BRANDENBURG ZAHLT IMMER MEHR STUDIERENDE
Die insgesamt erhöhte Anzahl der Studierenden spiegelt sich in allen Fächergruppen wider. Der stärkste Zuwachs ist, wie schon in den vergangenen Jahren, in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu verzeichnen. Damit ist diese Fächergruppe nach wie vor die am stärksten frequentierte im 1. Studienfach (9.717 Studierende). Es folgen die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (4.025), Ingenieurwissenschaften (3.961), Mathematik, Naturwissenschaften (2.082), Kunst, Kunstwissenschaft (1.359), Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften (648) und Sport (463).
LDS.
Von den 22.255 m Brandenburg immatrikulierten Studierenden absolvieren 9.850 ihr Studium an der Universität Potsdam. Foto: Tribukeit
Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg mitteilt, sind nach Meldungen der Hochschulen im Wintersemester 1996/97 an den elf Hochschulen des Landes Brandenburg 22.255 Studierende als Haupt- oder Nebenhörer eingeschrieben. Das sind 2.769 bzw. 14,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Anzahl der weiblichen Studierenden stieg um 1.469 auf nunmehr 11.602. Gegenüber 1991, dem Jahr der meisten Neugründungen Branden- burgischer Hochschulen, stieg die Anzahl der Studierenden auf mehr als das Zweieinhalbfache.
Auch für ausländische Studierende sind die Brandenburgischen Hochschulen in den letzten Jahren attraktiver geworden. So sind zur Zeit 1.569 Ausländer an den Hochschulen eingeschrieben; im Vorjahr waren es 1.226 und im Jahr 1991 nur 52. 6,343 Studierende, soviel wie niemals zuvor, schrieben sich für das 1. Fachsemester ein, darunter 28,6 Prozent in einem Studiengang an den fünf Fachhochschulen (ohne Verwaltungsfachhochschulen) des Landes. Dieser Anteil erhöhte sich in einem Jahr um 6 Prozentpunkte (552 Studierende).
An den drei Universitäten des Landes studieren zur Zeit 14.910 Personen, das bedeutet einen absoluten Zuwachs von 1.752 (13,3 Prozent) gegenüber dem Wintersemester 1995/96. Allein die größte Hochschule Brandenburgs, die Universität Potsdam, hat aktuell 9.850 Studentinnen und Studenten immatrikuliert. Die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg ist die einzige Kunsthochschule im Land Brandenburg mit derzeit 514 Studierenden. Des weiteren streben 5.607 Studierende das Fachhochschuldiplom an einer Fachhochschule an. Rückläufig ist die Studierendenzahl an den beiden Verwaltungsfachhochschulen in Bernau und Königs Wusterhausen, in denen insgesamt 252 Studierende weniger als im vorjährigen Wintersemester eingeschrieben sind.
Aufwärtstrend bei ausländischen Studierenden
Seit 1993 hat sich die Zahl der in Potsdam lebenden Ausländer auf rund 4100 erhöht. Auch die Uni der Landeshauptstadt erweist sich für ausländische Studierende zunehmend attraktiver. Die Statistik belegt es: Zum Wintersemester 1996/97 schrieben sich 524 junge Leute aus rund 60 Staaten ein. Legt man die Gesamtstudentenzahl von knapp 10.000 zugrunde, so beträgt der Ausländeranteil 5,3 Prozent, bundesweit ein guter Durchschnitt. Im Vorjahr waren es 350, im Gründungsjahr der Uni 1991 gar nur 48 studierende Gäste. An der Alma mater immatrikulierten sich in diesem Semester beispielsweise 130 Programm-Studenten, zehn mehr als 1995. Dazu zählen Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (22), der EG-Programme ERASMUS, Tempus, Comett oder Lingua (84), von Partnerschaften und Stiftungen (24). Zuwächse sind insbesondere im Bereich der Studienkollegiaten, der Deutschkursteilnehmer und der Vollzeitstudenten zu verzeichnen. B.E.
EMPFANG GEHÖRT BEREITS ZUR TRADITION
Einer mittlerweile guten Tradition folgend, hatte der Dekan derJuristischen Fakultät, Prof. Dr. Werner Merle (rechts) im Dezember vergangenen Jahres die an der Juristischen Fakultät immatrikulierten ausländischen Studierenden und Gastwissenschaftler zu einem kleinen Begrüßungsempfang geladen. Die Mehrzahl der Studierenden ist im Magisterstudiengang eingeschrieben. Zu ihnen gehören auch wieder zehn französische Studierende, dieim Rahmen des Austauschprogramms mit der Universität Paris X-Nanterre für ein Jahr an der Jurishschen Fakultät m Potsdam studieren. Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, die anwesenden Hochschullehrer kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen des Empfangs beglückwünschte der Dekan FTederique Niboyet (Bildmitte) aus Frankreich und Michail Chidekel (links) aus Rußland zum erfolgreichen Abschluß ihres Magisterstudiums und überreichte ihnen die Magisterurkunden. Als bester Magisterstudentin des Studienjahres 1995/96 wurde der jungen Französin zudem der Wolf-Rüdiger-Bub-Preis zur Förderung des juristischen Nachwuchses verliehen (die PUTZ berichtete). R.S./Foto: Fritze
PUTZ 2/97
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