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(1.1.2019) 07
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MARKTORIENTIERTES UMWELTMANAGEMENT BEI KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN

Empirisches Gemeinschaftsprojekt von Potsdamer und Chemnitzer Studierenden

Unternehmen und Umweltschutz markie­ren längst keine unversöhnlichen Gegen­sätze mehr. Allerdings stellt die konse­quente Umsetzung der ökologischen An­forderungen von Markt, Politik und Ge­sellschaft insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen nicht zu­letzt wegen der oft unzureichenden Fi­nanz- und Personaldecke eine umfassen­de Herausforderung dar. Die in der be­trieblichen Praxis bestehenden Möglich­keiten und Grenzen eines marktorientier­ten Umweltmanagements bei Unterneh­men kleiner und mittlerer Größe standen im Mittelpunkt einer von Potsdamer und Chemnitzer Marketing-Studenten im ver­gangenen Sommersemester gemeinsam realisierten empirischen Studie.

Diese im Einzugsgebiet beider Universi­tätsstandorte durchgeführte Befragung von jeweils ca. 50 Unternehmen stellte den empirischen Bestandteil eines gemeinsam vom Lehrstuhl für Marketing von Prof. Cor­nelia Zanger an der Tfechnischen Universi­tät Chemnitz-Zwickau und dem Bereich für Betriebswirtschafts­lehre mit dem Schwerpunkt Marketing von Prof. Dr. Ingo Balderjahn an der Universität Potsdam durchgeführten Marktforschungs­praktikums dar, das als Lehrveranstaltung für Studenten im Hauptstudium im Ver­tiefungsfach Marketing angeboten wird, Das Untersuchungsdesign sah eine per­sönliche Befragung auf der Basis eines weitgehend standardisierten Fragebogens vor. Interviewpartner in den Unternehmen waren überwiegend Mitglieder der Ge­schäftsführung und, soweit in den betref­fenden Unternehmen vorhanden, Umwelt­schutzbeauftragte als Experten in Fragen des Umweltmanagements.

Einen wesentlichen inhaltlichen Schwer­punkt der Studie markierte die Abfrage der von den Unternehmen wahrgenommenen ökologischen Betroffenheit, die zum einen in bezug auf konkrete ökologische Problemla­gen wie Abfallproblematik der Altlasten operationalisiert, zum anderen in bezug auf

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In Chemnitz fand der erste von zwei gemeinsamen Workshops im Rahmen eines Koopera­tionsprojektes der Bereiche Marketing der Universitäten Potsdam und Chemnitz-Zwickau statt. Unser Foto zeigt die Tbilnehmez vor einem Lehrgebäude-der TU Chemnitz. Foto: zg.

die subjektiv wahrgenommene Betroffenheit durch verschiedene Anspruchsgruppen im Unternehmensumfeld (Konsumenten, indu­strielle Abnehmer, Banken, Anwohner, Um­weltschutzgruppen etc.) thematisiert wurde. Zu den weiteren Schwerpunkten der Befra­gung zählten die von den Unternehmen be­reits implementierten bzw. geplanten Um­weltschutzmaßnahmen sowie die zugrunde­liegenden Motive und vor allen Dingen auch Hindernisse eines umfassenden Umwelt­managements.

Die Koordination der einzelnen, parallel in Potsdam und Chemnitz durchzuführenden Tfeilschritte der Erhebung machten im Ver­lauf der Kooperationsveranstaltung zwei gemeinsame Arbeitstreffen erforderlich. Gegenstand des ersten Workshops, der Ende April an der Technischen Universität Chemnitz stattfand, war die Entwicklung eines einsatzfähigen Fragebogens. Im Wechsel von arbeitsintensiver Klein­gruppenarbeit und Präsentationen und Dis­kussionen der Arbeitsgruppenergebnisse im Plenum erarbeiteten sich die Studenten in zweieinhalb lägen weitgehend selbstän­dig die relevanten Fragenkomplexe für die Unternehmensbefragung, formulierten die zentralen forschungsleitenden Hypothesen und operationalisierten die entsprechen­den theoretischen Konstrukte für den Frage­bogen.

Nach dem erfolgreichen Abschluß der par­allel von beiden Studentengruppen in Pots­dam und Chemnitz realisierten Unter­

nehmensbefragung fand schließlich ein zweitägiger Gegenbesuch der Chemnitzer Studenten statt. Auf diesem zweiten Work­shop wurden die ersten vorläufigen Ergeb­nisse der Potsdamer und Chemnitzer Tfeil- studien referiert und diskutiert sowie die geplante gemeinsame Abschlußdokumen­tation des Projekts, die im Herbst veröffent­licht werden soll, vorbereitet.

Ungeachtet des insgesamt sehr positiven Verlaufs des Kooperationsprojektes sei ab­schließend noch ein kleiner Wermutstrop­fen angemerkt. Die Gewährung von Exkur­sionsbeihilfen, die die gemeinsame Aus­richtung der Veranstaltung in diesem Stil erst emöglichten, gestalten sich zumindest für die Potsdamer in der Praxis derart lang­wierig und vom Ergebnis her unbefriedi­gend, daß zukünftige Exkursionsprojekte vor dem Hintergrund der diesjährigen Er­fahrungen vermutlich seltener werden dürf­ten. Die Leidtragenden sind die Studenten.

S.W.

NOCH CHANCEN

Die diesjährige Bewerbungsrunde für Stu­dienaustauschplätze an den Partnerhoch­schulen der Universität Potsdam in Kanada, den USA, Australien, Westeuropa sowie Mittel- und Osteuropa läuft. Bewerbungsinformationen und Unterlagen sind im Akademischen Auslandsamt der Um, Tfelefon 0331/977-1702, erhältlich. Be­werbungsschluß ist der 25. Okt. 1996. ab

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PUTZ 7/96