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RUFE
Einen Ruf hat erhalten:
Prof. Dr. Reimund Gerhard-Multhaupt,
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam, auf eine C4- Professur für Experimentalphysik an der Universität Gesamthochschule Kassel.
Einen Ruf hat abgelehnt:
Prof. Dr. Detlev W Belling, Juristische Fakultät der Universität Potsdam, auf eine C4- Professur für Bürgerliches Recht unter besonderer Berücksichtigung von Arbeitsund Sozialrecht an der “technischen Universität Dresden.
Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:
Doz. Dr. habil. Flrank Hom, Universität Rostock, auf eine C4-Professur für Didaktik der Biologie im Institut für Systematik und Didaktik der Biologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.
PD Dr. Torsten Schaub, TH Darmstadt/ Universität Rennes (Frankreich), auf eine C3-Professur für Angewandte Informatik III im Institut für Informatik der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Prof. Dr. Flrank Scherbaum, Universität München, auf eine C4-Professur für Geophysik im Institut für Geowissenschaften der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Prof. Dr. Marianne Vater, Universität Regensburg, auf eine C3-Professur für Allgemeine Zoologie im Institut für Zoophysiologie und Zellbiologie der Mathematisch- Naturwissenschaftlichen Fakultät.
NEU ERNANNTE PROFESSOREN
An der Universität Potsdam herrscht nach wie vor eine rege Aufbauphase. Zeichen dafür sind nicht nur viele Baugerüste, sondern unter anderem auch die während der letzten Monate sehr zahlreich ernannten Professoren. Mit weiteren vier Professoren soll an dieser Stelle bekannt gemacht werden (zusammengestellt von Dr. Barbara Eckardt).
Für das Gebiet Romanische Literaturwissenschaft (Französisch/Spanisch) im Institut für Romanistik der Philosophischen Fakultät I wurde Prof. Dr. habil. Ottmar Ette ernannt. Der 1956 in Zell Geborene studierte Romanistik und Geographie in Freiburg
und Madrid. Mehrmonatige Auslandsaufenthalte führten ihn nach Frankreich, Italien und Lateinamerika. Von 1987 bis 1995 war Ottmar Ette als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Assistent an der Katholischen Universität Eichstätt im Bereich Romanische Literaturwissenschaft tätig. 1987 erhielt er den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis für die Bearbeitung der „Relation histonque“ Alexander von Humboldts. Mit einer Türbeit über den kubanischen Lyriker und Essayisten Jose Marti promovierte er 1990 an der Universität Freiburg. Buchpublikationen zu Jose Enrique Rodo, Jose Marti und Reinaldo Arenas, zur französischsprachigen Karibik sowie zur Reiseliteratur im europäisch-amerikanischen Spannungsfeld schlossen sich an. In den Jahren 1993 und 1994 folgten drei Gastdozenturen in Mexiko-Stadt und Tblu- ca/Mexiko. Ebenfalls in Eichstätt habilitierte sich der Hochschullehrer 1995 mit einer Schrift über den französischen Literaturtheoretiker und Essayisten Roland Barthes. Seine gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte, die im Bereich der französisch-spanischsprachigen Literaturen, der Mythenrezeption und Reiseliteratur liegen, gelten Problemen interkultureller Vermittlung und sich daraus ableitender literaturtheoretischen Fragestellungen.
Eine Professur für Praktische Philosophie/Politische Philosophie im Institut für Philosophie der Philosophischen Fakultät I bekleidet Prof. Dr. habil. Hans- Peter Krüger. Der 1954 in Potsdam geborene Wissenschaftler studierte von 1972 bis 1976 Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dem schloß sich bis 1979 ein Forschungsstudium an. Mit einer Dissertation zur Entstehungsgeschichte der Hegelschen Philosophie (vorphänomenologische Schnften 1788-1805) promovierte er 1980 an dieser Berliner Hochschule. Bis 1981 arbeitete Hans-Peter Krüger dann als Assistent im Bereich Philosophie an der Hochschule für Ökonomie in Berlin. Dem folgte bis 1989 eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theorie, Geschichte und Organisation der Wissenschaft der DDR-Akademie der Wissenschaften in Berlin. Mit der Arbeit „Kritik der kommunikativen Vernunft“ habilitierte sich der Hochschullehrer 1987 an dieser Einrichtung. Seme Ernennung zum Professor für Wissenschaftstheorie an der Akademie erfolgte 1989. Als weitere Stationen seines wissenschaftlichen Werdeganges sind zu nennen: Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Institute for Advanced Study sowie am Center for Philosophy of Science der University of Pittsburgh/USA, wissenschaft
licher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie der Fördergesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben mbH. Seit Oktober 1994 ist Hans-Peter Krüger der geschäftsführende Direktor des Institutes für Philosophie an der Universität Potsdam. Außerdem leitet er die von der Max-Planck- Gesellschaft finanzierte Arbeitsgruppe }Nis- senschaftskulturen im Kommunikationsprozeß (20. Jh.)“. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers zählen die Philosophische Anthropologie im Sinne von Helmuth Plessner sowie der amerikanische Pragmatismus, insbesondere John Dewey.
Prof. Dr. habil. Klaus Schöler ist der Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Er wurde 1948 in Siegen geboren und studierte an der dortigen Universität von 1971 bis 1976 Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre. Nach einem Studienaufenthalt an der University of Texas in Austin/USÄ promovierte er 1980 mit einer Arbeit über das Marktgebiet im Einzelhandel. Anschließend war der Wissenschaftler an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt. Ebenfalls in Siegen habilitierte er sich 1985 mit einer Schrift über räumliche Preistheorie. Vor der Rufannahme in Potsdam übte er drei Jahre lang die Rmktion des kommissanschen Direktors des Institutes für Regionalforschung der Christian-Al- brechts-Universität in Kiel aus. Die Forschungsinteressen des Hochschullehrers sind weit gestreut. So veröffentlichte er Beiträge zur Geldtheorie, Konjunkturtheorie, Außenwirtschaftstheorie sowie zur Erwartungsbildung von Unternehmen und zur Theone der Bank. Immer wieder kehrte er allerdings zu Fragen der Raumwirtschafts- theone zurück. Zahlreiche Aufsätze in deutschen und internationalen Zeitschriften publizierte er dazu.
Für das Gebiet Mathematische Logik im Institut für Mathematik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wurde Prof. Dr. habil. Martin Weese ernannt. Der 1948 in Neuruppin Geborene studierte von 1967 bis 1971 Mathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dem schloß sich bis 1973 ein Forschungsstudium an. 1974 promovierte er mit einer Arbeit „Zur Entscheidbarkeit der
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