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(1.1.2019) 05
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RUFE

Einen Ruf hat abgelehnt:

Prof. Dr. Barbara Krähe, Philosophische Fakultät II der Universität Potsdam, auf eine C4-Professur für Sozialpsychologie an der Universität Bonn.

Prof. Dr. Barbara Krähe, Philosophische Fakultät II der Universität Potsdam, auf eine C4-Professur für Sozialpsychologie an der Universität Kiel.

Einen Ruf hat angenommen:

Prof. Dr. Harald Hermann, Juristische Fa­kultät der Universität Potsdam, auf eine C4- Professur für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Einen Ruf nach Potsdam haben erhalten:

Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann, Universität Köln, auf eine C4-Professur für Öffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Staatsrecht in der Juristischen Fakultät.

Dr. habil. Eberhard Sandschneider, Univer­sität des Saarlandes, auf eine C3-Professur für Vergleichende Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ostasien in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Einen Ruf nach Potsdam haben angenommen:

Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsfor­schung e.V Müncheberg, auf eine C4-Pro- fessur für Landschaftsökologie und Boden­kunde im Institut für Geographie und Geo­ökologie der Mathematisch-Naturwissen­schaftlichen Fakultät.

Prof. Dr. Barbara Krähe, Universität Pots­dam, auf eine C4-Professur für Sozialpsy­chologie im Institut für Psychologie der Phi­losophischen Fakultät II.

Dr. Andreas Schwill, Universität Stuttgart, auf eine C4-Professur für Didaktik der Infor­matik im Institut für Informatik der Mathe­matisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

DESIGNIERTE LEITERIN DES FONTANE-ARCHIVS

Als Nachfolgerin von Manfred Horlitz wird am 1. September 1996 Hanna Delf von Wolzogen die Leitung des Theodor Fonta­ne Archivs (FAP) in Potsdam übernehmen. Wie Peter Schaefer, der amtierende Leiter des FAP bestätigte, ist Delf von Wolzogen derzeit noch an der Freien Universität Ber­lin tätig. Zuvor arbeitete die Literatur­wissenschaftlerin als Geschäftsführerin des Moses Mendelssohn Zentrums, wo sie den 1995 erschienenen Briefwechsel zwischen Gustav Landauer und Fritz Mauthner mit- herausgab. Anschließend war sie am Insti­tut für Germanistik der Universität Potsdam angestellt. ade

DER WEG ZUR EINHEIT

Mafred Görtemaker ist Jubiläumsautor der Informationen zur politischen Bildung"

Sie sind mittlerweile ein Bestseller und ha­ben längst die 300-Millionen-Marke über­schritten: die vergütungsfrei von der Bun­deszentrale für politische Bildung heraus­gegebenen Informationen zur politischen Bildung. Sachlich, allgemeinverständlich und doch knapp zusammengefaßt widmen sie sich seit 1952 Themen staatsbürgerli­chen Interesses, wie z.B. einzelnen Län­dern und ihren Systemen oder auch histo­rischen Prozessen und ihrer Einordnung in einen größeren Zusammenhang. Die jetzt erschienene Jubiläumsausgabe - das Heft Nummer 250 - war deshalb auch dem Bun­despräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog Anlaß dafür, den Herausgebern wie dem Autor des Jubiläumsheftes, Prof. Dr. Man­fred Görtemaker aus dem Historischen In­stitut der Universität Potsdam, zu danken. Er tat dies in einer kleinen Feierstunde in der Bonner Villa Hammerschmidt am Dienstag, den 21. Mai 1996.

Das Thema des Jubiläumsheftes ist der Weg zur Einheit Deutschlands. Manfred Görte­maker beschreibt darin, wie die Tbilung Deutschlands nach 1945 trotz des entschlos­senen Willens der Siegermächte, die Macht des Deutschen Reiches dauerhaft zu zer­schlagen, nicht das unmittelbare Ergebnis des Zweiten Weltkrieges, sondern eine Fol­ge des Ost-West-Konfliktes wurde. West­integration auf der einen Seite und Einfü­gung in das sowjetische Imperium auf der anderen Seite folgten, jedoch auch Verände­rungen im Zeichen der Entspannung ab den siebziger Jahren. Daß der Weg hin zu dem Zusammenbruch des SED-Regimes und ei­ner deutsch-deutschen Vereinigung aller­dings noch weit war, macht Görtemaker u.a. anhand zahlreicher Quellen (wie Protokoll­oder Redeauszügen) deutlich, bevor er ein Fazit über Deutschland nach der Wiederver­einigung zieht.

Die Zusammenarbeit zwischen der Bundes­zentrale für politische Bildung und dem Hi­storiker Prof. Dr. Manfred Görtemaker ent­wickelte sich in den letzten Jahren kontinu­ierlich: So hat die Bundeszentrale sein Buch Deutschland im 19. Jahrhundert - Entwick- lungslmien, das 1983 erstmals erschien und jetzt die vierte Auflage erreicht hat, an die Schulen als eines der Standardwerke für den Geschichtsunterricht in der Oberstufe der Gymnasien weitergegeben. Des weiteren schrieb Görtemaker, dessen Forschungs­schwerpunkte die Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Ost-West- Beziehungen sind, im Heft Nummer 246 der Informationen zur politischen Bildung über den Ost-West-Konflikt - gefolgt von der Auf-

Bundespräsident Roman Herzog (links), ließ es sich nicht nehmen, Prof. Dr. Manfred Görtema­ker als dem Jubiläumsautor der Informationen zur politischen Bildung persönlich zu danken.

Foto: Eduard N. Fiegel

forderung, doch auch als Autor bei der Her­ausgabe des aktuellen Jubiläumsheftes mit­zuwirken. Dieser Bitte kam er gerne nach: Ich möchte mit dem Heft auch einer mögli­chen Legendenbildung über den Weg zur Einheit Deutschlands entgegenwirken, sachlich informieren und dadurch zu einer Diskussionsbildung beitragen, erklärte Görtemaker. Durch die Abgabe des Heftes an Schulen und eine geplante Gesamtauf­lage von 2,5 Millionen Exemplaren hofft er nun auf eine entsprechende Breitenwirkung. Das Heft Nummer 250 der Informationen zur politischen Bildung über den Weg zur Ein­heit" kann schriftlich bei der Franzis-Druck GmbH, Postfach 15 07 40, 80045 München angefordert werden. Hg.

WISSENSCHAFTSPREIS FÜR PROFESSOR KLEGER

Einen von drei mit je­weils 9 000 DM dotier­ten Wissenschaftsprei­sen zum ThemaFüsion von Berlin und Branden­burg erhielt Ende April 1996 Prof. Dr. Heinz Kleger von der Universi­tät Potsdam. Die Vereini­gung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V (UVB) und die Freie Universität Berlin würdigten damit die For­schungsarbeiten des Lehrstuhlinhabers für Politische Theorie in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Seit Ok­tober 1994 leitet der Wissenschaftler ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziertes Berlin-Brandenburg-Pro- jekt. Es trägt den TitelMetropolitane Trans­formation im Großraum Berlin. Damit im Zusammenhang steht die umfangreiche Pu­blikationEuropäische Urbanität - Politik der Städte, deren Herausgeber Heger ist.

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