SPORT
MIT CARDIO-FUNK UND QIGONG IM TREND
Potsdamer Hochschulsport heiß begehrt
Der Hochschulsport in Brandenburgs Landeshauptstadt ist weiter im Aufwind. Das jedenfalls meint nicht zuletzt Dr. Erhard Buchholz, Leiter des dafür zuständigen Zentrums an der Universität Potsdam. Der rührige Sportpädagoge sorgt gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auch im derzeit laufenden Wintersemester für ein durchaus attraktives Programm. An ihm teilhaben können nicht nur die Studierenden und Mitarbeiter der Alma mater selbst, sondern ebenso diejenigen der Hochschule für Film und Fernsehen sowie der Fachhochschule Potsdam. Noch steht ihnen allen das gesamte Angebot völlig kostenfrei offen. Das allerdings soll sich schon im nächsten Flühjahr ändern. Dann nämlich kommt es aufgrund neuester Vorgaben teilweise zur Einführung kleinerer Gebühren.
Daß der Hochschulsport gegenwärtig in hellem Glanz erstrahlt, ist kein Zufall, Schließlich leisten gleich mehrere Seiten, von Uni-Leitung bis zur Deutschen Angestellten Krankenkasse, Unterstützung. Dabei unmittelbar mit von der Partie ist der Studierendenrat der Einrichtung. Immerhin 20 000 DM stellt er dem Zentrum im Studienjahr 1996/97 zur Verfügung. „Ohne dieses Engagement müßten mit Sicherheit Abstriche erfolgen", schätzt Buchholz ein.
Nicht missen möchte er die Berücksichtigung aktueller Trendsportarten, Nachdem sich in der Vergangenheit Jaacro, die Kombination aus Aerobic, Tbi-Chi, Tänz und Frauen-Selbstverteidigung als „Knüller" erwies, gibt es nun auch Cardio-Funk- und Qigong - Veranstaltungen. Übervolle Ttainingsgruppen existieren aber nicht nur
SPORTPROGRAMM
Winter
semester
1996
Partnerin
des
Hochschulsports
Hochschule für film und Fernsehen Potsdam
Fach
hochschule
Potsdam
Zentrum
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Hochschul
sport
hier. „Im Moment", so Buchholz, „befinden wir uns an der Grenze unserer materiellen, räumlichen, finanziellen und personellen Möglichkeiten“. Neue Interessenten erhielten im Augenblick je nach Disziplin mitunter sogar Absagen. Händeringend warten seine Mitarbeiter deshalb auf die Fertigstellung der Sporthalle I im Gebäude 12 auf dem Uni-Komplex Am Neuen Palais. Bereits seit zwei Jahren bleibt sie den
Sportenthusiasten verschlossen. Umfangreiche Baumaßnahmen zwingen zur Nutzungspause. Ein Ende scheint jetzt jedoch in Sicht. Im Flühjahr sollen die Gerüste fallen.
Fest verankert ist weiterhin der Leistungssport. Sowohl Aktive als auch Lehrende drängen hier auf die Fortführung erfolgreicher Traditionen. Gelegenheit dazu bieten die Deutschen Hochschulmeisterschaften und Pokalkämpfe des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes. Zu ihrem Recht gelangen aber ebenso die vielen Freizeitsportler. Großer Andrang herrschste erst jüngst bei Wasserwander-' fahrten durch den Spreewald. Zwei Winterlager in Schladming (Österreich) sowie Johanngeorgenstadt und anderes mehr locken zudem.
Das gesamte Programm des Hochschulsports ist nachzulesen in einer vor Wochen erschienenen, schon nachaufgelegten Broschüre des Bereiches. Restexemplare des von der DAK gesponserten Heftes liegen noch vor. Auskunft zu allen weiteren Fragen erteilt Ute Lorenz, Uni-Komplex I, Am Neuen Palais 10, Haus 05, Zi. 1.09, Tbl.0331/977-1261. RG.
SCHACH IM UNIVERSITÄTSSPORTVEREIN
Die Abteilung Schach des Universitätssportvereins Potsdam e.V mit derzeit 40 Mitgliedern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, ist sie doch die direkte Nachfolgerin der vor mehr als anderthalb Jahrhunderten - genau am 17. November 1859 - gegründeten „Potsdamer Schachgesellschaft 11 . 1948 wurde der Verein eine Sektion der Betriebssportgemeinschaft Einheit Potsdam, und am 1, Juli 1956 trat er im Hinblick auf zahlreiche Mitglieder, die an der damaligen Pädagogischen Hochschule Potsdam studierten, zur Hochschulsportgemeinschaft Wissenschaft-West Potsdam über, dem heutigen Universitäts- sportverein.
Insbesondere die sechziger und siebziger Jahre waren die erfolgreichsten Jahre des Vereins: DDR-Oberliga- bzw. DDR-Liga- zugehörigkeit prägten jene Jahre ebenso wie das hervorragende Abschneiden der Damenmannschaft in der DDR-Damen- oberliga sowie bei DDR-Dameneinzel- meisterschaften. FIDE-Meisterin Eveline Nünchert - als Trägerin eines internationalen Titels auch heute noch das leistungsstärkste Mitglied der gesamten Schachabteilung -wurde 1973 DDR-Meisterin, und ihre besondere Stärke im Blitzschach zeigte sich in der achtmaligen Erringung des
HELGE HAU
DDR-Meistertitels. Ulricke Seidemann wurde 1980 DDR-Meisterin. Die Herrenmannschaft wurde 1974 DDR-Pokalsieger. Höhepunkt der letzten Jahre war die einjährige Zugehörigkeit der Damenmannschaft zur 1. Damenbundesliga sowie ein 3. Platz von Eveline Nünchert bei der Deutschen Damen-Blitzeinzelmeisterschaft. Derzeit spielt das Damenteam in der 2. Damenbundesliga und konnte in der 1. Runde der soeben begonnenen Spielsaison 1996/97 einen 4,5:1,5-Auswärtssieg in Stade bei Hamburg erzielen.
Die 1. Herrenmannschaft spielt gegenwärtig ebenso wie die 2. Vertretung in der Bezirksliga, die 3. Mannschaft in der 1. Bezirksklasse. Auf Grund des erfreulichen Mitgliederzuwachses wurde für diese Mannschaftssaison auch eine 4. Mannschaft gegründet, die in der 2. Bezirksklasse startet.
Neue Mitglieder sind jedoch jederzeit willkommen. Interessenten können über Tbl. 033200/85309 Näheres über das Uni- Schach erfahren oder sich direkt „vor Ort“, im Spiellokal der Schachabteilung (Fachhochschule Potsdam, Am Alten Markt, Seminarraum 4057 im 2. Stock) einen persönlichen Eindruck verschaffen. st.
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PUTZ 8-9/96