Heft 
(1.1.2019) 06
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EXKURSION NACH POLEN

Vor wenigen Wochen unternahmen Studentinnen und Lehrende des Insti­tuts für Germanistik eme mehrtägige Studienreise nach Lublin in Südostpo­len. Geplant und finanziert wurde die Exkursion von der Deutschen Gesell­schaft e.VJene Organisation bemüht sich um die Förderung innereuropäi­scher Beziehungen auf vielerlei Ebe­nen. Dazu gehören auch die Kontakte zwischen Deutschland und Polen. Im Sinne des thematischen Schwerpunkts Deutsch als Fremdsprache an Schule und Hochschule " fanden Begegnungen mit polnischen Kollegen und Kommilitonen an mehreren Insti­tutionen statt. Darunter befanden sich die Germanistischen Institute der beiden Lubliner Universi­täten (Mane-Curie-Sklodowska-Universität und Katholische Universität Lublin). Aber auch das an der ukrainischen Grenze gelegene Lehrerkollegium in Chelm war Besuchsstation: Hier sind die Studieninhalte geprägt durch besondere Nähe zur Praxis des fremdsprachlichen Unterrichts an Schulen. Außerdem gestalteten die Reiseteilnehmer Unterrichtseinheiten an einer Reihe von privaten und öffentlichen Gymnasien bzw. an einer kommerziellen Sprachschule. Eine Weiterführung der Kontakte, etwa im Hinblick auf die Einrichtung von Praktikumsplätzen, ist geplant. Die Studienfahrt diente auch der Beschäftigung mit der so reichen jüdischen Kultur in der Region und ihrer Vernichtung durch die deutschen Besetzer, für die nicht nur das Vernichtungslager Majdanek Zeugnis ablegt. Dank der hervorragenden Betreuung durch die Deutsche Gesellschaft e.V war es den Potsdamern möglich, m nur kurzer Zeit umfassende Informationen zur Rolle der deutschen Sprache im heutigen Polen zu erhalten. Darüber hinaus gelangen Einblicke in die moderne polnische Gesellschaft. Stefanie Haberzettl, Regina Wenzel/Foto: zg.

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UNI-STAND BEIMBROADWAYFEST"

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Für Aufsehen sorgte der Informations- und Verkaufsstand, mit dem sich die Potsdamer Universität am diesjährigen Straßenfest der AG-City beteiligte. Um dem Vorwurf, daß die Uni inihrer" Stadt noch viel zu wenig präsent sei, wenigstens einen Tkil des Windes aus den Segeln zu nehmen, hatten Mitarbeiter des Referates für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Vertretern der Potsdamer EinzelhändlerAG-City anfragt, ob die Universität ebenfalls teilnehmen könne. Die Vorsitzende, Eva Gerber, und der stellvertretende Vorsitzende, Horst Eller, signahsierten nach Rücksprache mit den Mitgliedern der AG sofort Interesse. Der Weg, sich den Potsdamer Bürgerinnen und Bürgern einmal im Herzen der Stadt (der Brandenburger Straße) zu präsentieren, war also frei - und das, ohne Standgebühren bezahlen zu müssen. Unter der Leitung des Pressereferates beteiligten sich am 8. und 9. Juni zahlreiche Universitätsangehörige an der Aktion: Mitarbeiter des Audiovisuellen Zentrums sorgten für den professionellen Aufbau des Standes und der AusstellungUniversität Potsdam 2000", die Fahrbereitschaft fuhr Sonderschichten zum Transport des Materials, Vertreter des Rektorates, der Dekanate, der Dezernate und des Potsdamer Innovations- und Tkchnologie- transfers (PITT) waren für jeweils zwei Stunden sonnabends und sonntags am Stand präsent. Auch derRektor, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder (Bildmitte), entzog sich nicht demStanddienst, verteilte Informationsmaterial an Interessierte und verkaufte gemeinsam mit der Studienberaterin Dr. Irma Bürger (links) und der Dezernentin für Planung, Statistik, Datenverarbeitung und Forschungsförde­rung, Sabine Schmid (rechts), Uni-Shirts, Uni-Krawatten und Uni-Tücher. Hg./Foto: Fritze

AUS DEM SENAT BERICHTET

In seiner 33. Sitzung am 30. Mai 1996 hat sich der Senat der Universität Potsdam u.a. mit folgenden Themen befaßt bzw. folgende Beschlüsse gefaßt:

Der Kanzler, Alfred Klein, teilte zunächst mit, daß die Professorenstellen für die Innova- tionskollegsBiomolekulare Erkennungs­systeme für biochemische Analytik und Mechanismen der gastrointestinalen Bio- aktivierungund -inaktivierung ausgeschrie­ben seien. Nach wie vor wäre deren Beginn zum ersten Januar 1997 geplant. Probleme gäbe es allerdings mit den dafür erforderli­chen Laborflächen, die zusätzlich angemie­tet oder in Form von Laborcontainern zur Verfügung gestellt werden müßten. Die Fi­nanzmimsterin hätte, so der Kanzler, zuge­sagte Gelder für die Beschaffung von Labor­containern gestrichen, so daß derzeit immer noch nicht geklärt werden konnte, wo die künftigen Mitarbeiter der Innovationskollegs ihre Arbeit aufnehmen werden. Der Kanzler erinnerte daran, daß das Land hier eindeu­tig in der Pflicht stünde, da das zuständige Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur der die Innovationskollegs vergebenden Deutschen Forschungsge­meinschaft zugesagt habe, Laborflächen zur Verfügung stellen. Wenn dieses Problem nicht bald gelöst wird, muß die Universität Potsdam - die neben Jena als einzige drei Innovationskollegs erhalten hat - die beiden Innovationskollegs zurückgeben, so Alfred Klein. Dies wäre dann ein bundesweit wahr­haft einmaliger Vorgang,mit dem man Bran­denburg und die Universität Potsdam tot machen würde im Hinblick auf die Seriosi­tät im Wissenschaftsbereich.

An diese Ausführungen des Kanzlers schloß sich der Rektor mit seinem Bencht an, in dem er scharfe Kritik an dem fortwährenden Sparen nach dem Gießkannenprinzip sei­tens des Landes laut werden ließ.Das Land Brandenburg müßte endlich einsehen, daß es nichts bringt, keine Schwerpunkte zu bil­den, erklärte er und forderte, die investiven Bereiche (Wirtschaft und Wissenschaft bzw. Ausbildung der nächsten Generation) in Zukunft deutlich zu Lasten der rem konsum­tiven Bereiche zu fördern.

Der Senat beauftragte schließlich das Rek­torat, ein sogenanntes Weißbuch zu erstel­len, worunter eine Dokumentation zu verste­hen ist, aus der klar hervorgeht, wo warum nicht gespart werden kann und wo hingegen durch Streckungen beispielsweise noch Sparpotentiale auszuschöpfen wären.

Des weiteren stimmte der Senat der Stu­dienordnung für das Studium der Griechi­schen Philologie in Magisterstudiengän­gen zu unter dem Vorbehalt, daß die in die

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PUTZ 6/96