Heft 
(1.1.2019) 04
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sion zu Berlin die künftigen Forschungen zur Geschichte Preußens übernehmen.

Da sich das Land Brandenburg auf Grund der angespannten Haushaltslage aus dem Projekt zurückzog, beendete Berlin die Konstituierungsphase allein. Dennoch wur­de ein Vertreter der brandenburgischen Wissenschaftslandschaft in die Kommission berufen, die Vorschläge für den zu berufen­den Direktor des zu gründenden Institutes vorlegen sollte. Diese Aufgabe übernahm Luise Schorn-Schütte, Inhaberin des Lehr­stuhles für Neuere und Allgemeine Ge­schichte unter besonderer Berücksichtigung der FTühen Neuzeit im Historischen Institut an der Universität Potsdam. Sie war zuvor auch Mitglied einer kleineren Kommission, die inhaltliche Empfehlungen für das zu gründendePreußen-Institut" ausarbeitete. Die Satzung desForschungsinstitutes für die Geschichte Preußens" sieht vor, daß ein Stiftungsrat als Aufsichtsgremium über des­sen inhaltliche Arbeit zu wachen hat, die jährlichen Geschäftsberichte des Direktors entgegennimmt sowie die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates beruft. Diesem Stiftungsrat gehören der Senator für Wis­senschaft und Forschung des Landes Ber­lin, der brandenburgische Minister für Wis­senschaft, Forschung und Kultur, der Präsi­dent der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ein Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, je ein Ver­treter der Berliner und brandenburgischen Universitäten bzw. Hochschulen sowie zwei weitere zu kooptierende Mitglieder des wissenschaftlichen Lebens an. Die bran­denburgische Landesrektorenkonferenz hat nunmehr Luise Schorn-Schütte als Ver- tretenn des Landes Brandenburg in dieses Gremium gewählt, der Minister hat sie dar­aufhin berufen. L.S.

Potsdamer Beteiligung an Heuschreckentagung

Im Rhythmus von zwei Jahren treffen sich Heuschreckenexperten aus ganz Deutsch­land, um sich über die neuesten Arbeitser­gebnisse auszutauschen, Anregungen zu geben und Informationen zu erhalten. In die­sem Jahr fand die Tägung der Deutschen Gesellschaft für Orthopterologie (DGfO) Anfang März in Marburg an der Lahn statt. Die Diplomandin Anja Schilitz und der Dok­torand Raimund Klatt, Institut für Zoologie und Naturschutz der Universität Potsdam, reisten gemeinsam mit 200 Tfeilnehmern zu dieser Tägung. Auf dem umfangreichen Pro­gramm standen unter anderem Vorträge zur akustischen Kommunikation, zur Ausbrei­tung, zu Verbreitung und Systematik von Heuschrecken ebenso wie Vorträge zum Thema Rote Listen (für gefährdete Tierarten) und Populationsgefährdungsanalysen. A.S.

Helene Harth in HRK- Arbeitsgruppe Lehrerbildung

Das Präsidium der Hochschulrektorenkon­ferenz (HRK) hat die Romanistin und Pro­rektorin der Universität Potsdam, Prof. Dr. Helene Harth, in die neugebildete Arbeits­gruppe zur Reformierung der Lehrerbildung berufen. Der Auftrag der Arbeitsgruppe umfaßt neben einer Aufnahme des gegen­wärtigen Standes der Lehrerausbildung in den 16 Ländern der Bundesrepublik die Herausarbeitung der wesentlichen Defizite und die Entwicklung von entsprechenden Lösungsvorschlägen. Die Berufung Helene Harths erfolgte für die Dauer von drei Jahren.

Eckart Klein in DFG gewählt

Prof. Dr. Eckart Klein, Lehrstuhl für Staats­recht, Völkerrecht und Europarecht der Universität Potsdam, ist zum Ersatzgut­achter der Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG) für das Fachgebiet öffentli­ches Recht, Internationales Verwaltungs­recht und Ausländisches öffentliches Recht und für das Fachgebiet Völkerrecht, Euro­parecht gewählt worden.

Professor Eisenberg in Paris

Kürzlich hielt Prof. Dr. Peter Eisenberg, Inha­ber des Lehrstuhls für Deutsche Sprache der Gegenwart am Institut für Germanistik der Universität Potsdam, Vorlesungen am re­nommierten PariserCollege de France. Dieses College ist eine Einrichtung, die in Deutschland kein Pendant hat. An etwa fünf­zig Lehrstühlen und Forschungsinstituten wird unter dem Motto DOCET OMNLA zu Themen aus der gesamten Universitas wis­senschaftlich gearbeitet. Jeder Professor hält 26 Vorlesungen lmjahr, zu denen jedermann freien Zutritt hat. Feste Studiengänge gibt es ebenso wenig wie eine eigene Studenten­schaft. Wird ein Lehrstuhl frei, so beschließt das Professorium jeweils neu über die inhalt­liche Ausrichtung sowie die personelle Be­setzung. Die Berufung erfolgt durch den Staatspräsidenten. Eine Berufung an das College gilt in Frankreich als besondere Ehre. Als Mitglied der Kommission für Recht­schreibfragen am Institut für Deutsche Spra­che sprach Peter Eisenberg über Fundie­rung und Perspektiven der Rechtschreibre­form. Man hatte das Thema gewünscht, weil ein groß angelegter Versuch zur Reform der französischen Orthographie kürzlich ge­scheitert ist. Des weiteren referierte Peter Eisenberg über die Grammatikschreibung in Deutschland in den 80er und 90er Jahren. Auch las er am Germanistischen Institut der Sorbonne, Paris IV Grand Palais. Die Potsda­mer und Pariser Germanisten planen nun eine Zusammenarbeit im Rahmen des SO­KRATES-Programmes. zg.

Fortbildungsseminare für Lehrende

Im Sommersemester 1996 werden für Leh­rende der Universität Potsdam erstmals drei Fortbildungsseminare angeboten, in denen es um praktische Tips zur Verbesse­rung der eigenen Lehre und um (noch mehr) Spaß am Unterrichten geht. Im er­sten SeminarLehren und Lernen an der Universität am 14./1S. Juni geht es um The­men wie: Wie plane ich die einzelne Unter­richtseinheit? Wie kann man Lernerfolg kontrollieren? Wie motiviert man Studieren­de zur Mitarbeit? und ähnliches. Im zwei­ten Seminar ,yisualisierungstechniken am 28./29. Juni werden den Teilnehmerinnen und Tfeilnehmern Techniken und Methoden des Visualisierens und Präsentierens vor­gestellt. Das dritte in diesem Semester an­gebotene SeminarModerationstechniken im Unterricht am 5./6. Juli stellt Instrumen­te und Techniken der Moderation vor. Vor­aussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist die vorherige Teilnahme am BasisseminarLehren und Lernen an der Universität.

Adressaten sind alle, die an der Universität unterrichten. Die Seminare gehen jeweils freitags von 14.00-18.00 Uhr und samstags von 18.30-18.00 Uhr. Die Teilnahme ist un­entgeltlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldeformulare sind den Handzetteln beigelegt, die durch die Hauspost verschickt wurden. Bei Ragen steht als Ansprechpartnerin dieTrainerin Elisabeth Hilligardt, Tfel. 3244 (Anrufbeant­worter) oder Fax 4524, zur Verfügung. Wei­tere Handzettel und Anmeldeformulare sind bei Sabine Lücke, Tfel. 977-3238 (12.30- 15.45 Uhr) zu erhalten. E.H.

Schiedermair weiterhin Präsident

Die Delegierten des 46. Hochschulver­bandstages wählten vor einigen Wochen Professor Dr. Hartmut Schiedermair mit deutlicher Mehrheit für weitere zwei Jahre zu ihrem Präsidenten. Der Kölner Völker­rechtler übt dieses Amt seit 16 Jahren aus. Als Vizepräsidenten benefen die Delegierten Prof. Dr. Martin Oldiges (Öffentliches Recht, Universität Leipzig) und Prof. Dr, Helmut J. Schmidt (Biologie, Universität Kaiserslau­tern). Weitere Mitglieder des neu gewählten Präsidiums sind: Prof. Dr. Gerhard Becker (Mathematik, Universität Bremen), Prof. Dr. Claus Herberhold (Hals-, Nasen- und Ohren­heilkunde, Universität Bonn), Prof. Dr. Chri­stoph Schmttler (Physik, "technische Univer­sität Ilmenau) und Prof. Dr. Edda Siegl (Bio­logie, Universität Rostock). Der Deutsche Hochschulverband, die Berufsvertretung der Universitätsprofessoren und des wissen­schaftlichen Nachwuchses, hat derzeit über 16.000 Mitglieder. dhv.

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PUTZ 4/96