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(1.1.2019) 08
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STUDIOSI

STADT IM ZUGZWANG BEIM UNIRADIO

Potsdam fehlt es an Mitfahrzentrale" WERDEN STELLEN FREI

.Vorbei sind die Zeiten, bei denen Mitfahr­wünsche der Studenten an Straßenbäume gepinnt wurden und als Gefährt der klapprige VW-Käfer herhalten mußte, so die Feststellung Dr. Hans-Jörg Pöttrichs von der Arbeitsstelle Medienpädagogik der Universität Potsdam. Der FDP-Stadt- verordnete forderte deshalb erst kürzlich gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen in der Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung einer modernen Mitfahrzen­trale ein. Entstehen könne sie nach des­sen Meinung unter dem Dach des Potsda­mer Tourismusamtes. Jetzt sei das Enga­gement der Stadt gefordert.

Bundesweit gibt es bereits ein Modell, das vergleichbare Institutionen miteinander ver­bindet. City-Netz erfaßt gegenwärtig 19 Städte, fünf weitere kommen noch in die­sem Jahr hinzu. Gegründet wurde das Un­ternehmen einst in Mannheim, das inzwi­schen auf gute Erfahrungen verweist. Schon auf dem Tisch liegt eine Sozialstati­stik zu den Nutzern des Angebots. Dem­nach stammen die Reisenden mit über 20 Prozent aus dem Bereich der Angestellten, acht Prozent von ihnen sind Selbständige. Das Gros der Beteiligten aber bilden Stu­denten. Für alle diese Offerte Wahrneh­

Religionswissenschaft jetzt im Magisternebenfach

Seit dem Wintersemester 1996/97 ist die Im­matrikulation zum Magisternebenfachstu­diengang Religionswissenschaft möglich. Das Studium der Religionswissenschaft soll den Studierenden Einsichten in das Wesen von Religion und deren konkrete Realisierung durch Individuen, Gemeinschaften und Ge­sellschaften vermitteln. Dabei werden allge­mein eine oder zwei Religionen exemplarisch als Studiengegenstände zugrunde gelegt, von denen aus der weitere Religionsvergleich und die religionsphänomenologische Arbeit ermöglicht wird. In Potsdam - und dies ist in Deutschland einmalig - steht im Zentrum des Studiums die weit gefächerte jüdische Religi­onsgeschichte sowie die Tochterreligion des Judentums, das Christentum, auch im Hin­blick auf deren gegenseitige Verflechtung. Durch Kooperation mit dem Institut für Klas­sische Philologie wird außerdem ein regel­mäßiges Angebot zur antiken Religionsge­schichte und durch die mit der Soziologie eines zur Reiigionssoziologie ermöglicht. Obligatorische und wahlweise-obligatonsche Sprachkurse dienen dem Erwerb studien­relevanter Sprachen. Pflichtsprache ist He­bräisch; Wahlpflichtsprachen sind Aramä­isch, Jiddisch, Griechisch, Latein, Arabisch und gegebenenfalls andere Sprachen. K.G.

Helfen kann möglicherweise in Zukunft eine professionelle Mitfahrzentrale unter dem Dach des Potsdamer Tburismusamtes.Foto: Tfibukeit

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Beim uniRadio Berlm- a | a Brandenburg -

uniRadio einem Zusam-

Berlin-Brandenburg

schulen aus Berlin und der Universität Pots­dam für das Land Brandenburg - werden zu Beginn des nächsten Jahres viele Uito- renstellen im Bereich der Redaktion frei. Voraussetzung, um sich auf eine dieser Tütorenstellen bewerben zu können, ist ein 30tägiges Praktikum bei uniRadio. Da sich die neuen Uitoren aus möglichst vielen der Mitgliedshochschulen von uniRadio zusam­mensetzen sollen und bisher immer noch Studis von der FU und der TU zahlenmäßig dominieren, möchte die Redaktion die Stu­dierenden der Universität Potsdam gezielt aufrufen, sich für Praktikumsplätze bei uniRadio zu bewerben. Nähere Auskünfte dazu erteilen die Redaktion in Potsdam (Tfel. 0331/977-2320, -2004 oder -2175) und die Zentralredaktion in Berlin (Tfel. 030/841 727 101 bis -105). Hg.

menden gelten durchaus akzeptable Prei­se. So kostet die Strecke Berlin - Hamburg beispielsweise nur 28,- DM, von denen 17,- DM an den Fahrer und 11,- DM an die Zentrale für Verwaltungskosten gehen. Kein Problem ist es auch, kleinere Gegenstände auf diese Weise befördern zu lassen. Der Mechanismus des Ganzen scheint einfach. Jeder, der freie Plätze für eine Fahrt anbie­ten kann beziehungsweise genau diese sucht, meldet sich unter der bundesweit einheitlichen Tfelefonnummer 19444 im je­weils in Frage kommenden Ort, erklärt Pöttrich dazu.

Registrierung und eventuelle Zusage er­folgten dann ohne Zeitverzug. Seine Ein­schätzung der Vorteile jener eher unge­wöhnlichen Form des Trampens:City-Netz bessert mit den Einnahmen die Stadtkasse auf, die Reisekosten für Mitfahrer halten sich in Grenzen und der Fahrer verdient hinzu."

Noch jedoch ist es in Potsdam nicht soweit, Nachdem der Antrag in der Stadtverordne­tenversammlung eine überzeugende Mehr­heit erhielt, prüft man nun im Finanzaus­schuß der Stadt die erforderlichen Voraus­setzungen.Ich rechne aber fest mit dessen Zustimmung, so Hans-Jörg Pöttrich. Letz­te Entscheidungsgewalt liegt bei den ge­wählten Volksvertretern. Erst danach kön­nen sich die am Aufbau einer Niederlas­sung Interessierten in die Startlöcher bege­ben.Dem Hochschulstandort Potsdam je­denfalls, so der rührige Wissenschaftler, stünde die Verwirklichung des Projekts gut zu Gesicht.

Silvester verreisen?

Studenten, die einen ungezwungenen, ro­mantischen, erlebnisreichen und preiswer­ten Urlaub über Silvester '96 oder zu jeder anderen Jahreszeit in gemütlicher Kom­militonenrunde erleben möchten, können sich an den Verein zur Förderung von inter­nationalem Kinder- und Jugendaustausch/ Jugendreisen, Brandenburg/Berlin e.V (VFKJ) wenden. Dort organisiert man Auf­enthalte nach Wunsch in Bergbauden, Pen­sionen, Wochenendhäusern, in Hotels und in Ferienwohnungen mit Verpflegung oder zum Selbstkochen, in Wintersportgegen­den und für alle Sommersportarten. Auch Trainingslager sollen im Angebot sein. Ver­mittelt werden ebenso Partner für Sprach­kurse in das Riesengebirge, die Beskiden, den Böhmerwald, die Böhmisch-Mährische Hochebene, die Niedere und Hohe Thtra. Nähere Informationen sind zu erhalten beim VFKJ in 14478 Potsdam, Inselhof 2-4 (Am Schlaatz), Tfel./Fax: 0331/81 03 36. L.E.

Zuschuß möglich

Wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) mitteilte, können Studierende, die BAföG-Empfänger sind, für ihre Kranken- und Pflegeversicherung einen Beitragszu­schuß erhalten. KKH-versicherte Studenten, Praktikanten sowie Auszubildende des zweiten Bildungsweges erhalten die hierfür erforderlichen Bescheinigungen in allen Geschäftsstellen der Kasse, d.h. in Potsdam in der Schopenhauer Str. 32. mt.

PUTZ 8-9/96

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