Heft 
(1.1.2019) 04
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RUFE

Einen Ruf hat erhalten:

Prof. Dr. Reimund Gerhard-Multhaupt,

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fa­kultät der Universität Potsdam, auf eine C4- Professur für Experimentalphysik an der Universität Gesamthochschule Kassel.

Einen Ruf hat abgelehnt:

Prof. Dr. Detlev W Belling, Juristische Fa­kultät der Universität Potsdam, auf eine C4- Professur für Bürgerliches Recht unter be­sonderer Berücksichtigung von Arbeits­und Sozialrecht an dertechnischen Univer­sität Dresden.

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Doz. Dr. habil. Flrank Hom, Universität Ro­stock, auf eine C4-Professur für Didaktik der Biologie im Institut für Systematik und Didaktik der Biologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.

PD Dr. Torsten Schaub, TH Darmstadt/ Universität Rennes (Frankreich), auf eine C3-Professur für Angewandte Informatik III im Institut für Informatik der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Prof. Dr. Flrank Scherbaum, Universität Mün­chen, auf eine C4-Professur für Geophysik im Institut für Geowissenschaften der Mathe­matisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Prof. Dr. Marianne Vater, Universität Re­gensburg, auf eine C3-Professur für Allge­meine Zoologie im Institut für Zoophysio­logie und Zellbiologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.

NEU ERNANNTE PROFESSOREN

An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern unter anderem auch die wäh­rend der letzten Monate sehr zahlreich ernannten Professoren. Mit weiteren vier Professoren soll an dieser Stelle bekannt gemacht werden (zusammengestellt von Dr. Barbara Eckardt).

Für das Gebiet Roma­nische Literaturwis­senschaft (Franzö­sisch/Spanisch) im In­stitut für Romanistik der Philosophischen Fakultät I wurde Prof. Dr. habil. Ottmar Ette ernannt. Der 1956 in Zell Geborene studier­te Romanistik und Geographie in Freiburg

und Madrid. Mehrmonatige Auslandsauf­enthalte führten ihn nach Frankreich, Italien und Lateinamerika. Von 1987 bis 1995 war Ottmar Ette als wissenschaftlicher Mitarbei­ter bzw. Assistent an der Katholischen Uni­versität Eichstätt im Bereich Romanische Li­teraturwissenschaft tätig. 1987 erhielt er den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis für die Be­arbeitung derRelation histonque Alexan­der von Humboldts. Mit einer Türbeit über den kubanischen Lyriker und Essayisten Jose Marti promovierte er 1990 an der Uni­versität Freiburg. Buchpublikationen zu Jose Enrique Rodo, Jose Marti und Reinaldo Arenas, zur französischsprachigen Karibik sowie zur Reiseliteratur im europäisch-ame­rikanischen Spannungsfeld schlossen sich an. In den Jahren 1993 und 1994 folgten drei Gastdozenturen in Mexiko-Stadt und Tblu- ca/Mexiko. Ebenfalls in Eichstätt habilitier­te sich der Hochschullehrer 1995 mit einer Schrift über den französischen Literatur­theoretiker und Essayisten Roland Barthes. Seine gegenwärtigen Forschungsschwer­punkte, die im Bereich der französisch-spa­nischsprachigen Literaturen, der Mythen­rezeption und Reiseliteratur liegen, gelten Problemen interkultureller Vermittlung und sich daraus ableitender literaturtheoreti­schen Fragestellungen.

Eine Professur für Prak­tische Philosophie/Poli­tische Philosophie im Institut für Philosophie der Philosophischen Fakultät I bekleidet Prof. Dr. habil. Hans- Peter Krüger. Der 1954 in Potsdam geborene Wissenschaftler stu­dierte von 1972 bis 1976 Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dem schloß sich bis 1979 ein Forschungsstudium an. Mit einer Dissertation zur Entstehungsgeschich­te der Hegelschen Philosophie (vorphäno­menologische Schnften 1788-1805) promo­vierte er 1980 an dieser Berliner Hochschu­le. Bis 1981 arbeitete Hans-Peter Krüger dann als Assistent im Bereich Philosophie an der Hochschule für Ökonomie in Berlin. Dem folgte bis 1989 eine Tätigkeit als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theo­rie, Geschichte und Organisation der Wis­senschaft der DDR-Akademie der Wissen­schaften in Berlin. Mit der ArbeitKritik der kommunikativen Vernunft habilitierte sich der Hochschullehrer 1987 an dieser Einrich­tung. Seme Ernennung zum Professor für Wissenschaftstheorie an der Akademie er­folgte 1989. Als weitere Stationen seines wis­senschaftlichen Werdeganges sind zu nen­nen: Fellow am Wissenschaftskolleg zu Ber­lin, Institute for Advanced Study sowie am Center for Philosophy of Science der University of Pittsburgh/USA, wissenschaft­

licher Mitarbeiter am Forschungsschwer­punkt Wissenschaftsgeschichte und Wissen­schaftstheorie der Fördergesellschaft Wis­senschaftliche Neuvorhaben mbH. Seit Ok­tober 1994 ist Hans-Peter Krüger der ge­schäftsführende Direktor des Institutes für Philosophie an der Universität Potsdam. Au­ßerdem leitet er die von der Max-Planck- Gesellschaft finanzierte Arbeitsgruppe }Nis- senschaftskulturen im Kommunikationspro­zeß (20. Jh.). Zu den Forschungsschwer­punkten des Wissenschaftlers zählen die Philosophische Anthropologie im Sinne von Helmuth Plessner sowie der amerikanische Pragmatismus, insbesondere John Dewey.

Prof. Dr. habil. Klaus Schöler ist der Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirt­schaftstheorie in der Wirtschafts- und Sozi­alwissenschaftlichen Fakultät. Er wurde 1948 in Siegen geboren und studierte an der dortigen Universität von 1971 bis 1976 Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre. Nach einem Studien­aufenthalt an der University of Texas in Austin/USÄ promovierte er 1980 mit einer Arbeit über das Marktgebiet im Einzelhan­del. Anschließend war der Wissenschaftler an verschiedenen Forschungsprojekten be­teiligt. Ebenfalls in Siegen habilitierte er sich 1985 mit einer Schrift über räumliche Preistheorie. Vor der Rufannahme in Pots­dam übte er drei Jahre lang die Rmktion des kommissanschen Direktors des Institu­tes für Regionalforschung der Christian-Al- brechts-Universität in Kiel aus. Die For­schungsinteressen des Hochschullehrers sind weit gestreut. So veröffentlichte er Bei­träge zur Geldtheorie, Konjunkturtheorie, Außenwirtschaftstheorie sowie zur Erwar­tungsbildung von Unternehmen und zur Theone der Bank. Immer wieder kehrte er allerdings zu Fragen der Raumwirtschafts- theone zurück. Zahlreiche Aufsätze in deut­schen und internationalen Zeitschriften pu­blizierte er dazu.

Für das Gebiet Mathe­matische Logik im In­stitut für Mathematik der Mathematisch-Na­turwissenschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil. Martin Weese ernannt. Der 1948 in Neuruppin Geborene studierte von 1967 bis 1971 Mathematik an der Humboldt-Universi­tät zu Berlin. Dem schloß sich bis 1973 ein Forschungsstudium an. 1974 promovierte er mit einer ArbeitZur Entscheidbarkeit der

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