Heft 
(1.1.2019) 02
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CAMPUS

xibler als bisher gefaßt und für gemeinsame Berufungen mit außeruniversi­tären Einrich­tungen ist die Zusammenset­zung so gere­gelt, daß die Uni nicht durch au- ßerumversitäre Prof. Dr. Joachim Gessinger Vertreter majori- siert werden kann. Leider war das MWFK nicht bereit, den vom Konzil vorgeschlagenen nicht­ständigen interdisziplinären Schwerpunk­ten als Instrument der inneruniversitären Förderung von inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zuzustimmen. Zwar unterstützt der Minister in seinem Genehmigungsschreiben vom 11.12.96 das Bestreben der Hochschulen, auch über derartige Einrichtungen die Möglichkeit der Drittmitteleinwerbung zu eröffnen; jedoch sah das MWFK in den Schwerpunkten die Gefahr, daß hier am BbgHG vorbei Organisationseinheiten ge­schaffen würden,denen nach außen ein durch die Grundordnung manifestiertes Auftreten in der Wissenschaftslandschaft ermöglicht werden soll". Mit dieser Position ist das MWFK allerdings nicht auf der Höhe der Zeit (denn dieser Vorschlag findet sich in ähnlicher Weise auch in den Reformvor­schlägen des Wissenschaftsrats) und fällt auch hinter dem selbstgesteckten Ziel zu­rück, angesichts eigener leerer Kassen die Autonomie der Universitäten zu stärken. Enger als im Augenblick kann man das Kor­sett - und das gilt für alle Belange - nun kaum noch schnüren. Ob die so festge­schriebene Struktur der Universität für neue Aufgaben ausreicht, darf deshalb bezwei­felt werden. Immerhin gibt es Hoffnung. Das Genehmigungsschreiben des Mini­sters schließt mit der Versicherung, daß der vom Konzilvorgetragene Gestaltungs­wunsch ebenso Eingang in die Diskussion über eine Novellierung des Brandenburgi- schen Hochschulgesetzes finden wird wie die im Rahmen der Grundordnungsdiskus­sionen anderer Hochschulen vorgetrage­nen Wünsche, deren Realisierung an den Vorgaben der bestehenden Gesetze schei­terte." Die Chancen stehen nicht einmal schlecht, denn nachdem die Fusion mit Berlin erst einmal von der Tagesordnung abgesetzt wurde, kann der Minister in aller Ruhe auf Vorschläge der Universitäten für die Novellierung des BbgHG warten und diese rechtzeitig vor den nächsten Wahlen als hochschulpolitischen Erfolg seines Hauses ausgeben. Und das schönste dar­an ist - es ist ganz umsonst.

Joachim Gessinger

AUS DEM SENAT BERICHTET

In seiner 38. Sitzung am 12. Dezember 1996 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:

Das Gremium erteilte auch diesmal weiteren Studienordnungen und Prüfungsbestimm­ungen seine Zustimmung. Es sind dies: Studienordnungen für die Magister- und Lehramtsstudiengänge des Faches Slavistik, für das Fach Sport in den Lehramtsstudien­gängen, für das Lehramtsstudium des Fa­ches Politische Bildung, Besondere Prü­fungsbestimmungen für die Magisterstu­diengänge des Faches Slavistik, für die Lehr­amtsstudiengänge Russisch und Polnisch, für die Zwischenprüfung in den Lehramts­studiengängen im Fach Sport und für die Zwischenprüfung im Lehramtsstudium des Faches Politische Bildung. Der Senat stimm­te ebenso der von der Philosophischen Fa­kultät II vorgelegten Ordnung zur Durchfüh­rung von Eignungsprüfungen für das Studi­um im Fach Sport in den Lehramtsstu­diengängen zu.

Die Umweltforschung und Umwelttechnik stellen wesentliche Elemente Brandenbur­ger Landespolitik dar und nehmen eine wichtige Position im Landestechnologie­konzept ein. Nicht zuletzt vor diesem Hinter­grund stimmten die Senatoren der Koope­rationsvereinbarung zwischen dem Bran- denburgischen Umweltzentrum (BUFZ) e.V und der Universität Potsdam zu. Die Verein­barung zielt darauf, wissenschaftliche Beiträ­ge zu leisten, um die Umweltforschung zu stärken und im Sinne des Konzeptes der dezentralen Konzentration beispielhaft für die Region Ostprignitz-Ruppin einzusetzen. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Senatoren in einem Tfendenzbeschluß dafür aus, bei Erreichen stabiler hoher ko­operativer Forschungsleistungen anzustre­ben, die BUFZ zu einem An-Institut der Uni zu entwickeln. Auch für die Kooperations­vereinbarung zwischen der Max-Planck- Gesellschaft in bezug auf das Max-Planck- Institut für Gravitationsphysik (Albert-Ein- stein-Institut) und der Universität Potsdam votierte das Gremium, vorbehaltlich der Zu­stimmung der Senatskommission für Ent­wicklungsplanung und Finanzen (EPK). Die Zusammenarbeit soll vor allem auf den Ge­bieten wissenschaftlicher Informations- und Erfahrungsaustausch, Durchführung ge­meinsamer Forschungsprojekte und For­schungsvorhaben, Lehrangebote und För­derung des wissenschaftlichen Nachwuch­ses sowie wechselseitige Nutzung von Ein­richtungen befördert werden.

Mit der Zustimmung der Senatoren bean­tragt die Universität Potsdam ferner über das

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Brandenburger Wissenschaftsmimsterium bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Fortsetzung der Förderung für das InnovationskollegFormale Modelle kognitiver Komplexität für den Zeitraum 1997 bis 1999. Das zum 1 .Juli 1994 eingerich­tete Kolleg schloß zum 30. Juni 1997 die er­ste Förderpenode ab. Die von der DFG er­warteten strukturbildenden Effekte und wis­senschaftlichen Ergebnisse können die Wis­senschaftler vorweisen.

Ende Juni 1995 beschloß der Senat, die Eva­luation der Lehre an der Hochschule einzu­führen und zur Ausarbeitung der ersten Stu­fe eine Kommission einzusetzen. Deren Lei­ter, Prof. Dr. Uwe Engel aus der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, legte nun einen ersten Bericht vor. Das Gremium geht davon aus, daß dasPotsdamer Modell der Lehrevaluation in allen Komponenten einer Anlauf- und Erprobungsphase bedarf. Sobald die erforderlichen sächlichen und personellen Voraussetzungen erfüllt seien, so Engel, sollte eine Erprobungsphase von zwei bis vier Semestern eingeplant werden, um die Praktikabilität des Verfahrens zu te­sten und eventuell erforderliche Revisionen vorzunehmen.

Die von der EPK eingesetzte Senatsunter­kommissionMittelbau erarbeitete ein Po­sitionspapier zur Bestimmung und zur dienstrechtlichen Stellung der wissenschaft­lichen und künstlerischen Mitarbeiter alten Rechts an der Uni. Der Senat beschloß nun, daß das Bedarfs- und Zuordnungsverfahren für diese Angehörigen, die auf eine Haus­haltsstelle übernommen wurden, abzu­schließen ist, indem deren dienstrechtliche Stellung geklärt wird.

Des weiteren hatte der Senat Personal­entscheidungen zu treffen. So bestellte er Prof. Dr. Hans-Georg Petersen aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät für eine Amtszeit von drei Jahren zum Geschäftsführenden Direktor des In­terdisziplinären Zentrums für Australien­forschung. Ebenfalls für drei Jahre fungie­ren nun die Mitglieder des Direktoriums des Interdisziplinären Zentrums für Nicht­lineare Dynamik: Prof. Dr. Jürgen Kurths, Institut für Theoretische Physik, Prof. Dr. Peter Maaß, Institut für Mathematik, und Prof. Dr. Karl-Heinz Rädler, Astrophysi- kalisches Institut Potsdam. Das Institut für Slavistik in der Philosophischen Fakultät I leitet jetzt Prof. Dr. Peter Kosta, sein Stell­vertreter ist Prof. Dr. Norbert Franz, Weiterhin wurde festgelegt, den nächsten Hochschulinformationstag am 21. April 1997 durchzuführen. Die Veranstaltungen finden für alle Fächer im Uni-Komplex Am Neuen Palais, zusätzliche an den anderen Standor­ten, statt. B.E.

Senatstermine im Sommersemester 1997: 17.4., 15.5., 12.6., 10.7. und 4.9.1997

PUTZ 2/97