Heft 
(1.1.2019) 04
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Topologie der p-adischen Zahlkörper in Sprachen mit Mächtigkeitsquantoren. Als Assistent bzw. Oberassistent arbeitete er dann an der Berliner Hochschule. 1977 ha­bilitierte er sich an gleicher Einrichtung zum ThemaEntscheidbarkeit der Theorie der Booleschen Algebren in Sprachen mit Mäch­tigkeitsquantoren". Von 1981 bis 1985 leitete Martin Weese die ThemengruppeBoole­sche Algebren". Seit Mitte der 70er Jahre ist der Wissenschaftler in der Mathematischen Schülergesellschaft tätig, seit 1980 Mither­ausgeber derZeitschrift für Mathematische Logik und Grundlagen der Mathematik und seit 1993 der NachfolgezeitschnftMathe- matical Logic Quarterly". Im Ffühjahr 1994 wurde er in den Vorstand derDeutschen Vereinigung für Mathematische Logik und Grundlagenforschung gewählt. Die in en­ger Verbindung zur Praxis gewonnenen For­schungsergebnisse publizierte der Mathe­matiker in einer Reihe von Veröffentlichun­gen. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers gehören Unabhängigkeits­probleme in der Mengenlehre sowie Unter­suchungen zur Struktur der Booleschen Algebren. Des weiteren will er die Zusam­menarbeit mit den Berliner Universitäten auf dem Gebiet der Logik fortführen.

TRAUER UM WERNER KÜHNAPFEL

Am 16. Januar 1996 ist Werner Kühnapfel durch einen tragischen Unglücksfall ums Leben gekommen. Er war seit fast 20 Jah­ren Betriebshandwerker und Hausmeister der Ökologischen Station Gülpe. Für alle, die in dieser Außenstelle der Universität arbeiten oder sie besuchten, war Werner Kühnapfel ein hoch geschätzter Mitarbeiter. Durch Umsicht und großes handwerkliches Geschick hat er über einen langen Zeitraum wesentlich zur Erhaltung, baulichen In­standsetzung und Verschönerung dieses einmaligen Feldlaboratormms an der Unte­ren Havel beigetragen.

Werner Kühnapfel war ein aufmerksamer Beobachter und Kenner der Natur. In den Wintermonaten stellte er mit der ihm eigenen Perfektion Tierpräparate her, die die praxis­bezogene Ausbildung der Studenten berei­chern. Bei wissenschaftlichen Freiland- expenmenten war er mit seinen vielseitigen technischen Tälenten stets ein hilfsbereiter und zuverlässiger Kollege. Vielen Doktoran­den und Kollegen war Werner Kühnapfel ein treuer Weggefährte und manchen freund­schaftlich verbunden. Wir verlieren in ihm einen pflichtbewußten Mitarbeiter und wer­den sein Andenken in Ehren halten.

Prof. Dr. Joachim Pötsch, Geschäftsführender Direktor des Insti­tuts für Ökologie und Naturschutz und Leiter der Ökologischen Station Gülpe

PROMOTIONEN

Dr.rer.nat.

Jörg Becker mit der Arbeit:Geographie in der Postmoderne? Zur Kritik post­modernen Denkens in Stadtforschung und Anthropogeographie (22.03.1996) Christoph Dorschfeldt mit der Arbeit: An Algebra of Mellin Pseudo-Differen­tial Operators near Corner Singularities"

(21.02.1996)

Nora Eckermann mit der Arbeit:Bio­chemische Charakterisierung von Gewebekulturstämmen unterschiedli­cher Photosynthese- und Morphogene­sekapazität aus Beta vulgaris L."

(14.03.1996)

Fhlk Mehdorn mit der Arbeit:Plasma­gestützte Erzeugung dünner ionischer Schichten (19.03.1996)

Jochen Wollermit der Arbeit:Synthesen und Reaktionen von Cycloalkylidenma- lonsäurederivaten (28.02.1996)

Dr. iur.

Ulrich Bernhardt mit der Arbeit:Die deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft 'Walter Ulbricht 1948-1971 (03.04.1996)

Sabine Görgen mit der Arbeit:Die Ver­kehrsbezeichnung von Lebensmitteln im Europäischen Binnenmarkt

(03.04.1996) .

Akademie-Preis für Wolfgang Kunz

Dr. Wolfgang Kunz, Mitarbeiter der Max-Planck-Ar- beitsgruppe Feh­lertolerantes Rech­nen an der Univer­sität Potsdam, ist mit dem Preis der Berlin-Brandenbur- gischen Akademie der Wissenschaf­ten, gestiftet von der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung, ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 15.000,- DM dotiert. Zu­sammen mit drei weiteren Preisen wurde er von der 1993 gegründeten Akademie an junge Forscherinnen und Forscher, die sich durch ihre wissenschaftlichen Leistungen besonders ausgezeichnet haben, erstmalig vergeben. Dabei gab es zwar keine Alters­begrenzung, die Preisträger werden aber, gemessen an ihren wissenschaftlichen Er­gebnissen, als jung angesehen.

Die von Dr. Kunz durchgeführten Arbeiten sind auch in den USA auf großes Interesse gestoßen. Er ist deshalb ebenfalls mit dem Reis derlEEE Circuits and Systems Society

[Foto: pnv&t

für die beste Veröffentlichung in der Fach­zeitschrift IEEE Uransactions on Computer Aded Design ausgezeichnet worden.

Dr. Kunz, der 1964 in Saarbrücken geboren wurde und sich derzeit an der Universität Potsdam habilitiert, beschäftigt sich mit Ver­fahren, die den Entwurf hochintegrierter elektronischer Schaltungen automatisieren. Dabei hat er grundlegend neue Konzepte entworfen, die zu völlig neuen Methoden geführt haben. So wurde denn auch eines dieser Softwareverfahren, das unter dem NamenRekursives Lernen bekannt ge­worden ist, von der International löst Con­ference zu den wesentlichsten Arbeiten auf diesem Gebiet in den letzten 25 Jahren ge­zählt.

Die Besonderheit desRekursiven Lernens" ist, daß damit sämtliche Implikationen einer digitalen Schaltung abgeleitet werden kön­nen. Es wird verwendet, um Schaltungen zu verifizieren und zu optimieren und um Tbst- routmen zu erzeugen. So ermöglichte die­ses von Dr. Kunz entwickelte Verfahren erst­mals, bestimmte Schaltungstypen auf ihre funktionale Korrektheit hin zu überprüfen. Dabei wurden Fehler in Schaltungen ent­deckt, die bereits jahrelang im Umlauf wa­ren. Für die Optimierung von Schaltungen, die zum Ziel hat, mit möglichst wenig Schaltelementen auszukommen, gelang es Dr. Kunz außerdem, einen Algorithmus zu entwickeln, mit dem derzeit die weltweit besten Optimierungsergebnisse erzielt werden.

Die Methoden von Wolfgang Kunz werden sowohl an Hochschulen als auch in der In­dustrie genutzt und weiterentwickelt. Aus den Mitteln, die die National Science Foundation in den USA zur weiteren Unter­suchung dieser Verfahren bereitgestellt hat, wird unter anderem eine Forschungs­professur für den Potsdamer Preisträger an der Tfexas A&M Umversity finanziert, ade

Schorn-Schütte in Stiftungsrat berufen

Im Mai 1992 erarbeitete eine vom damaligen brandenburgischen Minister für Wissen­schaft, Forschung und Kultur, Hinrich Enderlein, und vom Berliner Senator für Wis­senschaft und Forschung, Prof. Manfred Erhardt, berufene Kommission Empfehlun­gen für die Gründung der StiftungFor­schungsinstitut für die Geschichte Preu­ßens. Dieser Gründungskommission gehör­ten mit Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte, Prof. Dr. Julius H. Schoeps und Rof. Dr. Peter-Mi­chael Hahn auch Professoren des Histori­schen Institutes der Universität Potsdam an. Das Forschungsinstitut soll auf Empfehlung des Wissenschaftsrates in Tfeilnachfolge der über vier Jahrzehnte im damaligen West­berlin bestehendenHistorischen Kommis-

PUTZ 4/96

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