„STUDENTENEXPRESS" IM EINSTUNDEN-TAKT
Jetzt alle Uni-Standorte auf Schienenweg verbunden
Studenten und Mitarbeiter der Potsdamer Uni mußten lange auf diesen Akt warten. Anfang Juni war es endlich soweit. Dank intensiver Arbeit von Hans Leister, des Regionalbereichsleiters für Berlin-Brandenburg der Deutschen Bahn-AG, und anderer fand ein bis dahin nicht einfach zu verwirklichendes Projekt seinen Abschluß: mit der Einführung des Sommerfahiplans wurde die schon seit dem 17. Dezember vergangenen Jahres funktionierende Regionalbahnlinie von Nauen über Golm, Wildpark, Charlottenhof, Potsdam (Stadt) nun nach Griebnitzsee verlängert.
Auf dem Bahnsteig Griebnitzsee gab es aus diesem Anlaß nur wenige läge nach der offiziellen Umstellung Grund zum Feiern: der vorerst im Einstundentakt verkehrende Zug erhielt seine symbolische Häufe auf den Namen „Studentenexpreß“. Baustadtrat Detlef Kaminski wertete in einer Ansprache die Neuerung als Zugewinn für die Universitätsstadt Potsdam. Zugleich äußerte er den persönlichen Wunsch nach einer zentraleren Ansiedlung der Alma mater in der City-Mitte - Zukunftsmusik für alle Beteiligten. Vor allem aber freute sich der Kommunalpolitiker für die Studenten, „die jetzt pünktlich zu ihren Veranstaltungen kommen“.
Auch Ingo Schöning vom Studierendenrat der Einrichtung verlieh seiner Genugtuung über das Erreichte Ausdruck. In der Vergangenheit hätten die durch ihn vertretenen Kommilitonen schließlich oft längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen. An die Adresse der Deutschen Bahn-AG richtete der künftige Geoökologe gleich noch eine ganz konkrete Forderung: die der Hinzunahme des Bahnhofs Wannsee in die Streckenführung. „Es müßte doch im Interesse des Unternehmens sein, den Studentenexpress an einer zentralen Station enden zu lassen“, sagte er. Die gegenwärtige Lösung stelle so noch nicht das Nonplusultra dar.
Uni-Prorektorin Prof. Dr. Helene Harth, als ehemalige Vorsitzende des Verkehrsausschusses der Hochschule wesentlich am Zustandekommen der nunmehr besseren Anbindung aller drei Uni-Standorte auf dem Schienenwege beteiligt, setzte die Liste offener Wünsche fort. Die Fahrzeiten nämlich sollten in Zukunft möglicherweise noch verdichtet werden. Sie jedenfalls könne sich, wie übrigens auch Schöning, einen Halb- stunden-Täkt durchaus vorstellen.
Die Inbetriebnahme des bis Griebnitzsee durchgehenden Studentenexpresses war m zurückliegender Zeit mehrmals verschoben worden. Verzögerungen bei der Fertigstellung des dortigen Fußgängertunnels aufgrund schlechter Wetter-
Pro/ Dr. Helene Harth, Hans Leister von der Deutschen Bahn-AG und Studentenvertreter Ingo Schöning (v.l.n.r.) geben die Fahrt zwischen Golm und Griebnitzsee frei. Foto: Fritze
bedingungen und fehlender Finanzen bildeten hierfür die Ursache. Ab Ende Juli '96 soll die Unterführung nun laut Angaben von Peter Lorenz aus dem örtlichen Tiefbauamt nach zunächst nur halbseitiger Nutzung den Reisenden ohne Hindernisse zur Verfügung stehen. Probleme gab es auch beim Neubau des entsprechenden Bahnsteigs. Für dessen Gelingen machte sich insbesondere Hans Leister, Regionalbereichsleiter Berlin-Brandenburg bei der Deutschen Bahn-AG, stark. Die dafür notwendigen Mittel, ca. 1,5 Mio DM, stammten aus dem Etat für die Verkehrsprojekte „Deutsche Einheit“. RG.
Promotionsstipendium
Aus Anlaß seines 25jährigen Jubiläums hat der Verlag Peter Lang in Frankfurt ein auf zwei Jahre befristetes Promotionsstipendium ausgeschrieben. Das Arbeitsvorhaben muß sich mit der Problematik der deutschen Wiedervereinigung befassen. Bewerber können aus derGeschichts-, der Politik-, der Sprach- und Literatur-, der Rechts-, den Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik oder der Soziologie kommen sowie bei entsprechendem Themenbezug auch aus weiteren Disziplinen. Das Stipendium ist mit 1500,- DM/ Monat dotiert. Außerdem ermöglicht es, die Dissertation ohne Druckkostenzuschuß im Verlag Peter Lang zu veröffentlichen. Bewerbungsschluß ist der 31. Oktober 1996. Die Ausschreibungsunterlagen sind erhältlich bei: Peter Lang GmbH, Postfach 940 225, D- 60460 Rrankfurt/M., Fax 069/78 58 93. mt.
Umweltträgerkarte
Die kleine Umweltträgerkarte der Bahn vereint mehrere Vorteile: Sie zeigt den Fährplan der Regionalbahnlinie (RB 21) mit Anschlußmöglichkeiten an den Potsdamer Bahnhöfen - auch zum Nahverkehr. Sie ist Träger für die Umweltkarte und sie zeigt, was Potsdams Studenten so alles können: eine Studentin und ein Student der Fachhochschule Potsdam haben im Rahmen des von der Agentur „kontur“ betreute Projekt vier Titelmotive für die Kärtchen entworfen. Thema: Student in Potsdam. Verteilt werden die Umweltträgerkarten vom Partner der Uni, der „Exklusiv Tourismus GmbH“, und dem Studierendenrat (dort bitte nach den Karten fragen), mt.
Stutfente« in Potsdam
Trainee-Programm
Die Barmer-Krankenkasse bietet ein Trainee-Programm an, in dem Hochschulabsolventen gezielt und praxisnah für ihre spätere Führungstätigkeit in der Barmer ausgebildet werden. „Karriere machen“ kann man in der Barmer auf drei Wegen: im Geschäftsstellenbereich, im Vertragsbereich und in der Hauptverwaltung. Interessenten wenden sich an: Barmer, Bezirksverwaltung Potsdam, Sekretariat/Personal, Helene-Lan- ge-Straße 6/7, 14469 Potsdam pm.
Mitarbeiter gesucht
Die weltweit tätige „Euro Service Bau- und Immobiliengruppe” sucht Studierende als Mitarbeiter. Vörkenntnisse in der Bau- und Immobilienbranche sind nicht erforderlich. Wer Interesse hat, kann sich im Internet unter der Adresse „http://www.ilink.de/euroser- vice“ über das Angebot informieren, PC’s mit Internet-Anschluß stehen an der Universität Potsdam (u. a. Am Neuen Palais, Haus 9, Erdgeschoß) zur Verfügung. mt.
PUTZ 6/96
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