Heft 
(1.1.2019) 06
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PROMOTIONEN

Dr. rer. nat.

Martin Kraus mit der Arbeit:Adhäsion und Dynamik von Vesikeln in äußeren Feldern"

(30.05.1996) und

Dirk Rose mit der Arbeit:Untersuchungen von In x Gaj x As/GaAs-Schichtsystemen mit Röntgenbeugung unter streifendem Einfall

(04.06.1996) .

Dr. phil.

Rank Wilhelm mit der Arbeit:Literarische Satire in der DDR von 1945 bis 1961: Auto­ren, institutionelle Rahmenbedingungen und kulturpolitische Leitlinien (31.05.1996).

Dr. iur.

Gisela Wallbrecher mit der Arbeit:Recht­liche Probleme bei der Beendigung von Nutzungsverhältnissen an gewerblich ge­nutzten und unbebauten Flächen der Land­wirtschaft auf dem Gebiet der ehemaligen DDR" (29.05.1996).

HABILITATION

Dr. paed. Dietmar Sturzbecher mit der Ar­beit:Wie erleben Vorschulkinder ihre El­tern in Problem- und Konfliktsituationen? Der Familien-Interaktions-Ttest für Kinder als familiendiagnostisches Instrument zur Er­fassung kindlicher Reflexionen über die Eltern-Kind-Interaktion (24.06.1996).

Sprachpreis für Prof. Eisenberg

Am 30. Mai, ziemlich genau einen Monat bevor in Wien die vier deutschsprachigen Staaten diegemeinsame Absichtserklärung zur Neuregelung der Deutschen Sprache unterschrieben, verlieh die Henmng-Kauf- mann-Stiftung denDeutschen Sprachpreis 1996 an Prof. Dr. Peter Eisenberg von der Universität Potsdam. Die zeitliche Nähe die­ser beiden Ereignisse ist' auch inhaltlich begründet. So heißt es in dem Schreiben an den Professor für Deutsche Gegenwarts­sprache, die Stiftung würdige seinesachli­che Aufarbeitung und plausible Darstellung des einen großen Reizthemas in der zeitge­nössischen sprachlichen Debatte: der Or­thographie. Die von ihm aufgewiesenen Grundlagen würden gestatten, ein entspann- teres, aber auch intelligenteres Verhältnis zu diesem Sprachordnungsbereich zu gewin­nen. SeinGrundriß der Deutschen Gram­matik" mache Verständnis und Kenntnis der Deutschen Grammatik für einen größeren Leserkreis nachvollziehbar.

Der Preis wird seit 1984 jährlich an Perso­nen oder Institutionen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Deutsche Spra­che verdient gemacht haben. So gehörten z. B. der Schauspieler Will Quadflieg oder die Redaktion des Grimmschen Wörterbu­ches bereits zu den Preisträgern. ade

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Schellnhuber wiedergewählt

Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber, Di­rektor des Potsdam-Instituts für Klima­folgenforschung und Professor für theore­tische Physik an der Universität Potsdam, ist für weitere vier Jahre in den Wissen­schaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung gewählt worden. Der Beirat, der sich 1992 konsti­tuierte und der Bundesregierung direkt untergeordnet ist, besteht aus zwölf Mit­gliedern, die je zur Hälfte natur- und gei­steswissenschaftliche Disziplinen vertre­ten. Seine Aufgabe ist es, die wachsende Flut von Informationen zu Umweltverände­rungen aus aller Welt zu bewerten sowie Alternativen für eine nationale und interna­tionale Umwelt- und Forschungspolitik auf­zuweisen. ade

180.000 DM für Dr. Haney

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat entschieden, für zunächst zwei Jahre am Institut für Philosophie der Univer­sität Potsdam durch Dr. Frank Haney das ForschungsprojektPA. Florenskijs Theorie der Sprache - ein Beitrag zum Dialog mit russischer Philosophie bearbeiten zu las­sen und mit insgesamt 180.000 DM zu för­dern. Mit der politischen Öffnung Rußlands ist auch die Rückbesinnung auf Leistungen der vorrevolutionären russischen Philoso­phie verbunden. Als Mathematiker, Philo­soph, Ingenieur, orthodoxer Theologe, Phy­siker, Biologe, Kunstwissenschaftler und nicht zuletzt Sprachtheoretiker hat Floren- skij (1882-1937) das europäische Denken in diesem Jahrhundert durch originelle Bei­träge bereichert, die ihrer Zeit weit voraus waren und deren Bedeutung oft erst heute richtig zu ermessen ist. Das Projekt will zunächst Florenskijs Rationalitätskonzept rekonstruieren. Darauf aulbauend soll an seiner Sprachphilosophie geprüft werden, wie russisches philosophisches Denken im Sinne einer wechselseitigen Perspektiven­übernahme in der Lage sein kann, die Selbstreflexion der westlichen Philosophie zu befruchten. H.K.

Arbeitsgruppe Prof. Krügers erhält 1,8 Mio. DM

Die Max-Planck-Gesellschaft finanziert mit 1,8 Mio. DM für fünf Jahre am Institut für Phi­losophie der Universität Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Peter Krüger die Arbeitsgruppe Wissenschaftskulturen im Kommunikationsprozeß (20. Jh.). Die Grup­pe erforscht die Gemeinsamkeiten und Un­terschiede zwischen Natur-, Sozial- und Gei­steswissenschaften anhand ihrer Verhaltens­weisen im Kommunikationsprozeß. Dieser

Prozeß wird vom interpersonellen über den mterkommunitären Aspekt bis hm zum Pro­blem des gesellschaftlichen Austausches zwischen verschiedenen Alltags- und Exper­tenkulturen differenziert. Der interdisziplinär vergleichende Zweck der Arbeitsgruppe kommt auch in den Tbilprojekten zum Aus­druck: Dr. Wolfgang Bialas untersucht die Auseinandersetzung verschiedener Wissen­schaftskulturen in der Weimarer Republik um die intellektuelle Vorherrschaft in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit, Prof. Dr. John Erpenbeck den Doppelstatus der Psy­chologie als Natur- und Geisteswissenschaft zwischen Physik und Philosophie, Dr. Anne- dore Schulze geht der Rage nach, inwiefern sich Konflikte und Perspektivenwechsel in der heutigen Naturwissenschaft von denen außerhalb der Wissenschaft unterscheiden. Prof. Dr. Hans-Peter Krüger befaßt sich im Anschluß an die amerikanische Philosophie des Pragmatismus mit einer neuen semio- tischen Pragmatik der Forschung. PK.

Amerikanischer Chaosforscher in Potsdam

Ab August zu Gast m Potsdam: Prof. Dr. Celso Grebogi. Foto: Fritze

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Die Alexander von Humboldt-Stiftung ver­leiht jährlich bis zu 200 Forschungspreise an international anerkannte ausländische Wis­senschaftler. Zu den Geehrten gehört Prof, Dr. Celso Grebogi von der University of Maryland/USA. Der Wissenschaftler erhielt diese Auszeichnung auf Vorschlag von Prof. Dr. Jürgen Kurths, Direktor des Interdiszipli­nären Zentrums für Nichtlineare Dynamik und Leiter gleichnamiger Max-Planck-Ar- beitsgruppe an der Universität Potsdam. Der Preisträger ist berechtigt, Forschungen eige­ner V\öhl an deutschen Instituten durchzufüh­ren. Grebogi wird ab August 1996 für ein Jahr nach Potsdam und Dresden kommen. Der gebürtige Brasilianer zählt in Fächkreisen zu den international herausragenden Forschern auf dem Gebiet der Nichtlinearen Dynamik bzw. Chaosforschung. Grebogi hat mehrere grundlegende Phänomene in chaotischen Systemen entdeckt, so Krisen chaotischer Attraktoren und fraktale Einzugsgebiete, Besonders bekannt ist die zusammen mit zwei anderen Wissenschaftlern erstmals ent-

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