info-Workshop. Wer nicht dar­an teilnehmen konnte, aber Interesse an einer Beratung zum Thema Ausgründung hat, kann sich an den PITT, Ttel. 0331/977- 1119 bzw. im Internet unter bohlen@rz.uni- potsdam.de wenden.

Martin Zühlke/Andreas Bohlen

WISM.T

Gesellschaft für Wissenschaft Softwareentwicklung und Technologietransfer mbH

Die Vorteile solcher Existenzgründungen werden im allgemeinen wie folgt einge­schätzt: Sie bieten Perspektiven für Hoch­schulabsolventen, schaffen und sichern mittelfristig dauerhafte Arbeitsplätze in der Region, stärken die regionale Wirtschafts­kraft, sichern perspektivisch eine enge Ver­bindung von Theorie und Praxis sowie von erfolgreichen Gründern (= Studenten, Ab­solventen, Mitarbeitern) und ihrer Hoch­schule, greifen Innovationen und For­schungsergebnisse aus der Hochschule auf und setzen Ideen in marktreife Produk­te und Dienstleistungen um und tragen zu einer neuenUnternehmenskultur (Corpo­rate Culture) bei, die für neue Ideen zu­gänglich ist.

Seit der ersten PITT-Veranstaltung zum The­ma Existenzgründung ist etwa ein Jahr ver­gangen. Inzwischen sind erste kleine Unter­nehmen im unmittelbaren Umfeld der Uni­versität Potsdam entstanden, wurden 13 Beratungen durch den PITT durchgeführt. Die Ansätze sind verschieden und reichen von Beratungs- und Serviceunternehmen über Multimedia und Softwareentwicklung bis zu biotechnologischen Anwendungen und mathematischen Innovationen.

Eine besonders erfolgversprechende Un­ternehmensgründung erfolgte vor knapp einem Jahr im Bereich der numerischen Mathematik. Die Gesellschaft für Wissen­schaft, Softwareentwicklung und Ttechnolo-

GREMIENWAHLEN AN DER UNI

Vom 25. bis 27. Juni 1996 finden zwi­schen jeweils 9 und 15 Uhr an der Uni­versität Wahlen für die Gremien Senat, Konzil und die Fakultätsräte statt. Zu wählen sind die neuen Mitglieder aller Statusgruppen:DerFahrplan sieht folgendermaßen aus:

Am 10. Juni 1996 erfolgt die hoch- schulöffentliche Bekanntgabe der vom Wahlausschuß als gültig anerkannten Wahlvorschläge. Briefwahlanträge an die Geschäftsstelle des Wahlausschus­ses können noch bis zum 19. Juni 1996, 15 Uhr gestellt werden. Die Abgabe bzw. das Zuschicken der ausgefüllten Briefwahlanträge an die Geschäftsstel­le des Wahlausschusses ist bis späte­stens zum 27. Juni 1996, 15 Uhr mög­lich. Die hochschulöffentliche Ermitt­lung und Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse wird dann am 27. Juni 1996 ab 15 Uhr erfolgen, die Bekannt­gabe der endgültigen Wahlergebnisse über Schaukästen an allen drei Univer- sitätsstandorten ist für den 1. Juli 1996 vorgesehen. Ergänzungswahlen bei eventuell vakanten Sitzen sollen am 11. Juli 1996 möglich sein. Einsprüche ge­gen die Gültigkeit der Wahl können vom 1. bis zum 15. Juli 1996 um 15 Uhr geltend gemacht werden. M.Z.

PUTZ 4/96

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