RADFAHREN VERBOTEN?
Demonstration für Freigabe des Ökonomieweges
Was andere Themen bislang nicht schafften, ist in der Diskussion über ein Für und Wider der Freigabe des Ökonomieweges durch den Park Sanssouci für Radfahrer gelungen: Es gibt zahlreiche Leserbriefe Potsdamer Bürger zu dieser Forderung, kurz: Das seitens der Studierenden der Universität (auf’s Neue) initiierte Thema bewegt ffeile der Potsdamer Bevölkerung. Da werden Aussagen getätigt wie „Die Studenten sollten als Gäste Potsdams die weltberühmten Anlagen achten“ oder ,Wir erwarten, daß sich die Studenten ihrer Verantwortung gegenüber den historischen Kulturgütern ihrer Gastgeberstadt bewußt sind!“ Solcherart Polarisierungen riefen prompt andere Stellungnahmen hervor, in denen die Universität als fester Bestandteil der Stadt Potsdam hervorgehoben und es strikt zurückgewiesen wird, ihre Studenten als Gäste zu bezeichnen.
als Marker für eine ausreichende Vitamin E- Versorgung verwendet werden. Mithilfe von unterschiedlich stark mit freien Radikalen belasteten Personen, denen Vitamin E verabreicht wird, hofft Bngelius-Flohe die vermutete Korrelation nachweisen zu können, und die Hypothese, daß a-CEHC ein Indikator für eine ausreichende Vitamin E-Versorgung sei, zu stützen. Ein weiterer Stoff, mit dem sich Brigelius-Flohe beschäftigt, ist Selen. Zu seiner Bedeutung sagt sie: „Selen wird auch immer als Antioxidans verkauft. Es ist aber kein Antioxidans. Es wird nur dann antioxidativ wirksam, wenn es als Selen- ocystein in Proteine eingebaut wird, die antioxidativ wirken. Ein solches Protein ist die Glutathionperoxidase.“ Was sie in ihrer Arbeitsgruppe erforschen möchte, ist die biologische Funktion des Selens bzw. der verschiedenen Selenoproteine. ade
Kein Fair Play beim Match um Genkartoffeln
Ein ganzes FHihjahr lang tauchten sie immer wieder in den lokalen Zeitungen auf: die „Genkartoffeln“. Noch bevor sie im Mai mit der Genehmigung durch das Robert-Koch- Jnstitut des Bundesgesundheitsamtes auf dem Versuchsfeld des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm in die Erde gebracht wurden, hatte sich ein „Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft“ formiert, und in der Folge diskutierten und stritten Anhänger des Bündnisses und die Wissenschaftler des Instituts sowie alle auf sonstige Art und Weise engagierten Bürgerinnen und Bürger über Nutzen und Risiken der Gentechnik in der Landwirtschaft. Dies hat ein abruptes Ende gefunden, nachdem am 18. Juni Unbekannte rund ein Viertel der in ihrer genetischen Substanz veränderten Kartoffeln herausgerissen haben und die Versuchsreihe dadurch hinfällig geworden ist.
Bleibt die Rage: Was hat es den Ausreißern gebracht? Kurzfristig vielleicht die Genugtuung, die (genehmigten) Pläne der Wissenschaftler durchkreuzt zu haben, vielleicht sogar der Glaube, Schlimmes verhindert zu haben. Langfristig gesehen: Nichts oder noch weniger. Institutsdirektor Prof. Dr. Lothar Willmitzer hat bereits eine Fortsetzung des Projekts im nächsten Jahr angekündigt, allerdings unter höheren Sicherheitsvorkehrungen - gegen potentielle Eindringlinge versteht sich. Ob dann die Bereitschaft zum gegenseitigen, vielleicht sogar einfühlsameren Dialog größer geworden sein wird, ist zu bezweifeln. Erfahrungsgemäß bringen derartige Aktionen eher eine Verhärtung der Fronten mit sich. Haben also nur die gewonnen, denen an einer sachlichen Diskussion nie gelegen war und die Provokation und Gegenprovokation als geeignetes Mittel zur Auseinandersetzung sehen. ade
Ausgangspunkt dieser Diskussion bildet ein Aufruf der Arbeitsgemeinschaft (AG) Verkehr der Universität Potsdam zur Demonstration für eine Freigabe des Ökonomieweges im Park Sanssouci für Radfahrer. Diesem Aufruf schlossen sich rund 150 Studierende der Potsdamer Um als Hauptbetroffene der schlechten Verbindungswege zwischen Stadt und Hochschule an. Bei einer Abschlußkundgebung am Brandenburger Tbr Potsdams erläuterten sie im einzelnen, weshalb diese Freigabe für sie so wichtig wäre. „Zu der direkten Verbindung über den Ökonomieweg durch den Park Sanssouci gibt es keine Alternativen. In der Geschwi- ster-Scholl-Straße drängen sich Straßenbahn, Autos, Fahrradfahrer und Rißgänger auf engstem Raum, das ist einfach zu gefährlich. Außerdem besteht der Belag dort aus Kopfsteinpflaster, es gibt keinerlei Radwege", schilderte Ingo Schöning von der AG Verkehr die derzeitige Situation.
Da auch die Studierenden keine generelle Rreigabe des Parkes von Sanssouci für Radfahrer wollen, wären sie bereit - so Schöning - die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bei Maßnahmen
zur Sperrung der anderen Wege durch den Park zu unterstützen. Doch genau da liegt der Streitpunkt: Vertreter der Stiftung sind davon überzeugt, daß es nach einer Freigabe des Ökonomieweges nicht dabei bleiben, sich vielmehr schon bald Radler auf allen Wegen im Park tummeln würden. Sanssouci ein Fahrradpark? Da sieht nicht nur die Stiftung Schlösser und Gärten rot...
Es scheint also darum zu gehen, einen Weg zu finden, der entweder den Fahrrad-Durchgangsverkehr nur auf den Ökonomieweg beschränkt, oder aber einen durchgehenden Fahrradweg zwischen den Uni-Standor- ten außerhalb des Färks zu etablieren, wie es Vertreter der Stiftung vorgeschlagen haben. Solch ein Verbindungsweg müßte neu geschaffen werden. Da es um die Finanzen der Stadt Potsdam derzeit eher schlecht bestellt ist, werden einem solchen Vorhaben wenig Chancen eingeräumt. Der Rektor der Potsdamer Universität, Prof. Dr. Wolfgang Lo- schelder, ist sich sicher, daß die Studierenden diszipliniert genug wären, wirklich nur den Ökonomieweg zu benutzen. „Das wäre für uns schon eine große Erleichterung", erklärte er. Hg.
Die Demonstration der Radler zeigte die Gefahren auf den Verbindungsstraßen außerhalb des Parks deutlich auf. Die AG Verkehr hat weitere Aktionen für das kommende Wintersemester geplant.
Foto: Friedrich Wilhelm Schwartzkopf
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