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(1.1.2019) 07
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Die Zukunft des Potsdamer Modells der Lehrerbildung

Eine Idee mit innovativen Perspektiven, so schätzt Rektor Prof. Dr. Wolfgang Lo- schelder das Potsdamer Modell der Leh­rerbildung ein. Allerdings stehe dessen Umsetzung nach wie vor auf der Tages­ordnung.

Im September 1992 begann die Einführung des Modells in die Lehramtsstudiengänge. Dem ging die Erarbeitung und Vorlage der Gründungsdenkschrift durch eine Kom­mission des Gründungssenats voraus. Der gesetzte Anspruch ist hoch. Zielt doch die­se Lehrerausbildung mit ihrem integrierten und stufenübergreifenden Charakter auf die Professionalisierung der pädagogisch­didaktischen und fachlichen Handlungs­kompetenz der Lehrer.

Die Realisierung des Modells kommt nach Auffassung der Prorektonn für Lehre und Studium, Prof. Dr. Bärbel Kirsch, auch des­halb nicht so schnell wie gewünscht voran, weildie Fachdisziplinen bereits in der kon­zeptionellen Phase zu wenig einbezogen waren. So erscheine es nach außen als eine Sache der erziehungswissenschaftli­chen Disziplinen und nicht als Anliegen al­ler an den Lehramtsstudiengängen Beteilig­ten. Gegenwärtig ist das Potsdamer Modell für das erziehungswissenschaftliche Grundlagenstudium detailliert konzeptio­nell ausgearbeitet. Die vom Senat der Uni verabschiedete Studienordnung für die er­ziehungswissenschaftliche Ausbildung so­wie die zugehönge bereits vom Bildungs­ministerium genehmigte Praktikumsord­nung wurden innerhalb der Um ausgiebig diskutiert. Nun ist das Studium der Unter­richtsfächer mit Blick auf die Prinzipien des

Modells neu zu orientieren. Fachwissen­schaft und Fachdidaktik seien aufeinander bezogen und stufen- sowie schulformüber- greifend anzulegen, so Bärbel Kirsch. Bewährt hat sich schon jetzt die Verzah­nung von Theorie und Praxis durch ein in­tegriertes Eingangssemester für Lehr­amtskandidaten der Primarstufe und ein dreiwöchiges Orientierungspraktikum zwischen dem ersten und zweiten Seme­ster für alle anderen Lehramtskandidaten. Die Zusammenarbeit mit Studienseminar­leitern bei der langfristigen Vorbereitung der ersten und zweiten Phase der Lehrer­bildung trägt Früchte. Gleiches gilt für die Kooperation von Vertretern der erzieh­ungswissenschaftlichen Disziplinen und der Fachdidaktiken.

Um die im Zusammenhang mit der Umset­zung des Potsdamer Modells stehenden Aufgaben in die Tät umzusetzen, fungiert das Interdisziplinäre Zentrum für Pädago­gische Forschung und Lehrerbildung als Dach und Heimat für alle Lehramtskandi­daten. Daraus ergeben sich zwei Schwer­punktaufgaben für den Leiter des Zen­trums, Prof. Dr. Thomas Jahnke, und seine Mitarbeiter. Zum einen soll das Zentrum Serviceleistungen erfüllen, also Anlaufstel­le für Studierende beispielsweise zu Fra­gen ihrer Praktika sein. Zum anderen be­treibt das Zentrum Forschung zur Lehrer­bildung. Zwei Studentinnen erarbeiteten einen Studienführer für die Lehramts­studiengänge. Im Oktober liegt das erste vom Zentrum herausgegebene Journal Kentron auf dem Tisch. Die zunächst zweimal im Semester erscheinende Publi­kation enthält Nachrichten und Diskussi­

Licht in Sicht beim Konzept für das Potsdamer Modell der Lehrerbildung? Foto: zg.

onsbeiträge zur Lehrerbildung. In Vorbe­reitung befindet sich des weiteren ein für den Winter geplantes Kolloquium zur Leh­rerbildung,

Rektor Loschelder appelliert an die Vertre­ter der Fachwissenschaften, der Fachdidak­tiken, der Pädagogik, Psychologie und So­zialwissenschaften, sich im Interesse des Potsdamer Modells der Lehrerbildungzu- sammenzuraufen. Um es nicht zu gefähr­den und als Profilbereich der Hochschule zu erhalten, müsse bis zum Jahresende ein tragfähiges Konzept vorliegen. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des Zentrums steht Anfang November bevor. Dann wird durch die Mitgliederversamm­lung dessen Struktur festgelegt und das Di­rektorium gewählt. B.E.

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