Heft 
(1.1.2019) 02
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BRANDENBURG ZAHLT IMMER MEHR STUDIERENDE

Die insgesamt erhöhte Anzahl der Studierenden spiegelt sich in allen Fächergruppen wider. Der stärkste Zuwachs ist, wie schon in den vergan­genen Jahren, in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften zu ver­zeichnen. Damit ist diese Fächergruppe nach wie vor die am stärksten fre­quentierte im 1. Studien­fach (9.717 Studierende). Es folgen die Fächer­gruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (4.025), Ingenieurwis­senschaften (3.961), Mathematik, Naturwis­senschaften (2.082), Kunst, Kunstwissen­schaft (1.359), Agrar-, Forst- und Ernäh­rungswissenschaften (648) und Sport (463).

LDS.

Von den 22.255 m Brandenburg immatrikulierten Studierenden absol­vieren 9.850 ihr Studium an der Universität Potsdam. Foto: Tribukeit

Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg mitteilt, sind nach Meldungen der Hochschulen im Win­tersemester 1996/97 an den elf Hochschu­len des Landes Brandenburg 22.255 Studie­rende als Haupt- oder Nebenhörer einge­schrieben. Das sind 2.769 bzw. 14,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Anzahl der weiblichen Studierenden stieg um 1.469 auf nunmehr 11.602. Gegenüber 1991, dem Jahr der meisten Neugründungen Branden- burgischer Hochschulen, stieg die Anzahl der Studierenden auf mehr als das Zwei­einhalbfache.

Auch für ausländische Studierende sind die Brandenburgischen Hochschulen in den letzten Jahren attraktiver geworden. So sind zur Zeit 1.569 Ausländer an den Hochschu­len eingeschrieben; im Vorjahr waren es 1.226 und im Jahr 1991 nur 52. 6,343 Studie­rende, soviel wie niemals zuvor, schrieben sich für das 1. Fachsemester ein, darunter 28,6 Prozent in einem Studiengang an den fünf Fachhochschulen (ohne Verwaltungs­fachhochschulen) des Landes. Dieser An­teil erhöhte sich in einem Jahr um 6 Prozent­punkte (552 Studierende).

An den drei Universitäten des Landes studie­ren zur Zeit 14.910 Personen, das bedeutet einen absoluten Zuwachs von 1.752 (13,3 Prozent) gegenüber dem Wintersemester 1995/96. Allein die größte Hochschule Bran­denburgs, die Universität Potsdam, hat aktu­ell 9.850 Studentinnen und Studenten imma­trikuliert. Die Hochschule für Film und Fern­sehen in Potsdam-Babelsberg ist die einzige Kunsthochschule im Land Brandenburg mit derzeit 514 Studierenden. Des weiteren stre­ben 5.607 Studierende das Fachhochschul­diplom an einer Fachhochschule an. Rück­läufig ist die Studierendenzahl an den bei­den Verwaltungsfachhochschulen in Bernau und Königs Wusterhausen, in denen insge­samt 252 Studierende weniger als im vorjäh­rigen Wintersemester eingeschrieben sind.

Aufwärtstrend bei ausländischen Studierenden

Seit 1993 hat sich die Zahl der in Potsdam lebenden Ausländer auf rund 4100 erhöht. Auch die Uni der Landeshauptstadt erweist sich für ausländische Studierende zuneh­mend attraktiver. Die Statistik belegt es: Zum Wintersemester 1996/97 schrieben sich 524 junge Leute aus rund 60 Staaten ein. Legt man die Gesamtstudentenzahl von knapp 10.000 zugrunde, so beträgt der Aus­länderanteil 5,3 Prozent, bundesweit ein guter Durchschnitt. Im Vorjahr waren es 350, im Gründungsjahr der Uni 1991 gar nur 48 studierende Gäste. An der Alma mater immatrikulierten sich in diesem Semester beispielsweise 130 Programm-Studenten, zehn mehr als 1995. Dazu zählen Stipendia­ten des Deutschen Akademischen Aus­tauschdienstes (22), der EG-Programme ERASMUS, Tempus, Comett oder Lingua (84), von Partnerschaften und Stiftungen (24). Zuwächse sind insbesondere im Be­reich der Studienkollegiaten, der Deutsch­kursteilnehmer und der Vollzeitstudenten zu verzeichnen. B.E.

EMPFANG GEHÖRT BEREITS ZUR TRADITION

Einer mittlerweile guten Tradition folgend, hatte der Dekan derJuristischen Fakultät, Prof. Dr. Werner Merle (rechts) im Dezember vergangenen Jahres die an der Juristischen Fakultät immatrikulierten ausländischen Studierenden und Gastwissenschaftler zu einem kleinen Begrüßungsempfang geladen. Die Mehrzahl der Studierenden ist im Magisterstudiengang eingeschrieben. Zu ihnen gehören auch wieder zehn französische Studierende, dieim Rahmen des Austauschprogramms mit der Universität Paris X-Nanterre für ein Jahr an der Jurishschen Fakultät m Potsdam studieren. Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, die anwesenden Hochschullehrer kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen des Empfangs beglückwünschte der Dekan FTederique Niboyet (Bildmitte) aus Frankreich und Michail Chidekel (links) aus Rußland zum erfolgreichen Ab­schluß ihres Magisterstudiums und überreichte ihnen die Magisterurkunden. Als bester Magister­studentin des Studienjahres 1995/96 wurde der jungen Französin zudem der Wolf-Rüdiger-Bub-Preis zur Förderung des juristischen Nachwuchses verliehen (die PUTZ berichtete). R.S./Foto: Fritze

PUTZ 2/97

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