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(1.1.2019) 06
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Kultur auf den Campus und in die Stadt

Das kulturelle Angebot des Uni-Festes konn­te sich sehen lassen. So diskutierten zu­nächst Vertreter aus Politik, Kunst und Wis­senschaft unter der Gesprächsleitung der Prorektonn Prof. Dr. Helene Harth zum The­maKultur: Konzepte - Meinungen - Perspek­tiven" , Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Fbrschung und Kultur des Lan­des Brandenburg, Prof. Dr. Fhedrich Buttler, plädierte für einen Kulturstammtisch, um die Annäherung von Stadt und Universität zu befördern. Ziel müsse es sein, so war man sich auf dem Podium wie im Auditonum ei­nig, die Präsenz der Uni in der Stadt zu ver­stärken. Dafür seien bei Nutzung vorhande­ner Möglichkeiten, wie etwa desClaudius- Klubs", Kommunikations-und Begegnungs­zentren in der City Potsdams zu schaffen. Gute Ansätze des Wirkens der Uni nach au­ßen gäbe es mit dem Moses Mendelssohn Zentrum, dem zur Institution gewordenen Studentenfestival UniDram oder dem Golmerlesecafe", Die von Studierenden ge­forderten Räume für ihre Aktivitäten könnten trotz nachweislichen Mangels an der Hoch­schule gefunden werden, meinte Uni-Kanz­ler Alfred Klein. Er unterstütze jede Initiative, lehne jedoch Konsumentenverhalten ab. Der Rektor der Alma mater, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, sicherte den Studierenden zu­künftig ständige Gesprächskontakte zu, um den Verständigungsprozeß zwischen ihnen und der Uni-Leitung zu verbessern.

Kultur live ging dann über die Bühne auf der Festwiese vor den Kolonnaden. Ein ab­wechslungsreiches zweistündiges Pro­gramm erlebten Uni-Angehörige und ihre Gäste. Moderator Dr. Michael Büttner aus dem Institut für Musik und Musikpädagogik konnte künstlerische und sportliche Darbie­tungen von Studierenden und Mitarbeitern präsentieren. Die erst kürzlich gegründete Big Band" stellte sich vor,Jiddische Lie­der" wurden gesungen, Judo, Karate, Fanky- und Stepaerobic vorgeführt. Die sieben The Jericho Roses brillierten mit Gospel­songs.

An diesem Nachmittag traten auch die StudentenbandsDavid Hasselhoff Expe- rience undDr. Bums Beat Formation auf. Sie sind die Zweit- und Drittplazierten des zwei läge zuvor vom Studierendenrat initiier­ten sechsstündigen Rock-Wettbewerbs. Zum Sieger unter den zehn Bewerbern kürte die aus Mitgliedern der studentischen Vertre­tung, des LINDENPARKS, des Musikhau­ses, des Waschhauses und Michael Büttner bestehende JurySpitball. Die Referats­leiterin Kultur des Studierendenrates, Anja Heigl, bestätigte,daß alle Musiker ihre Be­teiligung als Herausforderung ansahen.

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Daß der Geschmack Jugendlicher innerhalb und außerhalb der Hochschule Berücksich­tigung fand, bewies deren Begeisterung am Abend nach dem Dies academicus, als die Leipziger FormationDIE ART zum Open- Air-Rockkonzert Hunderte anlockte.

Die warme Sommernacht des 12, Juni war dazu angetan, das Rreie aufzusuchen, Dieser günstige äußere Rahmen ließ die künstle­risch anspruchsvolle Multimedia-Perfor­mance zu einem besonderen Erlebnis für die zahlreichen Zuschauer werden. Pier Giorgio Furlan und Studierende der Kunst­pädagogik boten mit ihrer Interpretation von Die Schöne und das Biest" eine Attraktion aus Tänz, Laser, Kostümen und Musik. Prof. Dr. Meike Aissen-Crewett aus dem Bereich Grundschulpädagogik zeigte sich von der Qualität der Aufführung und der großen Publikumsresonanz beeindruckt.

Bereits einen füg vor dem Sommerfest tra­ten Studierende mit kulturellen Selbstäu­ßerungen im Rahmen des nun schon tradi­tionellen, diesmal siebenten, vom Referat Kultur veranstaltetenPODIUM an die Öf­fentlichkeit. Ob Songklub Slavistik, Litera­turbühne90, English Drama Group, Spre­cherkreis oder Einzelvortragende, jede Darbietung bildete ein Mosaikstemchen im Bild künstlerischer Ambitionen der jungen Leute, Eme umfangreiche Ausstellung von Malerei und Fotografie vervollständigte die­sen Eindruck. B.E.

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Der kleine Striptease des Kanzlers Alfred Klein beim abendlichen Beisam­mensein erzeugte zwar Spaß, hatte je­doch einen bitterernsten Hintergrund: wurden ihm als dem Bevollmächtigten für den Haushalt der Hochschule doch bereits Jacke, Hemd und Hose durch die aktuellen Sparauflagen ausgezogen. Wie soll er bloß nächstes Jahr dastehen, wenn der Potsdamer Uni weitere Ein­sparungen verordnet würden?

Foto: Fritze

Keramiken, gemeinsam gestaltet von Studierenden und Behinderten.

Foto: Fritze

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