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(1.1.2019) 06
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LIVE AT Fl VE" JETZT AUS BERLIN UND GOLM

Rektor Loschelder mahnte finanzielle Unterstützung des Landes an

Seit dem 15. Januar dieses Jahres funkt es: das uniRadio Berlin-Brandenburg. Für viele aus den Hochschulen der Region ist es mittlerweile zur lieben Gewohnheit ge­worden, zwischen 17 und 18 Uhreinmal reinzuhören in den Uni-Fünk auf der Fre­quenz 87,9 bzw. im Kabelnetz Potsdams auf 103,3 und Berlins auf 94,55. Seit kur­zem verfügt uniRadio auch über ein de­zentrales Produktionsstudio an der Uni­versität Potsdam in Golm. Es wurde im Juni 1996 offiziell eröffnet.

Für die zahlreich erschienenen Gäste, den Rektor der Um Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, und den Vizepräsidenten der Berliner Fachhochschule für Tfechnik und Wirtschaft, Prof. Dr. Gerwin Kantelberg (bei­de sind Vorstandsmitglieder von uniRadio), war die Eröffnung einhöchst erfreulicher Akt". Nun können Studierende aus Branden­burg und Berlin in einem weiteren Studio mit digitaler Ttechnik vorproduzieren, was dann vom Berliner Zentralstudio aus täglich ge­sendet wird. Vor allem die Potsdamer Studie­renden brachten ihre Freude darüber zum

Ausdruck - waren doch vor allem sie bisher auf ständig verstopften Straßen zum Berliner Zentralstudio unterwegs.

Daß es bis zur Studioeröffnung in Golm, die ausschließlich von der Universität Potsdam finanziert wurde, auch im übertragenen Sin­ne ein weiter Weg war, machte Rektor Wolf­gang Loschelder deutlich. Er ennnerte mit klaren Worten an die ausstehende finanziel­le Unterstützung des umRadios durch das Land Brandenburg:Die Mittel, die uns aus dem Wissenschaftsministerium ohne Vorbe­halte in Aussicht gestellt worden waren, feh­len auch jetzt noch", erklärte er. Deshalb könne keine Rede davon sein, daß die Uni­versität Potsdam in bezug auf ihren Beitrag für uniRadio über den Berg wäre.Nach wie vor sind unsere Anstrengungen ohne Ergeb­nis, das uniRadio im Haushalt des Landes Brandenburg zu verankern. Nach wie vor ist aber auch unser Ministenum im Wort - und nach wie vor hoffen wir darauf, daß es die­ses Wort einlösen wird. Es wäre wahrlich schwer nachvollziehbar, wenn die einzige Hochschule dieses Landes, die sich an die­sem großartigen Gemeinschaftsprojekt be­

Die Tkchnik funktioniert: uniRadio-Redakteur Thomas Prinzler (vorne) zeigt Rektor Wolfgang Loschelder im neuen Studio, was damit so alles möglich ist. Foto: Tribukeit

teiligt, wegen eines verhältnismäßig gering­fügigen Geldbetrages aus der übergreifen­den regionalen Hochschulkooperation wie­der ausscheiden müßte", so Loschelder, der den staatlichen Instanzen die Einsicht wünschte, daß man einen solchen Beitrag zur Stärkung der Region Berlin-Brandenburg eben nicht zum Nulltarif haben könnte.

Vor diesem Hintergrund dankte er ausdrück­lich der Unternehmensgruppe Roland Ernst, ohne deren finanzielle Unterstützung die Mitgliedschaft der Potsdamer Universität im Verein uniRadio schon längst hätte aufgekün­digt werden müssen. Neue Hoffnungen auf eine vorübergehende Sicherung der Bran­denburger Beitragsleistungen haben sich nach der Studioeröffnung ergeben: Wurde doch auf Anraten von Wissenschaftsminister Steffen Reiche mittlerweile ein Antrag auf Unterstützung des Potsdamer Anteils am uniRadio aus Lottogeldern des Landes for­muliert und im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur eingereicht. Hg.

Das meinen prominente Medienschaffende:

uniRadio? Neben 94,3 rs.2 mein Lieb­lingssender! Rick deLisle,

rs.2-Programmchef

uniRadio? Ja, das habe ich auch schon einmal gehört. Dank so eines uniRadios sind die Voraussetzungen, in die Medien einzusteigen, richtig gut. Ich kann jedem Studi, der Spaß an dem Beruf hat, nur empfehlen, sich da mal auszuprobieren. Günther Jauch

Ich weiß, daß es uniRadio gibt. Ich habe es noch nie gehört. Aber wenn Potsdam jetzt dabei ist, verspreche ich Ihnen, ich höre mal rein! Sabine Christiansen

DAS EU-INFOMOBIL KAM

Altere wie auch jüngere Menschen wünschen sich häufig, den eigenen Horizont in ferneren Ländern zu erweitern. Für Studenten stehen diesbezügliche Chancen besonders gut. Konkrete Informationen dazu gab es jüngst an einem Informationsstand vor der Mensa auf dem Uni-Komplex I Am Neuen Palais. Das EU- Infomobil hatte auf seiner nahezu drei Monate währenden Tour zu 45 deutschen Hoch- und Fachhochschulen in Potsdam Station gemacht, um für Mobilitätsprogramme und Stu­dienmöglichkeiten in EU-Mitgliedsstaaten zu werben. Im Zentrum standen die europäischen Bil- dungs- und ForschungsprogrammeSOCRATES",LEONARDO undJUGEND FÜR EUROPA III. Detaillierte Auskünfte zu Sachthemen erteilte neben den drei Mobil-Betreuerinnen Mathea Fammels, Elisabeth Ketterer und Elke Braun zeitweise auch das Mitglied des Europäischen Parlaments Norbert Glante. Fragen zu Stipendien, Ansprechpartnern oder Währungsproblemen spielten in den Gesprä­chen vor Ort eine wesentliche Rolle. Übrigens: Nach Angaben aus dem Akademischen Auslandsamt beteiligte sich die Universität Potsdam erst kürzlich an derSOCRATES-Ausschreibung. Der entsprechende Antrag sei zum 1. Juli 1996 in Brüssel eingereicht worden. PG./Foto: Fritze

PUTZ 6/96

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