sion zu Berlin“ die künftigen Forschungen zur Geschichte Preußens übernehmen.
Da sich das Land Brandenburg auf Grund der angespannten Haushaltslage aus dem Projekt zurückzog, beendete Berlin die Konstituierungsphase allein. Dennoch wurde ein Vertreter der brandenburgischen Wissenschaftslandschaft in die Kommission berufen, die Vorschläge für den zu berufenden Direktor des zu gründenden Institutes vorlegen sollte. Diese Aufgabe übernahm Luise Schorn-Schütte, Inhaberin des Lehrstuhles für Neuere und Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der FTühen Neuzeit im Historischen Institut an der Universität Potsdam. Sie war zuvor auch Mitglied einer kleineren Kommission, die inhaltliche Empfehlungen für das zu gründende „Preußen-Institut" ausarbeitete. Die Satzung des „Forschungsinstitutes für die Geschichte Preußens" sieht vor, daß ein Stiftungsrat als Aufsichtsgremium über dessen inhaltliche Arbeit zu wachen hat, die jährlichen Geschäftsberichte des Direktors entgegennimmt sowie die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates beruft. Diesem Stiftungsrat gehören der Senator für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, der brandenburgische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ein Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, je ein Vertreter der Berliner und brandenburgischen Universitäten bzw. Hochschulen sowie zwei weitere zu kooptierende Mitglieder des wissenschaftlichen Lebens an. Die brandenburgische Landesrektorenkonferenz hat nunmehr Luise Schorn-Schütte als Ver- tretenn des Landes Brandenburg in dieses Gremium gewählt, der Minister hat sie daraufhin berufen. L.S.
Potsdamer Beteiligung an Heuschreckentagung
Im Rhythmus von zwei Jahren treffen sich Heuschreckenexperten aus ganz Deutschland, um sich über die neuesten Arbeitsergebnisse auszutauschen, Anregungen zu geben und Informationen zu erhalten. In diesem Jahr fand die Tägung der Deutschen Gesellschaft für Orthopterologie (DGfO) Anfang März in Marburg an der Lahn statt. Die Diplomandin Anja Schilitz und der Doktorand Raimund Klatt, Institut für Zoologie und Naturschutz der Universität Potsdam, reisten gemeinsam mit 200 Tfeilnehmern zu dieser Tägung. Auf dem umfangreichen Programm standen unter anderem Vorträge zur akustischen Kommunikation, zur Ausbreitung, zu Verbreitung und Systematik von Heuschrecken ebenso wie Vorträge zum Thema Rote Listen (für gefährdete Tierarten) und Populationsgefährdungsanalysen. A.S.
Helene Harth in HRK- Arbeitsgruppe Lehrerbildung
Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die Romanistin und Prorektorin der Universität Potsdam, Prof. Dr. Helene Harth, in die neugebildete Arbeitsgruppe zur Reformierung der Lehrerbildung berufen. Der Auftrag der Arbeitsgruppe umfaßt neben einer Aufnahme des gegenwärtigen Standes der Lehrerausbildung in den 16 Ländern der Bundesrepublik die Herausarbeitung der wesentlichen Defizite und die Entwicklung von entsprechenden Lösungsvorschlägen. Die Berufung Helene Harths erfolgte für die Dauer von drei Jahren.
Eckart Klein in DFG gewählt
Prof. Dr. Eckart Klein, Lehrstuhl für Staatsrecht, Völkerrecht und Europarecht der Universität Potsdam, ist zum Ersatzgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für das Fachgebiet öffentliches Recht, Internationales Verwaltungsrecht und Ausländisches öffentliches Recht und für das Fachgebiet Völkerrecht, Europarecht gewählt worden.
Professor Eisenberg in Paris
Kürzlich hielt Prof. Dr. Peter Eisenberg, Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Sprache der Gegenwart am Institut für Germanistik der Universität Potsdam, Vorlesungen am renommierten Pariser „College de France“. Dieses College ist eine Einrichtung, die in Deutschland kein Pendant hat. An etwa fünfzig Lehrstühlen und Forschungsinstituten wird unter dem Motto DOCET OMNLA zu Themen aus der gesamten Universitas wissenschaftlich gearbeitet. Jeder Professor hält 26 Vorlesungen lmjahr, zu denen jedermann freien Zutritt hat. Feste Studiengänge gibt es ebenso wenig wie eine eigene Studentenschaft. Wird ein Lehrstuhl frei, so beschließt das Professorium jeweils neu über die inhaltliche Ausrichtung sowie die personelle Besetzung. Die Berufung erfolgt durch den Staatspräsidenten. Eine Berufung an das College gilt in Frankreich als besondere Ehre. Als Mitglied der Kommission für Rechtschreibfragen am Institut für Deutsche Sprache sprach Peter Eisenberg über Fundierung und Perspektiven der Rechtschreibreform. Man hatte das Thema gewünscht, weil ein groß angelegter Versuch zur Reform der französischen Orthographie kürzlich gescheitert ist. Des weiteren referierte Peter Eisenberg über die Grammatikschreibung in Deutschland in den 80er und 90er Jahren. Auch las er am Germanistischen Institut der Sorbonne, Paris IV Grand Palais. Die Potsdamer und Pariser Germanisten planen nun eine Zusammenarbeit im Rahmen des SOKRATES-Programmes. zg.
Fortbildungsseminare für Lehrende
Im Sommersemester 1996 werden für Lehrende der Universität Potsdam erstmals drei Fortbildungsseminare angeboten, in denen es um praktische Tips zur Verbesserung der eigenen Lehre und um (noch mehr) Spaß am Unterrichten geht. Im ersten Seminar „Lehren und Lernen an der Universität“ am 14./1S. Juni geht es um Themen wie: Wie plane ich die einzelne Unterrichtseinheit? Wie kann man Lernerfolg kontrollieren? Wie motiviert man Studierende zur Mitarbeit? und ähnliches. Im zweiten Seminar ,yisualisierungstechniken“ am 28./29. Juni werden den Teilnehmerinnen und Tfeilnehmern Techniken und Methoden des Visualisierens und Präsentierens vorgestellt. Das dritte in diesem Semester angebotene Seminar „Moderationstechniken im Unterricht“ am 5./6. Juli stellt Instrumente und Techniken der Moderation vor. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist die vorherige Teilnahme am Basisseminar „Lehren und Lernen an der Universität“.
Adressaten sind alle, die an der Universität unterrichten. Die Seminare gehen jeweils freitags von 14.00-18.00 Uhr und samstags von 18.30-18.00 Uhr. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldeformulare sind den Handzetteln beigelegt, die durch die Hauspost verschickt wurden. Bei Ragen steht als Ansprechpartnerin die „Trainerin“ Elisabeth Hilligardt, Tfel. 3244 (Anrufbeantworter) oder Fax 4524, zur Verfügung. Weitere Handzettel und Anmeldeformulare sind bei Sabine Lücke, Tfel. 977-3238 (12.30- 15.45 Uhr) zu erhalten. E.H.
Schiedermair weiterhin Präsident
Die Delegierten des 46. Hochschulverbandstages wählten vor einigen Wochen Professor Dr. Hartmut Schiedermair mit deutlicher Mehrheit für weitere zwei Jahre zu ihrem Präsidenten. Der Kölner Völkerrechtler übt dieses Amt seit 16 Jahren aus. Als Vizepräsidenten benefen die Delegierten Prof. Dr. Martin Oldiges (Öffentliches Recht, Universität Leipzig) und Prof. Dr, Helmut J. Schmidt (Biologie, Universität Kaiserslautern). Weitere Mitglieder des neu gewählten Präsidiums sind: Prof. Dr. Gerhard Becker (Mathematik, Universität Bremen), Prof. Dr. Claus Herberhold (Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universität Bonn), Prof. Dr. Christoph Schmttler (Physik, "technische Universität Ilmenau) und Prof. Dr. Edda Siegl (Biologie, Universität Rostock). Der Deutsche Hochschulverband, die Berufsvertretung der Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses, hat derzeit über 16.000 Mitglieder. dhv.
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PUTZ 4/96