Heft 
(1.1.2019) 08
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WISSENSCHAFT AKTUELL

IM GESPRÄCH

INFORMATIONEN ZUR FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Ausschreibung von Stipendien

Die Europäische Union ruft zur Einreichung von Anträgen im Bereich Ausbildung durch Forschung (Marie Curie-Stipendien) des TMR-Programmes auf. Dieses Programm steht allen Disziplinen offen ohne eine Vor­gabe von Prioritäten bei den Projektan­trägen. Das ausschlaggebende Kriterium bei der Vergabe der Stipendien ist allein die wissenschaftliche Qualität des angestreb­ten Projekts. Es sind drei verschiedene Stipendienarten vorgesehen: Äusbildungsstipendien für promovierte Wissenschaftler werden für eine Dauer von sechs Monaten bis zu zwei Jahren verge­ben. Für nichtpromovierte Wissenschaftler mit mindestens vier Jahren Vollzeittätigkeit in der Forschung nach Studienabschluß gelten dieselben Vergabekriterien. Rückkehrstipendien sind vorgesehen für Wissenschaftler aus benachteiligten Regio­nen, die nach Beendigung eines EU-For- schungsstipendiums für promovierte Wis­senschaftler (in TMR mindestens zwei Jah­re, in HCM mindestens 20 Monate) wieder in eine benachteiligte Region des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, zurückkehren. Stipendien werden für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten vergeben. Stipendien für erfahrene Wissenschaftler, die sich in ein Forschungsthema in einer benachteiligten Region außerhalb des Lan­des, dessen Staatsangehörigkeit sie besit­zen, eingliedern möchten. Die Stipendien­dauer beträgt drei Monate bis zu einem Jahr. Bewerbungsfrist für Projektanträge der genannten Stipendien ist der 16.12.1996 (12.00 Uhr).

Die Antragsunterlagen sind im WWW über http ://www. cordis. lu/tmr/home .html bzw. über http://www.cordis.lu/unterDocument Libary erhältlich. Weitere Informationen gibt es bei der Europäischen Kommission, GD XII/G-3, Rue Montoyer 75 (MO-75 5/34), B-1040 Brüssel, Ttel. 0032-2-2960254, e-mail: tmr-grants@dgl2.cec.be und im Dezernat 1 der Universität Potsdam, ffelefon: 0331/977- 1778, e-mail: richter@rz.uni-potsdam.de.

BMBF-Patentserver im Internet

Betrifft: Patente. Unter diesem Titel bie­tet das Bundesmmisterium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Tbchnologie jetzt auch im Internet Informationen und Ratschläge zum ThemaRechtlicher Schutz und wirtschaftliche Verwertung von Erfindungen an. Dieser neu eingerichte­te BMBF-Patentserver ist per Mausklick von der BMBF-Homepage aus unter fol­gender Adresse zu erreichen: http:// www.patente.bmbf.de. ri.

PUTZ 8-9/96

SOKRATES LERNT LAUFEN

Universität Potsdam mit verstärktem Engagement an EU-Bildungsprogramm beteiligt

Schon Anfang des Jahres '96 begann es, das sogenanntesokratische Zeitalter. Das EU - Büdungsprogramm ist gedacht für den gesamten Büdungs- und Hochschulbereich der Länder der Europäischen Union, einschließlich der ehemaligen EFTA (European Free Trade Association) -Staaten sowie Liechtenstein und Island. Über Bedeutung, Resonanz und Auswirkungen des neuen Programms an der Universität Potsdam sprach PUTZ-Re- dakteurin Petra Görlich mit Dr. Regina Neum aus dem Akademischen Auslandsamt der Hochschule, die als SOKRATES-Hochschulkoordinatorin für das Programm zuständig ist.

PUTZ: SOKRATES basiert auf dem alten ERASMUS-Programm. Welche Grundlage gibt es damit schon an der Potsdamer Uni? Neum: Bisher existierten 21 ERASMUS- Netzwerke. Erwartungsgemäß haben die Philologien begonnen. Hinzu kamen die Pädagogen, die Juristische, im kleinen Rah­men auch die Mathematisch-Naturwissen­

und Fach. Sie bilden die Grundlage für un­seren Antrag in Brüssel, den wir am 1. Juli eingereicht haben. Leider fällt die Entschei­dung erst im Frühjahr 1997. Das gestiege­ne Interesse an SOKRATES ist sicherlich auch dadurch begründet, daß die Universi­tät aus den Startlöchern heraus ist. Zudem machen die Studenten den nötigen Druck.

Oft organisieren die Mitarbeiter des Akademischen Auslandsamtes Exkursionen für die ausländischen Studierenden. Im Mai '96 ging es beispielsweise zum Einstem-Haus nach Caputh. Foto: Bürger

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schaftliche Fakultät. Ich nehme an, daß der unterschiedliche Stand des Aufbaus der Fakultäten zu anfänglichen Startproblemen führte, denn in der Zwischenzeit ist das all­gemeine Interesse gestiegen.

PUTZ: Jetzt liegt das neue Programm auf dem Tisch. Stellen Sie hier nun ganz kon­kret ein größeres Engagement fest? Neum: Ja, unbedingt, denn nun beteiligen sich alle Fakultäten. Damit dokumentiert sich meines Erachtens das gewachsene Bewußtsein für die Notwendigkeit interna­tionaler Zusammenarbeit auch in der Leh­re. Einige Wissenschaftler haben zudem damit begonnen, auf curricularer Ebene international zusammenzuarbeiten.

PUTZ: Wie sind diese Aktivitäten geregelt? Neum: Die entsprechenden Verträge mit den zukünftigen Partnern sind unter Dach

PUTZ: In welchem Umfang konnten Verein­barungen getroffen werden?

Neum: Studienaufenthalte sind durch Ver­träge mit immerhin über 100 Universitäten geregelt. Damit werden ca. 260 Studentin­nen und Studenten die Chance erhalten, im nächsten Studienjahr akademisches Neu­land zu betreten. Die Dauer eines Auslands­studiums ist jedoch unterschiedlich. Sie reicht von drei Monaten bis zu einem Jahr. Nach der Anzahl gewonnener Partnerein­richtungen liegt im übrigen Großbritannien mit 24 Hochschulen an der Spitze, gefolgt von Frankreich (20), Italien (14) und den Niederlanden (9). Auch das Interesse der Hochschullehrer und -lehrerinnen, für kur­ze Zeit an ausländischen Einrichtungen zu unterrichten, hat stark zugenommen.

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