WISSENSCHAFT AKTUELL
IM GESPRÄCH
INFORMATIONEN ZUR FORSCHUNGSFÖRDERUNG
Ausschreibung von Stipendien
Die Europäische Union ruft zur Einreichung von Anträgen im Bereich Ausbildung durch Forschung (Marie Curie-Stipendien) des TMR-Programmes auf. Dieses Programm steht allen Disziplinen offen ohne eine Vorgabe von Prioritäten bei den Projektanträgen. Das ausschlaggebende Kriterium bei der Vergabe der Stipendien ist allein die wissenschaftliche Qualität des angestrebten Projekts. Es sind drei verschiedene Stipendienarten vorgesehen: Äusbildungsstipendien für promovierte Wissenschaftler werden für eine Dauer von sechs Monaten bis zu zwei Jahren vergeben. Für nichtpromovierte Wissenschaftler mit mindestens vier Jahren Vollzeittätigkeit in der Forschung nach Studienabschluß gelten dieselben Vergabekriterien. Rückkehrstipendien sind vorgesehen für Wissenschaftler aus benachteiligten Regionen, die nach Beendigung eines EU-For- schungsstipendiums für promovierte Wissenschaftler (in TMR mindestens zwei Jahre, in HCM mindestens 20 Monate) wieder in eine benachteiligte Region des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, zurückkehren. Stipendien werden für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten vergeben. Stipendien für erfahrene Wissenschaftler, die sich in ein Forschungsthema in einer benachteiligten Region außerhalb des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, eingliedern möchten. Die Stipendiendauer beträgt drei Monate bis zu einem Jahr. Bewerbungsfrist für Projektanträge der genannten Stipendien ist der 16.12.1996 (12.00 Uhr).
Die Antragsunterlagen sind im WWW über http ://www. cordis. lu/tmr/home .html bzw. über http://www.cordis.lu/unter „Document Libary“ erhältlich. Weitere Informationen gibt es bei der Europäischen Kommission, GD XII/G-3, Rue Montoyer 75 (MO-75 5/34), B-1040 Brüssel, Ttel. 0032-2-2960254, e-mail: tmr-grants@dgl2.cec.be und im Dezernat 1 der Universität Potsdam, ffelefon: 0331/977- 1778, e-mail: richter@rz.uni-potsdam.de.
BMBF-Patentserver im Internet
„Betrifft: Patente“. Unter diesem Titel bietet das Bundesmmisterium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Tbchnologie jetzt auch im Internet Informationen und Ratschläge zum Thema „Rechtlicher Schutz und wirtschaftliche Verwertung von Erfindungen“ an. Dieser neu eingerichtete BMBF-Patentserver ist per Mausklick von der BMBF-Homepage aus unter folgender Adresse zu erreichen: http:// www.patente.bmbf.de. ri.
PUTZ 8-9/96
SOKRATES LERNT LAUFEN
Universität Potsdam mit verstärktem Engagement an EU-Bildungsprogramm beteiligt
Schon Anfang des Jahres '96 begann es, das sogenannte „sokratische Zeitalter“. Das EU - Büdungsprogramm ist gedacht für den gesamten Büdungs- und Hochschulbereich der Länder der Europäischen Union, einschließlich der ehemaligen EFTA (European Free Trade Association) -Staaten sowie Liechtenstein und Island. Über Bedeutung, Resonanz und Auswirkungen des neuen Programms an der Universität Potsdam sprach PUTZ-Re- dakteurin Petra Görlich mit Dr. Regina Neum aus dem Akademischen Auslandsamt der Hochschule, die als SOKRATES-Hochschulkoordinatorin für das Programm zuständig ist.
PUTZ: SOKRATES basiert auf dem alten ERASMUS-Programm. Welche Grundlage gibt es damit schon an der Potsdamer Uni? Neum: Bisher existierten 21 ERASMUS- Netzwerke. Erwartungsgemäß haben die Philologien begonnen. Hinzu kamen die Pädagogen, die Juristische, im kleinen Rahmen auch die Mathematisch-Naturwissen
und Fach. Sie bilden die Grundlage für unseren Antrag in Brüssel, den wir am 1. Juli eingereicht haben. Leider fällt die Entscheidung erst im Frühjahr 1997. Das gestiegene Interesse an SOKRATES ist sicherlich auch dadurch begründet, daß die Universität aus den Startlöchern heraus ist. Zudem machen die Studenten den nötigen Druck.
Oft organisieren die Mitarbeiter des Akademischen Auslandsamtes Exkursionen für die ausländischen Studierenden. Im Mai '96 ging es beispielsweise zum Einstem-Haus nach Caputh. Foto: Bürger
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schaftliche Fakultät. Ich nehme an, daß der unterschiedliche Stand des Aufbaus der Fakultäten zu anfänglichen Startproblemen führte, denn in der Zwischenzeit ist das allgemeine Interesse gestiegen.
PUTZ: Jetzt liegt das neue Programm auf dem Tisch. Stellen Sie hier nun ganz konkret ein größeres Engagement fest? Neum: Ja, unbedingt, denn nun beteiligen sich alle Fakultäten. Damit dokumentiert sich meines Erachtens das gewachsene Bewußtsein für die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit auch in der Lehre. Einige Wissenschaftler haben zudem damit begonnen, auf curricularer Ebene international zusammenzuarbeiten.
PUTZ: Wie sind diese Aktivitäten geregelt? Neum: Die entsprechenden Verträge mit den zukünftigen Partnern sind unter Dach
PUTZ: In welchem Umfang konnten Vereinbarungen getroffen werden?
Neum: Studienaufenthalte sind durch Verträge mit immerhin über 100 Universitäten geregelt. Damit werden ca. 260 Studentinnen und Studenten die Chance erhalten, im nächsten Studienjahr akademisches Neuland zu betreten. Die Dauer eines Auslandsstudiums ist jedoch unterschiedlich. Sie reicht von drei Monaten bis zu einem Jahr. Nach der Anzahl gewonnener Partnereinrichtungen liegt im übrigen Großbritannien mit 24 Hochschulen an der Spitze, gefolgt von Frankreich (20), Italien (14) und den Niederlanden (9). Auch das Interesse der Hochschullehrer und -lehrerinnen, für kurze Zeit an ausländischen Einrichtungen zu unterrichten, hat stark zugenommen.
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