STUDIOSI
POTSDAMER STUDIS PROBTEN LEBEN UND ARBEITEN IN FRANKREICH
Evry, ein Vorort von Paris, war kürzlich das Ziel von neun Studentinnen und Studenten der Sozialwissenschaften an der Uni Potsdam. Begleitet von der Diplom-Sozial- wissenschaftlerin Birgit Schäfer und der stellvertretenden Leiterin der Zentralen Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation, Dr. Antje Zapf, nahmen sie an einem zweiwöchigen binationalen Sprachkurs teil. Die Reise wurde vom Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung organisiert. Verantwortlich für Finanzierung und Durchführung war das Deutsch-Rranzösische Jugendwerk.
Bereits im September 1994 organisierte der Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung ein einwöchiges deutschfranzösisches Studienseminar, zu dem Soziologie-Studenten der Universität Evry nach Potsdam kamen. Im Gegenzug fuhren im März 1995 Potsdamer Soziologie-Studenten für eine Woche zu einem deutschfranzösischen Studienseminar nach Evry. Im Oktober 1995 erfolgte ein weiterer einwöchiger Besuch von französischen Studierenden in Potsdam. Diese Studienseminare dienten als erste Informations- und Kontaktprogramme, die die deutschen und französischen Teilnehmer anregen sollten, sich intensiver mit den Problemen internationalen Zusammenlebens zu beschäftigen. Nach diesen verheißungsvollen Treffen sollten nun die deutsch-französischen Kontakte durch einen zweiwöchigen binationalen Sprachkurs in Evry erweitert werden. Der binationale Sprachkurs gliedert sich in zwei Tteile: TM I (Evry) - TM II (Potsdam). Spezifische Inhalte und Methoden des Kurses werden durch das Deutsch-Französische Jugendwerk von Fachleuten des Austauschs und Sprachdidaktikern festgelegt.
Nach einer etwa zwölfstündigen Zugfahrt trafen die Tteilnehmer ziemlich erschöpft in Paris ein, wo sie von den bereits bekannten französischen Soziologie-Studenten herzlich empfangen wurden. Doch der Täg sollte noch nicht zu Ende sein! Die Franzosen hatten sich dazu entschlossen, sie noch mit einer rund einstündigen sightseemg-tour durch Paris zu beglücken. An schließend bekamen sie die günstige Gelegenheit, die französischen Kochkenntnisse einer Studentin, die eigens für die Gäste Gäste gekocht hatte, zu testen.
Wie auf Brennesseln saßen die Potsdamer dann am ersten „Arbeitstag" auf ihren Stühlen und rutschten mit großer Ungeduld und gemischten Gefühlen auf den Sitzen hin und her. An diesem ersten Täg wurden sie auf eine lange Geduldsprobe gestellt - kam doch die Sprachlehrern erst am Nachmittag. Dann allerdings lief alles wie geplant. Um sich intensiv mit der Partnersprache zu beschäftigen, bekamen die Studierenden die Aufgabe gestellt, kleine Umfragen zu den Themen: „Rockd", „Streik“ und „Immigration" durchzuführen. Dazu wurden drei Gruppen gebildet, die sich jeweils zurHälf
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te aus deutschen und französischen Studierenden zusammensetzten. Diese ersten Forschungsarbeiten werden im September 1996 in Potsdam - binationaler Sprachkurs Tteil II - fortgeführt.
Trotz des binationalen Sprachkurses, der die meiste Zeit des Täges in Anspruch nahm, blieb noch Zeit für den einen oder anderen ausgedehnten Spaziergang an der Seine oder den Champs-Elysees bzw. für das Pariser Nachtleben. Alles in allem fuhren die neun Studentinnen und Studenten mit ihren Begleitennnen hochzufrieden nach Potsdam zurück. Wer Interesse an künftigen Austauschprogrammen hat, wendet sich an Birgit Schäfer (Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung). B.S.
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„Haushaltslage katastrophal"
Eine Umfrage der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ergab eine „teilweise katastrophal verschlechterte Haushaltssituation der Hochschulen“. Danach stellen sich fast alle Länder der Finanzverantwortung für ihre Hochschulen zunehmend ungenügend und unberechenbar. Seit 1994 werden die Vorjahresansätze für laufende Mittel ohne Berücksichtigung der Preis- und Tänfentwick- lungen fortgeschrieben. Jedoch ist die Gestaltung der Haushaltspläne wenig aussagekräftig, weil Restriktionen vor allem durch weitreichende Maßnahmen des Haushaltsvollzugs herbeigeführt werden.
In allen Ländern sind weitreichende Stellenbesetzungssperren von mindestens einem halben Jahr bis zu 42 Monaten (Berlin) wirksam. Außerdem wurden umfangreiche globale Minderausgaben verlängert oder neu verfügt. Im Land Berlin wurden pauschale Minderausgaben von ca. 185 Mio. DM veranschlagt und zusätzliche Einsparforderungen bis 234 Mio. DM bekannt, die die FVage nach der Finanzierung der Studienplatzzielzahl und dem Erhalt aller Hochschulen in Berlin aufwerfen. Die tiefgreifenden Maßnahmen des Haushaltsvollzugs, die vielfach zu Einschnitten in die Struktur einzelner Hochschulen führen, wurden in der Mehrzahl der Fälle vor Erlaß nicht mit den Hochschulen abgesprochen. pm.
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Neues Förderprogramm
Das „Standing Committee for the Social Sciences“ der „European Science Foundation“ hat ein neues Programm eingerichtet, um die Entwicklung von sozialwissenschaft- lichen Forschungsaktivitäten auf europäischer Ebene zu fördern. Es wendet sich an sozialwissenschaftliche Arbeitsgruppen an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Es soll dazu beitragen, europäische Forschungskontakte aufzubauen und zu vertiefen. Dabei muß die transnationale Koordination der Forschungsaktivitäten gewährleistet sein. Anträge sollen vor allem zu folgenden Themenbereichen eingereicht werden: Employment and Social Security Systems, Social, Economic and Political Implications of the Development of Digital Ttechnology and Informal Economy Crime and Social Order. Es können auch Anträge zu anderen Gebieten gestellt werden. Sie müssen bis zum 31. Mai 1996 eingehen, sollen nicht mehr als sechs bis zehn Seiten umfassen und in englischer Sprache abgefaßt sein.
Weitere Informationen bei der European Science Foundation, Exploratory Grant Scheme in the Social Sciences, 1 quai, Lezay-Marnesia, 67080 Strasbourg Cedex, Fhance, Ttel. (+33)88 76 71 31, Fax (+33)88 37 05 32, E-mail: scss@esf.org, WWW Home Rage: http://www.esf.org. dfg
Anträge für LIFE einreichen
Geht es nach der EU-Kommission, erfährt das Finanzierungsinstrument für die Umweltpolitik der EU, LIFE, eine Fortsetzung. Das Förderprogramm LIFE II unterstützt länderübergreifende Projekte mit innovativem Charakter. In Frage kommen Demon- strations-, Aufklärungsvorhaben, Projekte, die Anreize zur Nachahmung vermitteln sollen sowie technische Hilfsmaßnahmen. Bis zum 15. Juli können Anträge bei der Europäischen Kommission für die drei Tteilbereiche eingereicht werden: LIFE-Natur (Vorhaben zum Schutz von Naturschutzgebieten bzw. Flora und Fauna im Rahmen der Habitatrichtlinie und der Vögelschutzrichtlinie), LIFE-Umwelt (Vorhaben in den Bereichen der industriellen technischen Entwicklung und der Durchführung der Umweltpolitik mit Demonstrationscharakter) und LIFE-Drittländer (Zusammenarbeit von Umweltverwaltungen und Demonstrationsvorhaben für eine nachhaltige Entwicklung mit den assoziierten Staaten in Mittel- und Osteuropa, den baltischen Republiken und den Staaten im Mittelmeerraum). Informationsbroschüren über die Vorhaben können angefordert werden bei den Ministerien für Umwelt der Länderfür „LIFE-Umwelt" (Frist: 14. Juni '96) und den Delegationen der Europäischen Union in den jeweiligen Staaten für „LIFE- Drittländer" (Frist: 30. Juni ’96). eu
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