Heft 
(1.1.2019) 08
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SPORT

MIT CARDIO-FUNK UND QIGONG IM TREND

Potsdamer Hochschulsport heiß begehrt

Der Hochschulsport in Brandenburgs Landeshauptstadt ist weiter im Aufwind. Das jedenfalls meint nicht zuletzt Dr. Erhard Buchholz, Leiter des dafür zuständigen Zen­trums an der Universität Potsdam. Der rührige Sportpädagoge sorgt gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auch im derzeit laufenden Wintersemester für ein durchaus at­traktives Programm. An ihm teilhaben können nicht nur die Studierenden und Mitar­beiter der Alma mater selbst, sondern ebenso diejenigen der Hochschule für Film und Fernsehen sowie der Fachhochschule Potsdam. Noch steht ihnen allen das ge­samte Angebot völlig kostenfrei offen. Das allerdings soll sich schon im nächsten Flühjahr ändern. Dann nämlich kommt es aufgrund neuester Vorgaben teilweise zur Einführung kleinerer Gebühren.

Daß der Hochschulsport gegenwärtig in hellem Glanz erstrahlt, ist kein Zufall, Schließlich leisten gleich mehrere Seiten, von Uni-Leitung bis zur Deutschen Ange­stellten Krankenkasse, Unterstützung. Da­bei unmittelbar mit von der Partie ist der Studierendenrat der Einrichtung. Immerhin 20 000 DM stellt er dem Zentrum im Studi­enjahr 1996/97 zur Verfügung.Ohne dieses Engagement müßten mit Sicherheit Abstri­che erfolgen", schätzt Buchholz ein.

Nicht missen möchte er die Berücksichti­gung aktueller Trendsportarten, Nach­dem sich in der Vergangenheit Jaacro, die Kombination aus Aerobic, Tbi-Chi, Tänz und Frauen-Selbstverteidigung alsKnül­ler" erwies, gibt es nun auch Cardio-Funk- und Qigong - Veranstaltungen. Übervolle Ttainingsgruppen existieren aber nicht nur

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1996

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hier.Im Moment", so Buchholz,befinden wir uns an der Grenze unserer materiellen, räumlichen, finanziellen und personellen Möglichkeiten. Neue Interessenten erhiel­ten im Augenblick je nach Disziplin mitun­ter sogar Absagen. Händeringend warten seine Mitarbeiter deshalb auf die Fertig­stellung der Sporthalle I im Gebäude 12 auf dem Uni-Komplex Am Neuen Palais. Bereits seit zwei Jahren bleibt sie den

Sportenthusiasten verschlossen. Umfang­reiche Baumaßnahmen zwingen zur Nutzungspause. Ein Ende scheint jetzt je­doch in Sicht. Im Flühjahr sollen die Gerü­ste fallen.

Fest verankert ist weiterhin der Leistungs­sport. Sowohl Aktive als auch Lehrende drängen hier auf die Fortführung erfolgrei­cher Traditionen. Gelegenheit dazu bieten die Deutschen Hochschulmeisterschaften und Pokalkämpfe des Allgemeinen Deut­schen Hochschulsportverbandes. Zu ih­rem Recht gelangen aber ebenso die vie­len Freizeitsportler. Großer Andrang herrschste erst jüngst bei Wasserwander-' fahrten durch den Spreewald. Zwei Winter­lager in Schladming (Österreich) sowie Johanngeorgenstadt und anderes mehr locken zudem.

Das gesamte Programm des Hochschul­sports ist nachzulesen in einer vor Wochen erschienenen, schon nachaufgelegten Broschüre des Bereiches. Restexemplare des von der DAK gesponserten Heftes lie­gen noch vor. Auskunft zu allen weiteren Fragen erteilt Ute Lorenz, Uni-Komplex I, Am Neuen Palais 10, Haus 05, Zi. 1.09, Tbl.0331/977-1261. RG.

SCHACH IM UNIVERSITÄTS­SPORTVEREIN

Die Abteilung Schach des Universitäts­sportvereins Potsdam e.V mit derzeit 40 Mitgliedern kann auf eine lange Geschich­te zurückblicken, ist sie doch die direkte Nachfolgerin der vor mehr als anderthalb Jahrhunderten - genau am 17. November 1859 - gegründetenPotsdamer Schach­gesellschaft 11 . 1948 wurde der Verein eine Sektion der Betriebssportgemeinschaft Einheit Potsdam, und am 1, Juli 1956 trat er im Hinblick auf zahlreiche Mitglieder, die an der damaligen Pädagogischen Hoch­schule Potsdam studierten, zur Hochschul­sportgemeinschaft Wissenschaft-West Potsdam über, dem heutigen Universitäts- sportverein.

Insbesondere die sechziger und siebziger Jahre waren die erfolgreichsten Jahre des Vereins: DDR-Oberliga- bzw. DDR-Liga- zugehörigkeit prägten jene Jahre ebenso wie das hervorragende Abschneiden der Damenmannschaft in der DDR-Damen- oberliga sowie bei DDR-Dameneinzel- meisterschaften. FIDE-Meisterin Eveline Nünchert - als Trägerin eines internationa­len Titels auch heute noch das leistungs­stärkste Mitglied der gesamten Schachab­teilung -wurde 1973 DDR-Meisterin, und ihre besondere Stärke im Blitzschach zeig­te sich in der achtmaligen Erringung des

HELGE HAU

DDR-Meistertitels. Ulricke Seidemann wur­de 1980 DDR-Meisterin. Die Herrenmann­schaft wurde 1974 DDR-Pokalsieger. Höhepunkt der letzten Jahre war die einjäh­rige Zugehörigkeit der Damenmannschaft zur 1. Damenbundesliga sowie ein 3. Platz von Eveline Nünchert bei der Deutschen Damen-Blitzeinzelmeisterschaft. Derzeit spielt das Damenteam in der 2. Damen­bundesliga und konnte in der 1. Runde der soeben begonnenen Spielsaison 1996/97 einen 4,5:1,5-Auswärtssieg in Stade bei Hamburg erzielen.

Die 1. Herrenmannschaft spielt gegenwärtig ebenso wie die 2. Vertretung in der Bezirks­liga, die 3. Mannschaft in der 1. Bezirksklas­se. Auf Grund des erfreulichen Mitgliederzu­wachses wurde für diese Mannschafts­saison auch eine 4. Mannschaft gegründet, die in der 2. Bezirksklasse startet.

Neue Mitglieder sind jedoch jederzeit will­kommen. Interessenten können über Tbl. 033200/85309 Näheres über das Uni- Schach erfahren oder sich direktvor Ort, im Spiellokal der Schachabteilung (Fach­hochschule Potsdam, Am Alten Markt, Seminarraum 4057 im 2. Stock) einen per­sönlichen Eindruck verschaffen. st.

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PUTZ 8-9/96